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19
Sep
2012

Keine Penis-Vergrößerungen für Thai-Polizisten

Police

Eine schöne Schlagzeile, die tatsächlich hält, was sie verspricht:
In den vergangenen Wochen gab es in Thailand bereits zahlreiche Presseberichte über Schummeleien bei den Einstellungstests der thailändischen Polizei.
Jetzt wird gemeldet, dass viele Bewerber gar nicht erst zu diesen Einstellungtests zu gelassen werden, weil sie schon an der medizinischen Eingangsuntersuchung im Police General Hospital scheitern. Viele der Bewerber werden beispielsweise wegen ihrer Tätowierungen nicht zu der Einstellungsprüfung zugelassen.
Nichts Ungewöhnliches, denn in Thailand werden auch Bürojobs meistens nur an Menschen ohne sichtbare Tätowierungen vergeben.
Überraschen ist deswegen die Aussage einer Sprecherin der thailändischen Polizei, dass viele Bewerber durch den Gesundheitscheck fielen, weil sie Paraffin-Gel in ihre Genitalien injiziert hatten. Andere hätten kleine Kügelchen in ihren Penis implantiert.
Was auf den ersten Blick wie ein bizarres Hobby einiger weniger scheint, ist in Wahrheit gar nichts Neues: Schon seit einigen jahren ist es unter thailändischen Männern nicht ungewöhnlich, ihre Geschlechtsteile in Heimarbeit zu vergrößern oder stimulierender zu gestalten. Neuerdings ist es unter thailändischen, männlichen Teenagern geradezu Mode geworden, sich selber Olivenöl oder Vaseline in ihre Genitalien zu spritzen, um so an Volumenn zu gewinnen.
Ander schneiden die Haut am Glied auf und setzen kleine Kügelchen darunter, um ihren Freundinnen ein vermeintlich höheres Lustempfinden zu verschaffen.
Dabei ist dieses Laienverfahren zur Geschlechtsteil-Vergrößerung extrem gefährlich. Bereits vor einigen Jahren warnte das thailändische Gesundheitsministerium vor diesen Selbst-OP`s. „Olivenöl oder andere Flüssigkeiten in den Penis zu injizieren ist sehr gefährlich“, sagt der Leiter des Gesundheitsdienstes, Chatri Banchuin.
Auch Wachira Kochawkarn, der als Urologe am Bangkoker Ramathibodi Krankenhaus praktiziert erklärt: “Die davon betroffenen Patienten sind immer öfter noch Schuljungen und keine Männer mehr in den Dreißigern oder Vierzigern wie in der Vergangenheit. Alleine an diesem Krankenhaus, behandele ich täglich einen oder zwei Patienten mit diesen Problemen. Man stelle sich hier die landesweite Zahl der Betroffenen vor!“
Der Wunsch nach einer Penisvergrößerung ist natürlich kein rein thailändischer Männerwunsch. Auch in westlichen Ländern werden Männer mit diesen klassischen Spam-Emails gelockt, in denen durch Pilleneinnahme gewaltige Geschlechtsteile in kürzester Zeit versprochen werden.
Natürlich ist es schwer zu sagen, wieviele thailändischen Männer auf diese Angebote, die sicher auch in Thailand versendet werden, reingefallen sind.
Vermutlich sind die Penisvergrößerungspillen vielen aber auch schlicht zu teuer – vielleicht sind thailändische Männer aber auch nur leidenschaftliche Heimwerker.

Quellen: Bangkok Post und Reuters
Bild: flickr/runran

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1
Mrz
2012

Australier zahlt 40 Millionen Baht „Bräutigamsgeld“



Für 40 Millionen Baht (fast 1 Million Euro) Aussteuer hat ein Australier in Chiang Mai seinen jungen thailändischen Geliebten geheiratet.
Die traditionelle Zeremonie fand im Haus des 27-jährigen Chaiyanon “Un” Worasilp statt.
Sein Bräutigam, ein 60-jähriger ehemaliger Angestellter der australischen Fluglinie Quantas überreichte seinem jungen Gatten lächelnd Bargeld, Grundstücksurkunden, Diamanten und Goldschmuck im Gesamtwert von 40 Millionen Baht.
Dafür hatte er seinen gesamten Besitz in Thailand verkauft, um zusätzlich zu seinem „Brautgeld“ auch eine Luxusvilla mit Swimmingpool zu erstehen, wo er mit seinem frisch Angetrauten fortan leben will.
Das Paar hatte sich für Chiang Mai entschieden, weil beide den entspannten Lebenswandel Nordthailands schätzten und so trugen sie denn auch beide traditionelle Lanna-Gewänder zu ihrer Trauzeremonie.
Das Paar hatte sich in Australien kennengelernt, wo Chaiyanon in einem Thai-Restaurant arbeitete, um sich das Studium zu finanzieren.
Drei Monate nachdem sich die beiden kennengelernt hatten, akzeptierte der junge Thai das Heiratsangebot seines 33 Jahre älteren Freundes.
Obwohl Verwandte und Freunde des Paares den Eheschluss der beiden gutheißen, ist die Verbindung nicht rechtsverbindlich, denn weder Thailand noch Australien erlauben derzeit die gleichgeschlechtliche Ehe.

