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Thailand News

16
Sep
2009

Dritter Jahrestag des Militärputsches

Am Samstag jährt sich zum dritten Mal der Militärputsch vom 19. September, mit dem der damalige Premier aus dem Amt und ins Exil gejagt worden ist. Seitdem kommt es in Thailand immer wieder zu Unruhen, die das Land wochenlang lahm legen, so zuletzt an den Songkran-Feiertagen zwischen dem 8. Und 13. April.
Damals rollten auch durch meine Straße die Panzer und in Dusit und an der Din Daeng Kreuzung wurde nicht an Munition gespart.
Damit das nicht nochmal passiert, hat die Regierung jetzt für das kommende Wochenende den Internal Security Act aktiviert, mit dem das Militär offiziell die Polizei unterstützen kann. Erstmal nur im Bezirk Dusit (durch den ich dummerweise Morgen und am Freitag durch muss.
Schon jetzt sind wieder Tausende Protestler der Red Shirts in der Stadt und an den wichtigen Kreuzungen steht auch wieder Marineinfantrie und Militärpolizei.
Die Regierung prüft derzeit Hinweise nach denen die Red Shirts auch eine Belagerung des Inlandsflughafens Don Muang und des Internationalen Flughafens Suvarnabhumi planen.
Dann dürften sich diese Szenen von vor fünf Monaten wiederholen, denn die Regierung hat bereits angekündigt, den Internal Security Act auch auf andere Stadtteile auszudehen.
Mir ist das ab Freitag Abend aber egal, weil ich dann sowieso einen kurzen aber gesponsorten Urlaub im Nationalpark Kao Yai antrete.









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25
Aug
2009

Zwei Drogenhändler in Thailand hingerichtet

Beide waren im März 2001 wegen des Besitzes von 114.219 Tabletten Methamphetamine festgenommen worden, berichtet die Zeitung The Nation. Nachdem ein Gericht sie des Drogenhandels für schuldig befunden hatte, erhielten Bundit Charoenwanich, 45, und Jirawat Phumpruek, 52 die Höchststrafe.

Gestern abend wurden sie per Giftspritze hingerichtet.

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2
Nov
2007

Zerfall des staatlichen Gewaltmonopols

Gestern fand wie jedes Jahr das BND-Symposium in Berlin statt, auf dem einmal jährlich jeder jeden davor warnt wie gefährlich die Welt von heute ist und wie gefährlich sie übermorgen sein wird. Da darf natürlich auch Deutschlands oberster Alarmschreier Wolfgang Schäuble nicht fehlen. Der warnte dann auch davor, dass das staatliche Gewaltmonopol weltweit zunehmend durch Aufständische und Terroristen bedroht würde.

southernunrest

Zwar drehte sich das Symposium im Kern um die Situation im Nahen Osten, auf dem Balkan und Afghanistan, es wurde aber auch darauf hingewiesen, dass auch das rasante Wachstum der Metropolen in den Entwicklungsländern dazu geeignet sei, das hoheitliche Gewltmonopel vieler Staaten zu untergraben – so beispielsweise in Jakarta.
Diese eher langweilige bzw. profane Meldung im Hinterkopf lese ich heute im Ticker wieder einmal die Meldungen über die Gefechte und Bombenanschläge im Süden Thailands. Heute wurden beispielsweise drei Polizisten und sieben Zivilisten bei einem Bombenanschlag der Aufständischen verletzt.
Im Grunde vergeht hier in Thailand kein Tag ohne eine Meldung über Schießereien und Anschläge in den südlichen Provinzen Thailands. Die Weltpresse nimmt davon – vielleicht auch mit Rücksicht auf die thailändische Tourismusindustrie – nur wenig Notiz.
Ich habe dieses Thema bislang ausgespart, weil die Zusammenhänge wie bei jedem bewaffneten Konflikt nur schwer zu durchschauen sind und die vermeintlichen Provokateure und Schuldigen nie ganz alleine Schuld an dem Töten sind.

