.

..

Rubriken


















AddThis Social Bookmark Button
AddThis Feed Button

7
Jul
2011

Fünf Dinge, die man in Thailand erst hasst, ohne die man dann aber nicht mehr leben kann

Where Thailand gets its energy

1) M 150 und Konsorten: Im Prinzip eine Überdosis Zucker und Koffein, die Red Bull wie Mineralwasser wirken lässt. Irgendwann trinkt man das Zeug dann fast jeden Tag, weil‘s einfach wach macht.

These quasi-bidet attachments are on almost every resort toilet

2) Die „Po-Pistole“ (auch „Arsch-Düse“ genannt) auf der Toilette: Beim ersten Mal mindestens eine ungewohnte Erfahrung. In einem tropischen Land aber sicher angebracht und insgesamt deutlich hygienischer. Irgendwann selbstverständlich: Klopapier ist was für schmutzige Leute.

ที่จอดรถสีเหลือง

3) Überflüssige Einpark-Assistenten: Am Anfang unglaublich nervig. Darüberhinaus ist demütigend, wenn jemand glaubt, man bräuchte Hilfe beim Einparken. Dabei stehen die Einpark-Helfer auch noch beim Einparken im Weg, pusten manisch in ihre Trillerpfeifen und rudern mit den Armen. Gerne würde man da mal schnell auf das Gaspedal treten und sie zumindest ansatzweise über den Haufen fahren.
Doch man gewöhnt sich dran und irgendwann wird man sogar nervös, wenn keiner da ist und in die Parklücke einweist.

Street food stall

4) Echte Thai-Restaurants: Dreckige, fensterlose Höhlen mit Blechtischen und Plastikstühlen. Wer würde hier schon essen wollen? Lebensmittelvergiftung gefällig? Auf keinen Fall! Das Essen ist hervorragend und echt Thai (anders als das Urlauber-Einerlei in den Touristenrestaurants). Super Preis-Leistungsverhältnis.

Icy cold

5) Bier mit Eis: Aus deutscher Perspektive ein Sakrileg. Bedenkt man allerdings, dass das Bier meist in 0,66er Flaschen daherkommt und es auch abends in der Stadt noch 30 Grad warm ist, dann wird man irgendwann doch mal den einen oder anderen Eiswürfel im Glas tolerieren. Wenn man mit Thais trinkt, hat man ohnehin keine Wahl. Dabei hat Eis im Glas den Vorteil, dass das Bier nicht ganz so stark ist und man gleichzeitig auch noch ein bisschen „normale“ Flüssigkeit zu sich nimmt.

Bilder: flickr/veer66,Tom BKK,vees,polietileno,superkimbo

Nakhon Ratchasima : Baby weigert sich zu verrotten

Mummy Child

Eine Kindermumie – der Wunderleichnam in Korat ist dagegen deutlich besser erhalten

Die Bewohner eines Dorfes in der Provinz Nakhon Ratchasima (Korat) stehen seit neuestem Schlange, um Spielzeuggeschenke vor dem ausgestellten Leichnam eines neuen Monate alten Babys abzulegen, der im dortigen Tempel Wat Nong Khwang im Bezirk Wankatha ausgestellt ist.

Das Besondere: Der Leichnam von Suphansa Lilaphamonkit, genannt Nong Cream, verwest seltsamerweise nicht, obwohl das Kind schon seit vier Jahren tot ist.
Es wurde am 11. Juli 2006 geboren und starb am 19. April im darauffolgenden Jahr.
Der kleine Schrein in dem die Babyleiche aufbewahrt wird ist voll mit bunter Baybkleidung, Essen, Puppen und anderen Gaben.

Wie es der thailändische Aberglauben so will, berichten die Dorfbewohner, dass das tote Kind oft in ihren Träumen derer erscheine, die ihm Gaben darbrächten und Glück bringe.
In den Träumen verkündet Nong Cream, dass sein Körper für fünf Jahre nicht verwesen werde. Entsprechend sputen sich jetzt natürlich alle Einheimischen, um noch rechtzeitig ihre Opfergaben zum Tempel zu bringen.
Einer der Abergläubischen soll sogar schon dreimal in der Lotterie gewonnen haben, seit er den Tempel besucht.

Nach dem Tod von Nong Cream wollten seine chinesisch stämmigen Eltern den Leichnam eigentlich auf dem chinesischen Friedhof bestatten lassen. Andere Familienangehörige sprachen sich jedoch für eine Verbrennung aus.
Als Kompromiss einigte man sich darauf, den Abt des Tempels Wat Nong Khwang zu fragen, ob das Baby hinter dem Tempelkrematorium begraben werden könne.
Kurz darauf erschien Nong Cream im Traum des Großvaters und erklärte, es würde in einer Flut ertrinken und könne nicht atmen. Die Familie eilte sofort zum Abt, um ihm von dem Traum zu berichten.
Man grub den Leichnam des Kindes wieder aus und stellte fest, dass es keinerlei Anzeichen von Verwesung gab. Die Wangen seien rosig gewesen und die Kinderleiche habe gesund ausgesehen.
Daraufhin baute man ein pinkfarbenes Häusschen für Nong Cream, in dem sie seitdem wohnt uznd sich beharrlich weigert zu verrotten.

Quelle: Khao Sod
Bild: flickr/ rknickme


6
Jul
2011

Bombenalltag in Südthailand

P1000508

Der Entschluss, nicht mehr über jeden Bombenanschlag in Thailand zu schreiben ist schon eine ganze Weile her. Die Posts zum Guerillakrieg in Südthailand wären ohnehin viel zu raumgreifend und würden den Blog dominieren, denn fast täglich explodieren in den drei südlichen Provinzen Narathiwat, Yala und Pattani Splitterbomben, werden Polizei und Militär aus dem Hinterhalt angegriffen oder Plantagenarbeiter von vorbeifahrenden Motorrädern aus erschossen.

Damit der Krieg aber nicht völlig aus dem Bewusstsein verschwindet, notiere ich wenigstens auf Twitter die Anschläge, die auch in den thailändischen Medien wegen ihrer Permanenz kaum mehr eine Meldung wert sind.

