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Pratu Namo`s Twitter

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2
Jul
2009

Pratu Namo in neuem Gewand – Der Kampf geht weiter

Wieder fünf Stunden Gefecht. Meine F5-Taste ist mittlerweile ausgeleiert und Twoday klemmt schon wieder. Immerhin habe ich jetzt eine Erklärung dafür: Twoday ist ausgeleiert, immer hin habe ich gestern 384mal Pratu Namo aufgerufen. Die Navigationsbuttons stehen wenigstens, zwar ein bischen verrutscht und auf der falschen Seite und in der falschen Reihenfolge, aber derjenige von Euch, der ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein.
Ich muss jetzt ohnehin rüber in unsere Kommune, weil heute leider „Cleaning Day“ ist.

Morgen geht´s weiter.

Mein verborgenes Talent für´s Schlösser knacken

Immer mal wieder kommt es vor, dass mir in unserer Kommune auf der Treppe mitten in der Nacht jemand mit Hammer un Meißel entgegenkommt in der Absicht, seine eigene Zimmertür aufzubrechen. Seltsamerweise sind es immer amerikanische Pärchen. Weil Schlösser aber teuer sind und außerdem auch immer die Tür ein bisschen Schaden nimmt, werde dann ich erst einmal gerufen, um eine meiner zarteren Methoden zu versuchen. Bislang blieb mir noch keine Tür verschlossen. Gestern ging es mal Ruck Zuck mit der Kreditkarate. Schon fast klischeemäßig.
Dann langt es oft auch einfach den Riegel abzuschrauben, was nahe liegt, aber offenbar ist bisher noch keiner drauf gekommen.
In hartnäckigen Fällen muss ich auch mal von außen das Fenster ausbauen und mich gekonnt durch die Öffnung winden. Grazie sieht sicher anders aus, aber es erfüllt seinen Zweck.
Leider fehlt mir jede Form an krimineller Energie, um aus meiner Gabe Kapital zu schlagen, deswegen kommt die mir als ein Belohnungsbier dabei rum.
Im Grunde alles keine allzu große Kunst, weil wir hier amerikanische Türschlösser haben, die kaum mehr tun, als zu verhindern, dass der Wind die Tür aufweht.
Vielleicht schließen sich unsere Amerikaner deswegn immer selber aus.

2
Jul
2009

Pratu Namo`s verworrene Elektrik

Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an die absurdesten Bedingungen anpassen kann. Es fällt dabei noch einfacher, wenn man sich die Bedingungen dabei selber auferlegt hat.
In meiner Wohnung bhabe ich nur zwei Steckdosen, aber alleine schon doppelt so viele Lichterketten. Um aber trotzdem alle elektrischen Geräte zu betreiben, hat sich hier nach und nach ein verworrenes System an schaltbaren Mehrfachsteckdosen entwickelt. Ich benutze hier zudem drei verschiedene Arten von Steckern: den thailändischen zwipoligen, den thailändischen dreipoligen und den deutschen zweipoligen, der aber nicht in allen Steckdosen hält.

Um also Wasser für den Kaffee im Wasserkocher heiß zu machen, muss ich die blaue und die gelbe blinkende Lichterkette einschalten, um die Haare zu föhnen, noch die rote mit dazu. Um Musik zu hören und/oder mein Funkgerät zu laden, muss ich die rote Lichterkette am Fenster einschalten. Um mein Handy zu laden, eine der drei grünen über dem Bett, wobei hier Trial und Error anzuwenden ist. Um Staub zu saugen, muss ich den Ventilator abschalten. Eine Zeit lang musste ich sogar den Kühlschrank abstellen um die Pumpe für das Aquarium zu betreiben. Deswegen gab´s für mich immer nur tagsüber kühle Getränke, dafür dann nachts Sauerstoff für die Fische.
Mein Festnetztelefon kann ich nur in einer ganz bestimmten elektrischen Kombination betreiben; in welcher ist mir nach wie vor Schleierhaft.
Immerhin habe ich jetzt endlich die hektisch blinkende Lichterkette verschenkt, die immer anging, wenn ich meinen Computer startete. Vor der bekam ich immer nach drei Minuten ein nervöses Zucken im Auge.

