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Wrong Things

18
Feb
2011

Thailand: Umweltschützer auf der Abschussliste

Gun.

Am 31. Januar um 19:40 hätte Thailand beinahe wieder einen seiner führenden Umweltschützer verloren, der sich seit Jahren gegen den Bau eines Müllheizkraftwerkes in der Provinz Prachuap Khiri Khan in der Zentralregion Thailands einsetzt. Er warnt seit jeher davor, dass eine solche Anlage die Ackerböden und die Teiche der Fischfarmen verseuchen werde.

Pachern Ketkaew ist 44 und wäre beinahe so geendet wie andere Umweltschützer und Mitglieder von Bürgerinitiativen auch. Niedergestreckt, weil sie gegen Projekte und staatliche Politik aufbegehrten, die der Umwelt schaden.

Pachern ist der Vorsitzende der Umweltschutzinitiative Ao Noi Conservation Group und dachte, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, als er in seinem kleinen Nudelrestaurant saß und plötzlich ein mann mit Pistole aus einem Auto sprang und abdrückte. Pachern duckte sich weg und die Kugel verfehlte ihn nur knapp.
Pachern rannte um sein Leben. Ein zweiter schütze mit einem M-16-Sturmgewehr sprang aus dem Auto und eröffnete das Feuer auf den Umweltaktivisten. Doch keine Kugel traf.

Der zweifache Vater versteckte sich in einem Haus eines Nachbarn bis ihn Jintana Kaewkhao, die Vorsitzende der Ban Krut Conservation Group, ebenfalls einer Umweltinitiative, in ein sicheres Versteck brachte.
Er rief zu Hause an und erfuhr, dass seine Frau und seine zwei Kinder unverletzt sein. Doch ein 13-jähriges Mädchen und eine 53-jährige Frau seien bei der Schießerei getroffen worden, denn die Killer hatten wahllos auf sein Straßenrestaurant gefeuert, bevor sie geflüchtet seien.

Es war wirklich knapp gewesen für Pachern. Sein Name hätte leicht einen Platz finden können auf der Liste von Umweltschützern, die wegen ihres Engagements zu Erhaltung der Natur ermordet wurden.
  • der Waldschützer Phra Supoj Suvajo (im Juni 2005 in Chinag Mai erstochen)
  • den Kohlekraftwerksgegner Charoen Wat-Aksorn (im Juni 2004 in Prachuap Khiri Khan erschossen)
  • Somporn Chanapol (im August 2001 niedergeschossen nachdem er illegal Holzfäller aufhalten wollte)
Natürlich ist Pachern froh, dass er den Mordanschlag überlebt hat, aber die folgenden Tage waren dennoch ein Alptraum für ihn: „Die Killer könnten jederzeit zurückkommen und ihren Auftrag zu Ende bringen.“ Auch hat er die Polizei von Ao Noi gebeten, seinen Fall einer Polizeistation eines anderen Bezirks zu übertragen aus Angst, einflußreiche Kreise könnte die Ermittlungen manipulieren.
Die Umweltschützer von Ao Noi sind sich sicher, dass der Mordanschlag auf Pachern mit seinem Engagement gegen das 115 Millionen Baht teure Müllprojekt und der Enttarnung von illegaler Abholzung zu tun hat.
Sein Fall beweist, dass die staatlichen Mechanismen aber auch die Gesellschaft versagt haben, Menschen zu schützen, die sich gegen kriminelle Machenschaften und die Zerstörung der Natur einsetzen.

Und wenn Morde an Aktivisten geschehen, dann scheint es ganz offenbar nicht mal jemanden zu kümmern.
Weder der Gouverneur der Provinz, der Bezirksdirektor, der örtliche Abgeordnete, der Umweltminister noch die Polizeiführung zeigt sich besorgt oder fordert die Aufklärung der Mordanschläge.

Nahezu täglich brüstet sich der thailändische Premierminister Abhisit Vejjajiva mit dem neuen Pracha Wiwat-System, das das Leben sicherer machen soll und die kriminalität um 20 Prozent senken soll. Doch was ist Pracha Wiwat wert, wenn die Regierung gleichzeitig die wenigen engagierten Bürger im Land nicht schützen kann/will/darf.