Ich habe selber in Bangkok schon einige Bombenanschläge miterlebt aber im Süden ist die Situation noch perfider: Die Aufständischen legen meist nicht nur eine Bombe, sondern zwei oder drei am gleichen Ort. Wenn also nach der ersten Explosion die Rettungskräfte und die Polizei eintreffen geht die zweite hoch, danach gelegentlich auch noch eine dritte.
Das weiß natürlich auch das Bombenkommando und sucht die Umgebung erst einmal gründlich ab.

Wie dieser Wahnsinn im Alltag aussieht zeigt das Video:



Der Bombenspezialist überlebt die Explosion sogar weitgehend unverletzt, dürfte aber in den kommenden Tagen ein leichtes Klingeln in den Ohren haben.

Bild: flickr/jayarc

5
Jul
2011

Phuket: Zu 90 Prozent in ausländischem Besitz

Nai Hairn Bay in Southern Phuket.

Im Rahmen eines Seminars zu den rechtlichen Grundlagen beim Grunderwerb in Thailand erklärte der Land Inspector, Sriracha Charoenpanit, in einem Interview mit dem thailändischen Fernsehsender MCOT erklärte, dass auf Phuket bis zu 90 Prozent der Strandgrundstücke im Besitz von Ausländern seien.
Auf dem Papier würden die Grundstücke natürlich zumeist von thailändischen Strohmännern gehalten.

Die Landnahme durch Ausländer sei besonders in Touristenhochburgen wie Koh Samui, Koh Chang, Pattaya, Cha Am, Hua Hin und in teilen von Chiang Mai und Chiang Rai zu beobachten

„Thailand muss hier korrigierend eingreifen, die bestehenden Gesetze durchsetzen und strengere Maßstäbe für den Landerwerb durch Ausländer anlegen. Dazu gehört auch eine Ahndung von Verstößen und eine Bestrafung der Strohmänner.“

Die Strafen könnten für die thailändischen Strohmänner nach Sriracha beispielsweise verdoppelt werden, den Ausländern könnte man das Land nehmen und sie dann des Landes verweisen.
Nach seinen Informationen besäßen die Ausländer in Thailand bereits ein Drittel der Landesfläche, also etwa eine Milliarde Rai.

Wenn hier nicht entgegengesteuert werde, erwüchsen den Thais hieraus Wettbewerbsnachteile, weil sie keinen Zugang zu Grundstücken mehr hätten. Sogar die nationale Nahrungsmittelversorgung sieht der Inspector in Gefahr.

Ein neues Gesetz ist allerdings derzeit schon in Arbeit und könnte schon im August in Kraft treten.

Bild: flickr/ Mike (NO captive birds) in Thailand

4
Jul
2011

Thailand nach der Wahl: Alles kann, nichts muss!

a new PM candidate at Times Square

Yingluck auf dem Wahlplakat. Darüber: Polit-Clown Chuwit

Yingluck wird Premierministerin. Abhisit tritt vom Amt als Parteivorsitzender der Demokraten zurück. Die Gelbhemden der PAD wollen ihre Straßenproteste fortsetzen. Putschgerüchte machen schon am Tag nach der Wahl wieder die Runde.

Irgendwie kommt einem das alles bekannt vor.
Nur was kommt, kann man nicht vorhersagen, denn die Kreativität der thailändischen Politik kennt kaum Grenzen: Der letzte Redshirt-Premierminister verlor sein Amt per Gerichtsbeschluss, der vorletzte wegen einer Affäre um eine Kochshow und der vorvorletzte (Thaksin himself) wurde mit Panzern aus dem Amt gejagt.

Weil hier offenbar also alles drin ist, nur zwei Bemerkungen am Rande:
  • @alle deutschsprachigen Asien-Korrespondenten vor Ort (hier besonders Robert Hetkämper): Die Premierministerin wird richtig Yinglak Chinnawat (ยิ่งลักษณ์ ชินวัตร) ausgesprochen.
  • In Thailand gibt es durchschnittlich alle 18 Monate einen Militärputsch
Bild: flickr/bluemonkey

2
Jul
2011

Verkehrte Welt: Ausländische Männer bringen Thai-Frauen um ihre Ersparnisse

Upside Down World

Die Welt steht Kopf: Der thailändische Zoll am Flughafen von Phuket warnt seit gestern thailändische Damen vor betrügerischen Ausländern.

„Wir haben viele Beschwerden erhalten, von Opfern, die ausländische Männer über das Internet kennengelernt haben“, berichtet die Zollbeamtin Monthira Cherdchu.
“Eine Zeit lang schicken sie ihren Opfern geschenke, doch dann rufen sie an oder schreiben Emails mit der Bitte, Geld auf ihre Konten zu überweisen, um für die Mehrwertsteuer oder Einfuhrumsatzsteuer aufzukommen.“

Eine Thailänderin berichtete auch, dass sie von einem Ausländer gebeten worden sei, Geld zu schicken, weil er am Flughafen festgehalten würde wegen der Einfuhr von zuviel ausländischem Bargeld.
Die Frau kontaktierte aber die Zollbeamten am Flughafen von Phuket. Die Beamten überprüften die Angaben, aber erklärten der Dame, dass kein Ausländer mit dem genannten Namen am Flughafen festgehalten würde und rieten ihr, sich an die Polizei zu wenden.

Sollte die Meldung stimmen, dann halten es wohl all die tausenden Männer, die ihr Erspartes für den kranken Büffel, den verunfallten Bruder oder die gebrechliches Großmütter ihrer thailändischen Freundinnen geopfert haben, für ausgleichende Gerechtigkeit.
Deswegen erspare ich mir ein Fazit und überlasse es meinen Lesern, das süffisant zu kommentieren.