Trotzdem dürfte der junge Chaiyanon seine Mission, sich etwas Geld für sein Studium dazuzuverdienen als gelungen ansehen.

29
Feb
2012

Kugelfisch gegessen – Zwei burmesische Fischer tot

Blowfish

Der Verzehr eines in ihr Netz gegangenen Kugelfisches ist zwei burmesischen Fischern Montagnacht zum Verhängnis geworden. Nachdem sie auf dem Weg zurück zum Hafen Teile des Fisches gegessen hatten, starben zwei an dem berüchtigten Gift des Fisches.
Sechs weitere Fischer der Besatzung des Bootes haben sich schwer vergiftet – einer von ihnen liegt im Koma.
Einige der Fischer hatten vermutlich die Eier des Fisches gegessen, andere nur das Fleisch. Der Kugelfisch hält aber in seiner Haut, Leber und in den Eierstöcken das tödliche Nervengift Tetrodotoxin (TTX) zur Abwehr von Feinden bereit. Im Muskelfleisch des Fisches kommt das Gift dagegen nicht vor.
Das Gift des Fisches ist besonders perfide, weil es nur die Körpernerven, nicht aber das Gehirn außer Gefecht setzt. Das bedeutet, die Opfer sind völlig gelähmt aber bei vollem Bewusstsein, bis der Atemstillstand einsetzt.
Der Fisch kommt überall in den warmen Meeren Südostasiens vor, ist aber sehr scheu und geht dem Menschen in der Regel aus dem Weg.

Bild:flickr/shicksdesign

Touristen genervt von Nazi-Kult in Thailand

the final examination.

Seit 6000 Jahren gibt es in Asien nun das Hakenkreuz als religiöses Symbol und in ganz Asien kann man es in Tempeln und an anderen Orten mit ähnlich religiöser Bedeutung in den unterschiedlichsten Ausführungen sehen. Manchmal ist es auch einfach als Verzierung in einen Zaun eingearbeitet.
Denn in Asien heißt das Hakenkreuz Svastika und das bedeutet ganz simpel „Glücksbringer“. Also harmlos wie eine Hasenpfote.

Ganz etwas anderes ist es aber, wenn es plötzlich so benutzt wird, wie die Nazis es ab 1920 getan haben.
Und so war ich auch recht erschreckt, als eine thailändische Bekannte sich neulich abends entschied ein T-Shirt mit schwarzem Hakenkreuz in einem weißen Kreis auf rotem Grund zu tragen.
In den Farben der Nationalsozialisten.
Sie tat das sogar recht unbekümmert und bei ihr war ich mir sicher, dass sie das Hakenkreuz einfach als Glücksbringer-Symbol betrachtete und von Nazis, Holocaust und 2. Weltkrieg nicht den Hauch einer Ahnung hatte. Und so war es auch.

IMG_6647

Und so ist es auch bei den meisten Thais der Fall. Wie ahnungslos man in Thailand mit dem 2. Weltkrieg um geht habe ich schon vor einigen Jahren in einem anderen Blog-Beitrag beschrieben.
Stilblüten in Thailand – Der 2. Weltkrieg 1942-1962

Multipliziert man nun diese Ignoranz der Geschichte mit der kindlichen Freude der Thais an Verkleiden, Kostümen und Festumzügen, dann wundert es nicht, dass es gelegentlich zu bizarren Aufführungen wie im vergangenen September kommt, als Schüler in einer High School in Chiang Mai zu ihrem Sporttag allesamt in selbstgeschneiderten Nazi-Uniformen mit Hakenkreuz-Armbinden und Spielzeuggewehren aufmarschierten. Angeführt wurden die Schüler von einem Mädchen in SS-Uniformmit einem Hitler-Schnurrbart.
Die gruselige Parade wurde vom Jubel der umstehenden Passanten begleitet während Touristen fassungslos auf den jubelnden Nazi-Aufmarsch starrten.

