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Zum Kaffee bei den Aufständischen

6
Jul
2011

Bombenalltag in Südthailand

P1000508

Der Entschluss, nicht mehr über jeden Bombenanschlag in Thailand zu schreiben ist schon eine ganze Weile her. Die Posts zum Guerillakrieg in Südthailand wären ohnehin viel zu raumgreifend und würden den Blog dominieren, denn fast täglich explodieren in den drei südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani Splitterbomben, werden Polizei und Militär aus dem Hinterhalt angegriffen oder Plantagenarbeiter von vorbeifahrenden Motorrädern aus erschossen.

Damit der Krieg aber nicht völlig aus dem Bewusstsein verschwindet, notiere ich wenigstens auf Twitter die Anschläge, die auch in den thailändischen Medien wegen ihrer Permanenz kaum mehr eine Meldung wert sind.

Ich habe selber in Bangkok schon einige Bombenanschläge miterlebt aber im Süden ist die Situation noch perfider: Die Aufständischen legen meist nicht nur eine Bombe, sondern zwei oder drei am gleichen Ort. Wenn also nach der ersten Explosion die Rettungskräfte und die Polizei eintreffen geht die zweite hoch, danach gelegentlich auch noch eine dritte.
Das weiß natürlich auch das Bombenkommando und sucht die Umgebung erst einmal gründlich ab.

Wie dieser Wahnsinn im Alltag aussieht zeigt das Video:



Der Bombenspezialist überlebt die Explosion sogar weitgehend unverletzt, dürfte aber in den kommenden Tagen ein leichtes Klingeln in den Ohren haben.

Bild: flickr/jayarc

4
Jul
2011

Thailand nach der Wahl: Alles kann, nichts muss!

a new PM candidate at Times Square

Yingluck auf dem Wahlplakat. Darüber: Polit-Clown Chuwit

Yingluck wird Premierministerin. Abhisit tritt vom Amt als Parteivorsitzender der Demokraten zurück. Die Gelbhemden der PAD wollen ihre Straßenproteste fortsetzen. Putschgerüchte machen schon am Tag nach der Wahl wieder die Runde.

Irgendwie kommt einem das alles bekannt vor.
Nur was kommt, kann man nicht vorhersagen, denn die Kreativität der thailändischen Politik kennt kaum Grenzen: Der letzte Redshirt-Premierminister verlor sein Amt per Gerichtsbeschluss, der vorletzte wegen einer Affäre um eine Kochshow und der vorvorletzte (Thaksin himself) wurde mit Panzern aus dem Amt gejagt.

Weil hier offenbar also alles drin ist, nur zwei Bemerkungen am Rande:
  • @alle deutschsprachigen Asien-Korrespondenten vor Ort (hier besonders Robert Hetkämper): Die Premierministerin wird richtig Yinglak Chinnawat (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร) ausgesprochen.
  • In Thailand gibt es durchschnittlich alle 18 Monate einen Militärputsch
Bild: flickr/bluemonkey

10
Apr
2011

Rothemden begehen Jahrestag des "Blutigen 10.April"



Zehntausende Rothemden haben sich am Sonntag in Bangkok versammelt um dem Jahrestag der blutigen, bürgerkriegsartigen Zusammenstöße zu Gedenken.
Bei den Kämpfen zwischen Demonstranten und der Armee am 10. April letzten Jahres waren 26. Menschen ums Leben gekommen und der blutige Höhepunkt der monatelangen Proteste in der thailändischen Hauptstadt erreicht.
Die Red Shirts begingen den Jahrestag zunächst mit einer religiösen Zeremonie bei der Mönche für die Getöteten beteten und Angehörige die Bilder ihrer Toten hochhielten. Es folgte eine Schweigeminute.

Unter den Toten vom 10. April war auch der japanische Kamermann Hiro Muramoto der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Polizei erklärte vergangenen Monat, dass es keine Beweise gäbe, das Muramoto von Soldaten erschossen wurde, obwohl eine Sonderermittlungsgruppe dies zuerst angenommen habe.
„Heute denken wir an Hiro, aber sind enttäuscht, dass die Umstände seines Todes auch nach einem Jahr noch ungeklärt sind“, erklärte Reuters-Chefredakteur Stephen Adler

Sowohl das Militär als auch die Rothemden werfen sich gegenseitig vor, zuerst scharf geschossen zu haben.
Anders als vor einem Jahr verliefen die Proteste heute friedlich.