Bild: flickr/maya the bee

25
Jan
2011

(Fast) Heute: Thailand erklärt den Vereinigten Staaten und England den Krieg

Thailand, ein Marionettenstaat der größenwahnsinnigen Japaner erklärte den Alliierten heute den Krieg – heute, vor 68 Jahren.
Als der Krieg in Europa im September 1939 ausbrach, erklärte sich Thailand als neutral – sehr zum Ärger von England und Frankreich. Beide Staaten hatten nämlich Kolonien um Thailand herum und hofften, Thailand werde die Alliierten unterstützen und so mithelfen, den Vormarsch der Japaner in Asien-Pazifik Einhalt zu gebieten.

Doch Thailand tat das Gegenteil und schloss „Freundschaft“ mit Japan und veröffentlichte schon bald Schullehrbücher, in denen ein zukünftiges „Groß-Thailand“ gezeigt wurde, das bis nach China hineinreichte.
Die erste wirkliche Auseinandersetzung mit den Alliierten fand nach der Besetzung Frankreichs durch Nazi-Deutschland statt und der Einsetzung einer Marionettenregierung in Vichy. Thailand sah seine Chance gekommen, die Grenzlinien des benachbarten französischen Indochina neu zu zeichnen. Die Vichy-Regierung lehnte die Forderungen der Thais natürlich ab und so überschritten Soldaten der thailändischen Armee die Grenze zu Indochina und es kam zur Schlacht mit französischen Truppen.

Most famous symbol of the Death Railway

Die Brücke über den Kwai – bekanntestes Relikt des 2. Weltkrieges in Thailand
Japan mischte sich ein und nutzte sein Bündnis mit Deutschland, um die Vichy-Frankreich zu zwingen mehr als 54.000 Quadratkilometer ihres Kolonialreiches an Thailand abzutreten.
Am 8.Dezember 1941, landeten die Japaner an der thailändischen Küste, als Teil des Angriffs auf Pearl Harbor.
Thailands Premierminister Lang Pipul war mehr als erpicht darauf, bei der Neuordnung Südostasiens deutliche Vorteile für Thailand herauszuschlagen und erklärte schließlich den USA und England den Krieg.

11
Nov
2010

Myanmar: Die Flüchtlinge kehren zurück, die Bergstämme kämpfen weiter

Three Pagodas Pass

Der umkämpfte Drei-Pagoden Pass

Die meisten der burmesischen Flüchtlinge, die am Montag vor den Kämpfen in der Grenzstadt Myawaddy in das benachbarte Mae Sot auf der thailändischen Seite gflohen waren, sind wieder heimgekehrt – obwohl das burmesische grenzgebiet immer noch als gefährlich gilt.

Viele rechnen mit einem Vergeltungsschlag der Regierungsgruppen gegen die Verbände der Bergstämme entlang der Grenze. Die Gefahr besteht, dass die Kämpfe auch nach Thailand hinüberschwappen.

Das thailändische Militär halt seine Truppen weitestgehend aus den inneren Angelegenheiten Myanmars heraus und wird auch keine neuen Flüchtlingslager mehr eröffnen.

Der Oberbefehlshaber der thailändischen 3. Armee erklärte gestern, dass die Stadt Myawaddy wieder unter der Kontrolle der burmesischen Regierungstruppen sei. Die Grenzübergänge von Mae Sot und Rim Moei seien wieder geöffnet. Doch Berichten zufolge sind viele Menschen in Myawaddy bei den Kämpfen getötet worden.
Der Direktor des Bezirkes Mae Sot sagte, die burmesischen Zivilisten hätten begonnen nach Hause zurückzukehren.

Mittlerweile haben sich die Kämpfe auf den Drei-Pagoden-Pass gegenüber der thailändischen Waldmetropole Kanchanaburi verlagert. Bei Pyaduangsu wird von heftigen Gefechten und neuen Flüchgtlingsströmen berichtet. Das Gebiet um den Drei-Pagoden-Pass haben die Behörden zum Kriegsgebiet ernannt und auch heute, am dritten Tag nach Ausbruch der Kämpfe, landeten wieder Raketengeschosse auf thailändischer Seite

Gestern waren die burmesischen Regierungstruppen verstärkt worden, um die Kontrolle über die Stadt Pyaduangsu wieder zurückzugewinnen und die Rebellenkämpfern von den Stämmen der Mon und Karen zu vertreiben.
Auch heute waren wieder Schüsse und Granatexplosionen zu hören und es scheint, als leisteten die Bergstämme hartnäckig Widerstand.