Technorati:

Pratu Namo in neuem Gewand

Elende Schufterei! Aber es wurde mal höchste Zeit aufzuräumen und Pratu Namo ein kleines Facelifting zukommen zu lassen.
Seit heute morhen um fünf sitze ich jetzt dran und habe somit gute zwölf Stunden gebastelt, Beiträge sortiert und Rubrikenbuttons gebaut. Jetzt sieht alles wohl für manche sehr nach Chaos aus, aber es lieght wohl an dem traditionell trägen Twoday.
Ich hab Pratu Namo auf jeden Fall jetzt im Explorer, Firefox und Chrome getestet und da ging`s zumindest vorübergehend mal. Cookies löschen bringt immer nur ab und zu was.
Morgen geht´s dann weiter.

Mein Name ist Lohse, ich kaufe hier ein!

Bangkok ist ja genau genommen nur auf den ersten Blick eine Großstadt. Bei genauerem Hinsehen sind es aber eigentlich nur viele dorfartige Gemeinden, die miteinander verwoben und verwachsen sind. Es gibt nur Weniges, dass hier einzigartig ist, ansonsten ist der Aufbau der Stadt eine ständig wiederkehrende Folge der gleichen Ladengeschäfte und Dienstleister. Neben einer Apotheke ein Nudelsuppenstand, ein 7/11 Convenient Store, ein Schönheitssalon, eine Karaokebar, ein Internetladen ab und an mal eine Poststelle, ein leeres Geschäft, ein Werkzeugladen, eine Zooohandlung, ein Arzt, ein Restaurant.
Restaurants, Schönheitssalons und 7/11 sind dabei überproportional häufig. Auf der Straße sitzen dann auch in regelmäßigen Abständen Schuster, Schneider, Motortaxifahrer und Krimskramsverkäufer.
Der tägliche Aktionsradius beschränkt sich deshalb auch auf gerade einmal 30 meter links und rechts meines Apartments. Im Grunde gibt es sowieso alles im 7/11. Wäsche waschen kann man gleich daneben und wo man schon mal da ist, kann man auch gleich mal bei der Bank, Post oder im Schönheitssalon vorbeischauen bis die Wäsche fertig ist.
Entsprechend kennen einen alle Leute und wissen auch gleich wie man die Nudelsuppe zubereitet haben möchte, welche Art Sendung man bei der Post aufgeben will oder das mal wieder die Absätze an den Schuhen zu machen sind.
Theoretisch bräuchte ich gar nicht mehr sprechen und lasse es manchmal, wenn ich schlechte Laune haben, auch bleiben.
Falls wirklich mal eine außergewöhnliche Besorgung ins Haus steht –verrückte Dinge wie ein neuer Topf oder gar ein neues Duscggel – genügen 500 meter Spaziergang zum nächsten TESCO-Supermarkt.
Wenn ich mir also nicht gerade einen neuen Ferrari kaufen möchte, ist der Anreiz, die großen Shoppingmalls in der City aufzusuchen, verschwindend gering.
Sicher kommt man nachts mit dem rettungsdienst viel rum, aber weil ich immer mit dem Rücken zur Fahrtrichtung sitze, weil so die Frisur halbwegs erhalten bleibt und man weniger Dreck in die Augen bekommt und weil Bangkok sich ja ohnehin alle 60 Meter wiederholt, macht das gar keinen Unterschied.
Mittlerweil, war ich aus den verschiedensten Gründen in jedem Geschäft gewesen das es in meinem Dunstkreis gibt. Alle Schönheitssalons habe ich heimgesucht, habe Gas und Zement und Goldfische gekauft, in jedem Internetladen mindestens einmal etwas ausdrucken lassen und in den 7/11`s die Besatzungen mit überbordender Zickigkeit zur verzwiflung getrieben. Daher bin ich nach eigener Einschätzung ziemlich bekannt und nicht selten als kritische Konsumentin gefürchtet.
Allzu schlimm kann es aber nicht sein, denn alle grüßen mich und fragen, wohin ich unterwegs bin und begutachten meine Einkäufe.
Eine förmlich Vorstellung in den Läden, wie in der aus dem Loriot-Klassiker "Pappa Ante Portas" entnommenen Überschrift dieses Textes kann deswegen in den meisten Fällen unterbleiben.