Bild: Flickr/ Matt Redmond

Technorati Tags:

1
Jul
2011

SATIRE: Bangkok vor den Wahlen: Alkohol-Infusionen für ausländische Alkoholiker

Thailand's Beer

Zwei Dinge stehen heute fest: Die kommenden Parlamentswahlen im Königreich sind von einer Bedeutung wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Und: Die Fürsorge der Thais kennt keine Grenzen.
Denn vor und während der Wahlen herrscht landesweit von Samstag 18 Uhr bis Sonntag 0 Uhr ein striktes Alkoholverbot. Für viele Expats im Land ist das eine echte Krise.
Die Bangkoker Polizei hat deshalb zusätzlich Polizeibeamte mobilisiert um während der Parlamentswahlen Präsenz zu zeigen und möglichen Ausschreitungen durch ausnüchternde Ausländer vorzubeugen.
Nach dem Nationalen Wahlgesetz ist der Verkauf und Ausschank für 36 Stunden in allen Läden, Bars und Restaurants verboten. Besonders in den gebieten mit hoher Expat-Konzentration wie entlang der Sukhumvit Road und in Pattaya rechnet die Polizei mit brenzligen Situationen.

Sobriety Sucks

Viele Bars und Nachtclubs in Bangkok und anderen Touristenmetropolen schließen sogar ganz um, Ansammlungen nüchterner Ausländer zu vermeiden. In einer PR-Kampagne werden die Leute aufgefordert zu Hause zu bleiben – „wenigstens einmal“.
„Für viele ausländische Männer sind 36 Stunden ohne Alkohol und die Gesellschaft einer gemieteten asiatischen Frau etwas unerträgliches, sogar bisweilen Angst erregend“, erklärt die Soziologin der Thammasat University Noppawan Rangkulan. „Nüchtern werden bedeutet sich kurzzeitig ihrer ergrauenden Körper und ihres emotional ausgehöhltes Lebens bewusst zu werden. Was für uns ein einfacher alkoholfreier Abend ist, ist für sie eine Existenzkrise.“

Dieser „Nüchternheits-Schock“ sei aber ein bekanntes Krankheitsbild, weswegen sie empfiehlt, dass Krankenhäuser während der Wahlen kostenlose Alkoholinfusionen anbieten sollten.
Die meisten Ausländer seien völlig vernünftige Menschen, erklärt die Wissenschaftlerin. "Nur ein paar durchgedrehte schreien die Kellnerinnen in den Irish Pubs an. Die brauchen einfach Hilfe."

Mangelnde Kommunikation macht dagegen das Mitglied der Wahlkommission Prapun Naigowit für die Probleme mit den Ausländern verantwortlich: „Viele Expats sind völlig von der Wirklichkeit des Landes in dem sie leben isoliert und selbst so etwas Wichtiges wie die Wahlen kann unter ihrem Radar hindurch huschen. Wer sich ein bisschen vorbereitet kommt locker mit einem Kasten Bier und ein paar DVDs über das Wochenende.“

Die Soziologin Noppawan hält dagegen: Vorauszuplanen sei für viele Alkoholiker unmöglich. „Viele von denen können kaum drei Stunden vorausdenken, geschweige denn, ein Wochenende vorausplanen. Man könnte genauso gut seinem Hund befehlen, sich selbst zu füttern, während man im Urlaub ist.“

Bild: flickr/heidigoseek, flickr/isriya
inspiriert von:
Thai Visa

Rassismus in Thailand

Die Hoffnung ist da: Im 21. Jahrhundert könnten die Menschen tatsächlich irgendwann einmal (haut)farbenblind werden und es gäbe keinen Rassismus mehr. Ich und viele Menschen meiner Generation - zumindest in der westlichen Welt – gehen heute schon so miteinander um.
Dass der unverhohlene Rassismus aber in vielen Ländern der Welt nach wie vor besteht und Vorurteile das Denken der Menschen bestimmen, sieht man in Thailand jeden Tag.
Eine meiner besten Freundinnen, Shawna, ist gebürtige Engländerin. Damit ist sie naturgemäß auch englische Muttersprachlerin und die sind in Asien begehrt: als Englischlehrer.

Sie ist sicher einer der freundlichsten und engagiertesten Menschen, die ich in Thailand kennengelernt habe und ich hätte mir gewünscht, solche Lehrerinnen mal gehabt zu haben. Entsprechend habe ich sie unterstützt und ihr meine Business-Kostüme für die Vorstellungsgespräche geliehen. Naiv, ich heute weiß.
Wegen ihrer guten Qualifikationen wurde Shawna oft zu Vorstellungsgesprächen eingeladen und zu den ersten ging sie noch voller Zuversicht. Doch jedes Mal, wenn sie durch die Tür trat und der thailändische Schuldirektor sie sah, sprang ihm der Ekel aus dem Gesicht.
Denn Shawnas Eltern sind irgendwann mal aus Jamaika eingewandert und deswegen ist Shawna schwarz.



Monate- wenn nicht jahrelang hat sie sich in Bangkok um eine Stelle als Englischlehrerin bemüht und zentnerweise Bewerbungen verschickt und ständig wurde sie wegen der Hautfarbe abgelehnt. Ich habe schon darüber geschrieben, wie wichtig für Thais die Hautfarbe ist.

Ich bin dagegen keine Englisch-Muttersprachlerin und habe mich nie um eine Stelle als Englischlehrerin bemüht. Aber die Bangkoker Agenten hatten Bilder von mir und wussten, dass ich Englisch spreche, weswegen ich von vielen Schulen Jobangebote bekommen habe und auch schon oft als Lehrerin gearbeitet habe. Nicht weil ich Talent hätte, engagiert wäre oder besonders gut mit Kindern umgehen könnte. Sondern, weil ich weiß bin.

Shawna ist wieder nach England zurückgekehrt und legt dort momentan eine astreine akademische Karriere hin.

Bild: Isaan Style

30
Jun
2011

Zeichen und Wunder: Thai-Polizei zahlt Entschädigung an unschuldig Inhaftierten

Narcotics Suppression Bureau Insignia

Sicher: In der westlichen Welt existiert das Wort „Haftentschädigung“ schon einige Zeit. Doch in Thailand ist die Auszahlung einer solchen ein Novum: 300.000 Baht (6.800 Euro).

Entsprechend fand dann zu einem solchen Anlass in diesen Tagen eine Pressekonferenz statt bei der der Generalleutnant der Polizei Atithep Panjamanont sich im Namen der Drogenfahndung bei einem unschuldig Inhaftierten entschuldigte. Der 39-jährige Somjai Sae-Lim hatte den gleichen Namen, wie ein Verdächtiger auf der Fahndungsliste und saß in der Folge 23 Tage in Haft.

