Zuerst das Fazit: Brasilien ist ein seeehr grosses Land.
Gerade in São Paulo gelandet (14 Stunden Flug), bin ich gleich zum Busbahnhof Tieté gefahren, um an Bord eines Ueberlandbusses von dr Buslinie San Geraldo zu gehen. Mit dem Heiligen Gerhard kann ja sicher nichts schief gehen.
Weil Rio de Janeiro mich nur wenig interessiert und ich ja recht paranoid versuche, den Touristenstroemen auzuweichen habe ich den Zuckerhut rechts liegen lassen und bin Richtung Salvador gefahren - 34 Stunden lang. Zwar haben die Ueberlandbusse Sitze, die man weit zurueckklappen kann, aber eine Nacht im Bus ist wie ein Tag auf dem Nagelbrett. Dazu ist die Klimaanlage (wie in thailaendischen Bussen auch) tagsueber zu schwach und nachts erfriert man.
Alle vier Stunden gibt es einen Stopp an einer der Tausenden Raststaetten entlang der Autobahn Richtung Norden. Hier gibt es Essen immer vom Buffet, wobei in Brasilien ein interassentes Sztem existiert: Man bezahlt pro Kilo, d.h. man schaufelt sich den Teller voll und danach wird er gewogen. Das Gewicht wird dann am Ausgang bezahlt. Dabei ist es egal, was man ist. Reis kostet genau soviel wie Steaks. Ein Kilo kostet 3,50 Reais (= 1,50), wobei das natuerlich Raststaettenpreise sind.
Die Landschaft in der Hochebene ist beeindruckend und teilweise kann man ueber hundert Kilometer weit sehen. Nur sehen diese Hundert Kilometer immer gleich aus. Naemlich so:
Allerdings hat sich die Landschaft bestimmt fuenfmal kmplett geaendert. Von weiter Pampaebene zu Buschland, zu Regenwald und dann Praerie wie im amerikanischen Suedwesten mit Kakteen und roter Erde.
Nach Sao Paulo, wäre der erste Stop meiner Reise in Rio de Janeiro gewesen, wo ich dann wieder einen Internetzugang gehabt hätte und einen Beitrag zu meinen ersten Eindrücken hier veröffentlicht hätte.
Das schöne an meiner Weblog-Software ist aber, dass man schon vorher Beiträge schreiben kann, die dann automatisch in der Zukunft veröffentlicht werden.
Dieser hier ist so einer.
Wenn also dieser Eintrag erschienen ist, dann bin ich nicht in Rio de Janeiro, sondern gerade unterwegs nach Salvador oder sogar Recife.
Nur um all zu großer Verwunderung vorzubeugen gebe ich heute mal bekannt, dass hier im kommenden Monat wohl ausschließlich aus Brasilien berichtet werden wird. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich derzeit in Brasilien weile.
Bei meinen Reisen geht es ja nur theoretisch um das Ziel, hauptsächlich aber um den Weg. Da ist auch der Abenteurer und Extrembergsteiger Reinhold Messner meiner Meinung. Für ihn war 1978 zum Beispiel nicht der Gipfel des Mount Everest das Ziel, sondern er wollte auf möglichst anspruchsvollen Weg dahin kommen. Also am besten ohne Sauerstoff zu verwenden.
Zuletzt habe ich so eine Tour bei meiner Tour de Lao so gemacht, als ich mit Motorrad aber ganz ohne Gepäck und Vorbereitung (aber mit Sauerstoff) durch Nordlaos und das Gebiet der Hmong-Bergstämme gefahren bin.
Für Brasilien habe ich Ähnliches vor. Eine erste Recherche hat allerdings gezeigt, dass es dort offenbar keine Hmong-Bergstämme gibt. Es muss also diesmal ohne gehen.
Vorgenommen habe ich mir aber von Sao Paulo im Südosten am Meer nach Manaus im Nordwesten im Regenwald zu kommen. Allerdings sind diese beiden Städte auf dem Landweg nicht direkt zu erreichen. Und das ist auch gut so. So werde ich also wohl 5000 km an der Küste entlangfahren, ohne aber hierzu etwas im Voraus zu planen. Flexibilität ist höchstes Gebot. Meines Erachtens genügt es, 10 Minuten vor Ankunft in einer Stadt, das Wesentliche im Lonely Planet-Reiseführer nachzulesen (knapper sollte es aber nicht sein, ansonsten landet man im Chungking Mansion o.ä. - wie ich damals in Hongkong).
Im Norden an der Mündung des Amazonas angekommen gehe ich dann an Bord eines Schiffes und fahre dann weitere 1700 Kilometer den Amazonas hoch bis nach Manaus. Wie die Details der Reise aussehen, könnt ihr dann ganz genau hier in den kommenden Wochen nachlesen.
Der Teil meiner Reiseroute, den ich (hoffentlich) trockenen Fußes zurücklegen werde
Eine interessante Meldung, die einmal mehr beweist, wie zart besaitet die Thais doch manchmal sind:
Der thailändische Gesundheitsminister Jurin Laksanawisit berichtet, dass 72 mobile Krankenstationen in die von dem Konflikt betroffenen Grenzprovinzen Si Saket, Ubon Ratchathani und Surin geschickt wurden, um den Gesundheitszustand der Einwohner nach den Artilleriegefechten zwischen der thailändischen und kambodschanischen Armee vor zwei Wochen zu überprüfen.
Von 10.000 Untersuchten, seien 36 Prozent körperlich krank und litten unter „Kälte“ und Erschöpfung. (Hier sei angemerkt, dass derzeit in Thailand Trockenzeit ist und es sich nicht kalt ist. Mit Kälte ist hier wohl eher ein Wort übersetzt, dass auf Thai „Nao“ heisst, aber eher Einsamkeit etc ausdrücken soll).