Bilanz der blutigen Zusammenstöße von letztem April und Mai

Pünktlich zum Jahrestag des Blutvergießens in Bangkok hat People's Information Centre (PCI) einen Bericht veröffentlicht, der als eine Bilanz der bürgerkriegsähnlichen Zusammenstöße zwischen red Shirts und Armee im April letzten Jahres verstanden werden kann.
Anders als in den Berichten der Regierung, beziffert der PCI-Bericht die Zahl der Getöteten Rothemden, Passanten und Soldaten auf 93.

Dem Bericht zufolge sein das 92. Todesopfer ein Anhänger der Rothemden gewesen, der sich am 19. Mai in Udon Thani der Protestbewegung angeschlossen habe und am Tag darauf an Schussverletzungen gestorben war.



Brennende Barrikaden im Mai 2010 in Bangkok

Der 93. Tote war ebenfalls Anhänger der Red Shirts der am 10. April dem großflächig verschossenen Tränengas ausgesetzt war, was in Zusammentreffen mit einem Geburtsfehler des Opfers zu dessen Tod im September führte.
Von den 93 Toten warn 73 Zivilisten, 6 Reporter, Kameramänner und Rettungsdienstmitarbeiter, neun waren Soldaten oder Polizisten.

Am 10. April als der blutige Höhepunkt der monatelangen Proteste begann waren ein Kameramann, 20 Zivilisten und 5 Soldaten ums Leben gekommen.
Zwischen dem 14. Und 19. Mai starben 49 Zivilisten darunter zwei unter 18 Jahren und 5 Journalisten bzw. Rettungsdienstler.

Ein Soldat starb an einer Splitterverletzung nach einer Explosion, 53 Zivilisten starben an 53 Schussverletzungen. Ein Demonstrant erstickte im verheerenden Feuer im Central World-Einkaufszentrum, bei zwei Opfern ließ sich die Todesursache nicht feststellen.
Darüber hinaus wurden 2.800 Menschen verletzt und sieben werden seit den Unruhen vermisst.

„Wir haben glaubwürdige Informationen, dass mindestens eine Person vom Staat gezwungen wurde zu verschwinden,“ sagt Khwanravee Wangudom vom PCI.
1.300 Demonstranten wurden wegen des verstoßen gegen die Notstandsverordnungen verhaftet und derzeit sitzen noch 133 Menschen in landesweit 14 Gefängnissen. Vier davon hatten mit den Unruhen nichts zu tun, drei sind Migranten.

gegen die Inhaftierung der 133 Gefangenen hat das PCI bei der Regierung Einspruch erhoben, denn mittlerweile seien sogar die Anführer der Rothemden wieder auf freiem Fuß.
Den bericht will das People's Information Centre in einigen Wochen auch auf seiner Website veröffentlichen.

17
Feb
2011

Der Streit um den Tempel Preah Vihear – Aus kambodschanischer Sicht

CAMBODIA: Temple Girl

Gestern ist es im Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha um den Tempel Preah Vihear wieder zu Gefechten gekommen. Im Vergleich zu Thailand hat Kambodscha wesentlich weniger Einfluss auf der Weltbühne, englischsprachige Medien gibt es kaum. Gleichzeitig macht die PAD (Yellow Shirts) schon seit Jahren massiv Propaganda gegen den östlichen Nachbarn.
So ist man schnell geneigt, eher für Thailand Partei zu ergreifen und die Kambodschaner zum Sündenbock zu machen. Heute habe ich aber einmal den Konflikt aus der kambodschanischen Perspektive geschrieben – und war überrascht über das Ergebnis.



