Der prügelnde Japaner über mir
Über wohnt ein älteres japanisches Ehepaar. Ich weiß, dass es Japaner sind, weil die Hausverwalterin mir das erzählt hat, als ich mich vor ein paar Monaten über das von der Decke tropfende Wasser beschwert hatte. „Das sind Japaner, die können kein Thai,“ hatte mir, einer Deutschen, damals die Verwalterin erklärt.
Das sie ältere Herrschaften sind, weiß ich, weil ich die Frau gelegentlich im Aufzug sehe und ihr mit ihren Taschen helfe. Dann bedankt sie sich immer höflich auf Thai, aber mit japanischem Akzent (nicht, dass ich nicht auch einen brutalen westlichen Akzent hätte, aber bei Japanern hört man das wirklich raus).
Eigentlich ganz nett, denn gegenüber wohnt ein Engländer mit seiner thailändischen Frau, seinem etwas übergewichtigen aber höfliche Sohn und einem neuerdings nächtens krähendem Neugeborenen. Über mir dann also die Japaner –das ist schon sehr international für eine Gegend Bangkoks, in der man manchmal tagelang keinen Ausländer sieht.
Leider scheint es als verprügele der Japaner über mir im Suff alle vier Tage seine Frau.
Dass, er scheinbar besoffen ist, glaubeich, weil er nach seiner mutmaßlichen Prügelsession immer kotzen muss,was man durch die nicht verschließbaren Fenster in unserer Wohnanlage deutlich hören kann. Außerdem lallt er beim Brüllen so stark, dass man das sogar auf japanisch raushört.
Das er seine Frau schlägt, glaube ich weil ich das Klatschen der Ohrfeigen durch die geöffnete Balkontür bis zu mir runter hören kann.
Vergangene Woche war es so schlimm, dass ich gegen 11 Uhr abends einfach keine Lust mehr hatte mir das Elend anzuhören und ausgegangen bin, ohne dass ich es eigentlich wollte. Das ist sicher nicht das Höchstmaß an Zivilcourage. Leider hört der Engländer, der neben mir wohnt(ein Zwei-Meter-Mann, der mit den Jungs im Hof immer Rugby spielt), das alles nicht, weil sein Balkon zur anderen Seite geht. Auch die Security unten im Hof hört es nicht, weil der Balkon des Japaners nicht Richtung Hof zeigt. Selbst wenn sie es hören würden, würden sie aber wohl nicht eingreifen. Häusliche Gewalt ist in Asien immer noch ein Tabuthema in das man sich lieber nicht einmischt – vor allem, wenn man seinen Job behalten will. Warum ich nichts mache? – Weil ich aus Deutschland weiß, dass ein Großteil der deutschen Polizeibeamten bei Einsätzen zur Schlichtung von Ehestreitigkeiten verletzt werden und dabei auch überdurchschnittlich oft ihre Waffen ziehen müssen. Das ist dann vielleicht doch eine Nummer zu hoch für mich. Ich werde mich wohl beim nächsten Mal bei der Security wegen der „Lautstärke“ beschweren und hoffen, dass diese Intervention zumindest für dieses eine Mal die Prügelorgie unterbricht.
Wie würdet ihr denn in meiner Situation reagieren?
Das sie ältere Herrschaften sind, weiß ich, weil ich die Frau gelegentlich im Aufzug sehe und ihr mit ihren Taschen helfe. Dann bedankt sie sich immer höflich auf Thai, aber mit japanischem Akzent (nicht, dass ich nicht auch einen brutalen westlichen Akzent hätte, aber bei Japanern hört man das wirklich raus).
Eigentlich ganz nett, denn gegenüber wohnt ein Engländer mit seiner thailändischen Frau, seinem etwas übergewichtigen aber höfliche Sohn und einem neuerdings nächtens krähendem Neugeborenen. Über mir dann also die Japaner –das ist schon sehr international für eine Gegend Bangkoks, in der man manchmal tagelang keinen Ausländer sieht.
Leider scheint es als verprügele der Japaner über mir im Suff alle vier Tage seine Frau.
Dass, er scheinbar besoffen ist, glaubeich, weil er nach seiner mutmaßlichen Prügelsession immer kotzen muss,was man durch die nicht verschließbaren Fenster in unserer Wohnanlage deutlich hören kann. Außerdem lallt er beim Brüllen so stark, dass man das sogar auf japanisch raushört.
Das er seine Frau schlägt, glaube ich weil ich das Klatschen der Ohrfeigen durch die geöffnete Balkontür bis zu mir runter hören kann.
Vergangene Woche war es so schlimm, dass ich gegen 11 Uhr abends einfach keine Lust mehr hatte mir das Elend anzuhören und ausgegangen bin, ohne dass ich es eigentlich wollte. Das ist sicher nicht das Höchstmaß an Zivilcourage. Leider hört der Engländer, der neben mir wohnt(ein Zwei-Meter-Mann, der mit den Jungs im Hof immer Rugby spielt), das alles nicht, weil sein Balkon zur anderen Seite geht. Auch die Security unten im Hof hört es nicht, weil der Balkon des Japaners nicht Richtung Hof zeigt. Selbst wenn sie es hören würden, würden sie aber wohl nicht eingreifen. Häusliche Gewalt ist in Asien immer noch ein Tabuthema in das man sich lieber nicht einmischt – vor allem, wenn man seinen Job behalten will. Warum ich nichts mache? – Weil ich aus Deutschland weiß, dass ein Großteil der deutschen Polizeibeamten bei Einsätzen zur Schlichtung von Ehestreitigkeiten verletzt werden und dabei auch überdurchschnittlich oft ihre Waffen ziehen müssen. Das ist dann vielleicht doch eine Nummer zu hoch für mich. Ich werde mich wohl beim nächsten Mal bei der Security wegen der „Lautstärke“ beschweren und hoffen, dass diese Intervention zumindest für dieses eine Mal die Prügelorgie unterbricht.
Wie würdet ihr denn in meiner Situation reagieren?
Teesha - 17. Feb, 19:23
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
mrpink - 18. Feb, 09:50
Echt scheiße
Das mit der Ruhestörung ist bestimmt keine schlechte Idee. Aber vielleicht solltest du vorher auch schon auf dich aufmerkasam machen, so das der Prügler von Oben vielleicht mitbekommt, dass noch andere Leute im Haus wohnen. Der Klassiker mit dem Besen an die Decke, oder laute Musik an und aus. Oder von Balkon aus fragend nach oben: Alles in Ordnung?
Lg
Lg
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