Auch der Geisteszustand wurde bei 4.813 Menschen überprüft und ergab, dass 2.000 unter Stress litten. Gut 32 Prozent, also 638 Personen, litten unter starken und 11 Prozent sogar unter sehr starken Depressionen. Zehn Patienten seien sogar Selbstmordgefährdet.
Minister Jurin entschied daraufhin, dass sein Ministerium bald ein psychotherapeutisches Rehabilitationsprogramm beginnen werde, um die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes in den Dörfern zu unterstützen.
So hat die kambodschanische Armee in vier Tagen mit nur wenigen Granaten, die thailändische Bevölkerung in ihren Grundfesten erschüttert. Nicht auszudenken, was wäre, wenn das Grenzgeplänkel eine ganze Woche angehalten hätte.
Am 31. Januar um 19:40 hätte Thailand beinahe wieder einen seiner führenden Umweltschützer verloren, der sich seit Jahren gegen den Bau eines Müllheizkraftwerkes in der Provinz Prachuap Khiri Khan in der Zentralregion Thailands einsetzt. Er warnt seit jeher davor, dass eine solche Anlage die Ackerböden und die Teiche der Fischfarmen verseuchen werde.
Pachern Ketkaew ist 44 und wäre beinahe so geendet wie andere Umweltschützer und Mitglieder von Bürgerinitiativen auch. Niedergestreckt, weil sie gegen Projekte und staatliche Politik aufbegehrten, die der Umwelt schaden.
Pachern ist der Vorsitzende der Umweltschutzinitiative Ao Noi Conservation Group und dachte, sein letztes Stündlein hätte geschlagen, als er in seinem kleinen Nudelrestaurant saß und plötzlich ein mann mit Pistole aus einem Auto sprang und abdrückte. Pachern duckte sich weg und die Kugel verfehlte ihn nur knapp.
Pachern rannte um sein Leben. Ein zweiter schütze mit einem M-16-Sturmgewehr sprang aus dem Auto und eröffnete das Feuer auf den Umweltaktivisten. Doch keine Kugel traf.
Der zweifache Vater versteckte sich in einem Haus eines Nachbarn bis ihn Jintana Kaewkhao, die Vorsitzende der Ban Krut Conservation Group, ebenfalls einer Umweltinitiative, in ein sicheres Versteck brachte.
Er rief zu Hause an und erfuhr, dass seine Frau und seine zwei Kinder unverletzt sein. Doch ein 13-jähriges Mädchen und eine 53-jährige Frau seien bei der Schießerei getroffen worden, denn die Killer hatten wahllos auf sein Straßenrestaurant gefeuert, bevor sie geflüchtet seien.
Es war wirklich knapp gewesen für Pachern. Sein Name hätte leicht einen Platz finden können auf der Liste von Umweltschützern, die wegen ihres Engagements zu Erhaltung der Natur ermordet wurden.
der Waldschützer Phra Supoj Suvajo (im Juni 2005 in Chinag Mai erstochen)
den Kohlekraftwerksgegner Charoen Wat-Aksorn (im Juni 2004 in Prachuap Khiri Khan erschossen)
Somporn Chanapol (im August 2001 niedergeschossen nachdem er illegal Holzfäller aufhalten wollte)
Natürlich ist Pachern froh, dass er den Mordanschlag überlebt hat, aber die folgenden Tage waren dennoch ein Alptraum für ihn: „Die Killer könnten jederzeit zurückkommen und ihren Auftrag zu Ende bringen.“ Auch hat er die Polizei von Ao Noi gebeten, seinen Fall einer Polizeistation eines anderen Bezirks zu übertragen aus Angst, einflußreiche Kreise könnte die Ermittlungen manipulieren.
Die Umweltschützer von Ao Noi sind sich sicher, dass der Mordanschlag auf Pachern mit seinem Engagement gegen das 115 Millionen Baht teure Müllprojekt und der Enttarnung von illegaler Abholzung zu tun hat.
Sein Fall beweist, dass die staatlichen Mechanismen aber auch die Gesellschaft versagt haben, Menschen zu schützen, die sich gegen kriminelle Machenschaften und die Zerstörung der Natur einsetzen.
Und wenn Morde an Aktivisten geschehen, dann scheint es ganz offenbar nicht mal jemanden zu kümmern.
Weder der Gouverneur der Provinz, der Bezirksdirektor, der örtliche Abgeordnete, der Umweltminister noch die Polizeiführung zeigt sich besorgt oder fordert die Aufklärung der Mordanschläge.
Nahezu täglich brüstet sich der thailändische Premierminister Abhisit Vejjajiva mit dem neuen Pracha Wiwat-System, das das Leben sicherer machen soll und die kriminalität um 20 Prozent senken soll. Doch was ist Pracha Wiwat wert, wenn die Regierung gleichzeitig die wenigen engagierten Bürger im Land nicht schützen kann/will/darf.
Jetzt ist es also tatsächlich schon das fünfte Mal, dass ich über den budhhistischen Feiertag Makha Bucha schreibe.
Und langsam sitzen auch die Fakten:
Der Maka Bucha Day fällt auf den den Vollmond im dritten Mond-Monat. Das ist in der Regel Ende Februar .
"Maka" ist der Name eines Monates im altindischen Mondkalender. Das Wort "Bucha" bedeutet Gebet. "Maka Bucha" heisst also eigentlich "Gebet im Monat Maka".
