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25
Aug
2009

Zwei Drogenhändler in Thailand hingerichtet

Beide waren im März 2001 wegen des Besitzes von 114.219 Tabletten Methamphetamine festgenommen worden, berichtet die Zeitung The Nation. Nachdem ein Gericht sie des Drogenhandels für schuldig befunden hatte, erhielten Bundit Charoenwanich, 45, und Jirawat Phumpruek, 52 die Höchststrafe.

Gestern abend wurden sie per Giftspritze hingerichtet.

Technorati:

24
Aug
2009

Die große Pratu Namo „Thai Food Diet“ – Ekel-Essen und der Wok Superstar

99 Prozent aller Gerichte, die man hier in Thailand vorgesetzt bekommt, sind so gut, dass man traurig ist, wenn der Teller leer gegessen ist. Das dies aber nichtz selbstverständlich ist konnte wurde mir heute einmal mehr bewiesen.
Nicht jeder, der einen Essenstand betreibt und einen Wok hat, kann auch kochen. Als ich jüngst aus Laos zurückkam und am Busbahnhof der Grenzstadt Nong Khai noch schnell was essen wollte, bevor ich den langen Ritt Richtung Bangkok antreten würde. Bestellte ich „Pat Ki Mao“, ein gängiges thailändisches Gericht. Bekommen habe ich eine Schüssel Öl, in der halbgare Instant-Nudeln herumschwammen. Außerdem war das Fleisch deutlich zu alt.
Ungenießbar.



“Pat Ki Mao”, wie es nicht sein soll


Bei mir in der Gegend ist jetzt eine seltsame Situation entstanden. Normalerweise herrscht ein Überangebot von Garküchen. Allerdings nicht zwischen 15 und 19 Uhr. Da kann ich nur schwer etwas finden, was ich mag.

In dem Bordell nebenan ist jetzt tagsüber ein Restaurant und weil es nun mal zwischen 15 und 19 Uhr war, der Magen aber trotzdem knurrte, gab ich dem Etablissement eine Chance und bestellte „Pat Si-Iu“ – Nudeln in dunkler Sojasoße mit Hüchnchenfleisch.
Die Nudeln waren so bitter, dass ich sie in Chillipulver panieren musste um sie runter zu bekommen. Das Hühnchenfleisch war alte Schweinleber und ein einziger schon zerfallender Shrimp.

Gut ist anders.

Deswegen muss ich wohl jetzt noch mit knurrendem Magen bis Sonnenuntergang ausharren, bis mein Superstar ihren Stand eröffnet. Sie kocht die besten thailändischen Gerichte, mit reichlich Zutaten und riesigen Portionen und macht nie einen Fehler.
Dabei ist sie so schnell, dass sie die meisten Gerichte in etwa 100 Sekunden zusammengezaubert hat. Manchmal bekommt sie zehn Bestellungen gleichzeitig zugerufen und trotzdem vergisst sie nichts und bringt auch nicht die reihenfolge durcheinander. Mittlerweile habe ich ihr System durchschaut. Bei jeder neuen Bestellung nimmt sie einen Teller und stellt sie auf ihren Stand. Die Teller haben unterschiedliche Farben, mit deren Hilfe sie sich die Reihenfolge und das gewünschte Gericht behalten kann.



Pat Ki Mao, wie es sein soll


Sie merkt sich sogar wie manche Leute ihr Essen am liebsten haben. Mir haut sie in eine Portion „Pat Ki Mao“ (wörtlich überstetzt „Gebratenes für Trinker“) 25! Chillies und vier Stränge grünen Pfeffer in eine Portion. Mein amerikanischer freund kann nicht so scharf essen und bekommt bei gleicher Bestellung nur vier Chillies und keine Pfefferkörner.

Außerdem habe ich neue Gerichte entwickelt, die sie mittlerweile in ihr Repertoire aufgenommen hat.

Respekt. Ein wahrer Superstar am Wok.



Technorati:

23
Aug
2009

Der Blue Finger Bongo Blues



Musik machen will gelernt sein und verlangt bisweilen bestimmte Grundvoraussetzungen. Zum Beispiel Hornhaut. Gestern ergab es sich plötzlich, dass sich bei uns in der Kommune ein spanischer Original-Hippie (soll heißen er hat lange aber mittlerweile graue Haare) auf den Boden setzt und anfängt Didgeridoo zu spielen. Aber nicht irgendeinen hohlen Stamm, den man für vier Euro auf Bali kaufen kann, sondern ein riesig langes und knorriges, aus einem Teil des Baumes, den ich nicht einwandfrei identifizieren konnte. Und das sogar richtig gut. Mit ein bisschen Übung und Spucke kann ja jeder einen Ton mit einem Didgeridoo erzeugen, aber dieser Hippie kann damit massieren (davon später mehr).