Bereits 2007 hatte an einer Bangkoker Schule eine ähnlich schaurige Kostümparade stattgefunden. Nach internationalem Protest entschuldigte sich die Schulleitung für die Veranstaltung und gelobte, den Holocaust und die Verbrechen der Nationalsozialisten in den Lehrplan aufzunehmen.
Ein grundlegendes Verstehen, weshalb die Westler so erbost über den Nazi-Spaß waren, hat jedoch offenbar nicht stattgefunden. Denn 2009 warb ein Wachsfigurenkabinett in Pattaya mit der Figur Hitlers und einem Plakat mit dem Slogan: „Hitler ist nicht tot.“

Erst nach Protesten des deutschen und des israelischen Botschafters wurde das Plakat wieder abgenommen.

Bilder: flickr/omae/pokeken

23
Feb
2012

Thailändische Post auf der Suche nach Paketbomben

Thai post box

Wegen der Bombenanschläge in der Soi Sukhumwit 71 (Prakhanong) in Bangkok in der letzten Woche verstärkt die thailändische Post jetzt ihre Sicherheitskontrollen. Fortan werden alle Pakete aus dem In- und Ausland einer Routinekontrolle unterzogen. Zudem werden auch die Namen and Adressen der Absender registriert.
Verdächtige Pakte würden zusätzlich von Bombendetektoren untersucht.

Monatlich werden in Thailand 2 Millionen Pakte versandt. Hinzu kommen 76.000 Sendungen aus dem Ausland.
Die Frage dürfte jetzt sein, ob nicht durch das manuelle Durchsuchen der Pakete die ohnehin schon horrende Zahl an verschwundenen Sendungen noch steigen wird. Schon jetzt gehen viele Sendungen aus dem Ausland bei der thailändischen Post „verloren“.
Wenn nun auch noch pauschal alle Päckchen und Pakete in offiziellem Auftrag geöffnet werden dürfen, ist das quasi ein Freibrief für alle diebischen Elstern.
Darüber hinaus ist es nur schwer vorstellbar, dass wirklich jedes Paket von Hand untersucht werden kann. Das benötigte Personal ginge ja in die Tausende. Schon jetzt ist die thailändische Post im internationalen vergleich recht langsam.
Auf der anderen Seite haben die Behörden in Thailand bei der Beschaffung von automatischen Bombendetektoren in der Vergangenheit keine besonders glückliche Hand bewiesen.So war die Beschaffung der Bombenspürgeräte für den neuen Suvarnabhumi Airport in Bangkok mit einigen großen Korruptionsskandalen verbunden.

Es bleibt aber abzuwarten, ob die Ankündigung der thailändischen Post auch wirklich so buchstabengetreu umgesetzt wird.

22
Feb
2012

Die 10 unbeliebtesten Jobs Thailands



Die Thais in Zentralthailand gelten als besonders wählerisch bei der Auswahl ihrer Arbeitsstelle. Das legt zumindest die neuste Studie des Arbeitsministeriums nahe.
Der Studie zufolge waren im Dezember 2011 171.000 Menschen ohne Arbeit, dennoch blieben 75.000 Stellen unbesetzt.
Die meisten Stellen waren in den folgenden Branchen frei:

1. Verarbeitende Industrie: 23.984 Stellen
2. Verkäufer: 5.522 Stellen
3. Kraftfahrer: 3.459 Stellen
4. Verwaltungsangestelle: 2.501 Stellen
5. Wartungstechniker: 2.007 Stellen
6. Lagerarbeiter: 1.717 Stellen
7. Elektriker: 1.579 Stellen
8. Schweißer: 1.528 Stellen
9. Buchhalter: 1.410 Stellen
10. Mechaniker: 1.222 Stellen


Die meisten Stellen sind der Untersuchung nach in Zentralthailand frei, gefolgt von den Regionen im Norden, Osten und dem Nordosten (Isaan).
Die Zahlen zeigen auch, dass mehr Thais ihren Job selbst Kündigten, als gekündigt wurden.
Die meisten kündigten unter der Angabe der folgenden Gründe:

1. Wunsch nach Abwechslung
2. Familiäre Verpflichtungen
3. Geringes Gehalt wegen Kurzarbeit
4. Gesundheitliche Gründe


Jetzt ist nur schwer anzunehmen, dass die unbesetzten Stellen in der Top 10-Liste auf mangelndes Interesse stoßen würden. Die meisten der aufgeführten Berufe werden in Thailand sehr gut bezahlt.
Es ist wohl so, dass einfach nicht genügend qualifizierte Arbeitnehmer zur Verfügung stehen – ähnlich wie beispielsweise in Deutschland.
Ginge es tatsächlich um die unbeliebtesten Jobs in Thailand, dann wären hier wohl jene zu nennen, die für einen armseligen Lohn von den burmesischen, laotischen und kambodschanischen Wanderarbeitern erledigt werden: Bauarbeiter, Fischer, Reinigungspersonal

Hierzu auch auf Pratu Namo: Traumberuf Müllfischer?