Charmant wäre das trotzdem.

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29
Jun
2009

Übers Wetter reden

Irgendwie kommt die Regenzeit nicht so recht in Schwung. Eigentlich kann´s mir ja egal sein, aber dann muss ich halt in meinem Dachgarten doch selber gießen und bei mir daheim den Balkon selber putzen. Es hat jetzt seit Songkran gerade mal ein halbes Dutzend mal richtig geregnet, wovon zwei der Güsse mit Stürmen verbunden waren. Das letzte Mal kamm es Samstag richtig runter, dafür aber mal wieder richtig.
Ich wohne in einem der vier höchsten Häuser und bei der Blitzfrequenz, die Bangkoker gewitter an den Tag legen, werden wir ziemlich oft getroffen. Während der halben Stunde, in der das Zentrum über uns hängt, fühlt es sich an, als würden wir bombardiert.
Und auch ohne Donner ist es ein Heidenlärm, weil die Häuser ringsrum zum großen Teil mit Wellblech gedeckt sind, auf das der Regen dann so richtig draufprügeln kann.

Ist es nicht schön, einfach nur mal über´s Wetter zu reden?



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30
Jun
2009

Ladiez of Rap

Aus irgendeinem Grund passiert es bei uns in der Bar manchmal, dass jemand das Mikrofon in die Hand nimmt und anfängt zu rappen. Wie es dazu kommt ist mir schleierhaft. Die Resultate sind aber eigentlich immer ganz gut. Wir haben bei uns ja auch immer mal wieder Leute da, die mit Hip Hip ihr Geld verdienen, aber unter uns: Meine Rettungsdienstpraktikantin aus Jamaika macht sie alle platt. Gestern habe ich mir sogar mal die Blöße gegeben und selber mal ein paar New School Texte von DJ Quik aus den frühen 90ern zum Besten gegeben.

Check it out:



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Mit Blaulicht durch Bangkok – Monatsende



Gestern war mal wieder der letzte Samstag im Monat. Das bedeutet, dass die Löhne und Gehälter mal wieder ausgezahlt wurden. Und das bedeutet, dass die Leute wieder Geld haben um zu trinken.
Zusätzlich hatte es gestern nach drei Tagen mal wieder geregnet. Das wiederum bedeutet, dass sich der rußig-ölige Dreck auf den Straßen zu einem geschmeidigen Schmierfilm verbindet. Alles zusammen bedeutet dann also, dass es mindestens einen schweren Motorradunfall geben würde.
Und um kurz vor zwölf lag dann tatsächlich ein junger Mann mit Schädelbasisbruch vor mir. So konnte ich wenigstens meiner Praktikantin mal ein richtiges Brillenhämatom zeigen, wie es bei so einer Verletzung typisch ist.
Den Abtransport überließen wir dann den Kollegen vom Poh Teck Tung-Rettungsdienst.



Eines unserer Vorrausmotorräder

Von dieser Einsatzstelle ging es dann gleich weiter. Wir kamen an und ich ging wie üblich vor, um zu schauen was nötig ist und was anliegt. Als ich die Person dann sah, drehte ich mich aber erst mal um, um meine Praktikantin zu fragen, ob sie das denn wirklich sehen wolle. Der Anblick eines Selbstmordes per Sprung aus dem elften Stock ist nicht jedermanns Sache. Vor allem nicht wenn die Schädelsplitter im Umkreis von zwei Metern verteilt sind.
Und auch die anderen Sanitäter blieben erst mal untätig, bis sich einer von meinem team herabließ, mal wirklich nachzusehen ob die Frau wirklich tot ist. War sie aber.

Erstaunlicherweise blieb der rest der nacht dann ruhig und auch die anderen Dienste in anderen Bezirken fuhren kaum noch raus.
Wahrscheinlich, weil noch kein Vollmond war. Denn Vollmond zählt so, wie doppelt rutschige Straßen oder 1,5 mal Monatsende.