In Bongo-Action

Als er also so spielte, nahm sich ein amerikanischer Freund zwei Klanghölzer und stimmte mit ein. Ich brauchte eine Weile, bis ich meine Bongos gefunden hatte. Alle anderen – etwa 15 Leute - machten irgendewelche Geräusche im passenden Takt.
Schade, dass es davon keine Aufnahme gibt. Ich habe mich noch nie so sehr im Dschungel gefühlt.

Weil ich wohl ein bisschen zu laut getrommelt habe und es überhaupt nicht gewohnt bin. Hat mein rechter Zeigefinger heute die Größe einer Spreewaldgurke und spätestens morgen auch die entsprechende Farbe. Heute ist er aber noch angenehm lila.


Abschiedsgemälde für einen Mitbewohner unserer Kommune, der nach Panama zurückgeht




nach der Farbschlacht

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17
Aug
2009

Gleich gibt´s ein Donnerwetter

Die letzten Tage war es quälend heiß gewesen. Und das gar nicht mal wegen der 33 Grad, die wir in den letzten Tagen trotz Regenzeit hatten, sondern eigentlich weil wir während der Regenzeit 33 Grad haben – dafür aber keinen Regen. Die Luftfeuchtigkeit war in den vergangenen Tagen so hoch, dass es manchmal zwei Tage dauerte, bis die Wäsche auf dem Balkon trocknete.
Jetzt kommt es dafür aber um so wuchtiger. Freitagnacht bin ich trotz des Schrims klatschnass geworden, vorgestern sind wir im Taxi fast geschwommen und gestern Nacht hat es so laut gedonnert, dass ich trotz Ohrenstöpsel davon aufgewacht bin. Jetzt kündigt sich gerade wieder ein Gewitter an. Momentan sind die täglichen Gewitter noch recht unpünktlich.
Im vergangenen Jahr konnte man dagegen seine Uhr danach stellen: Sonnenschein von morgens bis um 17 Uhr. Dann eine Stunde starker Wind, dann zwei Stunden Sintflut und dann konnte man getrost aus dem Haus gehen. So war es zumindest an den meisten Tagen.
Wer in diesen Tagen ohne Schirm aus dem Haus geht, ist selbst dran doof, denn in den tropischen Regionen regnet es sich nicht „ein“. Wenn die ersten Tropfen fallen, hat man noch 30 Sekunden zeit, dann ist man so naß als wäre man gerade dem Swimming Pool entstiegen. Dabei ist es dann immer noch 24 Grad warm. Nicht so schlimm könnte man meinen, aber wehr klattschnass in einen klimatisierten Bus, Taxi, Skytrain etc, steigt und dort neben Dutzenden anderen klattschnassen Leuten sitzt, ist schnell mal drei Tage krank.
Glücklicherweise wohne ich in einer Gegend, die kaum überschwemmt wird, obwohl wir direkt am Kanal liegen. Den hat die Stadtverwaltung aber schon vor zwei Monaten mal ordentlich durchgespült, damit er wieder mehr Wasser fasst. In vielen anderen Stadtteilen, die weiter weg vom Chao Praya Fluss liegen wird man aber wohl auch in dieser Saison gelegentlich wieder bis zu den Knien durch das Wasser waten müssen. Dass es sich dabei nicht um Trinkwasser handelt ist klar. Vielmehr ist es eine üble Brühe, die aus den Kanälen und der Kanalisation hochschwappt. Dabi kann man sich schnell mal viel mehr einfangen als einen handelüblichen Fußpilz aus dem Hallenbad.

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16
Aug
2009

Dope Beats & Panda Blood – Der Trailer meines Kung Fu Films

Seid vorgestern ist der Trailer zu unserem ersten Kung Fu Film „Dope Beats & Panda Blood“ fertig und erfreut sich bislang regen Zuspruchs. Wenn der Film genauso gut wird, dann ist uns mindestens ein Oscar sicher.

Check it out:



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13
Aug
2009

Mein Fall in die Lehre

Das Leben kann schon manchmal sehr absurd sein. Aber das ist ja das tolle daran. Wer hätte zum Beispiel jemals gedacht, dass ich mal Lehrerin werden würde. Ich auf jeden Fall nicht und wohl auch kaum eine meiner Lehrerinnen und Lehrer. Trotzdem bin ich es jetzt. Und es läuft richtig gut. Ich arbeite für mehrere Schulen und unterrichte mehrere Sprachen. Englisch und Deutsch auf Englisch und Thai. Aber es klappt. Meine Deutschschüler sind wirklich gut und fleißig und wir kommen schnell voran. Die Kinder in der anderen Schule sind die Hölle und ich habe nach dem ersten Tag den Job wieder hingeschmissen. In daran sind sie nicht mal selber Schuld. Aber eine Klasse mit 47 Schülern zu unterrichten ist unmöglich. Es sei denn man macht den klassischen thailändischen Frontalunterricht. Der Lehrer erzählt vorne irgendwas und die Kinder müssen nichts anderes machen als dazusitzen und ruhig zu sein. Dann kriegen sie gute Noten. Auf einen Wissenstransfer ist dieses Unterrichtskonzept auf jeden Fall nicht ausgerichtet.