Die Frage, die sich eigentlich alle stellen, die diesen Konflikt objektiv betrachten ist, warum Thailand so dringend versucht seine innere politische Zerrissenheit in das arme Kambodscha zu exportieren. Wenn Red Shirts und Yellow Shirts sich bekämpfen wollen, dann können sie das in Thailand tun, aber warum nutzen sie Kambodscha als Sündenbock.
Aus kambodschanischer Sicht gibt es eigentlich gar keinen Zweifel wem der Tempel gehört. Die Angelegenheit wurde nämlich schon 1962 vor dem Internationalen Gerichtshof in den Haag entschieden: Der Tempel gehört Kambodscha.
Thailand hatte den Fall damals selbst vor das Gericht gebracht, akzeptiert aber das Urteil nicht. Jetzt, 50 Jahre nach dem Urteil, beschießen thailändische Geschütze schon wieder den Tempel.

Natürlich kann Thailand argumentieren, dass sie den Tempel im 19. Jahrhundert kontrolliert haben. Aber die Khmer haben ihn gebaut! Sie hatten im 9. Jahrhundert mit dem Bau begonnen und haben den Tempel in den nächsten 250 Jahren stetig umgebaut und erweitert und danach noch weitere drei Jahrhunderte dort zu ihren Göttern gebetet bis die Thais die Hauptstadt Ankor zwischen 1352 und 1431 gleich dreimal überfallen und geplündert haben.

Kambodscha hat sicher kein Interesse einen blutigen Konflikt weiterzuführen. Das Königreich ist immer noch dabei, die Wunden aus 30 Jahren Bürgerkrieg, dem Wahnsinn von Pol Pot und dem darauffolgenden Guerillakrieg in den 80ern und 90ern zu heilen, die insgesamt 2,5 Millionen Kambodschaner das Leben gekostet haben und das Land ruiniert hat.

Jeder Dollar, der wegen des Konfliktes mit Thailand in den Krieg gesteckt wird, fehlt bei den dringend benötigten Straßen, Schulen und Krankenhäusern.
Die Behauptung Thailands, dass Kambodscha den Geheimplan habe, thailändisches gebiet entlang der grenze zu stehlen ist zudem lächerlich.
Es ist allgemein bekannt, dass Kambodscha seit 1970 viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, als das es auch nur die Kraft gehabt haben könnte auch nur einen Meter thailändischen Territoriums zu stehlen.
Im Gegenteil: Fachleute aus dem Ausland können dagegen bestätigen, dass thailändische Bauern in den 80ern begonnen haben, ein paar Hektar kambodschanischen Gebiets zu bepflanzen, als in Kambodscha Chaos herrschte.
Klar ist deswegen vor allem eines: Die Ganze Grenze muss endlich einmal systematisch vermessen und verzeichnet werden – ein für alle Mal.
Und für die umstrittenen 4,5 Quadratkilometer rund um den Tempel Preah Vihear wäre doch Folgendes denkbar: Warum macht man nicht einen Thai-Kambodschanischen Freundschaftspark daraus, verwaltet ihn gemeinsam mit einer neuzugründenden Verwaltungsgesellschaft mit Vertretern der Tourismusbehörden beider Länder. Man erlaubt Straßenhändlern und Kleinunternehmern aus beiden Ländern ihre Geschäfte dort zu eröffnen, die dann an den Millionen Touristen verdienen, die in den kommenden Jahrzehnten den Tempel besuchen werden.
Ein solches Modell hätte auch Vorbildcharakter für Grenzstreitigkeiten auf der ganzen Welt.

Wenn Thailand einen langen, blutigen Krieg vom Zaun brechen will, dann wird es das sicher auch schaffen. Sollte es aber dazu kommen werden die Beziehungen auf viele Jahre hinaus zerstört sein, hunderte Menschen müssen sinnlos sterben und die wirtschaftlichen Kosten für beide Länder werden astronomisch sein.
Jetzt müssen sich die kühlen Köpfe durchsetzen. Doch eines ist sicher: Die Kambodschaner werden den Tempel Preah Vihear um keinen Preis aufgeben.
Warum sollten sie auch? Es gehört ihnen.

Bild: flickr/GilesT1

16
Feb
2011

Nachtangriffe der Kambodscha auf thailändische Stellungen

In der vergangenen Nacht haben kambodschanische Soldaten erneut mehrmals Vorposten der thailändischen Armee bei Phu Ma Khua angegriffen, konnten aber von den Thais zurückgeworfen werden.