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27
Jun
2009

26
Jun
2009

Home sweet Home - Zurück in der Stadt der Engel

Es wird tatsächlich noch geklatscht, wenn der Flieger landet – zumindest an Bord der beiden Uraluberbomber, mit denen ich erst von Barcelona nach Düsseldorf und dann weiter nach Bangkok geflogen bin. Ich war völlig überrascht, denn ich hätte eigentlich so gerne mitgeklatscht, war aber völlig in Decke, Gurt und Nackenhörnchen verwoben, dass ich es nicht mehr rechtzeitig schaffte. Dabei hatte ioch mir doch soviel Mühe gegeben: Ich hatte literweise Tomatensaft getrunken, fleissig alle servierten Bordmenüs verputzt und war auf Anraten der Pilotendurchsage folgsam den ganyen Flug über angeschnallt geblieben.



Sancta Simplicitas – Heilige Einfalt: Der DB-Fahrkartenautomat



Die Düsseldorfer Altstadt. Paella neben, Kölner Küche und Sushi. Sicher eine Sünde wert



Der gute alte Rhein



Man beachte das Hinweisschild „Diesel tanken“. Der Fahrer war wohl mal auf einer wilden Verfolgunsfahrt mit zuviel Benzin im Tank stehen geblieben. Auf den anderen Fahrzeugen stand so ein Hinweis jedenfalls nicht.







Die Grundbausteine eines Döners. Hach, ich werde ihn vermissen!

Weil ich in Düsseldorf sechs Stunden Aufenthalt hatte, war ich kuryerhand sogar mal in die Alstadt gefahren um die längste Theke der Welt heimzusuchen. Weil aber auch in Düsseldorf morgens um elf noch nicht viel los ist, gab´s nur einen bemerkenswerten Döner am Hauptbahnhof.
Hier in bangkok ist jetzt Kakerlakensaison. Ist ja eigentlich das ganze Jahr, aber jetzt fangen sie an zu fliegen und das leider nur zu oft gegen mich.

TEMPORA MUNTANTUR ET NOS MUTAMUR IN ILLIS
Die Zeiten ändern sich und wir ändern uns mit ihnen

Das Schöne an Bangkok ist ja, das man nie in die Verlegenheit kommt sagen zu müssen, dass es hier eigentlich nichts Neues gäbe.
Ich bin jetzt drei Tage hier und alles ist nach drei Wochen in Europa anders: Im Puff nebenan gibt es jetzt tagsüber Essen (nachts natürlich immer noch Nutten) und an der Tankstelle gibt es neuerdings tagsüber Benzin und abends ist es eine riesige Bar (es darf geraucht werden).
Ich persönlich wurde vorgestern fast als Geisel genommen: Ich wollte mein altes Büro besuchen, lief dann aber daran vorbei, weil ich annahm, es sei eh keiner mehr da. Aber mitnichten. Stattdessen stand die Polizei mit Pistolen im Anschlag bereit dass Gebäude zu stürmen, wo sich ein gesuchter Drogendealer mit unserer Sekräterin als Geisel verschanzt hatte.
In unsrer Kommune sind viele neue Leute eingetroffen. Einer der neuen, ein Australier, behauptet, man könne sich nur von Sonnenlicht ernähren und tatsächlich habe ich ihn noch nie essen sehen.
Wir eröffnen jetzt ein brasilianisches Restaurant in dem ich wohl die Kellnerin geben werde.
Ein anderer Neuer kümmert sich jetzt um unser Aufnahmestudio, dass bislang noch brachliegt, obwohl die Gesangskabine und der Aufnahmeraum schon fertig ausgebaut sind.
Ich mache wohl eine eigene Reiseagentur auf. Ich habe jetzt so gute Kontakte zu Busunternehmen und den Leuten im Business, die richtig Erfahrung haben, dass ich den Plan jetzt mal umsetzen kann.

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23
Jun
2009

Leitern los!

Nach langer Recherche in staubigen Folianten, unzaehligen Gespraechen mit runzligen andalusischen Bauersfrauen bis hin zu braungebrannten Beachboys auf Ibiza ist es mir schlussendlich gelungen, die Quitessenz, das Urspanische zu destillieren. Es ist: Die Leiter auf dem Balkon. Wie Newton der Apfel, traf mich die Erkenntnis, waehrend ich mich auf dem Balkon aalte, um mich vom heftigen Mojitogenuss am Vorabend zu erholen.