Der Tag ist auch als der "Tag Vierfachen Versammlung", einem besonderen Treffen, dass zu Buddhas Zeiten im Bambus-Hain Veluvana zum Vollmond im Monat Maka stattfand. Damals hatten sich 1.250 Mönche spontan und ohne sich dazu verabredet zu haben in dem Waeldchen eingefunden. Alle diese Moenche waren "Arhant", also Mönche, die die höchste Stufe der Erleuchtung bereits erreicht hatten. Gleichzeitig waren sie aber auch allesamt Schüler Buddhas und wurden alle von ihm persönlich ordiniert.
Hier ein kurzer Clip, der uns beim Makabucha-Feuerwerk im chinesischen Tempel Ko Changs zeigt:
Private Reiseveranstalter haben die sechs Regierungen der Erweiterten Mekong-Region (GMS) dazu aufgefordert noch schneller an dem geplanten Einzelvisum für die gesamte Region zu arbeiten.
Die Erweiterte Mekong-Region umfasst Thailand, China (hier die Provinz Yuannan und die autonome Region Guangxi Zhuang), Burma, Kambodscha, Laos und Vietnam.
Ein Vertreter der Handelkammer von Chiang Rai (Thailand) erklärte, wenn nicht bald alle beteiligten Staaten bereit dazu wären, würden die Länder, die es bereits sind alleine durchziehen. So könnte es beispielsweise bald ein einziges Vidum für Chiang Rai in Thailand und Kunming in China geben. Die neue Autobahn R3, die Kunming, Laos und Thailand miteinander verbindet ist bereits fertiggestellt und die Touristenströme werden schon bald anschwellen. Es wird dabei mit besonders vielen chinesischen Touristen gerechnet.
In der Erweiterten Mekong-Region sind sich alle darüber im Klaren, was für ein Potential der Tourismus birgt und die Anrainerstaaten sind dabei, ihre Infrastruktur auszubauen. So können dann mehr Besucher nach Luang Prabang (UN-Weltkulturerbestadt in Laos) kommen. Bereits jetzt hat die Stadt ihren Flughafen so weit ausgebaut, dass auch große Passagiermaschinen, wie die Boeing 737 dort landen können. Auch die Autobahn zwischen der thailändischen Provinz Nan und der chinesischen Stadt Jinghong wurde ausgebaut.
Darüber hinaus finanziert die chinesische Regierung die Hälfte einer vierten, 33 Millionen Euro teuren Brücke über den Mekong bei Chiang Rai und Huay Xai in Laos.
Die UN-Tourismusorganisation schätzt, dass bis zum Jahr 2020 mehr als 100 Millionen Chinesen im Jahr ins Ausland vereisen werden.
Etwa 11 Prozent der Ostasien-Reisenden kommen nach Thailand, immerhin 4,4 Millionen Menschen im letzten Jahr. Fast die Hälfte davon sind Chinesen.
Gestern ist es im Konflikt zwischen Thailand und Kambodscha um den Tempel Preah Vihear wieder zu Gefechten gekommen. Im Vergleich zu Thailand hat Kambodscha wesentlich weniger Einfluss auf der Weltbühne, englischsprachige Medien gibt es kaum. Gleichzeitig macht die PAD (Yellow Shirts) schon seit Jahren massiv Propagandagegen den östlichen Nachbarn.
So ist man schnell geneigt, eher für Thailand Partei zu ergreifen und die Kambodschaner zum Sündenbock zu machen. Heute habe ich aber einmal den Konflikt aus der kambodschanischen Perspektive geschrieben – und war überrascht über das Ergebnis.
Die Frage, die sich eigentlich alle stellen, die diesen Konflikt objektiv betrachten ist, warum Thailand so dringend versucht seine innere politische Zerrissenheit in das arme Kambodscha zu exportieren. Wenn Red Shirts und Yellow Shirts sich bekämpfen wollen, dann können sie das in Thailand tun, aber warum nutzen sie Kambodscha als Sündenbock.
Aus kambodschanischer Sicht gibt es eigentlich gar keinen Zweifel wem der Tempel gehört. Die Angelegenheit wurde nämlich schon 1962 vor dem Internationalen Gerichtshof in den Haag entschieden: Der Tempel gehört Kambodscha.
Thailand hatte den Fall damals selbst vor das Gericht gebracht, akzeptiert aber das Urteil nicht. Jetzt, 50 Jahre nach dem Urteil, beschießen thailändische Geschütze schon wieder den Tempel.
Natürlich kann Thailand argumentieren, dass sie den Tempel im 19. Jahrhundert kontrolliert haben. Aber die Khmer haben ihn gebaut! Sie hatten im 9. Jahrhundert mit dem Bau begonnen und haben den Tempel in den nächsten 250 Jahren stetig umgebaut und erweitert und danach noch weitere drei Jahrhunderte dort zu ihren Göttern gebetet bis die Thais die Hauptstadt Ankor zwischen 1352 und 1431 gleich dreimal überfallen und geplündert haben.
Kambodscha hat sicher kein Interesse einen blutigen Konflikt weiterzuführen. Das Königreich ist immer noch dabei, die Wunden aus 30 Jahren Bürgerkrieg, dem Wahnsinn von Pol Pot und dem darauffolgenden Guerillakrieg in den 80ern und 90ern zu heilen, die insgesamt 2,5 Millionen Kambodschaner das Leben gekostet haben und das Land ruiniert hat.
Jeder Dollar, der wegen des Konfliktes mit Thailand in den Krieg gesteckt wird, fehlt bei den dringend benötigten Straßen, Schulen und Krankenhäusern.
Die Behauptung Thailands, dass Kambodscha den Geheimplan habe, thailändisches gebiet entlang der grenze zu stehlen ist zudem lächerlich.