21
Feb
2012

Geisteskranke Thais werden nicht mehr in Ketten gelegt

Shackle

Willkommen im 21. Jahrhundert. Das thailändische Gesundheitsministerium gibt bekannt, dass es ab dem 1. März psychisch kranken Menschen, die von ihren Angehörigen zu Hause in Ketten gelegt würden, kostenlose medizinische Hilfe angedeihen lassen werde.
Das Ministerium geht von bis zu 1.000 Menschen aus, die in Thailand angekettet würden, damit sie nicht sich oder andere Menschen verletzen oder fremdes Eigentum zerstören.
Nach einer Studie des thailändischen Gesundheitsministeriums litten 400.000 Thais an einer psychischen Krankheit, davon 70 Prozent allein an Schizophrenie.
Jetzt nimmt das Ministerium also immerhin 15 Millionen Baht in die Hand um den angeketteten Patienten in einem dreistufigen Programm zu helfen:

1. Phase (März 2012): Aufsuchen der angeketteten Menschen

2. Phase (April bis Juni): Behandlung der Patienten

3. Wiedereingliederung der Patienten, Schulung der Bevölkerung über seelische Krankheiten, um ein erneutes Anketten von psychisch Kranken zu vermeiden.

Scheint also ein ausgeklügeltes Programm zu sein.

Bild: flickr/sammurphy

14
Feb
2012

Frömmigkeit statt "Erstes Mal" - Valentinstag in Thailand 2012

IMG_0960a

Nie bin ich müde geworden und habe jedes Jahr auf’s Neue darauf hingewiesen, wie absurd der Valentintag in Thailand zelebriert wird und wie prüde das offizielle Thailand darauf reagiert.
So hatte die Bangkoker Stadtverwaltung schon im Jahr 2008 angeordnet, alle öffentlichen Parks schon um 9 Uhr zu schließen, damit Teenager dort nicht ihr „Erstes Mal“ vollzögen und versehentlich schwanger würden.

Bekanntermaßen bringen solche Restriktionen überhaupt nichts vor allem, wenn die Gesellschaft auch an den anderen 364 Tagen im Jahr keinen Sexualkundeunterricht an Schulen oder einfache Aufklärung zulässt.

In diesem Jahr folgt also eine neue bizarre Auflage: Eine Augangssperre für Teenager.
Jeder Jugendliche unter 18 Jahren, den die Polizei nach 10 Uhr auf der Straße antrifft, wird einkassiert und auf die Polizeiwache verbracht, wo ihn dann seine Eltern abholen müssen.
So soll vorehelicher Sex verhindert werden. Gleichzeitig werden die jungen Thailänderinnen aufgefordert, sich nicht all zu aufreizend zu kleiden.
Statt dessen werden die jungen Paare ermutigt, sich der Frömmigkeit zu widmen. So lädt der Tempel Pa Salawan in der Provinz Nakhon Ratchasima 1000 Pärchen ein dort gemeinsam die ganze Nacht zu beten.

Ein Einkaufszentrum in der Provinzhauptstadt versucht den vorehelichen Sex durch einen forcierten Eheschluss zu bekämpfen, in dem sie jedem Paar, das in die Ehe einwilligt, eine Lebensversicherung über 200.000 Baht und ein Paar Küssende Gourami-Fische schenkt.
Hintergrund: In Thailand wird der Valentinstag im gleichen Maße kitschig gefeiert, wie Weihnachten und Halloween. Alles was irgendwie mit Liebe zu tun hat - und sei es noch so abgeschmackt – wird inszeniert. Die Facebookseiten der Thais quellen heute wieder über vor Herzchen, Blumen und Küssen.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich das pflanzliche Symbol der Liebe, die Rose, in Thailand heute im Preis verfünfacht hat und teilweise schon gar nicht mehr zu bekommen sind.

7
Jul
2011

Fünf Dinge, die man in Thailand erst hasst, ohne die man dann aber nicht mehr leben kann

Where Thailand gets its energy

1) M 150 und Konsorten: Im Prinzip eine Überdosis Zucker und Koffein, die Red Bull wie Mineralwasser wirken lässt. Irgendwann trinkt man das Zeug dann fast jeden Tag, weil‘s einfach wach macht.

