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22
Feb
2009

Neues aus Bangkoks ÖPNV – Mein Erzfeind Meteor-Man

Vielleicht hatte mich die Nachmittagssonne etwas schläfrig gemacht, möglicherweise auch nur das monotone Brummen des Busses der Linie 542 Richtung Thonburi. Auf jeden Fall hatte ich eine Weile abwesend aus dem Fenster geschaut. Als ich mich dann aber umdrehte fuhr mir der Schreck durch alle Knochen: Meteor-Man, mein ärgster Erzfeind, der Widerling des Weltenraumes saß direkt neben mir!



Doch wie konnte das sein?! Wie hatte er vor der von mir (zugegeben versehentlich) ausgelösten Antimaterie-Supernova auf Zeron 5 entkommen können?! Wie hatte er die vernichteneden Hiebe mit der Neutronenfaust meines alten Freundes und Kupferstechers Galactor überleben können?! War er nicht bewusstlos in die Methaneis-Schlucht gestürzt, an deren Grund ihn bestenfalls die alleszerfleischenden Fänge der Bzorks erwarteten?!
Wie auch immer. Es muste eine Ende haben – hier und jetzt. Ich hatte in den vergangenen Tagen reichlich Kleingeld angesammelt, entsprechend schwer war meine Handtasche mit der ich just zu einem Schwinger aus dem Hinterhalt ansetzen wollte, als plötzlich....was war das??? Nicht Meteor-Man, sondern ein harmloser siebenjähriger Junge saß neben mir!



Um ein Haar wäre ein Unglück geschehen. Zur Sicherheit scheuerte ich ihm aber doch noch eine – damit er gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt, wenn er mal groß ist.

Technorati:

De Lingu Franca – Polyglott



Wer`s noch nicht gemerkt hat: Ich habe eine ausgeprägte Affinität zu Sprache, vor allem dann, wenn sie gesprochen wird. Das mag wohl damit zusammenhängen, dass ich gerne unter Leuten weile. Gelegentlich unterhalte ich mich auch mit den ihnen.
Ich würde mich ja selbst eigentlich als Kosmopolitin bezeichnen, allerdings ist das Wort in der letzten Zeit so billig verscherbelt worden, dass ich mich lieber nur als „international“ bezeichnen will. Und entsprechend polyglott, also mehrsprachig, muss ich dann natürlich sein. Bin ich auch.
Von der Globalisierung faselt ja mittlerweile auch der Dümmste unter unseren Zeitgenossen und je dümmer die Leute um so schlechter finden sie sie. Dabei ist Globalisierung so wie das Atom oder die Chemie (beide gibt es schon ewig); sie ist nicht erst mit der Erfindung der Verkehrsfliegerei und der Email aus der Taufe gehoben worden, sondern im Grunde schon immer da. Wenn auch in einem kleineren Maßstab als heute.
In der modernen Welt geht man offenbar aus, dass unterschiedliche Sprachen den globalisierten Menschen nur hemmen, weswegen nun alle mehr oder weniger gutes English radebrechen können.
Wer aber genauer hinsieht, erkennt man, dass auch die vermeintlich unterschiedlichsten und weit entferntesten Sprachen ein hohes Maß an Verwandschaft aufweisen. In der Sprache spiegelt sich dabei ganz deutlich der Alltag, die Kultur, das Wesen und die Geschichte eines Volkes wieder. Wer also eine Sprache lernt, lernt auch das Volk kennen. Umgekehrt bin glaube ich, dass man eine Sprache nicht beherrschen kann, ohne die dazugehörigen Menschen zu können.
Heute lebe ich in einem Umfeld, dass mir als Hobby-Linguistin durchaus gerecht wird. Hier arbeite ich mit einem Team zusammen, in dem keine zwei Mitglieder aus dem gleichen Land stammen und trotzdem verstehe ich mich mit allen, auch wenn ich im Minutentakt die Sprache wechseln muss.
Wahrscheinlich wäre ich in der Vergangenheit gut im Mittelmeerraum aufgehoben gewesen. Dort verständigte man sich bis ins 19. Jahrhundert mit der Verkehrssprache „Lingua Franca“, mit der man sich über die Sprachgrenzen hinwegsetzen konnte. Eine Sprache auf romanischer Basis, die im Mittelalter durch den Sprachkontakt zwischen Romanen und Sprechern nichtromanischer Sprachen, insbesondere des Arabischen, entstand und als Handels- und Verkehrssprache bis ins 19. Jahrhundert vorwiegend an der Süd- und Ostküste des Mittelmeers verbreitet war.
Die Lingua Franca war dabei nicht etwa eine Mischsprache oder oder verunstaltete Einzelsprache oder von Sprecher zu Sprecher sich veränderndes Radebrechen, sondern eine Sprache auf romanischer Basis mit arabischen, türkischen, persischen, griechischen und slawischen Einflüssen, das in seinem lexikalischen Grundbestand und seiner grammatischen Struktur trotz seiner weiten Verbreitung und jahrhundertelangen Verwendung bemerkenswert geschlossen geblieben ist.
Benutzt wurde sie vor allem bei Handelskontakten, militärischen Kontakten, vermischter Siedlung und, von nicht zu unterschätzender Bedeutung, Piraterie.
Dass ich „vermischt siedele“ ist offenkundig, dass ich eine waschechte Piratin bin wissen dagegen die wenigsten.
Weil ich aber in meinem Sprech- und Sprachalltag soviel Erheiterndes höre, lese und lerne, komme ich nicht umhin, diesauch in diesen Blog einfließen zu lassen. Fortan also meine neue Rubrik: „De Lingua Franca“ - Über die fränkische Sprache.

Die Bedingungen für den Gebrauch waren Handelskontakte, militärische Kontakte, vermischte Siedlung und -- von nicht zu unterschätzender Bedeutung -- Piraterie und die Präsenz von romanischen Sklaven in arabisch/türkischem und griechischem Sprachgebiet.

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