Und das merkt man auch am Leistungsstand der Kinder. Zwar steht im Klassenbuch, dass sie in der vergangenen Woche das „present perfect“ durchgenommen hätten und auch in den Wochen davor viel Grammatik gemacht hätten, aber in der Realität können viele der Kinder nicht mal ihren eigenen Namen in lateinischer Schrift schreiben – wohlgemerkt nach vier Jahren Englischunterricht. Außerdem ist es unmöglich die Kinder auf Englisch zu unterrichten. Jetzt ist mir auch klar, warum einer meiner Vorgänger, ein Engländer, der kein Thai spricht, den Job ebenfalls hingeschmissen hat. Ich musste die ganze Zeit mit den Kindern auf Thai sprechen, ansonsten wäre kaum Unterricht möglich gewesen. Eigentlich war der Lärmpegel aber ohnehin ständig so hoch, dass ich auch Deutsch hätte sprechen können, weil ohnehin keiner den anderen versteht.

Immerhin war das eine Erfahrung. Ab jetzt unterrichte ich nur noch Privatschüler und Erwachsenen, die wissen wenigstens, dass sie für ihren Unterricht einen Haufen geld bezahlen und benehmen sich entsprechend gut.


Die Klasse im Ruhezustand



Im Gefecht

Die Pausenglocke, bevor sie wieder über mich herfallen:



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12
Aug
2009

Bangkok Flash Mob

Letzten Sonntag haben sich zum ersten mal etwa 50 Bangkoker Freigeister, Thais und Ausländer, viele davon Künstler und Fotografen, zusammengetan um den ersten Bangkoker Flash Mob zu starten. Und natürlich war ich auch dabei. Flash Mob ist eine Art von Aktionskunst, bei der plötzlich viele Menschen im öffentlichen Raum, scheinbar unabgesprochen das gleiche tun. Die Möglichkeiten für einen Flash Mob sind unbegrenzt. Die einfachste Form ist wohl aber das „Freezing“ , also das plötzliche gefrieren während einer normalen Tätigkeit. Beispielsweise geht man einfach und auf ein geheimes Zeichen einer Person hin, verharren alle in ihrer gegenwärtigen Haltung.

Letzten Sonntag haben wir also den Freeze Flash Mob im obersten Stock des schnieken Einkaufszentrums „Central World Plaza“ in der Bangkoker City gemacht. Natürlich ist sofort die Security gekommen und wie wild in ihre Walkie Talkies gesprochen, aber machen konnten sie nichts. Nach viereinhalb Minuten gingen dann alle auf ein geheimes Zeichen weiter und zum Ausgang, ohne aber zu zeigen, dass wir zusammen gehören.

Weil die Aktion so gut geklappt hat, haben wir sie gleich noch mal im Einkaufszentrum „Siam Paragon“ wiederholt. Diesmal hatte ich mir ein Brötchen besorgt und alles in meinen Mund gestopft und war gerade heftigst am kauen, als einer seine Baseballkappe zurecht rückte. Das war das Zeichen. Für fünf Minuten lief mir dann das Wasser im Mund zusammen. Hervorragende Aktion. Die Thais, die da zum shoppen gekommen waren machten natürlich sofort Fotos von uns und filmten alles mit ihren Handys.

Die nächste Aktion ist schon geplant. Diesmal wollen wir 300 Leute zusammen bekommen. Ich hab schon jede Menge Ideen für die Location.
Hier erst mal das erste Video, dass eine von uns mit einer versteckten Kamera gefilmt hat. Check it out:



9
Aug
2009

Morakot (มรกต) kommt zu Besuch

Momentan ost er noch im Golf von Tonkin, aber spätestens heute nachmittag ist er dann da, der Tropensturm "Morakot". Das meiste wird wohl der Isaan abbekommen, aber ich werde heute wohl trotzdem mal einen Schirm mitnnehmen.

Für mich soll`s rote Rosen regnen

Gerade komme ich von der Arbeit zurück in unsere Kommune und bekomme einen gewaltigen Strauß roter Rosen in die Hand gedrückt, die dort für mich abgegeben wurden. So viele Rosen, dass ich sie nicht zählen kann. Wer der heimliche Verehrer oder Bewunderer ist, ließ sich bislang nicht herausfinden.
Aber ich arbeite dran. Bin mal gespannt. Ich hoffe natürlich er ist reich, unverheiratet, gut gebaut und kann tanzen.