These quasi-bidet attachments are on almost every resort toilet

2) Die „Po-Pistole“ (auch „Arsch-Düse“ genannt) auf der Toilette: Beim ersten Mal mindestens eine ungewohnte Erfahrung. In einem tropischen Land aber sicher angebracht und insgesamt deutlich hygienischer. Irgendwann selbstverständlich: Klopapier ist was für schmutzige Leute.

ที่จอดรถสีเหลือง

3) Überflüssige Einpark-Assistenten: Am Anfang unglaublich nervig. Darüberhinaus ist demütigend, wenn jemand glaubt, man bräuchte Hilfe beim Einparken. Dabei stehen die Einpark-Helfer auch noch beim Einparken im Weg, pusten manisch in ihre Trillerpfeifen und rudern mit den Armen. Gerne würde man da mal schnell auf das Gaspedal treten und sie zumindest ansatzweise über den Haufen fahren.
Doch man gewöhnt sich dran und irgendwann wird man sogar nervös, wenn keiner da ist und in die Parklücke einweist.

Street food stall

4) Echte Thai-Restaurants: Dreckige, fensterlose Höhlen mit Blechtischen und Plastikstühlen. Wer würde hier schon essen wollen? Lebensmittelvergiftung gefällig? Auf keinen Fall! Das Essen ist hervorragend und echt Thai (anders als das Urlauber-Einerlei in den Touristenrestaurants). Super Preis-Leistungsverhältnis.

Icy cold

5) Bier mit Eis: Aus deutscher Perspektive ein Sakrileg. Bedenkt man allerdings, dass das Bier meist in 0,66er Flaschen daherkommt und es auch abends in der Stadt noch 30 Grad warm ist, dann wird man irgendwann doch mal den einen oder anderen Eiswürfel im Glas tolerieren. Wenn man mit Thais trinkt, hat man ohnehin keine Wahl. Dabei hat Eis im Glas den Vorteil, dass das Bier nicht ganz so stark ist und man gleichzeitig auch noch ein bisschen „normale“ Flüssigkeit zu sich nimmt.

Bilder: flickr/veer66,Tom BKK,vees,polietileno,superkimbo

Nakhon Ratchasima : Baby weigert sich zu verrotten

Mummy Child

Eine Kindermumie – der Wunderleichnam in Korat ist dagegen deutlich besser erhalten

Die Bewohner eines Dorfes in der Provinz Nakhon Ratchasima (Korat) stehen seit neuestem Schlange, um Spielzeuggeschenke vor dem ausgestellten Leichnam eines neuen Monate alten Babys abzulegen, der im dortigen Tempel Wat Nong Khwang im Bezirk Wankatha ausgestellt ist.

Das Besondere: Der Leichnam von Suphansa Lilaphamonkit, genannt Nong Cream, verwest seltsamerweise nicht, obwohl das Kind schon seit vier Jahren tot ist.
Es wurde am 11. Juli 2006 geboren und starb am 19. April im darauffolgenden Jahr.
Der kleine Schrein in dem die Babyleiche aufbewahrt wird ist voll mit bunter Baybkleidung, Essen, Puppen und anderen Gaben.

Wie es der thailändische Aberglauben so will, berichten die Dorfbewohner, dass das tote Kind oft in ihren Träumen derer erscheine, die ihm Gaben darbrächten und Glück bringe.
In den Träumen verkündet Nong Cream, dass sein Körper für fünf Jahre nicht verwesen werde. Entsprechend sputen sich jetzt natürlich alle Einheimischen, um noch rechtzeitig ihre Opfergaben zum Tempel zu bringen.
Einer der Abergläubischen soll sogar schon dreimal in der Lotterie gewonnen haben, seit er den Tempel besucht.

Nach dem Tod von Nong Cream wollten seine chinesisch stämmigen Eltern den Leichnam eigentlich auf dem chinesischen Friedhof bestatten lassen. Andere Familienangehörige sprachen sich jedoch für eine Verbrennung aus.
Als Kompromiss einigte man sich darauf, den Abt des Tempels Wat Nong Khwang zu fragen, ob das Baby hinter dem Tempelkrematorium begraben werden könne.
Kurz darauf erschien Nong Cream im Traum des Großvaters und erklärte, es würde in einer Flut ertrinken und könne nicht atmen. Die Familie eilte sofort zum Abt, um ihm von dem Traum zu berichten.
Man grub den Leichnam des Kindes wieder aus und stellte fest, dass es keinerlei Anzeichen von Verwesung gab. Die Wangen seien rosig gewesen und die Kinderleiche habe gesund ausgesehen.
Daraufhin baute man ein pinkfarbenes Häusschen für Nong Cream, in dem sie seitdem wohnt uznd sich beharrlich weigert zu verrotten.