Indonesier loeffeln lebendigen Affen das Hirn aus, Deutsche kehren Samstags die Strasse, Englaender sind um elf besoffen, Amerikaner zetteln Kriege an, Hollaender tragen Holzschuhe und Spanier haben eben Leitern auf dem Balkon. Das ist immer noch besser als alles vorgenannte.



Kleine Leitern zeigen mitnichten den sozialen Status an. Sie gelten vielmehr als Zeichen von coolem Understatement





Im katholischen Spanien gilt Frischgewaschenes als Symbol fuer Erneuerung und Wiederauerstehung



Hier lebt die Avantgarde, schiefe Leitern sind das Erkennungsmerkmal der katalanischen Boheme





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22
Jun
2009

In Spanien essen sie Hunde



Nach einer Woche in Barcelona, Spanien gebe ich mir die Ehre reichlich Klischees mediterraner Alltagskultur zu bestätigen. Aus den Hähnen in den schattig-rustikalen Altstadtwohnungen fliesst milder, roter Wein, in den Gassen zirpen die Zikaden, es duftet nach Meer und in der Mittagssonne gereiften Babywindeln. Die Menschen sprechen Spanisch, man trifft sich auf der Strasse und plaudert und wo drei Spanier zusammenstehen, da wird sofort getanzt, von irgendwoher taucht eine grosse Pfanne auf und kurz darauf gibt es Paella für ganz Barcelona.
Doch die katalanische Mittelmeermetropole hat auch ihre Schattenseiten. Besonders unter die grossen, weissen Sonnensegel am Strand trifft einen beim Mojitoschluerfen nur selten ein Sonnestrahl.
ähnliches schreibt auch die Uncyclopedia:

Wenn gerade nicht gefeiert wird, macht der Spanier Pause (Siesta). Die Siesta beginnt an einem normalen Arbeitstag nach dem zweiten Frühstück und dauert bis in die frühen Abendstunden. Nach der Siesta ist der Arbeitstag normalerweise beendet, der Spanier zieht dann alberne bunte Kleider an und begibt sich zum Dorfplatz, um dort einherzustolzieren und sich über die albernen bunten Kleider seiner Nachbarn und Freunde zu amüsieren. Gegen Mitternacht nimmt man dann in fröhlicher Runde eine reichliche Mahlzeit ein.

Um jetzt aber doch endlich mal zur Wahrheit zurückzukehren: Spanische Maenner sind schon sehr charmant und weitaus mehr “caballero” als der handelsübliche Deutsche. Meinen Koffer bekomme ich getragen, beim Erwerb meines Metro-Tickets wurde ich von geküsst und umarmt und sowieso werde ich hier dauernd nur zum Essen eingeladen.
Ich wohne ja hier im In-Viertel “Raval”. Raus aus der Haustür stehe ich schon gleich in einer Latinobar, links daneben ist ein pakistanischer Supermarkt, rechts daneben eine Gaybar.
Daneben, dann ein Doener-Grill (Dort ist das Brot nur halb so gross wie in Deutschland, aber mit doppelt soviel Fleisch gefüllt), ein philipinischer Supermarkt und ein katalanischer Obsthändler, der direkt an den offenbar unumgänglichen SCHLECKER grenzt.





Schoen sind vor allem die Innenhoefe und die offenen Wohnungen aus denen immer irgendein Kind “Hola!” kräht, ein Telefon klingelt oder italienische Opern trällern.



Auf das Brot kommt keine Butter, sondern wird Tomate gequetscht und Olivenoel geträufelt, dazu dann, Krebsfleisch, Gambas, Muscheln, Oliven, Schinken, Käse, Peperonis und Salat mit Avocados.



Um jetzt nicht ganz auszuschweifen und mich noch ein bisschen nuetzlich zu machen, eile ich jetzt mal lieber an den Strand, um den Fischern beim Einholen ihrer Netze zu helfen, stecke mir dann eine Rose ins Haar und tanze krachend Flamenco bis tief in die Nacht. Morgen geht’s dann ja eh wieder nach Bangkok.