Fakt ist aber, dass muslimische Aufständische fast täglich Stützpunkte und Patrouillen der thailändischen Armee angreifen. Die schlägt dafür dann mit aller Härte zurück. Aber auch buddhistische Dorfbewohner sind das Ziel der Attacken und sogar Mönche werden bei ihrem morgendlichen Sammeln von Speisen getötet. Spätestens da macht sich bei mir dann Unverständnis breit, denn obwohl die buddhistischen Mönche in Thailand oft (meines Erachtens) zu viel in der Politik mitreden, sind sie vermutlich die einzigen in dem Konflikt, die offenkundig auf jede Form der Gewalt verzichten.

Das Schäuble bzw. der BND hat in diesem Punkt also Recht. Das staatliche Gewaltmonopol, durch das eine friedliche Zivilgesellschaft ja erst möglich wird, ist offenbar weltweit tatsächlich häufiger und ernster bedroht, als es weite Teile der Öffentlichkeit wahrnehmen.

Wie schnell auch in vermeintlich hochzivilisierten Ländern alle Sicherheitsmechanismen versagen können konnte man zuletzt wohl am deutlichsten nach dem Hurrikan Katrina in New Orleans sehen.

In diesem Sinne: Holzauge sei wachsam!

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26
Sep
2007

Bangkok: Rangelei wegen Hymne

In Thailand ist es üblich, dass in einem Kino vor Beginn des Hauptfilmes die Hymne des Königs zu spielen. Zu diesem Zweck erheben sich denn in der Regel auch alle Anwesenden.
Das es allerdings seit neuesem offenbar Pflicht ist, zeigt ein Vorfall der jüngsten Zeit:

Der 26-jährige Chotisak Onsueng und seine weibliche Begleiterin Chitma Penphak (23) blieben während der Königsverehrung einfach sitzen. Als sie den Aufforderungen anderer Kinobesucher auch aufzustehen nicht nachkamen, wurden üble Beschimpfungen gerufen und es flogen sogar Fladchen und Pobcorn. Das Kinopersonal versuchte die Situation zu beruhigen, aber erst die herbeigerufene Polizei schaffte es schließlich der Lage Herr zu werden.

Chotisak erklärte nach dem Zwischenfall, dass er nur selten während der Hymne aufstehe und ihm das noch nie jemand übel genommen habe.Er werde Anzeige wegen Körprverletzung und Beleidigung auf den Weg bringen. Einer der Hauptbeschuldigten erklärte draufhin, dass er in diesem Falle mit einer Anzeige wegen Majestätsbeleidigung darauf reagieren werde.
Das Verhalten Chotisaks sei "unpatriotisch" und "unloyal der Monarchie gegenüber", sagten die Königstreuen laut Ángaben der Tageszeitung Nation

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6
Sep
2007

Schule in Thailand - Respektvolles Lernen

In diesen Tagen bekommt man in Deutschland Videos von Lehrern zu sehen, denen ihre Schüler vor versammelter Klasse die Hose herunter ziehen und sie hinterrücks auf jede nur erdenkliche Weise erniedrigen. Das an die Trennwände auf Schultoiletten gekritzelte „Herr Müller ist doof“ hat schon lange ausgedient. Heute finden Lehrer im Internet ganz konkrete Todesdrohungen gegen sich selbst. Kaum vorstellbar, dass unter diesen Verhältnissen überhaupt noch Bildung transportiert werden kann.
Die PISA-Studie, die die Tatsache, dass die Bildung deutscher Schüler stark rückläufig ist, in den letzten Jahren mehrfach, herausdeutete, soll hier nicht tiefer gehend erwähnt werden.
Wichtig ist es aber, den Niedergang von Wissen und Bildung in einem globaleren Zusammenhang zu sehen: Deutschland kann jetzt und wird niemals den Millardenvölkern Indiens und Chinas im Konkurrenzkampf um die niedrigsten Produktionskosten die Stirn bieten können. Rohstoffe gibt es in Deutschland nicht.
Dafür ist Deutschland nach wie vor Exportweltmeister. Deutsche Ingenieure planen und bauen Maschinen und Anlagen und exportieren sie in Länder, die zwar über Riesenheere von billigen Arbeitskräften verfügen, aber nicht über genug Skills und Knowledge für technische Großprojekte. Die MRT U-Bahn und der BTS Skytrain in Bangkok stammen beispielsweise von Siemens.