Es ist allgemein bekannt, dass Kambodscha seit 1970 viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist, als das es auch nur die Kraft gehabt haben könnte auch nur einen Meter thailändischen Territoriums zu stehlen.
Im Gegenteil: Fachleute aus dem Ausland können dagegen bestätigen, dass thailändische Bauern in den 80ern begonnen haben, ein paar Hektar kambodschanischen Gebiets zu bepflanzen, als in Kambodscha Chaos herrschte.
Klar ist deswegen vor allem eines: Die Ganze Grenze muss endlich einmal systematisch vermessen und verzeichnet werden – ein für alle Mal.
Und für die umstrittenen 4,5 Quadratkilometer rund um den Tempel Preah Vihear wäre doch Folgendes denkbar: Warum macht man nicht einen Thai-Kambodschanischen Freundschaftspark daraus, verwaltet ihn gemeinsam mit einer neuzugründenden Verwaltungsgesellschaft mit Vertretern der Tourismusbehörden beider Länder. Man erlaubt Straßenhändlern und Kleinunternehmern aus beiden Ländern ihre Geschäfte dort zu eröffnen, die dann an den Millionen Touristen verdienen, die in den kommenden Jahrzehnten den Tempel besuchen werden.
Ein solches Modell hätte auch Vorbildcharakter für Grenzstreitigkeiten auf der ganzen Welt.
Wenn Thailand einen langen, blutigen Krieg vom Zaun brechen will, dann wird es das sicher auch schaffen. Sollte es aber dazu kommen werden die Beziehungen auf viele Jahre hinaus zerstört sein, hunderte Menschen müssen sinnlos sterben und die wirtschaftlichen Kosten für beide Länder werden astronomisch sein.
Jetzt müssen sich die kühlen Köpfe durchsetzen. Doch eines ist sicher: Die Kambodschaner werden den Tempel Preah Vihear um keinen Preis aufgeben.
Warum sollten sie auch? Es gehört ihnen.
In den nächsten Wochen werden auf Phuket die ersten Notunterkünfte für gestrandete Touristen gebaut werden.
Der Chef der Touristen-Polizei, Ekachai Pramanakul, der die Polizeistationen von Phuket und Phang Nga leitet, berichtet, dass die Häuser hinter dem Polizeihauptquartier an der Yaowarat Road auf Phuket errichtet werden sollen.
Die Unterkünfte bestehen aus zwei jeweils mit betten ausgestatteten, 16 Quadratemeter großen Doppelzimmern und werden von den Schülern der Berufsschule von Phuket gebaut.
Das Hilfsangebot richtet sich an Touristen und Expats, die in Phuket in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind und körperliche oder geistige Probleme haben.
„Vorher mussten die Touristen im Polizeihauptquartier schlafen und die Besucher, die hereinkamen, fanden das nicht so gut. Jetzt haben die Touristen mehr Privatsphäre, so Ekachai.
Angesichts der Hunderten von gestrandeten „Expats“, die ohne Pässe und Geld, Visa oder als Overstayer durch Phuket schlurfen, dürfte es wohl keinen halben Tag dauern, bis die Zimmer ausgebucht sind.
Eigentlich könnte die Touristenpolizei gleich einen Shuttleservice einrichten, die die Bewohner der Notunterkünfte am drei Uhr morgens in Patong einladen und in ihre neue Heimstadt bringen.
In der vergangenen Nacht haben kambodschanische Soldaten erneut mehrmals Vorposten der thailändischen Armee bei Phu Ma Khua angegriffen, konnten aber von den Thais zurückgeworfen werden.
Auf thailändischer Seite hat es keine Verluste gegeben.
Schon gestern abend um 8 Uhr hatten die Kambodschaner die Stellungen der Thais mit Handgranaten beworfen. Eine Stunde später versuchten sie dann, den Zaun zu durchbrechen, der die Stellungen umgibt, konnten aber zurückgeschlagen werden.
Wiederum eine später erfolgte ein erneuter Angriff mit Handgranaten, den die Thais entsprechend beantworteten.
In der Nacht erfolgte dann ein weitaus heftigerer Angriff mit direktem maschinengewehrfeuer, Granatwerfern und Raketenwerfern. Die Thais erwiderten das Feuer und konnten die Angreifer niederhalten.
Noch zwei weitere Male versuchten die kambodschaner die thailändische Stellung einzunehmen und bis heute morgen gegen halb sechs war sporadisches gewehrfeuer zu hören.
Wütende Fans der amerikanischen Metal-Band Deftones haben gestern im Thunder Dome von Muangthong Thani randaliert, Gläser und Flaschen geworfen, Mobiliar zertrümmert und Scheiben eingeschlagen, nachdem sie erfahren haben, dass das Konzert abgesagt wurde. Tausende Konzertbesucher hatten sich schon auf den Heimweg gemacht, doch andere ließen ihrem Frust freien Lauf. Später kamen dann zahlreiche Polizisten und stellten die Ordnung wieder her.
Es ist bislang unklar, warum das Konzert abgesagt wurde. Es scheint, als habe der Manager der Band den Eindruck gehabt, die Bühne wäre nicht standardgemäß und das Equipment der band funktioniere nicht bei der thailändischen Stromspannung.
Nachdem in den letzten zwei Wochen vier Träger von “Big Eye”-Kontaktlinsen in das Bangkoker Phra Nang Klao Hospital mit einer schweren Augeninfektion eingeliefert wurden, fordert der Augenarzt Thapanawong Tanguraiwan die Behörden jetzt auf, den Verkauf dieses Produktes stärker zu kontrollieren.