Der Hintergrund: Vor zwei Jahren wurden bei einer Razzia zwei verdächtige festgenommen, die den Namen Somjai Sae-Lim als Komplizen nannten. Doch bei einer späteren Gegenüberstellung erklärten die beiden, dass es sich um den falschen handelte.
Die Fahnder ließen daraufhin die Vorwürfe fallen.
Der unschuldige Somjai bedankte sich bei der Polizei für die 300.000 Baht von denen er zunächst seinen Rechtsanwalt und die Behandlung seiner erkrankten Ehefrau bezahlen will.

Am 10. Juli wird Somjai dann als Mönch in ein Kloster eintreten.

Bild: Flickr/ Ian Fuller

29
Jun
2011

Teegeld: Kann es ein Thailand ohne Korruption geben?

81 - Tea & money

Wenn die Bürger Thailands am 3. Juli an die Wahlurnen treten, ist es wichtig, dass vor dem Hintergrund der von den Parlamentskandidaten versprochenen Mega-Projekte bewusst sind wie anfällig diese Projekte für Korruption sind.

Wie überall auf der Welt sind auch die Kandidaten in Thailand bereit, vieles zu tun, um an die Stimmen der Wähler zu kommen. Gerne bedient man sich hier dann auch aus der Staatsschatulle, um populistische, aber sinnlose Entwicklungskonzepte noch schnell vor der Wahl umzusetzen und so auf Wählerfang zu gehen.

Und auch jetzt wo die Wahlen vor der Tür stehen, dreht sich die politische Debatte vor allem um prestigeträchtige Megaprojekte und kein bisschen darum, wie wichtig es ist, einen Sinn für die Korruptionsbekämpfung im nationalen Bewusstsein zu verankern.

Thailand ist an siebter Stelle unter den korruptesten Ländern Asiens. Hongkong und Singapur sind auf dem Korruptionsindex dagegen an letzter und vorletzter Stelle. Die Korruption im öffentlichen Sektor ist umfassend, chronisch und tief verwurzelt – die Geißel der thailändischen Politik.

In Thailand gab es noch nie eine politische Partei, die sich ernsthaft mit der wuchernden Korruption im Königreich auseinandergesetzt, geschweige denn das Thema überhaupt als dringend erachtet hätte.

Stattdessen kreist der Wahlkampf um immer dieselben heuchlerischen Maßnahmen: Kreditkarten für die Bauern, subventionierter Reis, Gratis-Gesundheitsversorgung für alle und Lohnerhöhungen für Lehrer und andere Staatsbedienstete. Dabei kann niemand wirklich abschätzen, ob diese Vorhaben auch nur halbwegs realistisch und finanzierbar sind.

Sicher ist aber, dass die Korruption in Thailand das wirtschaftliche Fortkommen seit langem unübersehbar hemmt. Bangkoks Riesenairport Suvarnabhumi ist dabei eines der prominentesten Beispiele dafür, wie ein ständiger Fluss an Schmiergeldern ein Projekt über Jahrzehnte ausbremsen kann.

Noch ist es ziemlich unklar, welche Abgeordneten nach dem 3. Juli im thailändischen Parlament die Mehrheit haben werden. Sicher ist aber schon jetzt: Die meisten von ihnen sind Geschäftsleute, Manager, ehemalige Industriebosse und Technokraten.
Wenn man der letzten Studie der Universität der thailändischen Handelskammer glauben schenken kann, dann sind darunter nicht wenige, die das Vertrauen nicht verdient haben.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass 80 Prozent der Unternehmen aus dem privaten Sektor, die Geschäfte mit der Regierung abschlossen, Bestechungsgelder gezahlt hatten. 71 Prozent dieser Unternehmen wussten dabei von vornherein genau, wem sie welche Summe zahlen mussten, nur 29 der Firmen zahlten bei Aufforderung.
In Summe werden die gezahlten Schmiergelder auf 200 bis 300 Millionen Baht geschätzt, also etwa 30 Prozent der jährlichen Staatsausgaben (rund 600 Millionen Baht). Dazu kommen noch einmal 20 Millionen Baht in „Sonderzuwendungen“, um Abläufe im Im- und Export, beim Zoll und in der Lizenzierung zu vereinfachen.
Dies sind genau die fehlenden Millionen Baht, die für die kaputten Straßen, die von vornherein baufälligen Flughäfen, den maroden öffentlichen Personenverkehr, schlecht bezahlten Lehrer oder das gelähmte Schulsystem dringend gebraucht würden.
Doch das „Teegeld“ wie die Schmiergelder verharmlosend genannt werden, ist im thailändischen Alltag omnipräsent. An den Universitäten weisen die Professoren mitunter explizit darauf hin, wie die Studenten mit „etwas extra“ ein einfacheres Fortkommen haben können.
Und während in den Fakultätsräume der Putz von der Decke und die Farbe von den Wänden blättert und Geld fehlt, um Reparaturen durchzuführen, lassen sich die Dekane einen Präsidentenflügel errichten – zwanzigmal so groß wie nötig, mit den neuesten Computer (die ungenutzt bleiben und sogar einem Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Letzterer wird natürlich nie genutzt, aber alle anderen Gebäude haben ja auch einen.

Die Gründung eines Anti-Korruptionsnetzwerkes in Thailand ist hier jetzt endlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Zum Netzwerk zählen 23 private Organisationen, unter ihnen die thailändische Börse, die Handelskammer und der Industrieverband des Königreiches. Eine der vorrangigen Zielgruppen des Anti-Korruptionsbündnisses sind die Kinder und Jugendlichen, die man mit einem unmissverständlichen Slogan von einer Zukunft ohne Schmiergelder überzeugen will: „Der Ehrliche soll geehrt werden, der Korrupte muss verdammt werden.“

Sogar der Premierminister Abhisit Vejjajiva erklärte vor Kurzem öffentlich, dass die Korruption ausradiert werden müsse und die thailändische Kultur einem Wandel unterzogen werden müsse, um die Menschen zur Wachsamkeit zu erziehen. Viele der politischen Krisenherde seien durch Korruption auf nationaler Ebene und in den Provinzen entstanden.
Doch können solche Kampagnen greifen, wenn die Kinder täglich sehen, wie Vater und Mutter wie selbstverständlich bei Behördengängen und beim Polizist an der Straßenecke Teegeld bezahlen? Oder ist der Ehrlich am Ende in einem solchen System nur der Dumme?

