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Lingua Franca

4
Okt
2009

De Lingua Franca - Glückwunsch...

...Wolfgang Reuter! Nur zwei lästige kleine Punkte trennen Sie noch von dem Preis für die blödeste Alliteration die mit „A“ anfängt: Anti-Ausländer-Äußerungen.

3
Okt
2009

De Lingua Franca – Can notwashing operation

Hinweiszettel eines Hängeetuis für mehrere Brillen “Made in China”



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28
Sep
2009

De Lingua Franca - Wasser sparen oder nicht?

Aufkleber mit wohlgemeinten Anweisungen gibt es in Thailand überall zu sehen. So steht beispielsweise auf der Kofferraumklappe vieler Bangkoker Taxis: Bit Bao Bao! Das heißt: Bitte langsam schließen. Sinnigerweise ist der Aufkleber bei geöffneter Heckklappe nicht zu sehen und macht einem erst nachdem man den Kofferraum zugeknallt hat ein schlechtes Gewissen.
Besonders verwiirt war ich in meinem letzten Hotelzimmer in Cha Am. Dort forderte mich ein Aufkleber auf, auf aus Gründen der Reinlichkeit länger die Toilette zu spülen.



Fünfzig Zentimeter weiter klebte aber ein andere Hinweis am Spiegel, der mich bittet beim Wasser sparen zu helfen.



Entsprechned verwirrt verzichtete ich also auf die Klospülund und ließ die ganze Nacht die Dusche laufen.

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12
Sep
2009

Semantikprobleme im deutschen Wahlkampf

Auch angesichts mangelnder Steuereinnahmen verliert der Finanzsenator Michael Freitag nicht seinen Optimismus: „ Hamburgs Weg, meine Damen und Herren wird sein eine Neuverschuldung auf Zeit. Wir koppeln dieses Sondervermögen mit einer Tilgungsautomatik.“
Wunderbar. Wo der normale Bürger Schulden machen muss, da erwirbt Michael Freitag einfach ein Sondervermögen. Deutschland ist gerettet.

Auch nicht schlecht: Anlässlich des Abendessen von Josef Ackemann und seinen Freunden bei der Kanzlerin erbricht die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linken und promovierte Sprachwissenschaftlerin Dr. Gesine Lötzsch folgendes: „Und ich glaube das ist die Spitze des Eisberges der im Lobbyismus-Sumpf der Bundesrepublik Deutschland steht.“

Eisberge in Sümpfen – der Klimawandel vollzieht sich offenbar schneller als erwartet

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25
Mai
2009

Farang – ฝรั่ง

Weiße Ausländer werden von den Thaisfast ausnahmslos als “Farang” bezeichnet (landläufig ausgesprochen als Falang). In der Regel ist die Bezeichnung neutral, kann aber auch als Schimpfwort gebraucht werden. Für Westler, die der thailändischen SPrache mächtig sind ist das oft verwirrend. Weil die Thais aber grundsätzlich kein Empfinden für politische Korrektheit haben, scheren sie sich nicht darum.
Das Wort Farang würde man ins Englische wohl als “Alien” ins Deutsche als “Fremde/r” übersetzen. Und so tun es die Behörden auch oft. Siehe Bild:



Auf der Einwanderungsbehörde, wo Deutsche, Engländer, Laoten und Marsianer ihre Visa beantragen können

Dabei ist diese Übersetzung völlig unnötig und bisweilen doch recht entwürdigend, gibt es doch Wörter wie “Foreigner” oder “Ausländer”. Selbst in Thai gibt es das Wort “Chaao Dang Chaat”, was übersetzt soviel bedeutet wie “Person außerhalb des Staates”.
Die Wikipedia gibt zur Herkunft des Wortes Farang folgende Auskunft:

Das Wort Farang stammt von dem persischen Wort farangg (Hindi in Indien: „farangi“, oder Arabisch „alfrandsch“, in Ägypten und Nordafrika: „afrangui“), da die Perser bereits vor den Europäern Handelspartner der Siamesen waren. Eine eindeutige oder irgendwie nachweisbare Antwort auf das Rätsel, wann und wie die Thai das Wort übernahmen, konnte bisher nicht gefunden werden. Die moslemischen Händler nannten wohl alle europäischen Christen (Portugiesen, Engländer und Holländer) „Franken“.