Das Schoenste wie immer zum Schluss



Mit dreifach donnerndem Olé,

Pratu Namo

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11
Jun
2009

Pratu Namo Twittert

Wer bloggt, darf auch twittern. So steht es schon in der Bibel und in mindestens einem Dutzend europäischer Verfassungen. Oft gibt ein Thema einfach nicht soviel her um einen ganzen Beitrag dazu zu schreiben oder manchmal passiert einfach zu viel und vor allem zu schnell, um alles am Computer zu Hause zu schreiben. Es sind natürlich hiermit alle meine Leser eingeladen mir bei Twitter zu „folgen“.
Hier geht’s auch schon zur Pratu Namo Twitter-Seite.
Alle Updates von Twitter werden aber auch automatisch link am Rand jeder Pratu Namo Seite eingeblendet.


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10
Jun
2009

„Leichen abladen verboten!“

„Leichen abladen verboten!“
So steht es auf eine´m Schild in Baan Khuan Kong im Bezirk Tamnan von Patthalung. Dorfvorsteher Krachang Noondam sagt dazu, dass die Gegend immer wieder von Kriminellen und deren schändlichen Tun heimgesucht würde.
Der Ort ist, wo keine Gummibäume stehen, von dichtem Dickicht überwuchert. Nur wenige Menschen seinen mutig oder dämlich genug, nachts die Straße zu benutzen, die durch dieses Gebiet führt, sagt Krachang.
Zahlreiche Vergewaltigung fänden dort statt und gestohlenen Fahrzeuge würden dort ebenfalls zerlegt.

Vor allem aber würden dort immer wieder Leichen von Menschen entsorgt, die andernorts getötet wurden.
„Vor kurzem wurden zwei Frauen ermordet und deren Leichen hier abgelegt,“ sagt der Dorfvorsteher. “Eine war Friseuse, die andere Masseuse. Beide kamen aus der Innenstadt.“

Krachang sagt, die Dorfbewohner seien sich einig, dass ,während die Sicherheitsmaßnahmen in der Gegend verschärft würden, zunächst ein Schild das Gebiet zu einer „leichenfreien Zone“ erklärten soll.



Beim roten “A” bitte keine Leichen mehr abladen!

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5
Jun
2009

Neues aus Bangkok ÖPNV - Der Wasserbus auf dem Chao Praya Fluß

Bangkok ist bekanntermaßen im ewigen Würgegriff der Staus, die ein vernünftiges Fortbewegen zwischen 7und 9 und 17 und 19 Uhr fast unmöglich machen bzw. zu zeitintensiv sind.
Die Kanalboote und der „Wasserbus“ auf dem Chao Praya Fluss, dem größten Fluß Bangkoks.
Die Boote fahren ständig und es gibt keine Staus. Die Strecke von der Khao San Road (Anlegestelle Phra Atit) zur Verknüpfung mit der BTS-Hochbahn (Anlegestelle Saphan Thaksin) dauerrt gerade mal 15 Minuten.
Zusätzlich erspart man sich die Abgase und gerade auf der Fahrt Richtung Süden bekommt man viele von Bangkoks Sehenswürdigkeiten von der Flussseite her vor die Linse.



Welches Boot zu welcher Linie gehört erkennt man an den dreieckigen Fähnchen auf dem Boot. Es gibt blaue, gelbe und orange. Letztere halten so gut wie überall.



Die Bootshaltestelle an der Khao San Road. Nicht verwirren lassen: Es gibt ein paar Bauernfänger, die einem das Expressboat als den eigentlichen Wasserbus verkaufen wollen. Einfach warten bis das richtige Boot kommt…,




…dass genau so aussieht






Die Rama XIII Brücke




Am Tage hässlich…




…nachts aber sooo schön




Falls man mal auf der falschen Seite des Flusses anlandet, dann bringen einen diese Fähren auf die andere Seite




Was auf diesem Bild nicht rüberkommt: Die Boote dieser Longtail-Boote sind extrem laut



Slums im/am Fluss

Video vom Anlegemanöver – Check it out:






Weil viele Klöster am Fluss liegen, sind immer auch Mönche an Bord




Zu manchen Jahreszeiten sind große Teile des Chao Praya von diesen Wasserpflanzen überwuchert