Die Patienten seien alle unter 20, die jüngste gerade einmal 14. Alle hätten rote, geschwollene Augen und grüne Schleimhäute. Alle hätten auch einen Kratzer auf der Hornhaut.
Alle hätten eine Infektion mit einem Bakterium namens Pseudomonas Aeruginosa. In schweren Fällen wird die Hornhaut in zwei Tagen beschädigt. Wenn nicht zügig behandelt wird, droht Blindheit. Auch die Entfernung des Auges könnte notwendig werden um eine Ausbreitung der Bakterien über das Blut zu vermeiden.
Die Ärzte führen die schweren Infektionen auf die „Big Eye“-Kontaktlinsen zurück, die für 300 Baht (= 6 Euro) auf Wochenendmärkten, über das Internet oder in geschäften verkauft werden.
Eine patientin, Natthaporn Oontham, 20, sagte sie sei kurzsichtig und habe “Big Eye”-Kontaktlinsen über das Internet bestellt um süß auszusehen. Nachdem sie das zweite Paar 23 Monate lang getragen habe, habe sie rote und entzündete Augen bekommen.
Rote Augen sehen sicher irritierend aus. Noch schlimmer sind aber die blauen und viel zu großen Kontaktlinsen, die die all zu modebewussten Thailänderinnen tragen.
Einer so verschönten Frau in die Augen zu schauen, treibt mir eiskalte Schauer den Rücken herunter.
Mich wundert nur, dass die Thai-Girls das auch noch ausgesprochen schön finden und glauben, dass sie so tatsächlich aussehen, wie die süßen Comicfiguren in den japanischen und koreanischen Mangas. Tun sie natürlich nicht. Eher wie der psychotische Bösewicht mit den stahlblauen Augen aus den James Bond-Filmen.
In Bangkok müssen – gerade rechtzeitig zum Valentinstag – die Kondomautomaten an öffentlichen Schulen wieder abgebaut warden, nachdem sich Eltern beschwert haben, dass die Geräte nur ein unnötiger Ansporn zu sexuellem Interesse für die Schüler seien.
Die Kondomautomaten in zwei Parks (Suan Rommaneenart, Suan Saranrom) werden nach Angaben der Bangkoker Verwaltung eigentlich gut angenommen. Die guten Verkaufszahlen sprächen für eine große Nachfrage.
Warum die Eltern keinen Bedarf sehen ist allerdings unverständlich. Ziehen sie eine ungewollte Schwangerschaft oder eine Infektion ihrer Tochter mit einer Geschlechtskrankheit vor.
Wenn die Eltern ihre Kinder wirklich vor „unnötigem Ansporn zu sexuellem Interesse“ bewahren wollten, dann sollten sie ihren Zugang zu deren „hi5“-Account sperren. Hi5 ist das thailändische Facebook und was die Eltern dort zu sehen bekämen, würde sie in ihren Grundfesten erschüttern.
Natürlich ist nicht sicher, dass sich wirklich viele Eltern beschwert haben. Möglich ist in Thailand auch immer, dass sich eine sehr einflussreiche Einzelperson dagegen ausgesprochen hat, um so ihre altchinesischen Moralvorstellungen in die Welt zu bringen.
Fünf thailändische Soldaten wurde verwundet, als kambodschanische Truppen heute Morgen um 5 Uhr das Feuer auf die thailändischen Stellungen in der Provinz Si Saket eröffneten.
Nur Stunden davor hatte der UN-Sicherheitsrat noch eine permanente Waffenruhe gefordert. Von den fünf verwundeten ist ein Soldaten schwer verwundet und schwebt in Lebensgefahr.
Die Zivilisten in der Region sind gerade in den letzten Tagen erst wieder in ihre Häuser zurückgekehrt, einige schlafen aber weiterhin in Bunkern und gehen nur tagsüber zurück in ihre Dörfer.
Munition im Grenzkonflikt mit Kambodscha – Schutzamulette
Die thailändische Armee ist davon überzeugt, die Hilfe von Talismanen zu benötigen, um sich vor den kambodschanischen Soldaten zu schützen.
Der Chef der 2. Armee, Thawatchai Samutsakhon, verteilte am Freitag Talismane an seine Soldaten, um sie so vor Verhexungen durch die Kambodschaner, während der Kämpfe im Grenzgebiet in der Provinz Si Saket, zu schützen.
„Ich glaube daran und ich habe eine Fürsorgepflicht für meine Untergebenen in jeder nur erdenklichen Weise,“ erklärte Armeeführer Thawatchai.
Der Militär ist Anhänger des Luang Poo Jiam Atissayo, einem verehrten Mönch im Tempel Intrasukaram.
Bereits in seiner Zeit als stellvertretender Chef der 2.Armee war er Kommandeur der Pattani Task Force im von Unruhen erschütterten Südthailand, wo er ebenfalls Amulette und Talismane verteilte.
Die Talismane sollen vor allem gegen schwarze Magie schützen, so Thawatchai. Daneben sollen die die Anhänger aber auch die Truppenmoralstärken.
Neueste Geheimwaffe der Thai-Militärs: Ein Nachbau von Gandalf, dem Magier aus Herr der Ringe
In der Armee geht man davon aus, dass die Truppen der Khmer “eine Art Ritual” auf dem umkämpften Preah Vihear Tempel abhalten werden, um auf die neuen Talismane der Thais zu reagieren.
Der Aberglaube ist jedoch nicht neu. Als die Ehefrau des kambodschanischen Premierministers im August 2008 einem Ritual beiwohnte, ging bei den benachbarten Thais die Angst um, es könne Unglück über Thailand bringen.