10
Nov
2010

Nichts zu verbergen?! – Kennzeichnungspflicht für Polizisten

[sie kommen...]

Seit der Parkräumung in Stuttgart wissen es jetzt auch die „bürgerlichen Schichten“: Wenn die Polizei in Hundertschaften anrückt dann werden Ohrläppchen und Nasenflügel eingerissen, es gibt Platzwunden und Schläge in die Magengrube, wer auf den Boden liegt kriegt gerne noch mal einen Tritt extra, Finger gehen zu Bruch und auch das ein oder andere Auge geht dabei verloren. All dies allerdings zuallermeist nicht auf der Seite der Polizei.

Im Jahr 1985 wurde von Helmut Kohl das Vermummungsverbot bei Versammlungen durchgedrückt.
Für die Polizei gilt dies jedoch nicht und in den letzten Jahren taucht die Polizei fast immer vermummt auf. Die Ermittlungen von „Körperverletzung im Amt“ und anderer Straftaten werden damit unmöglich gemacht.
Dabei hat der Staat bekanntlich das Gewaltmonopol. Und genau deswegen muss der Bürger die Chance haben zu erfahren, wer ihm gegenüber in Ausübung des staatlichen Gewaltmonopols auftritt.
In England, Schweden und bei den nationalen Einheiten in Spanien tragen alle Polizisten Nummer oder Namen.

Kritiker einer Kennzeichnungspflicht in Deutschland fürchten Nachteile für die Beamten oder deren Familien. Allerdings schreibt der Regierungsdirektor Klaus Weber auf dem Law Blog: „Die Befürchtung, dass die handelnden Polizisten Nachteile erleiden, ist als gering einzuschätzen.“
Nummern würden zudem völlig ausreichen, um besonders brutale Polizisten eindeutig in der Menge ihrer Kollegen zu identifizieren.



Die Vorteile sind auch für die Polizeibeamten offensichtlich: Ein Ende der Anonymität führt zu einem gestärkten Vertrauensverhältnis zwischen Polizei und Bürger.
Sollte die gegenwärtige Entwicklung weiter anhalten und eine neue Protestkultur wie in Stuttgart oder Gorleben auch in Zukunft bestehen, ist eine Kennzeichnungspflicht unbedingt notwendig. Schon seit Heiligendamm sehen wir eine Enthemmung bei den Polizeibeamten immer öfter Pfefferspray und CS-Gas einzusetzen, wobei bewusst Augenverletzungen in Kauf genommen werden. Für die Polizei ist das oft das bequemste Mittel um Demonstranten auszuschalten. In Zukunft werden wir dies und andere Formen von unverhältnismäßiger Polizeigewalt noch öfter zu sehen bekommen, wenn die Bundesregierung und Landesregierungen die Polizei weiter zur Durchsetzung ihrer fragwürdigen Politik missbrauchen und die Leistungsfähigkeit der Polizei weit über ihre Grenzen überfordert wird.



Amnesty International fordert deswegen eine Kennzeichnungspflicht für Polizeibeamte, unabhängige Untersuchungskommissionen bei Vorwürfen gegen Polizisten für objektive Aufklärung und Videoaufzeichnungen in Polizeistationen.

Denn die deutliche Mehrheit der Polizisten hat nichts zu verbergen und kann deshalb mit gutem Gewissen aus der Anonymität heraustreten und sich von den wenigen schwarzen Schafen in ihren Reihen deutlich und nachweisbar abheben.

8
Nov
2010

Flüchtlingsdrama und Kämpfe an der Grenze zu Mae Sot



Während die Medien in Deutschland wie so oft lediglich über die „Wahlen” in Myanmar berichten, spielt sich dort einmal mehr ein Flüchtlingsdrama ab, das wie auch in den letzten Jahren von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbemerkt , seinen Lauf nimmt.
Die Brigade 5 der Demokratisch-buddhistische Armee der Karen (DKBA) liefert sich wieder heftige Kämpfe mit den burmesischen Regierungstruppen an der Grenze zur thailändischen Stadt Mae Sot.

Mittlerweile dürften etwa 30.000 Menschen auf die thailändische Seite geflüchtet sein, als heute Morgen die Kämpfe ausgebrochen sind. Gestern wurden in Myanmar die ersten Wahlen seit 20 Jahren abgehalten.
Die Flüchtlinge flohen während der Gefechte über den Moei River. Auf der anderen Seite wurden sie von thailändischen Soldaten in ein im Bau befindliches Gebäude in Flussnähe gebracht und später auf Pick-Ups auf ein Gelände der Armee gegenüber dem Flughafen von Mae Sot gebracht.