6
Aug
2009

Kung Fu ist, wenn man trotzdem lacht - Bilder



Kung Fu ist, wenn man trotzdem lacht. Das wäre mir aber fast vergangen, weil ich in einer Szene rauchen musste und wir die Einstellung so oft wiederholen mussten, dass ich zum Schluss bei der vierten Zigarette hintereinander, fast vom Stuhl gefallen bin.



Bei den Proben



Das erste von vielen Opfern – am Ende wird er mit dem Baseballschläger ins Auge erstochen

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1
Aug
2009

Kung Fu ist, wenn man trotzdem lacht

Normalerweise sind die meisten Jobs ja eher einfach: Mal ein bisschen im Flieger rumsitzen, nett aussehen bis die Kamera rumschwenkt, Cut dann noch in bisschen rumsitzen, falls es nochmal gedreht wird und dann Feierabend.
Heute bei Sonnenaufgang fand ich mich aber in der außergewöhnlichen Situation einer jungen Chinesin, solange eine Schraubenschlüssel ins Gesicht zu schlagen, bis ich vor lauter Blut nicht mehr durch meine Lesebrille kucken konnte. Dafür hat sie mich dann mit ihrer Helikopter-Armbanduhr getroffen und wir haben uns übel gegenseitig die Köpfe and eine Eisenstütze geschlagen.
Das ist eigentlich sonst nicht meien Art. Ich würde mich sogar als recht umgänglich bezeichnen, aber so ist das halt, wenn man die Hauptrolle in einem Kung Fu Independet-Movie übernimmt und den Endgegner spielt.
Das gute bei solchen produktionen ist, dass man dabei Bier trinken kann und sich kaputtlacht, wenn einem jemand mit einem Strohhalm in Ketchup-Wassergemisch ins gesicht prustet.
Hervorragend. Und wir sind sogar weitestgehend unverletzt. Ein blaues Knie und ein aufgeschrammter kleiner Zeh sind überschaubare Kollateralschäden.

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22
Jul
2009

Dengue - Die Knochenbrecherkrankheit



Es war genau an dem Tag, als ich hier den letzten Eintrag veroeffentlicht habe: Ich sass bis Mittags um vier vor dem Rechner, dann taten die Knie ein wenig weh und ich legte mich kurz auf’s Bett und kam von dort drei Tage lang nicht mehr hoch.
Am vierten Tag ging das Fieber runter und ich dachte es sei ausgestanden, bis ich nachts fesstellte, dasss ich nur unter schlimmsten Schmerzen Beine und Haende gebrauchen konnte. Dazu stechende Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, Appetitlosigkeit. Am Schlimmsten waren die Schmerzen, wenn man die Augen bewegt und die Tatsache, dass die Schmerzen in der rechten Schulter teilweise so schlimm waren, dass ich es nur mit einem vollem Wasserkanister in der rechten Hand mitten im Raum stehend aushalten konnte.
Bis dahin hatte ich gedacht, ich haette mir die Schweinegrippe geholt, aber solche Symptome haben ja mit Influenza nix mehr zu tun. Also suchte ich am naechsten Tag mal wieder das Krankenhaus auf (zum dritten Mal in diesem Jahr), wurde mit dem Rollstuhl in die Notaufnahme gefahren, da ins Bett gelegt und lag dann dort sechs Stunden rum. Irgendwann war dann klar: Hemorrhagisches Dengue Fieber. Normalerweise hat ein Mensch zwischen 140.000 und 400.000 Blutplaettchen, die fuer das Stoppen von Blutungen und die Blutgerinnung zustaendig sind. Ich hatte noch 33.000.
Das ist ziemlich wenig, deswegen wurde ich auch eingewiesen. Dann ging das Dengue-Fieber richtig los, der Blutdruck auf 90/60 runter und die Schmerzen in den Schultern wurden so schlimm, dass ich die ganze Nacht geschrien habe. Die normalen Schmerzmittel wirkten dann schon nicht mehr, deswegen hatte der Arzt irgendwann Erbarmen. Seit dem weiss ich: Morphine sind ‘ne tolle Sache.
Danach ging’s dann langsam besser. Die Werte wurden besser, der Blutdruck stieg und bei 100.000 Plaettchen durfte ich nach fuenf Tagen endlich heim.
Das ist jetzt ueber zwei Wochen, aber es steckt mir im wahrsten Sinne des Wortes noch in den Knochen. Die Gelenke tun immer noch nach jeder Kleinigkeit weh, wenn ich mich stosse fuehlt es sich an, als waere ich erstochen worden und meine Haut ist rot und ueberempfindlich.
Dengue ist also echt kein Spass. Man kann sich nicht impfen lassen und im Krankenhaus gibt es auch keine Therapie dafuer. Nur abwarten, Schmerzen und Fieber in den Griff kriegen.
Und ich hab mein Denguefieber nicht bei einem 4-Wochen Dschungeltrip bekommen, sondern per Mueckenstich in Bangkok.
Das einzige was man also zur Dengueprophylaxe machen kann, ist sich mit Mueckenschutz einzuschmieren und lange Kleidung zu tragen.