Was denken die Pratu Namo-Leser? Kann es ein Thailand ohne Teegeld geben?

Bild: Flickr/Helen K

28
Jun
2011

Ayutthaya: Sex-Lotterie aufgedeckt



Die Polizei in der Provinz Ayutthaya hat jüngst eine ganz besondere Art von Lotterie aufgedeckt. Der Hauptpreis des Lotteriespiels, das sich besonders bei männlichen Fabrikarbeitern der Provinz in Zentralthailand erfreute, war eine Nachte mit einer jungen Frau.
Bereits Anfang des Monats verhaftete die Polizei zahlreiche Verdächtige, nachdem berichte über die Lotterie in der thailändischen Presse für Aufsehen gesorgt hatten.
Für das Gewinnspiel musste auf die letzten zwei Gewinnnummern der thailändischen Staatslotterie gewettet werden.

Die Mitspieler konnten dafür soviele der 30-Baht-Lottoscheine kaufen wie sie wollten. Wer dann die richtigen Zahlen getippt hatte –meist gab es sogar mehrere Gewinner- konnte in eines von zwei Hotels gehen und sich seinen „Preis“ abholen.
In den Hotels bekamen die Gewinner dann Heftchen mit Bildern von mindestens 10 hübschen Frauen im Alter von 18 bis 25 unter denen sie auswählen konnten. Nach Angaben der Polizei waren einige der Frauen selbst Angestellte in den umliegenden Fabriken.
„Ich kaufe jedes Mal fünf oder sechs Tippscheine“, sagt ein anonymer Spieler in der thailändischen Zeitung Kom Chad Luek. „Ich finde, dass es ein gutes Geschäft ist, denn ich gebe nur 100 Baht aus, kann dafür aber mit einer jungen Frau schlafen. Aber bisher habe ich noch nicht gewonnen.“

Die Mitspieler konnten Berichten zufolge aber auch „VIP-Tickets“ für 100 Baht kaufen. Wer mit so einem Ticket gewann konnte sogar mit den hübschesten Frauen schlafen, die als Universitätsstudentinnen angepriesen wurden.

Dr. Jiraphan Phimphan, der Vorsitzende des Kulturrates der Provinz Ayutthaya bezeichnete die Sex-Lotterie als ”widerlich” und entehre die Frauen, dadurch, dass sie für nur 30 Baht verkauft würden.
Auch schade es dem Ansehen der Provinz.

In Folge des großen Medienintersses sah sich der Polizeichef von Ayutthaya, Wutthiphong Phetkamnert, jetzt aber gezwungen, Ermittlungen einzuleiten.

Daraufhin wurden Razzien in den beiden Lotterie-Hotels durchgeführt und vier Frauen und ein Mann mit dem Vorwurf der Anbahnung und des Anbietens von sexuellen Leistungen festgenommen.

Mittlerweile wurden die Ermittlungen auch auf die Verkäufer der Lotteriescheine ausgedehnt.

Bild: Kom Chad Luek

18
Jun
2011

EHEC scheitert an thailändischer Einwanderungsbehörde

Fukushima ist schon lange her. In Thailand sehnt man sich schon wieder nach Massenhysterie – und schielt dabei neidisch Richtung Westen. Dort geht die EHEC-Seuche um und selbst die die analytischen Deutschen verzichten plötzlich ängstlich auf Gurken, Tomaten und Sprossen.

A Trio of Surgical Masks

Umsonst den Mund geschützt: Kein EHEC weit und breit

Wie gerne würden auch die Thais wieder auf Gurken und Sprossen verzichten müssen und wie gerne würden sie wieder Mundschutz tragen.
Große Hoffnung lag dabei auf einer Ladung aus Belgien importierter Kohlrabi. Doch so fieberhaft die die thailändische Lebensmittelüberwachung auch suchte kein E.Coli O104 weit und breit.

Auch eine mit freudig erwartete Lieferung Avocados aus einem geheim gehaltenen europäischen Land konnte die erhofften Ergebnisse nicht liefern.

So verschwinden also die antiseptischen Handsprays und Mundschutzkartons in den Bangkoker Drogeriemärkten wieder für 6 Wochen ein paar Regale nach hinten. Bis sich der nächste Anlass zur Hysterie abzeichnet – und die kommt bestimmt!

Bild: flickr/Wootang01

Technorati Tags:

Aus Hang zur Weißheit - Thais kriegen zu wenig Sonne ab

Eine neue Studie in Thailand hat gezeigt, dass 14 Prozent der Einwohner Bangkoks an zum Teil erheblichem Vitamin D-Mangel leiden.
„Das liegt vor allem daran, dass sich diese Menschen kaum noch dem Sonnenlicht aussetzen,“ erklärt der thailändische Mediziner, Dr. Boonsong Ongphiphadhanakul. Der urbane Lebensstil sei Schuld an der gefährlichen Unterversorgung mit dem Vitamin.

Vitamin D fördert die Aufnahme von Kalzium beid er verdauung. Das ist wichtig für die Knochenstruktur. Der menschliche Körper produziert dabei das Vitamin D ganz von selbst, sobald er der Sonne ausgesetzt ist.
„Eigentlich dürfte in Thailand niemand an einem Vitamin D-Mangel leiden, denn wir haben das ganze Jahr über Sonnenschein“, wundert sich Boonsong.
Dabei muss man sich nicht mal lange ins Sonnenlicht treten: 10 bis 15 Minuten am Tag reichen völlig aus.

Hide from the sun

"Wie der Teufel das Weihwasser"

Jetzt prüfen Mediziner und Ernährungswissenschaftler, wie den Menschen sonst noch Vitamin D zugeführt werden könne. „Studien in anderen Ländern haben gezeigt, dass zum Beispiel Pilze viel Vitamin D enthalten.