Nur für die ganz harten Jungs: gemeinsames thai-amerikanisches Schlangenessen
Alljährlich spielt Thailand mit seinem Gönner, den USA, Krieg. Jetzt sind allerdings
schon zwei F 16-Flieger kaputt, weil sie in der Luft über der Provinz Chaiyaphum zusammengestoßen sind. Die Piloten konnten sich aber per Schleudersitz retten und segelten über einem Waldstück zu Boden.
Bei dem Stückpreis einer dieser F 16 hat sich Thailand während des Cobra Gold Manövers vermutlich schon mehr Verluste zugefügt als in dem viertägigen Artillerieduell mit Kambodscha in der vergangenen Woche.
Das Cobra Gold Manöver ist das größte der Welt. 11.220 Menschen sind an der Übung beteiligt, darunter 7.200 US-Soldaten, die von dem thailändischen Luftstützpunkt Utapao in der Provinz Chantaburi aus operieren. Das Flugfeld dürfte ihnen wohl bekannt sein, denn von dort aus flogen die USA bereits im Vietnamkrieg ihre verheerenden Bombereinsätze.
Nur die Hälfte der Schüler erschien am ersten Unterrichtstag nach den Zusammenstößen von thailändischen und kambodschanischen Grenztruppen in der vergangen Woche. Die Eltern seien noch nicht ganz davon überzeugt, dass ihre Kinder auch wirklich sicher seien, sagte ein leitender Bildungsbeamter heute Morgen.
Bei den Kämpfen der vergangenen Woche wurden drei Menschen getötet und viele andere verletzt. Der Artilleriebeschuss von der kambodschanischen Seite zwang viele dazu in Bunkern und Stadien Schutz zu suchen.
Die Kanonade ließ viele Gebäude bis auf die Grundmauern niederbrennen, darunter auch einige Schulen. Die Schulen entlang der kambodschanischen Grenze waren in den vergangenen fünf Tagen geschlossen gewesen.
Dass soviele Schüler heute fehlten, dürfte für sie kaum ein Versäumnis sein, denn viele der Unterrichtsmaterialien wurden während der Evakuierung zerstört oder sind verloren gegangen.
Eine von der Bangkoker ABAC-Universität durchgeführte Befragung von 1.256 Bangkoker Jugendlichen hat ergeben, dass 70 Prozent es nicht mehr für nötig halten, am Valentinstag Sex zu haben.
Rund 60 Prozent der Jugendlichen zwischen 12 und 24 Jahren gaben außerdem an, der Tag sei nichts Besonderes für sie.
Wiederum 70 Prozent sagten, sie seinen noch Jungfrauen. Von denen, die bereits Sex gehabt hatten, erklärten 80 Prozent, sie hätten sich schon einmal dem Risiko einer sexuell übertragbaren Krankheit ausgesetzt, weil sie nur manchmal oder sogar noch nie ein Kondom benutzt hätten.
Die befragten sollten in der Umfrage auch Auskunft darüber geben, was sie einem Freund oder einer Freundin raten würden, deren Partner/in vorgeschlagen habe, am Valentinstag Sex zu haben.
Etwa 36 Prozent sagten, sie würden dem freund oder der Freundin raten, damit bis nach der Hochzeit zu warten. Fast genausoviele hielten das aber für OK, wenn ein Kondom benutzt würde. 18 Prozent hielten das für normal.
Interessant: 7 Prozent würden raten, mit dem Partner Schluss zu machen.
Früher war das anders. Ich habe mal im Pratu Namo Archiv nachgeschaut und festgestellt, dass die Beiträge früher noch anders hießen. Zum Beispiel:
Thailand ist - nicht zuletzt durch eine großangelegte Kampagne der Tourismusbehörde – bekannt als das Land des Lächelns. Und das zu Recht. Es scheint, dass egal wohin man in Thailand geht oder was man tut: Die Thais lächeln einen an. Die meisten Menschen glauben deshalb, dass die Thais immer glücklich sind. Doch das Thai-Lächeln ist viel vielschichtiger, als man denken könnte.
In Thailand kann ein Lächeln Glücklichsein ausdrücken, kann aber auch etwas völlig anderes bedeuten. Ein Lächeln richtig zu deuten, kann aber wichtig sein, um sich in der doch recht komplizierten, fremden aber einzigartigen Kultur Thailands zurecht zu finden.
Wenn man in Thailand lebt und jeden Tag im beruf und Privatleben von Thais umgeben ist, fällt es einem bald leicht, die Unterschiede im Lächeln zu erkennen. Dann merkt man schnell, dass ein Lächeln sicher ein Ausdruck von Freude ist, aber auch negative Emotionen wie etwa Verlegenheit, Bedauern, Verwirrung oder sogar Zorn ausdrücken kann.
Für westliche Ausländer ist das oft verwirrend. Weiß man aber, dass es für die Thais sehr wichtig ist, Konflikte zu vermeiden und die zwischenmenschliche Harmonie zu erhalten, versteht man auch, warum Thais auch in negativen Zusammenhängen lächeln.
Es gibt viele Arten von Lächeln und noch mehr Bedeutungen. Einige davon sind hier zusammengestellt (gelegentlich mit etwas Sinn für Ironie zu lesen).
Das „Entschuldigen Sie den Fehler“-Lächeln
Es ist häufig in Restaurants oder an anderen orten, an denen sich frustrierte Touristen herumtreiben, zu finden. Beschwerden über das Essen werden prompt mit einem Lächeln beantwortet. Das frustriert den gast allerdings meist umso mehr, denn der kellner findet den Umstand, dass das falsche Gericht gebracht wurde wohl noch lustig. In Wahrheit ist das Lächeln allerdings als aufrichtige Entschuldigung zu verstehen.