Die Bilder haben uebrigens mit Dengue-Fieber ueberhaupt nix zu tun, sondern sind waehrend einer Gesichtsmassage im Beauty-Salon gemacht worde. Aber sie sehen so schoen gruselig aus.

6
Jul
2009

Warum duschen Farangs nicht?

Gestern erzählt mir ein Bekannte, ein thailändischer Taxifahrer habe sie gefragt, warum denn Farangs (westliche Ausländer) nicht duschen würden. So war sie wenigstens schon mal geadelt, denn selbst die groben Bangkoker Taxifahrer, würden nie einen stinkenden menschen fragen, warum er denn nicht dusche. Mir ist die Frage schon zigmal gestellt worden und sie scheint mir berechtigt.
Ich verkehre ja täglich in einer Kommune, in der non solum sed etiam auch Hippies leben. Manche von denen überwältigen mich mehrfach mit atemberaubenden Körpergeruch. Wenn mich einer von denen umarmt, muss ich heimgehen und mein T-Shirt wechseln. Ich achte darüber hinaus auch darauf, immer einen Ventilator im Rücken zu haben, denn in umgekehrter Konstellation hat mich mehr als einmal der Brechreiz heimgesucht. Ich schiebe das dann natürlich immer aus Höflichkeit auf die Kohlensäure im Bier.
Einmal, vor ein paar Monaten, gab´s kein Wasser mehr. Weder zum Duschen, noch zum Toilette spülen. Nach einem halben tag herrschten Zustände wie in einem ruandischen Flüchtlingslager.
Thais duschen zweimal am Tag. In einem Land, in dem die Temperaturen auch nachts nie unter 20 Grad sinken, ist das durchaus opportun. Hier ist das so selbstverständlich, wie das Händewaschen nach dem Toilettengang in Westeuropa.
Ich dusche an den meisten Tagen dreimal. Dabei geht es nicht darum, sich mit der Nagelbürste die Achselhöhlen wundzuscheuern, sondern um das klebrige Gefühl los zu werden, dass bei tropischer Luftfeuchtigkeit mein ständiger Begleiter ist.
In Deutschland will ich es gelten lassen, wenn mal jemand bei Temperaturen um acht Gard zwei nur oberflächliche Körperhygiene walten lässt. Hier aber geht das nicht. Dazu kommt, dass sich Europäer und Asiaten unterschiedlich ernähren. Wer ständig zu McDonalds rennt riecht für die Nase eines Thais sicher auffälliger.
Das Wort für Duschen heißt auf Thai übrigens „Ab Naam“ und bedeutet wörtlich „Wasser schütten“. In den Dörfern wird das immer noch so gehandhabt. Es gibt sogar ein „Chuut Ab Naam“, ein Duschkleid. Eine Art Rock mit Gummibund oben, so dass die Frauen auch im Freien aus einem großen Wasserbottich mit einer kleinen Schüssel Wasser über sich schütten können. Vor allem zur kühleren Jahreszeit, wo es im Isaan doch morgens noch recht frisch ist, ist das „Wasser schütten“ mehr Kneipp-Kur Erfrischung, mittags dann Hitze-Folter, weil die Temperaturen in dem Wellblechverschlag unerträglich sind und abends sitzt immer eine dicke, braune Erdkröte im Wasserbecken.
Stinken ist aber trotzdem kein Option.

Technorati:

Pratu Namo:Zu den Themen

Als vor einigen Jahren eine Abordnung der großen deutschen Medienverlage, ein Vertreter der Brauereiverbände und der Vizebotschafter von Trinidad und Tobago an mich herantraten und mich mit der Konzeption eines deutschsprachigen Thailandweblogs beautragten, war noch vieles anders. Die Auswahl der Themen war uneinheitlich, klar war aber schon damals: „Wir müssen da was machen, Stillstand ist keine Option!“
Pratu Namo sollte nahe an den Menschen sein, ohne eklig zu wirken – im 21. Jahrhundert fast schon ein Paradoxon.
Wie dem auch sei: die Themen sind jetzt neu geordnet und trennschärfer. Worum es geht (siehe Themenleiste rechts):

Action!: Weil ich seit einiger Zeit eine kometenhafte Karriere im Showgeschäft verfolge, kann und darf das nicht unerwähnt bleiben. Arbeitstage mit 18 Stunden, die besten Zitate eitler, indischer Regisseure und meine atemberaubendsten Choreographiepatzer finden sich hier.

All Asia: Thailand wäre nix ohne seine Nachbarn. Im Grenzgebiet zu Malysia herrscht Bürgerkrieg, mit Kambodscha gab´s dieses Jahr auch schon Kampfhandlungen, das Verhältnis zu Burma ist ohnehin angespannt und in Laos essen sie Hunde. Das ist doch was!