Denn dass sich die Thais zur Gesundheitsvorsorge fortan vermehrt der Sonne aussetzen werden, ist äußerst unwahrscheinlich. Im Land des Lächelns gilt blütenweiße Haut als schick und schön. Der natürlich honigfarbene Teint oder gar braune Haut sind dagegen Symbol für Grobschlächtigkeit und einen niederen Stand.
Entsprechend bemüht sind vor allem junge Frauen, bloß keinen knochenfestigenden Sonnenstrahl einzufangen und fürchten die Bangkoker Sonne wie der Teufel das Weihwasser. Vermutlich benutzen in Bangkok sogar mehr Leute bei Sonnenschein einen Regenschirm als bei Regen.
Ansonsten hält man sich die Bürounterlagen vor das Gesicht. Und wen wundert’s? Bei der thailändischen Vitamin D-Studie fielen vor allem die Frauen wegen ihres ungesunden Vitaminspiegels auf.

Die Nahrungsergänzungsmittelindustrie reibt sich indes schon jetzt die Hände, gibt es ihr doch die Gelegenheit ein weiteres, überteuertes Lifestyle-Präparat auf den Markt zu werfen, das zwar keiner braucht, aber reißenden Absatz findet.



Ein Ponds White Beauty Werbespot aus Thailand: Ein Mädchen, dass man in Europa ohnehin schon als “kränklich-blass” bezeichnen würde, wird per Präparat zum erstrebenswerteren “leichenblass” aufgehellt

Bild: flickr/ mlletoinette

28
Mai
2011

Hunderäuber terrorisieren Khon Kaen

Eine Bande von Hundedieben stiehlt in der Isaan-Metropole Khon Kaen massenhaft Vierbeiner und hat so schon bei den Hundebseitzern für viele Tränen gesorgt.
Die Gang ist bereits seit zwei Jahren in Aktion und sucht sich als Diebesgut besonders gerne Hunde mit ruhigem Gemüt aus, wie etwa Golden Retriever, Huskies, Chihuahuas, Spitze und Mopse.

Thai pug smiling

Unter Langfingern begehrt: Ein Mops in Thailand

Die großen Hunde werden üblicherweise in einem günstigen Moment auf die pritsche eines versteckt bereitstehenden Pick Ups gehievt. Kleinere Hunde werden im Vorbeifahren vom Motorrad aus gegriffen.
Die Internetforen und sozialen Netzwerke sind derzeit voll von Vermisstenmeldungen. Doch die meisten Hunde bleiben verschwunden.
Nur sehr selten, etwa wenn die Besitzer hohe Belohnungen für die Rückgabe ihrer Lieblinge aussetzen, werden die gestohlenen Tiere wieder an ihre Herrchen zurückgegeben – gegen Geld, versteht sich.

Chumporn Para, der Besitzer der Website “Khon Kaen Link” bercihtet von einer steigenden Zahl von Such- und Vermisstenmeldungen von gestohlenen Hunden.
„Die Hundebesitzer gehen damit nicht zur Polizei, weil sie es für zu albern halten,“ sagt er. „Die Polizei hat viel zu tun.Sie werden wohl kaum die zeit finden, nach Hunden zu suchen. Deshalb wenden sich die Hundehalter an die sozialen Netzwerke.“

Chomsurang Namphrom wurde ihr acht Monate alter Mops “Jokey” von den Hundedieben gestohlen. Das Tier stamme von einem preisgekrönten Hund aus dem isaan ab und habe 4.000 Baht (= 92 Euro) gekostet.
Mit Tränen in den Augen erzählt Chomsurang, wie sehr sie Jokey geliebt habe, wie sie das Tier wie ihr eigenes Kind behandelt habe, wie sie zusammen gegessen hätten…bis die Hunde-Gang zuschlug.

Eine Freundin sei mit Jokey am Ufer des Khon Kaen Lake spazieren gewesen und als sie sich für einen Moment umgedreht habe, sei ein Motorrad vorbeigerauscht und habe der Mann auf dem Sozius habe sich den Mops geschnappt.
Jetzt bietet Chomsurang auf Khon Kaen Link 10.000 Baht (230 Euro) für die Rückgabe von Jokey.

Jetzt hat sie einen Anruf von einer Person bekommen, die behauptet, sie habe den Hund einigen jungen Männern abgekauft. Sie würde Jokey zurückgeben, wenn die Belohnung gezahlt würde
Doch als die Person fragte, ob die Polizei in die Angelegenheit involviert sei und Chomsaruang dies bejahte, wurde auf der anderen Seite plötzlich aufgelgt. Das war das letzte Mal, dass sie etwas über den Verbleib von Jokey erfahren hat.

„Ich kann es immer noch nicht akzeptieren, denn ich liebe ihn wie ein Kind, “ sagt Chomsaruang. „Ich hebe immer noch seine Kleidung und Spielsachen auf. Wenn ich ihn zu sehr vermisse, dann schreibe ich kleine Nachrichten unter Bilder von ihm wie etwa ‘Ich vermisse mein Kind so sehr’. Ich könnte ihn nie mit einem anderen Hund ersetzen. Ich werde Jokey weiter lieben und auf ihn warte.“

29
Mai
2011

Peinliche Muay Thai-Vorstellung in Cannes

Eigentlich sollte es der Tag sein, an dem Muay Thai, das Thai-Boxen die Weltbühne betritt. Mit dem Event „Thai Fights“ bei den Filmfestspielen in Cannes sollte der thailändische Kampfsport auch für die Filmschaffenden in Hollywood attraktiv präsentiert werden. Doch die Veranstaltung verfehlte dieses Ziel grandios und war alles andere als eindrucksvoll.



"Thai Fights" in Cannes

In Thailand wurde die Show live auf Channel 3 übertragen und begann gleich todlangweilig mit einer fünfminütigen Rede des ehemaligen thailändischen Premierministers. Der ist zwar als leidenschaftlicher Sportfan bekannt und in Thailand eine bekannte Persönlichkeit, doch war er sicher nicht in der Lage das zynische Festivalpublikum in Cannes zu beeindrucken.

In Thailand ist das Sportpublikum es gewohnt langatmige Einführungen von politischen oder gesellschaftlichen Würdenträgern bei den Sportevents durchzustehen, doch in Europa einen Politiker an Stelle einer Rockband auf die Bühne zu schicken, war doch recht wunderlich.