Hier könnte also Deutschlands Zukunft liegen: Gut ausgebildete Fachkräfte, deren Dienstleistung der Transfer, Export und Einsatz von Wissen ist. Leider wird das dazu notwendige Kapital aber jeden Tag in den Schulen der Republik verschleudert.

An dieser Stelle soll ausnahmsweise mal kein Aufruf an die Politik stehen, mehr Geld in Bildung zu investieren. Auch den Lehrern soll hier nicht die Schuld gegeben werden. Es ist wohl einfach die Tastsache, dass sich viele Nationen der westlichen Welt zivilisatorisch im Rückwärtsgang bewegen – zurück in die Steinzeit. Die Situation in den Schulen ist ein deutliches Zeichen dafür.

Nicht so hier in Thailand. Ähnlich wie in Deutschland vor 70 Jahren sind sich die Menschen hier bewusst, dass nur Bildung ihren Kindern ein sorgenfreieres Leben bescheren kann.
Dementsprechend ist auch die Situation in den Schulen und die Einstellung der Gesellschaft dem Berufsstand des Lehrers grundlegend anders. Während Lehrer zwischen München und Kiel als faule Säcke verschrien werden, genießen sie in Thailand hohes Ansehen, obwohl ihre Bezahlung eher mager ist. Auch die Schüler überschütten ihre Lehrer mit Zeugnissen ihres Respektes:

Schon beim Betreten des Schulgebäudes ziehen die Schüler ihre Schuhe aus. Begegnet ihnen auf dem Weg zu ihren Klassen ein Lehrer, stellen sie ihre Schuhe ab und begrüßen ihn mit einem Wai (Verbeugung mit vor dem Gesicht gefalteten Händen. Betritt der Lehrer den Klassenraum stehen die Schüler auf und der Klassensprecher ruft: “Erweist dem Lehrer Respekt!“, woraufhin alle Schüler den Lehrer grüßen. Möchte ein Schüler während des Unterrichtes Hilfestellung zu einer Aufgabe, rutscht er auf Knien zum Pult des Lehrers (sein Kopf darf dabei niemals höher sein als der des Lehrers). Dort erklärt ihm dann der Lehrer die Aufgabe.

Benehmen in einer Thai Schule

Gleiches gilt für die Erlaubnis zum Gang zur Toilette. Der Schüler fragt den Lehrer auf Knien um Erlaubnis: Kehrt er dann in den Klassenraum zurück, wartet er an der Türschwelle auf Knien auf die Erlaubnis des Lehrers zur Rückkehr in den Klassenraum. Am Ende der Stunde stehen alle Schüler erneut gemeinsam auf und danken laut und deutlich dem Lehrer dafür, dass er sie unterrichtet hat. Die Stunde endet übrigens, wenn der Lehrer es sagt und nicht mit dem Läuten der Glocke. Dieses hohe Maß an Disziplin bedeutet aber nicht, dass die Lehrer deswegen besonders streng, hart oder bösartig ihren Schülern gegenüber wären.