Bangkok City Life: Die Stadt der Engel. Ein Moloch von dem keiner genau weiß, wieviele Menschen hier überhaupt leben und der sich über mehrere Provinzen erstreckt. Alles, was es in Südostasien gibt, gibt es auch hier. Ein Mikrokosmos, den ich zu meinem strategischen Hauptquartier erkoren habe.

Sound of Sirenz: oder aber auch: Mit Blaulicht durch Bangkok. Seit über einem Jahr arbeite ich ehrenamtlich für eine thailändische Rettungsorganisation und pflücke wöchentlich die Leute von den Straßen. Nicht immer schön, aber irgendjemand muss es ja machen.

English: Im Grunde hat mein Alltag ja gar nix mit der deutschen Sprache zu tun, sondern läuft auf Thai und Englisch ab. Weil viele meiner nicht deutschsprachigen Freunde aber auch mal was von mir lesen wollen, gebe ich mir die Ehre, den einen oder anderen Artikel auch auf Englisch zu schreiben. Allerdings nicht alle, denn wenn´s mal ein bisschen kritischer ist, müssen dass nicht alle Leute im Kommunikationsministerium der thailändischen Regierung, die in paranoiden Krampfanfällen immer mal wieder tausende Websites sperren, mitkriegen.

Isaan Country: Thailand steht für Strände, Sonne und Palmen. Der Isaan, der arme, ländliche Nordosten ist aber eigentlich das wahre Thailand. Ein gewaltiger Teil der Einwohner Bangkok stammt da her und der isaanische Dialekt prägt das Thailändische. Das wahre Thailand.

Lingua Franca: Sprache ist mein Steckenpferd („kindische Neigung“ zuerst in der 2. Hälfte des 18. Jh.s im Anschluss an gleichbedeutend engl. hobby-horse). Stilblüten blühen in Thailand reichlich und wenn man weiß warum die Sprachen der Welt so sind, wie sie sind, versteht man sie erst richtig.

Na sowas!: Ich mache mich gerne über mich und andere Menschen lustig, beides findet sich hier.

Rolling BMTA: Neues aus Bangkoks Öffentlichem Personennahverkehr. Im Bus lernt man oft mehr über die Einwohner eines Landes als aus drei Reiseführern. Und Bangkok überzeugt in puncto Transportsystem durchaus durch Vielfalt: U-Bahn, Hochbahn, fünf Arten Busse, Zug, Kanalboot, Wasserbus und Taxis in allen Farben. Wer mal mit allem von West nach Ost durch Bangkok gefahren ist, braucht keine Achterbahn mehr.

Thai Culture: Die meisten Touristen kommen nach Thailand „wegen der Kultur“. Irgendwie fahren sie dann aber doch immer an den Strand und saufen morgens um zehn schon Whiskey mit den Bargirls. Die Kultur Thailands ist tiefgründiger und reicher als nur die glitzernden Tempel in Thailands.

Thai Food Diet: Die thailändische Küche zählt zu den besten der Welt. Noch vor 20 Jahren begrüßte man sich in Thailand mit der Formel „Hast du schon gegessen?“ und Essen zählt auch zu den wichtigsten Freizeitbeschäftigungen der Thais. Ein Gericht kostet hier halb so viel wie ein Bier und Essenstände gibt es überall.

Thailand News: Hier ist was los im Land und alle zwei Wochen ist irgendwie alles anders. Weil im Ausland über Thailand immer nur berichtet wird, wenn mal ein Tsunami hunderte Touristen wegschwappt oder Kriegsrecht ausgerufen wird, muss es diese Rubrik geben.

Travel: Rucksack auf´s Kreuz und Daumen raus und los geht´s. Bequemer und billiger ist es aber wohl mit Rollkoffer und einem Busticket. Geschmackssache. Geheimtipps gibt es keine mehr und wenn, dann stehen sie nicht im Lonely Planet. In Thailand unterwegs zu sein, macht trotzdem den Weg zum Ziel.

Videos: Die geammelten Werke des Pratu Namo Bewegtbildangebots.

Weird Thailand: Jeden Tag habe ich aufs Neue den Eindruck, dass Thailand nicht nur auf der anderen Seite der Erde liegt, sondern in einem anderen Universum. Hier geschieht so viel Absurdes, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Ob vor Lachen oder Weinen ist bislang noch unklar.

Wrong Things: Nur weil die Leute in der Shampoowerbung immer lachen, bedeutet das noch lange nicht, dass alles in Ordnung ist. Alle paar Tage passiert mal irgendwo eine Katastrophe und das ist schlimm genug. Die wirklich schlimmen Sachen passieren aber dauernd und trotzdem redet keiner drüber. Dass Kinder in Indien Dreckwasser saufen müssen, weil ihnen die Fabrik eines amerikanischen Getränkeherstellers im Nachbarort das Wasser abgräbt, dass Europa mit seinem Milchpulverüberschuss ostafrikanische Volkswirtschaften kaputt bombardiert, dass Demokratie doch immer nur von zehn Leuten gemacht wird, dass....