Quelle: Khao Sod
Bild: flickr/ rknickme


6
Jul
2011

Bombenalltag in Südthailand

P1000508

Der Entschluss, nicht mehr über jeden Bombenanschlag in Thailand zu schreiben ist schon eine ganze Weile her. Die Posts zum Guerillakrieg in Südthailand wären ohnehin viel zu raumgreifend und würden den Blog dominieren, denn fast täglich explodieren in den drei südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani Splitterbomben, werden Polizei und Militär aus dem Hinterhalt angegriffen oder Plantagenarbeiter von vorbeifahrenden Motorrädern aus erschossen.

Damit der Krieg aber nicht völlig aus dem Bewusstsein verschwindet, notiere ich wenigstens auf Twitter die Anschläge, die auch in den thailändischen Medien wegen ihrer Permanenz kaum mehr eine Meldung wert sind.

Ich habe selber in Bangkok schon einige Bombenanschläge miterlebt aber im Süden ist die Situation noch perfider: Die Aufständischen legen meist nicht nur eine Bombe, sondern zwei oder drei am gleichen Ort. Wenn also nach der ersten Explosion die Rettungskräfte und die Polizei eintreffen geht die zweite hoch, danach gelegentlich auch noch eine dritte.
Das weiß natürlich auch das Bombenkommando und sucht die Umgebung erst einmal gründlich ab.

Wie dieser Wahnsinn im Alltag aussieht zeigt das Video:



Der Bombenspezialist überlebt die Explosion sogar weitgehend unverletzt, dürfte aber in den kommenden Tagen ein leichtes Klingeln in den Ohren haben.

Bild: flickr/jayarc

5
Jul
2011

Phuket: Zu 90 Prozent in ausländischem Besitz

Nai Hairn Bay in Southern Phuket.

Im Rahmen eines Seminars zu den rechtlichen Grundlagen beim Grunderwerb in Thailand erklärte der Land Inspector, Sriracha Charoenpanit, in einem Interview mit dem thailändischen Fernsehsender MCOT erklärte, dass auf Phuket bis zu 90 Prozent der Strandgrundstücke im Besitz von Ausländern seien.
Auf dem Papier würden die Grundstücke natürlich zumeist von thailändischen Strohmännern gehalten.

Die Landnahme durch Ausländer sei besonders in Touristenhochburgen wie Koh Samui, Koh Chang, Pattaya, Cha Am, Hua Hin und in teilen von Chiang Mai und Chiang Rai zu beobachten

„Thailand muss hier korrigierend eingreifen, die bestehenden Gesetze durchsetzen und strengere Maßstäbe für den Landerwerb durch Ausländer anlegen. Dazu gehört auch eine Ahndung von Verstößen und eine Bestrafung der Strohmänner.“

Die Strafen könnten für die thailändischen Strohmänner nach Sriracha beispielsweise verdoppelt werden, den Ausländern könnte man das Land nehmen und sie dann des Landes verweisen.
Nach seinen Informationen besäßen die Ausländer in Thailand bereits ein Drittel der Landesfläche, also etwa eine Milliarde Rai.

Wenn hier nicht entgegengesteuert werde, erwüchsen den Thais hieraus Wettbewerbsnachteile, weil sie keinen Zugang zu Grundstücken mehr hätten. Sogar die nationale Nahrungsmittelversorgung sieht der Inspector in Gefahr.

Ein neues Gesetz ist allerdings derzeit schon in Arbeit und könnte schon im August in Kraft treten.

Bild: flickr/ Mike (NO captive birds) in Thailand

4
Jul
2011

Thailand nach der Wahl: Alles kann, nichts muss!

a new PM candidate at Times Square

Yingluck auf dem Wahlplakat. Darüber: Polit-Clown Chuwit

Yingluck wird Premierministerin. Abhisit tritt vom Amt als Parteivorsitzender der Demokraten zurück. Die Gelbhemden der PAD wollen ihre Straßenproteste fortsetzen. Putschgerüchte machen schon am Tag nach der Wahl wieder die Runde.

Irgendwie kommt einem das alles bekannt vor.
Nur was kommt, kann man nicht vorhersagen, denn die Kreativität der thailändischen Politik kennt kaum Grenzen: Der letzte Redshirt-Premierminister verlor sein Amt per Gerichtsbeschluss, der vorletzte wegen einer Affäre um eine Kochshow und der vorvorletzte (Thaksin himself) wurde mit Panzern aus dem Amt gejagt.