Das “Ich hab’ keine Ahnung wovon Sie überhaupt reden”-Lächeln
Ein weiteres von Touristen oft missverstandenes Lächeln. Zwar sprechen die meisten Thais etwas English doch meist nur sehr wenig. Vor allem, wenn Sie mit schnell sprechenden westlichen Ausländern konfrontiert werden, die Englisch als Muttersprache haben, sind die meisten Thais deutlich überfordert.
Das “Ich weiß nicht, was ich sagen soll”-Lächeln
Ein Verwandter des “Ich hab’ keine Ahnung wovon Sie überhaupt reden”-Lächelns. Oft haben Thais einfach nicht das richtige englische Wort in ihrem Wortschatz, um die Frage angemessen zu beantworten. Auch kann es sein, dass die Antwort dem Thai aus kulturellen Gründen unpassend erscheint, etwa weil sie den Ausländer oder ihn selbst beschämen würde.
Das „Ist mir egal“-Lächeln
Diese Art zu Lächeln ist nicht schwer zu erkennen, denn in der westlichen Welt haben wir fast genau das gleiche. Meist tritt es zutage, wenn es zu einer Situation kommt, in der zwei Menschen unterschiedlicher Meinung sind und zumindest einer keine Lust hat sich zu streiten. Dies wird in der regel meist der Thai sein, denn in seiner Kultur ist es wichtig Konflikte zu vermeiden und die Harmonie zu wahren. Daher lächelt er, auch wenn es seiner Meinung nach komplett falsch läuft.
Das „Es ist mir so peinlich, dass ich im Erdboden versinken möchte“-Lächeln
Dieses Lächeln folgt oft auf das oben genannte „Entschuldigen Sie den Fehler“-Lächeln. Es wird angewendet, wenn der erboste Tourist den Thai mit Beschimpfungen überzieht, wobei ein Lächeln den Tourist dann nur noch weiter in Rage bringt. Dies kann dann allerdings (aber eher selten) zu dem folgenden Lächeln führen.
Das „Ich könnte dich erwürgen“-Lächeln
Das ist naturgemäß ein sehr gefährliches Lächeln und wenn es aufzieht, sollte man seine folgenden Handlungen und Worte genau überdenken. Thais verfügen über eine ausgeprägte Selbstbeherrschung, aber selbst bei zurückhaltenden Menschen kann man den Bogen überspannen. Wenn man also dieses Lächeln zu sehen bekommt, sollte man zügig das Weite suchen. Wenn Thais die Kontrolle verlieren, dann in in einer fürchterlichen Raserei. Dazu kommt, dass jeder Landsmann und jede –frau in rufweite zur Hilfe kommt, was üble Folgen haben kann.
Thailand ist ein hervorragendes Land, das mit Abenteuer, beeindruckender Kultur, Naturwundern, Party, tollem Essen und Einkaufsmöglichkeiten lockt. Die Kombination all dieser Attribute mit günstigen Preisen, warmem Wetter und freundlichen Thais macht es verständlich, warum so sich viele Menschen in das Land verlieben.
Wenn man sich ein bisschen bemüht, die Kultur zu verstehen, bevor man Thailand besucht, hat man einfach mehr von seiner Reise.
Noch ist er da - der weltberühmte Strand von Pattaya
Nach Erkenntnissen von Professor Thanawat Jarupongsakul von der Bangkoker Chulalongkorn Universität wird der Strand von Pattaya in fünf Jahren verschwunden sein - wenn keine Gegenmaßnahmen ergriffen werden.
Die jüngsten Ergebnisse zeigten, dass das Ufer vor Pattaya nur noch vier bis fünf Meter breit sei. Im Jahr 1952 waren es noch 35 Meter gewesen und im Jahr 2002 immerhin noch 18 Meter.
Er empfiehlt daher den Sand, der seitdem weggeschwemmt worden ist wieder aufzufüllen – bis zu 200.000 Kubikmeter seinen dazu nötig.
Ein Jahr werde man voraussichtlich brauchen, um den Strand wieder auf den Stand von 1952 zu verbreitern. In Japan und Singapur waren ähnliche Projekte bereits erfolgreich.
Rerm Chiawkij hält das Projekt dagegen aber für überflüssig. Der 78jährige vermietet am Strand von Pattaya seit 50 Jahren Liegestühle und sieht überhaupt kein Problem: „Was ich mit meinen Augen sehen kann, wird der Strand zwischen November und Februar schmaler, aber wenn der Wind wieder dreht, dann wird er auch wieder breiter.“
Entsprechend hält er das Wiederauffüllungsprojekt für rausgeschmissenes Geld.
Auf den ersten Blick liest sich die Meldung wie so viele die täglich aus Pattaya kommen. Gewalt, Drogen und Verbrechen sind in der Urlaubermetropole am Golf von Thailand Alltag.
Interessant ist höchstens, dass die Angegriffenen zwei männliche kanadische Models und thailändische Frauen aus der High Society waren, denen bekannte Restaurants und Juwelierläden in Pattaya gehören.
Die Angestellten dürften dagegen wohl wie so oft aus dem armen Isaan stammen. Also hat sich arm gegen reich erhoben. Eigentlich lange undenkbar.
Die Kommentare auf diese Meldung im Expat-Webmagazin „Thaivisa“ sind aber interessant, weil es sicher nicht selten ist, dass thailändisches Barpersonal ausländische Kunden verletzt. Die über den Kopf gezogene Bierflasche ist da eigentlich schon fast Standard. Sie ist quasi der Preis dafür, dass sich der Farang über die Rechnung beschwert hat (ob zu recht oder nicht bleibt dahingestellt).