Politics: Seit ich in Thailand bin, habe ich fünf Premierminister mitgekriegt, zweimal das Kriegsrecht, zig Bombenanschläge und jede Menge Straßenschlachten. Im Schnitt gibt es in Thailand alle 18 Monate einen Putsch und beim Mauscheln und Klüngeln legen die Thais beindruckende Kreativität an den Tag.

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Mit Blaulicht durch Bangkok – Code Zero

Ein Höllentag bzw. –nacht!
Warum? Weil nix los war beim Rettungsdienst. Einmal auf dem Klo, einmal bei McDonalds zur Besprechung, dann noch eine Fehlfahrt.
Natürlich raunen einem dann alle Gutmenschen zu: “Sei doch froh.“ Seltsamerweise sind das aber immer die selben Leute, die mich fragen, was denn gestern Nacht der „krasseste“ Fall war.
Natürlich bin ich auch froh. Meine Sehnsucht nach dem Anblick kaputtgegangener menschlicher Körper geht nämlich gegen Null.
Aber sich ohne Buch, Fernsehen und Playstation nur mit der Anwesenheit meiner pseudo-individualistischen 20-jährigen Praktikantin zu begnügnen ist extrem anstrengend.
Sie war zweieinhalb Monate in Vietnam und kann nach eigener Auskunft jetzt „Konversationsvietnamesisch“. Schon klar. Vietnamesisch ist wie Thai ein tonale Sprache mit einer ganzen von Reihe von Diphthongen und Triphthongen. Immerhin kann sie aber bis sieben zählen. Ich war vor sechs jahren mal einen Monat in Vietnam und schaffe es unter Auslassung der vier und der sieben immerhin noch bis neun.
Nach dieser Offenbarung fehlte mir dann auch erstmal mit ihr jede Gesprächsgrundlage.
Wenigstens habe ich nach dem Dienst mit einem brasilianischen Dokumentarfilmer weiter am Skript für seinen Film über den thailändischen Rettungsdienst gearbeitet. Nächste Woche geht´s los mit dem Filmen.
Dann habe ich mir noch beim Schweigen den Kiefer verknackst, beim Aufstehen den Zeigefinger der rechten Hand und beim nutzlos Rumsitzen ist mir mehr als einmal das Bein eingeschlafen.
Ja...so war das gestern.

Technorati:

4
Jul
2009

Elefanten runter von Bangkoks Straßen



Ich hatte ja schon in einem Beitrag im vergangenen Jahr erwähnt, dass ich hier in Bangkok immer einen Elefanten in der Nachbarschaft habe. Auch jetzt wieder.
Wenn ich nach Einbruch der Dunkelheit noch bei geöffnetem Fenster vor dem Rechner sitze und sinntriefende Beiträge schreibe, höre ich oft das Trompeten der Elefanten auf der Straße. Und wenn ich unten eine Nudelsuppe schlürfe kommt mir nicht selten ein Mahout mit seinem Dickhäuter in die Quere.
Seit 1996 ist der Holzeinschlag in Thailand verboten und die Elefanten, die dort zum Holzrücken eingesetzt wurden, sind jetzt arbeitslos. Die Tiere sind ja doch recht groß und fressen dementsprechend viel. Das Futter muss aber irgendwo herkommen und so ziehen sie jetzt durch die Straßen und erbetteln sich ihren Lebensunterhalt.
Eine schlimme Sache, denn soweit mein profundes zoologisches Grundwissen ausreicht, gehören Elefanten in den Wald und nicht in eine Großstadt, in der eigentlich nicht mal die Menschen leben wollen. Vor allem die kleinen Elefanten haben immer vor Stress weit aufgerissene Augen.
Jetzt will Bangkoks Gouverneur Sukhumbhand Paribatra die Elefanten binnen Jahresfrist aus der Stadt haben. Eine Stiftung soll die Tiere aufkaufen und dann in artgerechte Reservate auf dem Land bringen. Die Stiftung soll die Dickhäuter für einen Preis zwischen 300.000 und 1.000.000 Million Baht (6.500 bis 22.000 Euro) pro Tier erwerben. Sukhumbhand hofft nun, dass die Besitzer der Elefanten die Preise nicht künstlich hochtreiben werden, um so einen möglichst großen Gewinn zu erzielen.
Elefant als Geldanlage. Mal schnell noch einen Elefanten kaufen und dann für das dreifache wieder verhökern; das bringt Renditen wie vor der Finanzkrise.
Ich arbeite jetzt gerade an einem weiteren Aktionsplan, mit dem auch in Europa Sinnvolles erreicht werden kann. Im Harz werden beispielsweise immer mal wieder arglose Spaziergänger von Saatkrähen in die Köpfe gepickt. Da sollte man auch mal was machen. Oder das Radfahren auf dem Bürgersteig - das geht so nicht mehr im 21. Jahrhundert. Der 5-Euro Schein leiert zu schnell aus und wird dann immer so lappig, die Werbung ist immer viermal lauter als der Spielfilm, den sie unterbricht. Muss das sein?
Das sind doch berechtigte Fragen. Da ist noch Vieles im Argen: Muss man immer den Stecker am Kabel aus der Steckdoese reißen? Kein Wunder hält das Zeug nicht mehr, und der Linksverkehr in England irritiert auch....Ach, ich gerate wieder in Rage und ende lieber an dieser Stelle.