Weil hier offenbar also alles drin ist, nur zwei Bemerkungen am Rande:
  • @alle deutschsprachigen Asien-Korrespondenten vor Ort (hier besonders Robert Hetkämper): Die Premierministerin wird richtig Yinglak Chinnawat (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร) ausgesprochen.
  • In Thailand gibt es durchschnittlich alle 18 Monate einen Militärputsch
Bild: flickr/bluemonkey

2
Jul
2011

Verkehrte Welt: Ausländische Männer bringen Thai-Frauen um ihre Ersparnisse

Upside Down World

Die Welt steht Kopf: Der thailändische Zoll am Flughafen von Phuket warnt seit gestern thailändische Damen vor betrügerischen Ausländern.

„Wir haben viele Beschwerden erhalten, von Opfern, die ausländische Männer über das Internet kennengelernt haben“, berichtet die Zollbeamtin Monthira Cherdchu.
“Eine Zeit lang schicken sie ihren Opfern geschenke, doch dann rufen sie an oder schreiben Emails mit der Bitte, Geld auf ihre Konten zu überweisen, um für die Mehrwertsteuer oder Einfuhrumsatzsteuer aufzukommen.“

Eine Thailänderin berichtete auch, dass sie von einem Ausländer gebeten worden sei, Geld zu schicken, weil er am Flughafen festgehalten würde wegen der Einfuhr von zuviel ausländischem Bargeld.
Die Frau kontaktierte aber die Zollbeamten am Flughafen von Phuket. Die Beamten überprüften die Angaben, aber erklärten der Dame, dass kein Ausländer mit dem genannten Namen am Flughafen festgehalten würde und rieten ihr, sich an die Polizei zu wenden.

Sollte die Meldung stimmen, dann halten es wohl all die tausenden Männer, die ihr Erspartes für den kranken Büffel, den verunfallten Bruder oder die gebrechliches Großmütter ihrer thailändischen Freundinnen geopfert haben, für ausgleichende Gerechtigkeit.
Deswegen erspare ich mir ein Fazit und überlasse es meinen Lesern, das süffisant zu kommentieren.

Bild: Flickr/ Matt Redmond

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1
Jul
2011

SATIRE: Bangkok vor den Wahlen: Alkohol-Infusionen für ausländische Alkoholiker

Thailand's Beer

Zwei Dinge stehen heute fest: Die kommenden Parlamentswahlen im Königreich sind von einer Bedeutung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und: Die Fürsorge der Thais kennt keine Grenzen.
Denn vor und während der Wahlen herrscht landesweit von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 0 Uhr ein striktes Alkoholverbot. Für viele Expats im Land ist das eine echte Krise.
Die Bangkoker Polizei hat deshalb zusätzlich Polizeibeamte mobilisiert um während der Parlamentswahlen Präsenz zu zeigen und möglichen Ausschreitungen durch ausnüchternde Ausländer vorzubeugen.
Nach dem Nationalen Wahlgesetz ist der Verkauf und Ausschank für 36 Stunden in allen Läden, Bars und Restaurants verboten. Besonders in den gebieten mit hoher Expat-Konzentration wie entlang der Sukhumvit Road und in Pattaya rechnet die Polizei mit brenzligen Situationen.

Sobriety Sucks

Viele Bars und Nachtclubs in Bangkok und anderen Touristenmetropolen schließen sogar ganz um, Ansammlungen nüchterner Ausländer zu vermeiden. In einer PR-Kampagne werden die Leute aufgefordert zu Hause zu bleiben – „wenigstens einmal“.
„Für viele ausländische Männer sind 36 Stunden ohne Alkohol und die Gesellschaft einer gemieteten asiatischen Frau etwas unerträgliches, sogar bisweilen Angst erregend“, erklärt die Soziologin der Thammasat University Noppawan Rangkulan. „Nüchtern werden bedeutet sich kurzzeitig ihrer ergrauenden Körper und ihres emotional ausgehöhltes Lebens bewusst zu werden. Was für uns ein einfacher alkoholfreier Abend ist, ist für sie eine Existenzkrise.“

Dieser „Nüchternheits-Schock“ sei aber ein bekanntes Krankheitsbild, weswegen sie empfiehlt, dass Krankenhäuser während der Wahlen kostenlose Alkoholinfusionen anbieten sollten.
Die meisten Ausländer seien völlig vernünftige Menschen, erklärt die Wissenschaftlerin. "Nur ein paar durchgedrehte schreien die Kellnerinnen in den Irish Pubs an. Die brauchen einfach Hilfe."