Weil zu dem Event nur geladene Gäste erscheinen durften, bestand das Publikum wohl kaum aus Kampfsportfans und noch weniger Leuten dürfte die Nischensportart Muay Thai überhaupt bekannt gewesen sein. Nun hätte allenfalls noch die Präsentation die Veranstaltung retten können.
Doch stattdessen wurden allen fünf thailändischen Kämpfern deutlich schwächere Kickboxer aus Europa gegenüber gestellt.

Dieses Konzept mag in Thailand funktionieren, wo das Publikum nie genug von heimischen Kuay Thai-Stars bekommen kann, die „Farang“-Kämpfer ordentlich verprügeln. Doch im feinsinnigeren Cannes waren solche Paarungen zumindest peinlich.
Alle fünf thailändischen Boxer gewannen ihre Kämpfe mit Leichtigkeit und selbst die hartgesottensten Kampfsportfans konnten den Matches nichts Spannendes abgewinnen.

Buakaw Por Pramuk, der zweimalige Gewinner des K-1 Max Tournaments und Yodsaenklai Fairtex, Gewinner der Fernsehsendung Contender Asia waren beide präsent und sind die am besten vermarktbaren Stars des Muay Thai. In Europa sind sie dagegen nahezu unbekannt.

Dazu kam eine “Kein-Blut-Regelung”, die in einem kampfsport, in dem auch die Ellbogen benutzt werden dürfen, völlig absurd ist. Entsprechend musste der erste Kampf des Abends wegen eines Cuts schon nach weniger als 30 Sekunden abgebrochen werden. Zur Erheiterung des Publikums.

Wäre das Publikum doch nur einmal um die Mittagszeit im Channel 7-Stadion in Bangkok und könnte die ausgewogenen Kämpfe mit richtigen K.O.s sehen, wäre die Action, die der Sport bietet, Hollywood und der Filmindustrie wesentlich vermittelt worden. Stattdessen ist man dort wohl jetzt verwundert, wie jemand nur diesen farblosen und inszenierten Sport interessant finden kann.

Amerikaner in Thailand wegen Majestätsbeleidigung festgenommen

Der in Thailand geborene Lerpong Wichaikhammat, 54, wurde bereits am Dienstag in der Provinz Nakhon Ratchasima im Nordosten des Königreichs verhaftet und sitzt derzeit in Bangkok in Untersuchungshaft.
„Er hat Artikel übersetzt, die die Monarchie beleidigten und diese Artikel auf seinem Weblog gepostet. Er hat auch auf ein Buch verlinkt, das sich kritisch mit der königlichen Familie auseinandersetzt,“ sagt der Polizei Lieutenant Colonel Kovit Tardmee.
„Er hat Thailand mit 35 verlassen und ist im November 2009 zur medizinischen Behandlung wieder zurückgekehrt. Im Dezember wollte er wieder in die USA reisen.
Die US-Botschaft bestätigte unterdessen, dass sie dem Mann konsularischen Beistand zukommen lasse und dass es sich um einen amerikanischen Staatsbürger handele.
Eine Beamtiin des Thailändischen Strafgerichts erklärte, Lerpong sei eine Freilassung auf Kaution bei einer Anhörung gestern verweigert worden.
„Ihm wird Majestätsbeleidigung, Staatsgefährdung und das Hochladen und Verlinken von falschen Informationen nach dem Computerstrafgesetz vorgeworfen,“ berichtete sie.

Die Monarchie ist im politisch gespaltenen Thailand ein besonders heikles Thema, besonders im Vorfeld der Wahlen, die am 3. Juli stattfinden sollen. Bürgerrechtsgruppen haben bereits Sorge geäußert, dass der Vorwurf der Majestätsbeleidigung dazu genutzt werden könnte, die Meinungsfreiheit einzuschränken.
Bereits Anfang dieses Monats wurde das gesetzt kontrovers diskutiert, als der prominente thailändische Historiker Somsak Jeamteerasakul, die Grenzen des Gesetzes mit dem Ruf nach einer Monarchiereform ausgelotete hatte und prompt wegen Majestätsbeleidigung angezeigt wurde.

Der thailändische König Bhumibol Adulyadej, 83, ist der am längsten regierende Monarch der Welt und wird von vielen Thais als Halbgott verehrt.

25
Mai
2011

Phuket: Touristenabzocke durch ausländische Bar-Besitzer?

Der stellvertrtende ständige Staatssekretär des Innenministeriums Pranai Suwannarat besuchte jünst Phuket, um sich direkt darüber zu informieren, was Reiseveranstalter und Kritiker für Probleme in der Tourismusindustrie der Insel sehen.
Bhuritt Maswongsa, der Vizepräsident der Phuket Tourism Association erklärte bei dem Zusammentreffen, er erhalte „fast täglich“ Beschwerden über ausländische Bar-besitzer, die ihren Gäste zu hohe Getränkerechnungen schrieben.

Chang Beer

Freund oder Feind? Die Chang Bierflasche

„Die ausländische Mafia sind vor allem Russen und Deutsche. Die machen Bars auf und verlangen viel höhere Preise als ihre Mitbewerber, “ klagt Bhuritt
„Beispielsweise berechnen sie für eine kleine Flasche Bier 200 Baht, obwohl die in der Regel für nur 80 bis 100 Baht verkauft wird. Sie plündern die Kunden aus.“
Diese Bars würden typischerweise an den Stränden der Westküste wie Patong, Kata, Karon und Surin eröffnet, die bei den Touristen sehr beliebt seien, erklärt der Vertreter der Tourismusindustrie.

Teilweise würden Touristen sogar angegriffen, wenn sie Aufforderungen, bestimmte Bars zu betreten ablehnten.

Sein Kollege, Sarayuth Mallam erklärte: “Obwohl die Mafia lokal sehr mächtig ist, haben sie trotzdem Angst vor den Männern in Uniform. Die Touristen gehen in die Bars und werden betrogen. Zum Beispiel muss ein Kunde manchmal vier Flaschen Bier bezahlen, obwohl er nur zwei getrunken hat.”