Auf thailändischer Seite hat es keine Verluste gegeben.

Schon gestern abend um 8 Uhr hatten die Kambodschaner die Stellungen der Thais mit Handgranaten beworfen. Eine Stunde später versuchten sie dann, den Zaun zu durchbrechen, der die Stellungen umgibt, konnten aber zurückgeschlagen werden.

Wiederum eine später erfolgte ein erneuter Angriff mit Handgranaten, den die Thais entsprechend beantworteten.

In der Nacht erfolgte dann ein weitaus heftigerer Angriff mit direktem maschinengewehrfeuer, Granatwerfern und Raketenwerfern. Die Thais erwiderten das Feuer und konnten die Angreifer niederhalten.

Noch zwei weitere Male versuchten die kambodschaner die thailändische Stellung einzunehmen und bis heute morgen gegen halb sechs war sporadisches gewehrfeuer zu hören.

Quelle: Bangkok Post

15
Feb
2011

Kämpfe zwischen Thailand und Kambodscha wieder aufgeflammt



Fünf thailändische Soldaten wurde verwundet, als kambodschanische Truppen heute Morgen um 5 Uhr das Feuer auf die thailändischen Stellungen in der Provinz Si Saket eröffneten.

Nur Stunden davor hatte der UN-Sicherheitsrat noch eine permanente Waffenruhe gefordert. Von den fünf verwundeten ist ein Soldaten schwer verwundet und schwebt in Lebensgefahr.

Die Zivilisten in der Region sind gerade in den letzten Tagen erst wieder in ihre Häuser zurückgekehrt, einige schlafen aber weiterhin in Bunkern und gehen nur tagsüber zurück in ihre Dörfer.

14
Feb
2011

Thailändische Schulen an der Grenze zu Kambodscha nehmen Unterricht wieder auf

Nur die Hälfte der Schüler erschien am ersten Unterrichtstag nach den Zusammenstößen von thailändischen und kambodschanischen Grenztruppen in der vergangen Woche. Die Eltern seien noch nicht ganz davon überzeugt, dass ihre Kinder auch wirklich sicher seien, sagte ein leitender Bildungsbeamter heute Morgen.

Bei den Kämpfen der vergangenen Woche wurden drei Menschen getötet und viele andere verletzt. Der Artilleriebeschuss von der kambodschanischen Seite zwang viele dazu in Bunkern und Stadien Schutz zu suchen.

Die Kanonade ließ viele Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrennen, darunter auch einige Schulen. Die Schulen entlang der kambodschanischen Grenze waren in den vergangenen fünf Tagen geschlossen gewesen.

Dass soviele Schüler heute fehlten, dürfte für sie kaum ein Versäumnis sein, denn viele der Unterrichtsmaterialien wurden während der Evakuierung zerstört oder sind verloren gegangen.

10
Feb
2011

Thailand wirft Kambodscha den Einsatz von Cluster-Bomben vor

S. Korean Cluster Bomb

Koreanische Cluster-Bombe
Bild: flickr / televiseus

Hauptmann Sansern Kaewkamnerd, der Sprecher der thailändischen Armee erklärte, die thailändische Armee habe, anders als Kambodscha keine der weitgehend geächteten Cluster-Bomben bei den grenzkämpfen der letzten tage eingesetzt.
Ein thailändischer Soldat der paramilitärischen Ranger Kompanie 2306 sei bei einem Angriff mit Cluster-Munition ums Leben gekommen.

Zuvor hatte die kambodschanische Seite Thailand bereits vorgeworfen Cluster-Granaten verschossen zu haben.

Kambodschas Premierminister Hun Sen wird wie folgt zitiert:”Sie haben Cluster-Bomben verschossen. Das ist doch nicht nur ein Scharmützel. Das ist ein Krieg!“
Experten aus dem Ausland zweifeln diese Aussage allerdings an.