Bild: Saw Aung Aung Oo (19), Karen-Flüchtling, Mae La

Tausende andere burmesische Flüchtlinge wohnen in behelfsmäßigen Zelten auf einem Fußballplatz, wo sie von Freiwilligen und dem Roten Kreuz Thailands mit Wasser und Lebensmitteln versorgt werden.
Zwar konnte viele Einwohner der umkämpften Grenzstadt Myawaddy fliehen, aber viele sind noch dort und leben in ständiger Gefahr. Bislang sind seit heute Morgen schon 30 Menschen ums Leben gekommen.
Das burmesische Militär hat den Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre über Myawaddy verhängt.

Nachdem die Regierung während der Wahlen abgelenkt waren, hat die Brigade 5 der DKBA unter ihrem Führer Kyaw Thet den Vorteil genutzt und Stellungen in Myawaddy eingenommen.
Schon im August letzten Jahres waren 37.000 Kokang-Chinese aus Burma nach China geflohen als die Regierungstruppen Stellungen der Rebellenarmee Myanmar National Democratic Alliance Army überrannt hatten.
Schon seit Mitte Juli ist die grenze zwischen Myawaddy und Mae Sot von der burmesischen Junta geschlossen worden. Viele Millionen Baht Umsatz sind thailändischen Händlern dadurch entgangen
Während der Gefechte schlugen auch mehrere Geschosse und Granaten auf thailändischer Seite ein, wobei auch Thais verletzt wurde. Das 15. Infanterieregiment hat seine Truppen entlang der Grenze jetzt verstärkt und man werde auch mit schweren Waffen antworten, sollte die Situation außer Kontrolle geraten.

Ein anderer Blogpost auf Pratu Namo zur Lage der Flüchtlinge in den Camps von Mae Sot

4
Okt
2010

Öffentlicher Verkauf von Kinderpornographie in Bangkok

Das gibt es nur in Thailand:

In vielen Ländern der Welt grassiert die Korruption und Unrecht wird nicht geahndet.
Doch nur in Thailand kann man straffrei DVDs mit Kinderpornographie tagsüber auf offener Straße in einem Touristenviertel verkaufen.
Aber die Anwohner und Touristen sind außer sich vor Zorn: In keinem anderen Land ist so etwas denkbar!

Nachdem sie mehrere Hinweise auf den offenen Verkauf von DVDs und VCDs mit Kinderpornographie erhalten hatten, machten sich Redakteure der Sonntagsausgabe der Bangkok Post auf den Weg auf die Sukhumvit Road zwischen den Sois 3 und 21 – einer der Touristenmeilen der thailändischen Hauptstadt. Hier fanden sie Kinderpornographie gan offen in der Auslage, neben Raubkopien der neuesten Hollywood-Blockbuster.