Pay respect to the teacher Wai

Es gibt keine Prügel. Sich vor jemanden zu verbeugen und den eigenen Kopf niedriger zu halten als das höherrangige Gegenüber es tut, ist in der thailändischen Gesellschaft alltäglich. Auch das Knien ist nichts Besonderes. An Vater- oder Muttertag werfen sich die Kinder den Eltern sogar zu Füßen.
Ausländische Lehrer – meist Englischlehrer- sind ob dieser vermeintlichen „Unterwürfigkeit“ oft schockiert. Viele merken aber schnell, dass es sich hierbei keinesfalls um eine Erniedrigung der Schüler handelt. Stattdessen ist durch dieses disziplinierte Verhalten aller Akteure (auch der Lehrer kniet am Schreibtisch des Direktors) ein hocheffizienter Unterricht möglich.
Von der thailändischen Regierung gibt es jüngst aber Bestrebungen den Unterricht umzugestalten und die Schüler mehr in Lerngruppen zusammenarbeiten zu lassen um die Schüler Probleme selber lösen zu lassen. Daraus ergibt sich, dass die Schüler jetzt auch Anweisungen des Lehrers hinterfragen müssen – natürlich mit dem gebührlichen Respekt. Auch der Lärmpegel nimmt zu. Für ältere Lehrer ist das ein Graus, jüngere halten es durchaus für sinnvoll und angemessen.

Der Lernvorteil ist also klar auf der Seite der Asiaten. Was, wenn in zehn Jahren diese modern, aber diszipliniert ausgebildeten Schüler aus Thailand und den anderen asiatischen Nationen auf die deutsche „Elite“ trifft, die als Abiturienten gerade noch die Allgemeinbildung eines Neuntklässers vor 30 Jahren haben?

Gibt es den Bildungsstandort Deutschland noch? Wenn ja wie lange? Wie seht ihr das?

Bilder: Mit freundlicher Genehmigung von Richard Barrow

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5
Sep
2007

Tod durch Giftspritze

Als ich im letzten Februar in Jomtien, dem mit Pattaya verwachsenem Nachbarort, wurden nicht weit von meinem Zimmer entfernt zwei junge Russinnen am Strand ermordet.
Nach ausgedehnter Fahndung und einem langen Prozess wurde der Mörder am Montag vom Pattaya Provincial Court zum Tode durch die Giftspritze verurteilt.
Das Verbrechen war lange Zeit durch die thailändischen Medien gegeistert, vor allem, weil es sich bei dem Mord mehr um eine Art Hinrichtung als einen Raubmord gehandelt hatte.

4
Sep
2007

Kopfschuss - amerikanische Verhältnisse?

Sicher, die Pattaya City News sind schon etwas leichengeil und jeden Tag bekommt man stapelweise Tote und Verwundete zu sehen, aber Pattaya ist eben auch Pattaya - ein heißes Pflaster.
Dennoch finde ich es langsam gruselig, wenn ich sehe, dass dort zwischenmenschliche Konfrontationen immer öfter mit Schußwaffen beendet werden und das natürlich entsprechend öfter tödlich.
So auch gestern, als ein 30jähriger Mann zwei Diebe daran wollte sich in seinem Handyladen beliebig zu bedienen. Die Diebe quittierten dies, indem sie dem Mann gezielt in den Kopf schossen.
Gerade Kopfschüsse heilen ja bekanntermaßen shlecht aus, weswegen das besonders hart war. Der Mann überlebte dennoch.

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Bild: Pattaya City News

Um dem Tourismus im Urlaubsort Pattaya an dieser Stelle nicht allzusehr zu schaden, sei gesagt, dass nicht jeder, er Pattaya besucht automatisch in den Kopf geschossen wird. Auch ich bin bereits unbeschadet aus Thailands sündigstem Badeort zurükgekehrt.
Allerdings empfielt es sich in Pattaya den Ball flach zu halten.