Beste Wohnlage neben einer Bauruine der Asienkrise



Ein Bootsanleger




Kurz vor dem Anlanden

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27
Mai
2009

Nouveau Riche

Wochenlanes Drehen zum Film „Pyaar Impossible“ spülte dermaßen viel Einkommen in unsere jetzt viel zu kleinen Geldbörsen, dass Nick und ich uns es unglaublich spontan wieder erlaubten unserem Burger King Kultus nachzureligieren und unsere von Bettspinnen zerfressenen und von Leichengeiern angenagten Leiber in benannten Tempel zu tragen.

Die Kutsche, für 6,5 Baht, auf deren Trittbrettt wir schwarz auf die „Khao San Road“ genannte Todesmeile fuhren, war für 20 Menschen konzipiert, aber von 80 besetzt. An benanntem Orte des Entleibens angekommen, schossen wir unseren Weg frei, stolperten über Körper jüngst verschiedener und aßen unglaubliches: „Tripple Pepper Whopper“!

Nie habe ich die amerikanische Systemgastronomie so akkurat meinen Bedürfnissen folgen sehen. Statt mir drei „Pepper Whopper“ zu bereiten, weide ich mich jetzt an einem Großem.
So gestärkt wateten wir durch Kot, Blut und Erbrochenes die Khao San hinunter, bespuckten oder wurden von Prostitutierten bespuckt, würgten drei Tuk Tuk-Fhrer gleichzeitig und rasteten im Khao San Center, wo wir just Mitbürger von dem bekanntermaßen Weltreisenden Christian fanden.
Unsere vom vorhergehenden und andauernden Umtrunk schwergemachten Zungen brachten aber so viele Blödigkeiten zutage, dass die Christians Mitbürger mit wehenden Fahnen reißaus nahmen.

Alleingelassen, spuckten, rauchten, koteten und erbrachen wir weiter, bis die Sonne weit am Himmel stand, bevor wir.....Aber das findet sich ja in der südostasiatischen Tagespresse.





Keinesfalls betrunken eingeschlafen. Die Bilder oben zeigen Auschnitte einer intensiven Konversation zwischen Nick und mir

Technorati:

26
Mai
2009

Video: Motorradfahrt durch Vientiane, Laos

Erster Teil




Zweiter Teil



Technorati:

25
Mai
2009

Farang – ฝรั่ง

Weiße Ausländer werden von den Thaisfast ausnahmslos als “Farang” bezeichnet (landläufig ausgesprochen als Falang). In der Regel ist die Bezeichnung neutral, kann aber auch als Schimpfwort gebraucht werden. Für Westler, die der thailändischen SPrache mächtig sind ist das oft verwirrend. Weil die Thais aber grundsätzlich kein Empfinden für politische Korrektheit haben, scheren sie sich nicht darum.
Das Wort Farang würde man ins Englische wohl als “Alien” ins Deutsche als “Fremde/r” übersetzen. Und so tun es die Behörden auch oft. Siehe Bild:



Auf der Einwanderungsbehörde, wo Deutsche, Engländer, Laoten und Marsianer ihre Visa beantragen können

Dabei ist diese Übersetzung völlig unnötig und bisweilen doch recht entwürdigend, gibt es doch Wörter wie “Foreigner” oder “Ausländer”. Selbst in Thai gibt es das Wort “Chaao Dang Chaat”, was übersetzt soviel bedeutet wie “Person außerhalb des Staates”.
Die Wikipedia gibt zur Herkunft des Wortes Farang folgende Auskunft:

Das Wort Farang stammt von dem persischen Wort farangg (Hindi in Indien: „farangi“, oder Arabisch „alfrandsch“, in Ägypten und Nordafrika: „afrangui“), da die Perser bereits vor den Europäern Handelspartner der Siamesen waren. Eine eindeutige oder irgendwie nachweisbare Antwort auf das Rätsel, wann und wie die Thai das Wort übernahmen, konnte bisher nicht gefunden werden. Die moslemischen Händler nannten wohl alle europäischen Christen (Portugiesen, Engländer und Holländer) „Franken“.