Mangelnde Kommunikation macht dagegen das Mitglied der Wahlkommission Prapun Naigowit für die Probleme mit den Ausländern verantwortlich: „Viele Expats sind völlig von der Wirklichkeit des Landes in dem sie leben isoliert und selbst so etwas Wichtiges wie die Wahlen kann unter ihrem Radar hindurch huschen. Wer sich ein bisschen vorbereitet kommt locker mit einem Kasten Bier und ein paar DVDs über das Wochenende.“

Die Soziologin Noppawan hält dagegen: Vorauszuplanen sei für viele Alkoholiker unmöglich. „Viele von denen können kaum drei Stunden vorausdenken, geschweige denn, ein Wochenende vorausplanen. Man könnte genauso gut seinem Hund befehlen, sich selbst zu füttern, während man im Urlaub ist.“

Bild: flickr/heidigoseek, flickr/isriya
inspiriert von:
Thai Visa

Rassismus in Thailand

Die Hoffnung ist da: Im 21. Jahrhundert könnten die Menschen tatsächlich irgendwann einmal (haut)farbenblind werden und es gäbe keinen Rassismus mehr. Ich und viele Menschen meiner Generation - zumindest in der westlichen Welt – gehen heute schon so miteinander um.
Dass der unverhohlene Rassismus aber in vielen Ländern der Welt nach wie vor besteht und Vorurteile das Denken der Menschen bestimmen, sieht man in Thailand jeden Tag.
Eine meiner besten Freundinnen, Shawna, ist gebürtige Engländerin. Damit ist sie naturgemäß auch englische Muttersprachlerin und die sind in Asien begehrt: als Englischlehrer.

Sie ist sicher einer der freundlichsten und engagiertesten Menschen, die ich in Thailand kennengelernt habe und ich hätte mir gewünscht, solche Lehrerinnen mal gehabt zu haben. Entsprechend habe ich sie unterstützt und ihr meine Business-Kostüme für die Vorstellungsgespräche geliehen. Naiv, ich heute weiß.
Wegen ihrer guten Qualifikationen wurde Shawna oft zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und zu den ersten ging sie noch voller Zuversicht. Doch jedes Mal, wenn sie durch die Tür trat und der thailändische Schuldirektor sie sah, sprang ihm der Ekel aus dem Gesicht.
Denn Shawnas Eltern sind irgendwann mal aus Jamaika eingewandert und deswegen ist Shawna schwarz.



Monate- wenn nicht jahrelang hat sie sich in Bangkok um eine Stelle als Englischlehrerin bemüht und zentnerweise Bewerbungen verschickt und ständig wurde sie wegen der Hautfarbe abgelehnt. Ich habe schon darüber geschrieben, wie wichtig für Thais die Hautfarbe ist.

Ich bin dagegen keine Englisch-Muttersprachlerin und habe mich nie um eine Stelle als Englischlehrerin bemüht. Aber die Bangkoker Agenten hatten Bilder von mir und wussten, dass ich Englisch spreche, weswegen ich von vielen Schulen Jobangebote bekommen habe und auch schon oft als Lehrerin gearbeitet habe. Nicht weil ich Talent hätte, engagiert wäre oder besonders gut mit Kindern umgehen könnte. Sondern, weil ich weiß bin.

Shawna ist wieder nach England zurückgekehrt und legt dort momentan eine astreine akademische Karriere hin.

Bild: Isaan Style

30
Jun
2011

Zeichen und Wunder: Thai-Polizei zahlt Entschädigung an unschuldig Inhaftierten

Narcotics Suppression Bureau Insignia

Sicher: In der westlichen Welt existiert das Wort „Haftentschädigung“ schon einige Zeit. Doch in Thailand ist die Auszahlung einer solchen ein Novum: 300.000 Baht (6.800 Euro).

Entsprechend fand dann zu einem solchen Anlass in diesen Tagen eine Pressekonferenz statt bei der der Generalleutnant der Polizei Atithep Panjamanont sich im Namen der Drogenfahndung bei einem unschuldig Inhaftierten entschuldigte. Der 39-jährige Somjai Sae-Lim hatte den gleichen Namen, wie ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste und saß in der Folge 23 Tage in Haft.

Der Hintergrund: Vor zwei Jahren wurden bei einer Razzia zwei verdächtige festgenommen, die den Namen Somjai Sae-Lim als Komplizen nannten. Doch bei einer späteren Gegenüberstellung erklärten die beiden, dass es sich um den falschen handelte.
Die Fahnder ließen daraufhin die Vorwürfe fallen.
Der unschuldige Somjai bedankte sich bei der Polizei für die 300.000 Baht von denen er zunächst seinen Rechtsanwalt und die Behandlung seiner erkrankten Ehefrau bezahlen will.

Am 10. Juli wird Somjai dann als Mönch in ein Kloster eintreten.

Bild: Flickr/ Ian Fuller

Pratu Namo

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