Technorati:

2
Jul
2009

Pratu Namo in neuem Gewand – Der Kampf geht weiter

Wieder fünf Stunden Gefecht. Meine F5-Taste ist mittlerweile ausgeleiert und Twoday klemmt schon wieder. Immerhin habe ich jetzt eine Erklärung dafür: Twoday ist ausgeleiert, immer hin habe ich gestern 384mal Pratu Namo aufgerufen. Die Navigationsbuttons stehen wenigstens, zwar ein bischen verrutscht und auf der falschen Seite und in der falschen Reihenfolge, aber derjenige von Euch, der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Ich muss jetzt ohnehin rüber in unsere Kommune, weil heute leider „Cleaning Day“ ist.

Morgen geht´s weiter.

Mein verborgenes Talent für´s Schlösser knacken

Immer mal wieder kommt es vor, dass mir in unserer Kommune auf der Treppe mitten in der Nacht jemand mit Hammer un Meißel entgegenkommt in der Absicht, seine eigene Zimmertür aufzubrechen. Seltsamerweise sind es immer amerikanische Pärchen. Weil Schlösser aber teuer sind und außerdem auch immer die Tür ein bisschen Schaden nimmt, werde dann ich erst einmal gerufen, um eine meiner zarteren Methoden zu versuchen. Bislang blieb mir noch keine Tür verschlossen. Gestern ging es mal Ruck Zuck mit der Kreditkarate. Schon fast klischeemäßig.
Dann langt es oft auch einfach den Riegel abzuschrauben, was nahe liegt, aber offenbar ist bisher noch keiner drauf gekommen.
In hartnäckigen Fällen muss ich auch mal von außen das Fenster ausbauen und mich gekonnt durch die Öffnung winden. Grazie sieht sicher anders aus, aber es erfüllt seinen Zweck.
Leider fehlt mir jede Form an krimineller Energie, um aus meiner Gabe Kapital zu schlagen, deswegen kommt die mir als ein Belohnungsbier dabei rum.
Im Grunde alles keine allzu große Kunst, weil wir hier amerikanische Türschlösser haben, die kaum mehr tun, als zu verhindern, dass der Wind die Tür aufweht.
Vielleicht schließen sich unsere Amerikaner deswegn immer selber aus.

Pratu Namo`s verworrene Elektrik

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an die absurdesten Bedingungen anpassen kann. Es fällt dabei noch einfacher, wenn man sich die Bedingungen dabei selber auferlegt hat.
In meiner Wohnung bhabe ich nur zwei Steckdosen, aber alleine schon doppelt so viele Lichterketten. Um aber trotzdem alle elektrischen Geräte zu betreiben, hat sich hier nach und nach ein verworrenes System an schaltbaren Mehrfachsteckdosen entwickelt. Ich benutze hier zudem drei verschiedene Arten von Steckern: den thailändischen zwipoligen, den thailändischen dreipoligen und den deutschen zweipoligen, der aber nicht in allen Steckdosen hält.

Um also Wasser für den Kaffee im Wasserkocher heiß zu machen, muss ich die blaue und die gelbe blinkende Lichterkette einschalten, um die Haare zu föhnen, noch die rote mit dazu. Um Musik zu hören und/oder mein Funkgerät zu laden, muss ich die rote Lichterkette am Fenster einschalten. Um mein Handy zu laden, eine der drei grünen über dem Bett, wobei hier Trial und Error anzuwenden ist. Um Staub zu saugen, muss ich den Ventilator abschalten. Eine Zeit lang musste ich sogar den Kühlschrank abstellen um die Pumpe für das Aquarium zu betreiben. Deswegen gab´s für mich immer nur tagsüber kühle Getränke, dafür dann nachts Sauerstoff für die Fische.
Mein Festnetztelefon kann ich nur in einer ganz bestimmten elektrischen Kombination betreiben; in welcher ist mir nach wie vor Schleierhaft.
Immerhin habe ich jetzt endlich die hektisch blinkende Lichterkette verschenkt, die immer anging, wenn ich meinen Computer startete. Vor der bekam ich immer nach drei Minuten ein nervöses Zucken im Auge.

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