Wenn es dann zu einer Auseinandersetzung käme, notiere die Polizei das zwar in ihrem Logbuch, doch später ginge dort ein Anruf eines höherrangigen Vorgesetzten ein, der anordnete, das man den Fall zu den Akten legen solle.

Die Regierung solle zuerst vor ihrer eigenen Türe kehren, bevor sie der Toursimusindustire von Phuket Fehler vorwerfe.

Bhuritt forderte die Steuerbehörden auf, solche Bars zu überprüfen und betrug an den Gästen zu verhindern.

Zwar ist hat das Treffen einen ernsten Hintergrund, denn seit Jahren häufen sich die Beschwerden über Gewalt gegen Kunden und getürkter Getränkerechnungen, doch ob es sich hierbei allein um ein Problem mit ausländischen Bar-Besitzern handelt ist kaum glaubwürdig.
Kritiker des Treffens sehen in den Behauptungen den versuch, eine fehlerhafte Entwicklung den Ausländern in die Schuhe zu schieben und so von den eigentlichen Ursachen abzulenken.

26
Mai
2011

Bangkok: Waffenlager vor dem Siam Paragon Einkaufszentrum gefunden

Bei Reinigungsarbeiten an den Kanalöffnungen vor Bangkoks berühmten Einkaufszentrum Siam Paragon machten die Mitarbeiter der Stadtreinigung einen erschreckenden Fund:

Eine 25 Zentimeter lange Schusswaffe mit 50 Schuss Munition und ein Magazin mit 31 Patronen des Kalibers .45 wurden in einem großen Müllsack gefunden. Die Waffen, Munition und Magazin waren bereits sehr verrostet. In einem weiteren Müllsack fanden die Arbeiter einen riesigen Feuerwerkskörper, einen Schalldämpfer, 10 Glaskugeln und 7 Geschosshülsen.

Siam Paragon

Das Siam Paragon Einkaufszentrum in Bangkok

Sofort nach der Entdeckung rückte die Polizei und die Sprengstoffexperten an und sperrten das Gelände weiträumig ab, brachten dann die Waffen und Munition zur Polizeistation von Pathumwan.

Der Vorarbeiter der Straßenreiniger Sunant Wuttisak, 50, berichtete, sie hätten begonnen die Kanalzuflüsse von der Kreuzung Pathumwan bis zur Ratchaprasong gereinigt, als sie vor dem Einkaufszentrum plötzlich auf die Müllsäcke mit ihrem gefährlichen Inhalt stießen.

Sunant erklärte, dass er oft die Kanalzuflüsse reinige und nach Protestkundgebungen der Rothemden regelmäßig zurückgelassen Waffen und Munition fände und jedesmal die Polizei alarmiere.

Der Chef der Polizeistation Pathumwan Colonel Kittipan Junthakan gab bekannt, dass die Waffen allem Anschein nach schon sehr lange in der Gosse gelegen haben mussten, es sei unwahrscheinlich, dass sie etwas mit der gegenwärtigen politischen Situation zu tun hätten und es derzeit keine Anhaltspunkte gäbe, wem die Waffen gehörten.

Resteessen bei KFC Thailand

KFC in Thailand

Angestellte der Fast Food-Restaurantkette Kentucky Fried Chicken (KFC) haben bei der Arbeitsschutzbehörde Anzeige wegen unfairer Arbeitsbedingungen und Kündigungen erstattet.

Trotz eines Jahresüberschusses von 6 Milliarden Baht (140 Millionen Euro) im Jahr, hätten die Angestellten nur Reste und Instant-Nudeln zur Verpflegung bekommen.
Yum Restaurants International (Thailand), das in Thailand die KFC und Pizza Hut Ketten betreibt, hat in einer Erklärung verkündet, dass sich die Unternehmensführung mit der Angelegenheit beschäftigten.

Der Chef der Firma, Milind Pant, sagte sogar, dass die Firma entgegen allen behauptungen ihre Mitarbeiter fair und entsprechend der thailändischen gesetze behandelte.

Dagegen erschienen die ehemlaigen KFC-Angestellten Krit Suang-aranan, Siwaporn Somjit und Apantri Charoensak in den Büros des Arbeitsaufsichtskomitees und erklärten, sie seine gekündigt worden, weil sie 260 Unterschriften gesammelt hatten um eine 10-Punkte-Forderung zu bekräftigen, mit der Lohnerhöhungen, ein Bonus und eine kostenlose Mahlzeit pro Tag gefordert wurde. Die drei Beschwerdeführer waren in Begleitung des Vizepräsidenten des thailändischen Arbeitersolidariräts-Kommitees (TLSC), Chaiyasit Suksomboon.

Die drei waren mitnichten einfache Angestellte der Kette gewesen, sondern zuständig für 33 KFC-restaurants mit 900 Angestellten in Bangkok, Samut Prakan und Pathum Thani. Nach ihren Darstellungen erhalten die Mitarbeiter lediglich 27 Baht pro Stunde, also gerade einmal 5.200 Baht (120 Euro) im Monat.

Der Konzern hält dagegen: Alle Teilzeitangestellte hätten seit dem 4. April wegen der hohen Inflationsrate Lohnerhöhungen von 10 Prozent erhalten. Entsprechend betrage das Einkommen eines Teilzeitangestellten, der 20 Stunden im Monat arbeite 6.500 Baht.
Yum Thailand beschäftigt 10.000 Angestellte in 325 Restaurants in 72 Provinzen in Thailand.

Pratu Namo

PRATU NAMO

.

Pratu Namo`s Twitter

Aktuelle Beiträge

hallo hallo, das klingt...
hallo hallo, das klingt ja super nett! bin ab dem 21....
Mira (Gast) - 24. Jan, 07:29
Adresse
das klingt ja cool! ich wuerde gerne einige zeit mit...
Rebecca (Gast) - 26. Okt, 11:06
Wheengamm!
Die Thailänder selbst reden ja dauernd von eben...
PittyBoy (Gast) - 28. Sep, 11:01

Suche

 

Action!
Bangkok City Life
Blaulicht
Brasilien
English
Isaan Country
Lingua Franca
Na sowas!
ÖPNV
Thai Culture
Thai Food Diet
Travel
Videos
Weird Thailand
Wrong Things
Zum Kaffee bei den Aufständischen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren