Ngaan Buat – Die Mönchwerdung von Gluai
Einmal im Leben sollte ein thailändischer Mann als Mönch auf Zeit im Kloster gelebt haben.
Das letzte Mal habe ich in Khon Kaen im Nordosten des Isaan dieser Zeremonie beigewohnt. Jetzt ist wieder Saison, denn üblichweise gehen die jungen Männer zu beginn der buddhistischen Fastenzeit Kao Pansaa ins Kloster und verbringen dort die Regenzeit.
Bevor ein Mann zum Mönch wird werden im alle Körperhaare abgeschoren. Den Anfang machen die Eltern und schneiden dem Sohn das Haupthaar. Danach machen die Verwandten und später die Freunde weiter, Ich durfte beziehungsweise musste auch mal ran.
Nachdem der Mann vollkommen „enthaart“ ist legt er eine zeremonielle weiße Robe an und nimmt dann Gaben, die er für den Mönchsalltag braucht von seinen Eltern entgegen. Dazu zählen etwa die orange Mönchsrobe, eine Taschenlampe Kerzen und Hygieneartikel.
Nach dem Aufsagen eines Gebetsspruches ist der junge Mann dann ein Mönch und alle müssen ihn mit Phra „Mönch“ vor seinem Namen anreden.
In diesem Fall waren die beiden jungen Mönche Gluai, den einige vielleicht noch aus dem Happy House kennen, und sein ältere Bruder.
Danach wird getanzt, der Teil, auf den ich mich immer am meisten freue. Die Zeremonie findet übrigens schon am frühen Vormittag statt und es ist durchaus üblich, dass sich die Freunde des Novizen reichlich zulaufen lassen bevor der Festumzug losgeht. Ich habe diesmal darauf verzichtet, aber trotzdem getanzt wie ein Derwisch.
Dreimal ging es um den Tempel herum, dann drohte uns allen der kollektive Hitzschlag und die Musikkapelle hatte ein Einsehen und hörte auf zu spielen. Ansonsten hätten wir noch weiter tanzen müssen.
Dann warfen die beiden neuen Mönche noch Geld unters Volk. Ein-Baht-Münzen, die in zu Blüten gefalteten Geschenkbändern verpackt sind. Je mehr man davon fängt um so besser. Ich hab nur zwei gekriegt, aber Oo, die zum Geier werden kann, sobald es was umsonst gibt, hatte die Taschen voll.
Dann hieß es ewig warten bis zum Essen. Das war zwar schon fertig, aber erst mussten die Mönche essen und das tun die immer erst nach elf.
Also hieß es darben. Hätte ich allerdings gewusst, wie satt ich danach sein würde, hätte ich das leere Gefühl im Magen sogar genossen. Es konnte ja keiner ahnen, dass es ein Zehn-Gänge-Menü bestehend aus zehn Hauptgerichten geben würde. Die Oo hatte das zwar angedeutet, aber geglaubt habe ich es nicht ganz. Aber den ausführlichen Bericht darüber gibt es später.






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Das letzte Mal habe ich in Khon Kaen im Nordosten des Isaan dieser Zeremonie beigewohnt. Jetzt ist wieder Saison, denn üblichweise gehen die jungen Männer zu beginn der buddhistischen Fastenzeit Kao Pansaa ins Kloster und verbringen dort die Regenzeit.
Bevor ein Mann zum Mönch wird werden im alle Körperhaare abgeschoren. Den Anfang machen die Eltern und schneiden dem Sohn das Haupthaar. Danach machen die Verwandten und später die Freunde weiter, Ich durfte beziehungsweise musste auch mal ran.
Nachdem der Mann vollkommen „enthaart“ ist legt er eine zeremonielle weiße Robe an und nimmt dann Gaben, die er für den Mönchsalltag braucht von seinen Eltern entgegen. Dazu zählen etwa die orange Mönchsrobe, eine Taschenlampe Kerzen und Hygieneartikel.
Nach dem Aufsagen eines Gebetsspruches ist der junge Mann dann ein Mönch und alle müssen ihn mit Phra „Mönch“ vor seinem Namen anreden.
In diesem Fall waren die beiden jungen Mönche Gluai, den einige vielleicht noch aus dem Happy House kennen, und sein ältere Bruder.
Danach wird getanzt, der Teil, auf den ich mich immer am meisten freue. Die Zeremonie findet übrigens schon am frühen Vormittag statt und es ist durchaus üblich, dass sich die Freunde des Novizen reichlich zulaufen lassen bevor der Festumzug losgeht. Ich habe diesmal darauf verzichtet, aber trotzdem getanzt wie ein Derwisch.
Dreimal ging es um den Tempel herum, dann drohte uns allen der kollektive Hitzschlag und die Musikkapelle hatte ein Einsehen und hörte auf zu spielen. Ansonsten hätten wir noch weiter tanzen müssen.
Dann warfen die beiden neuen Mönche noch Geld unters Volk. Ein-Baht-Münzen, die in zu Blüten gefalteten Geschenkbändern verpackt sind. Je mehr man davon fängt um so besser. Ich hab nur zwei gekriegt, aber Oo, die zum Geier werden kann, sobald es was umsonst gibt, hatte die Taschen voll.
Dann hieß es ewig warten bis zum Essen. Das war zwar schon fertig, aber erst mussten die Mönche essen und das tun die immer erst nach elf.
Also hieß es darben. Hätte ich allerdings gewusst, wie satt ich danach sein würde, hätte ich das leere Gefühl im Magen sogar genossen. Es konnte ja keiner ahnen, dass es ein Zehn-Gänge-Menü bestehend aus zehn Hauptgerichten geben würde. Die Oo hatte das zwar angedeutet, aber geglaubt habe ich es nicht ganz. Aber den ausführlichen Bericht darüber gibt es später.






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Teesha - 14. Jul, 00:04
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