Erstaunlich und sogar verstörend ist aber, was die Mehrheit der Thais unter Farang und deren Herkunft und Sprache versteht. So saß heute morgen während des Verzehrs meiner Frühstücksnudelsuppe eine Frau mit ihrem etwa vierjährigem Kind neben mir und sagte zu ihrem Sproß: „Duu Falang! Puut Angrit.“ – „Schau, eine Fremde. Die spricht Englisch.“

Und tatsächlich glaubt die Mehrheit der Thais, dass alle weißhäutigen Menschen zwangsläufig Englisch sprechen. Ein Gespräch mit Griechen und Russen könnte hier schnell für Klärung sorgen.

Mittlerweile habe ich den Anschein gewonnen, dass es im Bewusstsein der Thais Thailand und dann die Staaten der Farang gibt. Deutschland, England, Holland, Amerika sind den meisten ein Begriff, obwohl kaum jemand weiß wo sie liegen, wie die Haupstädte heißen und welche Sprache man dort spricht. Es bereitet mir immer vergnügen wenn meine Begleiter erklären, dass sie aus Lettland oder gar Moldawien kommen. Trotzdem nehmen die This an, dass dort Englisch gesprochen würde.

Neulich fragte mich eine Thai sogar, ob man in Deutschland mit Thai Baht bezahlen könne. Ich erwiederte, dass Thai Baht durchaus akzeptiert würden, dass man auf Märkten und ein kleineren Geschäften aber laotische KIP bevorzuge.

Vor einiger Zeit saß ich mit einem thailändischen Grafikdesigner zusammen. Ein offenbar studierter Mensch, der mir großzügig Mückenspray anbot. Ich lehnte ab und sagte, dass Farang nicht von Mücken gepeinigt würden, weil wir grünes Blut hätten. Er verstand und bot das Spray meinem englischen Begleiter an, der es dankend annahm. „Warum nimmt er es und du nicht?“ ,fragte der Grafiker. „Weil er aus England kommt und die Menschen dort blaues Blut haben, das für Mücken ein Festmahl ist.“

Er verstand erneut und er war mit seiner Welt wieder im Reinen.


Technorati:

Bollywood Nachtdreh

Das erste mal seit langen, dass ich mal bis neun Uhr schlafen konnte. Das aber auch nur, weil wir heute ausnahmsweise mal nachts drehen. Um vier Uhr nachmittags sitze ich schon wieder im Crew-Bus und wir filmen wahrscheinlich bis Sonnenaufgang.

So gesehen hätte ich viel länger schlafen müssen als nur bis neun, aber wenn die innere Uhr darauf geeicht ist, um vier Uhr morgens aufzustehen, dann geht`s halt nicht länger.

Trotzdem genieße ich es mal in T-Shirt und Schlabbershorts und ohne ein Pfund Make Up im Gesicht rumzurennen, bevor ich später in ein bombastisch-grünes Kleid gesteckt werde, das mir meine Agentin gestern gekauft hat.

Gestern haben wir auf einem Sportgelände gedreht und reichlich Sonne abbekommen. Insgesamt ein beachtenswerter Work-out, denn ich habe gestern mal wieder American Football, Fußball und Tennis gespielt, letzteres allerdings ohne erwähnenswerte Erfolge.
Die Dreharbeiten von „Pyaar Impossible“ gehen gut voran und das Wetter spielt trotz Regenzeit an den meisten Tagen mit.

Die Musik ist super und meine Choreographie ist recht einfach. Hier der Link zur offiziellen Website des Films: Pyaar Impossible

Leider kann ich hier keine Bilder der Hauptdarsteller Uday Chopra und Priyanka Chopra zeigen, weil`s sonst ordentlich Ärger gibt.
Trotzdem mal ein Video und ein paar schicke Bilder vom Dreh.
Check it out:



Showbusiness heißt vor allem früh Aufstehen



Ichselbst beim Bemaltwerden

Das Video zum Dreh von „Pyaar Impossible“






Licht ist wichtig – aber nur aus der richtigen Richtung, daher die schwarze Plane




Mein Sparings- und Tanzpartner

Technorati:
Pratu Namo

PRATU NAMO

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