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6
Jul
2009

Warum duschen Farangs nicht?

Gestern erzählt mir ein Bekannte, ein thailändischer Taxifahrer habe sie gefragt, warum denn Farangs (westliche Ausländer) nicht duschen würden. So war sie wenigstens schon mal geadelt, denn selbst die groben Bangkoker Taxifahrer, würden nie einen stinkenden menschen fragen, warum er denn nicht dusche. Mir ist die Frage schon zigmal gestellt worden und sie scheint mir berechtigt.
Ich verkehre ja täglich in einer Kommune, in der non solum sed etiam auch Hippies leben. Manche von denen überwältigen mich mehrfach mit atemberaubenden Körpergeruch. Wenn mich einer von denen umarmt, muss ich heimgehen und mein T-Shirt wechseln. Ich achte darüber hinaus auch darauf, immer einen Ventilator im Rücken zu haben, denn in umgekehrter Konstellation hat mich mehr als einmal der Brechreiz heimgesucht. Ich schiebe das dann natürlich immer aus Höflichkeit auf die Kohlensäure im Bier.
Einmal, vor ein paar Monaten, gab´s kein Wasser mehr. Weder zum Duschen, noch zum Toilette spülen. Nach einem halben tag herrschten Zustände wie in einem ruandischen Flüchtlingslager.
Thais duschen zweimal am Tag. In einem Land, in dem die Temperaturen auch nachts nie unter 20 Grad sinken, ist das durchaus opportun. Hier ist das so selbstverständlich, wie das Händewaschen nach dem Toilettengang in Westeuropa.
Ich dusche an den meisten Tagen dreimal. Dabei geht es nicht darum, sich mit der Nagelbürste die Achselhöhlen wundzuscheuern, sondern um das klebrige Gefühl los zu werden, dass bei tropischer Luftfeuchtigkeit mein ständiger Begleiter ist.
In Deutschland will ich es gelten lassen, wenn mal jemand bei Temperaturen um acht Gard zwei nur oberflächliche Körperhygiene walten lässt. Hier aber geht das nicht. Dazu kommt, dass sich Europäer und Asiaten unterschiedlich ernähren. Wer ständig zu McDonalds rennt riecht für die Nase eines Thais sicher auffälliger.
Das Wort für Duschen heißt auf Thai übrigens „Ab Naam“ und bedeutet wörtlich „Wasser schütten“. In den Dörfern wird das immer noch so gehandhabt. Es gibt sogar ein „Chuut Ab Naam“, ein Duschkleid. Eine Art Rock mit Gummibund oben, so dass die Frauen auch im Freien aus einem großen Wasserbottich mit einer kleinen Schüssel Wasser über sich schütten können. Vor allem zur kühleren Jahreszeit, wo es im Isaan doch morgens noch recht frisch ist, ist das „Wasser schütten“ mehr Kneipp-Kur Erfrischung, mittags dann Hitze-Folter, weil die Temperaturen in dem Wellblechverschlag unerträglich sind und abends sitzt immer eine dicke, braune Erdkröte im Wasserbecken.
Stinken ist aber trotzdem kein Option.

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