Erstaunlich und sogar verstörend ist aber, was die Mehrheit der Thais unter Farang und deren Herkunft und Sprache versteht. So saß heute morgen während des Verzehrs meiner Frühstücksnudelsuppe eine Frau mit ihrem etwa vierjährigem Kind neben mir und sagte zu ihrem Sproß: „Duu Falang! Puut Angrit.“ – „Schau, eine Fremde. Die spricht Englisch.“

Und tatsächlich glaubt die Mehrheit der Thais, dass alle weißhäutigen Menschen zwangsläufig Englisch sprechen. Ein Gespräch mit Griechen und Russen könnte hier schnell für Klärung sorgen.

Mittlerweile habe ich den Anschein gewonnen, dass es im Bewusstsein der Thais Thailand und dann die Staaten der Farang gibt. Deutschland, England, Holland, Amerika sind den meisten ein Begriff, obwohl kaum jemand weiß wo sie liegen, wie die Haupstädte heißen und welche Sprache man dort spricht. Es bereitet mir immer vergnügen wenn meine Begleiter erklären, dass sie aus Lettland oder gar Moldawien kommen. Trotzdem nehmen die This an, dass dort Englisch gesprochen würde.

Neulich fragte mich eine Thai sogar, ob man in Deutschland mit Thai Baht bezahlen könne. Ich erwiederte, dass Thai Baht durchaus akzeptiert würden, dass man auf Märkten und ein kleineren Geschäften aber laotische KIP bevorzuge.

Vor einiger Zeit saß ich mit einem thailändischen Grafikdesigner zusammen. Ein offenbar studierter Mensch, der mir großzügig Mückenspray anbot. Ich lehnte ab und sagte, dass Farang nicht von Mücken gepeinigt würden, weil wir grünes Blut hätten. Er verstand und bot das Spray meinem englischen Begleiter an, der es dankend annahm. „Warum nimmt er es und du nicht?“ ,fragte der Grafiker. „Weil er aus England kommt und die Menschen dort blaues Blut haben, das für Mücken ein Festmahl ist.“

Er verstand erneut und er war mit seiner Welt wieder im Reinen.


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19
Feb
2009

Stilblüten Thailands – Sehr gut



Eigentlich grammatisch völlig richtig. Aber doch einfach niedlich, den übersetzt heißt das ja: „Schreibt auf jeder Oberfläche sehr gut.“
Das ist natürlich mal ein Slogan, der vor Understatement fast schon platzt. Bei uns würde man wohl sagen: „Extremst geil.“

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18
Feb
2009

De Lingu Franca – Polyglott



Wer`s noch nicht gemerkt hat: Ich habe eine ausgeprägte Affinität zu Sprache, vor allem dann, wenn sie gesprochen wird. Das mag wohl damit zusammenhängen, dass ich gerne unter Leuten weile. Gelegentlich unterhalte ich mich auch mit den ihnen.
Ich würde mich ja selbst eigentlich als Kosmopolitin bezeichnen, allerdings ist das Wort in der letzten Zeit so billig verscherbelt worden, dass ich mich lieber nur als „international“ bezeichnen will. Und entsprechend polyglott, also mehrsprachig, muss ich dann natürlich sein. Bin ich auch.
Von der Globalisierung faselt ja mittlerweile auch der Dümmste unter unseren Zeitgenossen und je dümmer die Leute um so schlechter finden sie sie. Dabei ist Globalisierung so wie das Atom oder die Chemie (beide gibt es schon ewig); sie ist nicht erst mit der Erfindung der Verkehrsfliegerei und der Email aus der Taufe gehoben worden, sondern im Grunde schon immer da. Wenn auch in einem kleineren Maßstab als heute.
In der modernen Welt geht man offenbar aus, dass unterschiedliche Sprachen den globalisierten Menschen nur hemmen, weswegen nun alle mehr oder weniger gutes English radebrechen können.
Wer aber genauer hinsieht, erkennt man, dass auch die vermeintlich unterschiedlichsten und weit entferntesten Sprachen ein hohes Maß an Verwandschaft aufweisen. In der Sprache spiegelt sich dabei ganz deutlich der Alltag, die Kultur, das Wesen und die Geschichte eines Volkes wieder. Wer also eine Sprache lernt, lernt auch das Volk kennen. Umgekehrt bin glaube ich, dass man eine Sprache nicht beherrschen kann, ohne die dazugehörigen Menschen zu können.
Heute lebe ich in einem Umfeld, dass mir als Hobby-Linguistin durchaus gerecht wird. Hier arbeite ich mit einem Team zusammen, in dem keine zwei Mitglieder aus dem gleichen Land stammen und trotzdem verstehe ich mich mit allen, auch wenn ich im Minutentakt die Sprache wechseln muss.
Wahrscheinlich wäre ich in der Vergangenheit gut im Mittelmeerraum aufgehoben gewesen. Dort verständigte man sich bis ins 19. Jahrhundert mit der Verkehrssprache „Lingua Franca“, mit der man sich über die Sprachgrenzen hinwegsetzen konnte. Eine Sprache auf romanischer Basis, die im Mittelalter durch den Sprachkontakt zwischen Romanen und Sprechern nichtromanischer Sprachen, insbesondere des Arabischen, entstand und als Handels- und Verkehrssprache bis ins 19. Jahrhundert vorwiegend an der Süd- und Ostküste des Mittelmeers verbreitet war.
Die Lingua Franca war dabei nicht etwa eine Mischsprache oder oder verunstaltete Einzelsprache oder von Sprecher zu Sprecher sich veränderndes Radebrechen, sondern eine Sprache auf romanischer Basis mit arabischen, türkischen, persischen, griechischen und slawischen Einflüssen, das in seinem lexikalischen Grundbestand und seiner grammatischen Struktur trotz seiner weiten Verbreitung und jahrhundertelangen Verwendung bemerkenswert geschlossen geblieben ist.
Benutzt wurde sie vor allem bei Handelskontakten, militärischen Kontakten, vermischter Siedlung und, von nicht zu unterschätzender Bedeutung, Piraterie.
Dass ich „vermischt siedele“ ist offenkundig, dass ich eine waschechte Piratin bin wissen dagegen die wenigsten.
Weil ich aber in meinem Sprech- und Sprachalltag soviel Erheiterndes höre, lese und lerne, komme ich nicht umhin, diesauch in diesen Blog einfließen zu lassen. Fortan also meine neue Rubrik: „De Lingua Franca“ - Über die fränkische Sprache.

Die Bedingungen für den Gebrauch waren Handelskontakte, militärische Kontakte, vermischte Siedlung und -- von nicht zu unterschätzender Bedeutung -- Piraterie und die Präsenz von romanischen Sklaven in arabisch/türkischem und griechischem Sprachgebiet.

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21
Nov
2008

Stilblüten in Thailand – Der 2. Weltkrieg 1942-1962

Ich hatte neulich ja schon mal ein Bild von einem T-Shirt gemacht, dass wenig Sinn ergab.
Dieses hier ist aber noch besser. In Thailand kommen derzeit Militär-T-Shirts unglublich gut an. Da ist irgendein Armee-Vehikel aufgedruckt und darunter steht ein Satz, der irgendwo aus Wikipedia rauskopiert ist.
Zum Beispiel also ein Bild eines Armeelastwagens und darunter steht, dann: „Der Lastwagen dienst zur Beförderung von Truppen und Material.“ Sicher nicht falsch, aber meiner Meinung nach dann och zu wenig, um ein T-Shirt zu bedrucken.

Am Schönsten ist aber folgendes T-Shirt mit dem Kriegsschiff:





Zwanzig Jahre Krieg? Das ist ja wohl nicht nötig, den sechs Jahre haben schon gelangt um die Welt in Schutt und Asche zu legen.
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1
Nov
2007

Pratu Namo - Sprachliche Stilblüten in Asien

Ist es einfach Ignoranz, Selbstüberschätzung oder die Angst das Gesicht zu verlieren, wenn man jemand fragt.
In Asien lassen Firmen riesige Leuchtreklametafeln fertigen, Broschüren auf hochwertigstem Paier mit aufwändigem Layout in Milliardenauflage drucken - und schreiben dan darauf irgendein Kauderwelsch, dass mit viel Wohlwollen dem Englischen zugerehnet werden kann.
Teilweise kommen dann dabei aber sehr amüsante Stilblüten heraus. Weil es aber eigentlich wichtig ist, dass sich thailändische Unternehmen und Dienstleister vernünftig und seriös präsentieren und natürlich um meine geschätzten Leserinnen und Leser zu unterhalten, hat sich Pratu Namo auf die Fahne geschrieben, einmal in der Woche die schönste sprachliche Stilblüte, die mir in der vergangenen Woche begegnet ist zu präsentieren.

Hier also die Thai-Englische Stilblüte dieser Woche:

Der Nail Remover

Richtig waere Nail Polish Remover

Richtig wäre zum Beispiel "Nail Polish Remover" also "Nagellackentferner". Die Entfernung eines ganzen Nagels, wie sie einem auf dem Etikett angedroht wird, ist nämlich nur in dringenden chirurgischen Fällen notwendig.

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Pratu Namo

PRATU NAMO

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