Cluster-Bomben sind Behälter die Dutzende oder Hunderte kleiner Sprengkörper über eine große Fläche verteilen. Besonders die Zivilbevölkerung leidet unter den vielen kleinen Bomben, denn die liegen noch im Boden, wenn der Konflikt schon lange beendet ist. Die Räumung dieser Sprengkörper ist zudem sehr teuer.

Bombs.jpg

Cluster-Bomben haben in Südostasien Tradition. Diese hier haben B-52 Bomber im Jahr 1971 über Laos abgeworfen
Bild: flickr / pjriccio2006

Thailand und Kambodscha sind nicht unter den 43 Nationen, die eine Konvention gegen Cluster-Munition unterschrieben haben. Das Abkommen, das am 1. August letzten Jahres in Kraft getreten ist, untersagt, Anschaffung, Einsatz und Handel mit Cluster-Bomben.

Auch die großen Militärmächte der Welt, also die USA, Russland und China, haben das abkommen nicht ratifiziert und haben große Bestände dieser heimtückischen Waffen.

9
Feb
2011

Yellow Shirts: Thailand soll Angkor Wat erobern

Angkor Wat

Kambodschas Wahrzeichen. Die Tempelanlagen von Angkor
Bild: flickr/cornstaruk

Der Anführer der Yellow Shirts Sondhi Limthongkul forderte die Armee in einer Rede vor PAD-Anhängern an der Makkhawan Brücke in Bangkok auf, auf kambodschanisches Gebiet vorzurücken und Angkor Wat einzunehmen.

Er sagte, dass man bei einem Feldzug den militärischen Vorteil suchen müsse, bevor man mit den verhandlungen beginne. Hätte der Premierminister Abhisit Vejjajiva mehr Verstand gehabt, hätte er das auch getan, so der Anführer der Gelbhemden.
Die PAD geht davon aus, dass der Konflikt in einen langen krieg ausarten wird, den der kambodschanische Premier Hun Sen habe seinen 33-jährigen Sohn zum Oberbefehlshaber in dem Konflikt gemacht.

Sondhi forderte die Armee auf, die Kambodschaner von "thailändischem Territorium" zu vertreiben und verlangte, dass die Luftwaffe ihre Schlagkraft zeige, bevor man sich auf Verhandlungen einließe.

Dabei solle die Armee bis Battambang, Siem Riap, Angkor Wat und Koh Kong vorstoßen. Danach könne man in verhandlungen, die von China und den ASEAN-Staaten geleitet werden sollen, das eroberte kambodschanische Gelände gegen den Preah Vihear-Tempel eintauschen.

Diplomatie habe in einem militärischen Feldzug nichts zu suchen, glaubt Sondhi. es gehe hier nicht um China oder Vietnam, sondern lediglich um Kambodscha, das nicht einmal Kriegsschiffe besitze. Thailand müsse jetzt seine militärische Überlegenheit ausspielen.



Panzer der thailändischen Armee werden abgeladen, um die Kampftruppen an der grenze zu Kambodscha zu verstärken
Bild: thapanee3miti

Sondhi weiter in seiner Rede:

"An alle, die behaupten, wir seien kriegsverrückt: Keiner von uns, die wir hier sitzen, möchte, dass unsere Kinder in einen krieg gehen und sterben. Doch für eine große Sache, für die verteidigung des Landes zu sterben, ist es wert.
Wir haben 300.000 Soldaten, die besser ausgerüstet sind, als die kambodschanischen Soldaten, aber wir haben keinen Mut, denn unsere führenden Militärs dienen bösen Politikern. Heute ist der [Verteidigungsminister] General Pravit Wongsuwan doch kein Soldat mehr, sondern nurmehr ein Politiker, der für politischen Zuspruch alles sagen würde."


Thailändische Soldaten seien getötet worden, weil thailändische Generäle nicht entschieden genug gewesen seien, denn der Konflikt diene ihren Interessen, wie etwa dem Benzinexport oder dem handel im Grenzgebiet.
Das thailändische Militär müsse an der Seite der Nation stehen, nicht an der Seite des [Verteidigungsministers] Pravit, denn nichts sei wichtiger als die Nation, der König und die Königin, erklärte der Yellow Shirts-Führer Sondhi

Quelle: Prachtai

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