Die Video-CDs kosteten 80 Baht (1,60 Euro) und zeigten Kinder aus Burma, China, Europa, den Philippinen und Thailand. Einige der DVD-Hüllen warben damit, dass die Kinder, die dort gezeigt wurden jünger als 7 Jahre seinen.
Mehrer Diplomaten, die in der Gegend leben, waren erschüttert, als ihnen von dem öffentlichen Verkauf der Videos berichtet wurde.
Ein Botschafter, der ebenfalls in dem Stadtteil wohnt, sagte dazu: „Es ist absolut abscheulich, dass so was von den Behörden toleriert wird. Man muss sehr lange suchen, um ein Land auf der Welt zu finden, in dem so etwas erlaubt ist, vor allem auch noch auf der Touristenmeile der Hauptstadt!“
Ein Anwohner meldete sich bei der Bangkok Post und erklärte, er sei völlig entsetzt, dass die Polizei nicht gegen die DVD-Verkäufer vorgeht: “Die verkaufen die ganz offen an Ständen am Straßenrand. Sonntag Nachmittag um 3 Uhr. Ich kann es nicht glauben!”
Der öffentliche Verkauf von Kinderpornographie ware vor einigen Jahren auch noch undenkbar gewesen, allerdings gibt es Raubkopien von Hollywoodfilmen schon seit jeher.
Zumeist sind nur die Hüllen ausgestellt und ein Gehilfe holt dann auf Bestellung die eigentlichen DVD.
Ein leitender Polizeioffizier, erklärte, dass die Polizei vor Ort solche DVDs sofort beschlagnahmt werden können. „Solche Sachen kann man sofort beschlagnahmen. Es ist eigentlich ganz einfach. Man muss nicht lange ermitteln, denn es wird dort ganz offen verkauft und gezeigt. Jeder Polizist kann alles beschlagnahmen und den verkäufer verhaften. Das ist alles. Aber jemand muss hingehen und es machen. Und das ist das Problem.”
Der Handel mit Pornografie sei in der Hand von “einflussreichen Leuten” fügt er hinzu. Und die Chance, dass das jemals zu stoppen sei, halt er für gering: “Es ist das gleiche wie mit dem Kasino an der Petchburi Road, das jeden Tag 24 Stunden lang geöffnet hat. Niemand macht in dem Gebäude eine Razzia. Die Leute, die dort arbeiten und die Betreiber sind unantastbar.“
Die Reporter der Bangkok Post zählten 9 Stände entland der Sukuhumvit Road zwischen der Soi 3 und der Soi 21, die Porno-DVDs verkauften.
Entland der Silom Road sind solche Videos aber überhaupt nicht zu finden, was wohl an den unterschiedlichen Polizeibezierken liegt, den Silom gehört zum Bezirk Bangrak. Hier gelten ganz offenbar andere Regeln als entlang der Sukhumvit.

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1
Okt
2010

25
Aug
2010

USA: Familie auf Camping Urlaub von 10 Polizisten schikaniert

 

Man kann der Polizei sicher nachsehen, einmal das falsche Auto anzuhalten. Zum Beispiel den weißen Mini-Van einer Familie, der zufällig ähnliche Nummernschilder hatte, wie ein als gestohlen gemeldetes Fahrzeug.
Als dann aber die Familienmitglieder einer nach dem anderen aussteigen ist sogar aus der Perspektive das Nachrichten-Hubschraubers zu erkennen, dass es sich hier nicht um durchgeknallte Autodiebe handelt, die sich sicherheitshalber mit gespreitzten Armen und Beinen auf die Straße liegen müssten. Den Fahrer nach Führerschein und Fahrzeigpapieren zu fragen hätte sicher auch gelangt.

Bei insgesamt fünf Streifenwagen und einem Hubschrauber war die Sicherheit der Beamten sicher ausreichend hergestellt, um einfach an das Autofenster der Familie zu gehen und danach zu fragen.
Diese Video fügt sich ein in den Reigen von immer mehr Videos von Beamten, die grundlos Menschen mit Taser-Pistolen beschießen und verprügeln.
Es ist offensichtlich, dass die US-Polizei erhebliche Probleme mit angemessenen Umgangsformen hat.

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13
Aug
2010

Entwicklungsland USA

"Amerika hat noch nicht gelitten. Man täuscht sich, wenn man ihm schon die hohe Fähigkeit des Herrschens zubilligen möchte."
José Ortega y Gasset, Der Aufstand der Massen



Die Armut hat sie hergetrieben. Zehntausende Menschen haben sich versammelt, um endlich ein Dach über dem Kopf zu bekommen.
Dabei ist hier nicht die Rede von einem Land der Dritten Welt sondern von Atlanta, der Hauptstadt des US-Bundestaates Georgia.
Nach offiziellen Angaben waren 30.000 Menschen zu einer Mall in der Innenstadt gekommen, um sich auf die Warteliste für die Bundeswohnungsbehörde setzen zu lassen. Die Leiterin der Behörde erklärte aber deutlich, dass keiner der 455 Wohnhilfegutscheine zu haben sei.
Es kam zu Schlägereien, Kinder wurden niedergetrampelt und die Polizei musste eingreifen um die Erstürmung eines Lokals verhindern in dem die Wohnungsbehörde von East Point Quartier bezogen hatte.
Schon seit zwei tagen hatten die Menschen in der Warteschlange gestanden, obwohl ihnen versichert worden sei, dass jeder einen Antrag für die Warteliste bekommen würde.
Bald war die Menschenmenge so groß, dass die Polizei begann in Schutzausrüstung Patroullie zu laufen und Sanitäter Menschen wegen Überhitzung behandeln mussten.
Die Angestellten der Wohnungsbaugesellschaft trauten sich nicht angesichts der Massen, die Türen zu öffnen und so wurden die Anträge von bewaffneter Polizei verteilt.
„Die 200 Wohnblocks von East Point sind voll. „Die meisten diese Menschen werden immer auf der Warteliste bleiben. Dutzende Menschen sind schon vor Überhitzung und Erschöpfung umgekippt. Als wir hier ankamen, war ich mir erst nicht sicher, ob ich wirklich in Amerika bin“, sagte ein Reporter des Sendernetzwerkes NBC.