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Durchgeknallt: Karaoke Streit endet mit Brand

Read this article in EnglishEnglish version at Pattaya City News
Ein Streit zwischen zwei benachbarten Karaokebars im für sein Nachtleben berühmt-berüchtigten Urlaubsort Pattaya nahm in der vergangenen Woche absurde Ausmaße an.
Nachdem Angestellte der Dai-Eji Karaoke Bar mit Mitarbeitern der nahe gelegenen New Boys Karaoke Bar wegen eines Gastes in Streit geraten waren, eskalierte die Auseinandersetzung. Die Gruppe der Dai-Eji Karaoke Bar griff die New Boys Bar an und zerstörte kurz nach fünf Uhr morgens deren Eingangsbereich. Die New Boys ließen das nicht auf sich sitzen und griffen zu ungleich krasseren Methoden. Mit Pistolen und Molotow-Cocktails bewaffnet stürmten sie die verfeindete Bar und setzten sie in Brand - die Tatsche, dass in den Stockwerken darüber Menschen schliefen hinderte sie nicht daran.
So kam es auch zu dramatischen Szenen als die Hausbewohner sich durch die Fenster über das Dach auf die Dächer benachbarter Gebäude flüchten mussten. Glücklicherweise wurde aber niemand verletzt.
Die Polizei geht von einem Schaden von 300.000 (6500 Euro) aus.

Schon durchgeknallt, aber Pattaya ist halt auch ein heißes Pflaster.

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Bilder: Pattaya City News

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31
Aug
2007

Chiang Mai: Nur noch zwei Päckchen Zigaretten pro Kunde

Weil die Steuern für und Alkohol und Zigaretten stark gestiegen sind, werden jetzt in Chiang Mai (Nordthailand) nur noch zwei Päckchen Zigaretten pro Kunde verkauft, um Hamsterkäufe zu verhindern.

Das Bild zeigt einen Laden in Chiang Mai, in dem ein eben solches Schild die neue Richtlinie verkündet.

Nur noch zwei Paeckchen Zigaretten pro Kunde in Chiang Mai

Bild: The Nation

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29
Aug
2007

Immer feste druff

Heute saß ich anlässlich einer Konferenz mit anschließendem Lunch mit acht Thais an einem feslich gedecktem Tisch im "Vier Jahreszeiten"-Hotel in Bangkok. Nach dem ersten Gang wurde Schweinbraten im Speckmantel mit grünem Gemüse serviert (um es mal in meinen Worten als Cuisine-Banausin zu sagen).

Als die Thais begannen, wie gestört den Inhalt des Pfefferstreuers, auf den wehrlosen Schweinebraten zu entleeren, der ohnehin schon in einer Pfeffersoße mit reichlich Pfefferkörnern gereicht wurde, musste ich unwillkürlich an einen Blogeintrag eines auf Phuket lebenden Journalisten denken.

Der hatte festgestell, dass Thais sich sowohl auf Steak, Pizza aber auch Salat literweise Ketchup und Chilisoße schütten und suchte nun im rahmen seines Blogposts einen Grund dafür. Eine Thai war so freundlich ihm auf die Sprünge zu helfen und ihre Antwort war durchaus einleuchtend:

In der thailändischen Küche sei es üblich sogenannte condiments auf dem Tisch stehen zu haben. Üblicherweise sind diese zusätzlichen Zutaten in einem viergliedrigen Tragerl zu finden und enthalten: weißen Thai-Essig mit Chilliesringen, Fischsoße, Zucker und getroknetes Chilipulver. Mit ihnen können die Gäste ihr Gericht so auf die vier in der thailändischen Küche was immer verwendeten Geschmacksrichtungen sauer, salzig, süß und scharf abstimmen. Bei manchen Gerichten muss man sogar diese Zutaten hinzufügen um den vollen Geschmack zu erzielen (z. B.Guidao = chinesische Reisnudelsuppe).
Die Thais sind es also gewöhnt jedem Gericht eine persönliche Note zu verleihen. wenn dann also keine Thaizutaten vorhanden sind - wie etwa im Steakhouse oder eben dem "Four Seasons" wird halt auf Ketchup oder ein Pfund Pfeffer zurückgegriffen.

Das das dann scheiße schmeckt, steht ja auf einem anderen Blatt.

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Pratu Namo

PRATU NAMO

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