Bilder gibt´s als Slideshow hier.

Angesichts des Milliardenpakets der Regierung Obama zur Unterstützung der US-Wirtschaft dürfte es aber nicht mehr lange dauern, bis die USA zum Schwellenland aufsteigen und endlich mit den Philippinen, Äthiopien und der Türkei gleichziehen.

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21
Jul
2010

Dengue-Epidemie im Mae La Flüchtlingslager bei Mae Sot


Bild: Marcgold

Ein massiver Ausbruch des berüchtigten Dengue-Fiebers wütet sei einigen Tagen im Mae La Flüchtlingslager an der thai-burmesischen Grenze. Schon 500 Bewohner des Lagers müssen wegen der Tropenkrankheit behandelt werden.

Fast 40.000 Menschen leben in dem Lager in der thailändischen Provinz Tak, etwa 57 Kilometer von Mae Sot entfernt. Mae Sot ist der wichtigste Grenzübergang nach Burma. Die meisten Flüchtlinge im Lager gehören zum Bergstamm der Karen.
Schon im letzten Jahr waren monatlich nur 15 Menschen an der von Mücken übertragenen Infektion erkrankt.

Zwei Kinder und drei Erwachsene sind in diesem Jahr bislang an der Knochenbrecherkrankheit, wie Dengue-Fieber wegen der grausamen Schmerzen auch genannt wird, gestorben.


Bild: สาละวินโพสต์

Vor allem mangelt es im Lager an Krankenschwestern und Medizin. Auch gibt es nicht genug Mückenabwehrlotionen. Während der Regenzeit steigt die Mückenpopulation stark an und alle Menschen müssen Mückensprays oder –lotionen benutzen.

Außer die Büsche zurückzustutzen und stehendes Wasser in jeder Form im Lager trockenzulegen, bleibt den Flüchtlingen nichts um sich gegen die lebensgefährliche Krankheit zu schützen.
Zu allem Übel greift aber gleichzeitig auch eine Choleraepidemie im Lager um sich. Schon 302 Menschen sind krank.
Die Wasserleitung ist schon seit langem mangelhaft und nicht für den jüngsten Zustrom an Flüchtlingen ausgelegt. Daher müssen viele Familien auf selbst gegrabene Brunnen zurückgreifen, die aber oft von den nahegelegenen Toiletten verseucht werden. Die Millionen von Fliegen, die die Aborte umschwärmen tun ihr übriges, um keime in der Flüchtlings-Kleinstadt zu verbreiten.


Bild: สาละวินโพสต์

Das Camp ist in die Bereiche A, B und C gegliedert von denen jeder fünf kleine Viertel hat. Die meisten Hütten sind nur mit Stroh gedeckt. Mae La ist das größte der zehn von einer NGO-Allianz (Thailand Burma Border Consortium) betriebenen Flüchtlingscamps entlang der Grenze. Die anderen Flüchtlingslager heißen: Tham Hin, Ba Don Yang, Nu Po, Umpiem Mai, Mae La Oon, Mae Ra Ma Luang, Ban Mae Surin, Ban Mai Nai Soi und Wieng Hang.

In Mae La sind die meisten Flüchtlinge vom Stamm der Karen, die seit 1984 vor den Angriffen nach der Zerstörung ihrer Dörfer durch die burmesische Armee und vor Deportation und Zwangsarbeit auf der Flucht sind.


Bild: Saw Aung Aung Oo (19), Karen-Flüchtling, Mae La

Allein im vergangenen Juni flüchteten etwa 4000 Karen nach Thailand, nachdem das burmesische Regime eine neue Offensive gegen die Karen-Rebellen gestartet hatte.
Die Karen National Union, die größte Rebellengruppe in Burma kämpft seit 60 Jahren in den Hügeln und Bergen Ostburmas für Unabhängigkeit.

Einer der längsten Aufstände der Welt.

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