Ich habe das selber mal auf Ko Chang gesehen (wo es eigentlich für die damaligen Verhältnisse ungewöhnlich war, weil es dort noch recht beschaulich war vor einigen Jahren).
Freund oder Feind? Die Chang Bierflasche
Der meist männliche Farang hat deutlich einen über den Durst getrunken und bekommt irgendwann die Rechnung vorgelegt. Je nachdem wie gemein das Barpersonal und/oder wie betrunken der ausländische Gast ist, ist die Rechnung sogar etwas aufgemotzt. Wenn der Gast protestiert und das auch noch mit den für Betrunkene üblichen Unflätigkeiten, wird er sich deutlich darauf hingewiesen, sich seine Worte genau zu überlegen. Wenn das Gepöbel dann nicht aufhört, kracht irgendwann die obligatorische 0,66er Chang-Bierflasche mit Leidenschaft auf den Schädel des Farangs nieder.
Interessant ist aber auch, dass die Flaschen immer öfter auch wegen Nichtigkeiten geschwungen werden. Nicht mehr nur in Pattaya, sondern beispielsweise auch auf der Khao San Road.
Weil die Barbesitzer meist organisiert sind und gute „Beziehungen“ zur Polizei haben, bleibt der immerhin potentiell lebensgefährliche Übergriff für die Täter ohne Folgen.
Der Thaivisa-User bulmercke schreibt zum Beispiel:
Auch auf der Khao San Road in Bangkok gibt es ein paar Lokale, deren thailändischen Angestellten es kaum abwarten können, einen Gast anzugreifen, sobald sich die Gelegenheit dazu bietet, selbst wegen kleinster Anlässe.
Ich habe auf Ko Samui 1996/1997 den Schädel in einer großen Bar/Disco gebrochen bekommen, weil ich protestiert hatte, als die Angestellten meine Freundin belästigten. Ich habe niemanden beleidigt, keinen bedroht noch war betrunken. Ich war alleine und die waren zu sechst.
Die Khao San Road hat zu meinem Rettungsdienstbezirk gehört und ich kann mir denken, welche Lokale gemeint sind, weil wir dort oft verletzte Farangs versorgt haben, nachdem die Türsteher oder das Personal sich ihrer angenommen hatten.
Der user kuffki schreibt sogar:
Ich habe auch schon recht nüchterne Gäste gesehen, die eine Flasche übergezogen bekommen haben, weil sie sich wegen einer manipulierten Rechnung beschwert haben. Manchmal haben auch die Bargirls einfach die Barglocke geläutet, obwohl der Gast das gar nicht wollte und obwohl er lautstark erklärte, dass er keine Runde für die 30 Bargirls ausgeben wollte. Auch der wurde mit der Flasche niedergeschlagen.
Ich habe auch Gäste gesehen, die komplett nüchtern mit Angestellten der Bar diskutierten und von völlig Fremden mit einer Flasche geschlagen und verprügelt wurden.
Ich habe auch Gäste gesehen, die von dem Barpersonal angegriffen wurden, aber der bessere Kämpfer waren, woraufhin wahllos alle Thais auf ihn eindroschen
Der User rhiekel schreibt dagegen süffisant:
Wenn diese Frauen wirklich zur High Society von Pattaya gehören, dann sollten sich die Angestellten der Go-Go-bar schleunigst zurück in den Isaan gehen, sich die Köpfe rasieren und für eine Weile Mönche werden. Das dürfte die einzige Möglichkeit für sie sein, am Leben zu bleiben.
Und tatsächlich. Während der geprügelte Farang seinen Thailandurlaub mit Kopfverband zu Ende bringt und mehr als eine Anzeige bei der Polizei nicht machen kann, haben die gut vernetzten Geschäftsfrauen einen ganz anderen Draht zur Polizei.
Ein Tempel in der thailändischen Provinz Suphan Buri ist zu landeweiter Berühmtheit gelangt, seit in einem der Wandmalereien die japanische Comicfigur Doraemon entdeckt wurde.
In Deutschland ist die himmelblaue Roboterkatze zwar kaum bekannt, aber in Thailand kennt die Figur jedes Schulkind. Hinzugefügt wurde die Doraemonfigur von dem Künstler Rakkiat Lertjitsakun added
Jetzt erklären auf der Tempelmalerei als Doraemon und sein Gefährte Nobita den Himmel, die Hölle und die 10 Inkarnationen Buddhas.
Die Zeichnungen sind recht klein und schwer zu finden, was offenbar ein zusätzlicher Anreiz ist.
Unter den örtlichen Kindern ist die Idee ein Renner und täglich stehen sie in großen Trauben um die Comiczeichnungen und lernen so nebenbei etwas über die buddhistische Lehre.
Dabei sind die Zeichnungen nicht ganz ohne: In einer Szene ist die Comic-Katze in der Hölle zu sehen, wo sie zusammen mit anderen klagenden Sündern in einer Pfanne gebraten wird. In einer anderen Szene bewacht Doraemon den Buddha und in einer weiteren ist die Figur beim Planschen zu sehen.
Doch ist gibt auch politische Anspielungen: So steht Doraemon in einer Malerei zusammen mit Nobita vor der thailändischen Flagge, wobei der eine rot, der andere gelb trägt. Ein Seitenhieb auf die politischen Massenproteste der Red Shirts und der Gelbhemden.
Auch der tatsächlich auf dem Tempelgelände existierende dreibeinige Hund ist dargestellt.
Die erwachsenen Dorfbewohner finden die neuen Malereien gut. Beschädigt seien die originalen Wandmalereien dadurch nicht. Es sei gut, den Kindern etwas über gut und böse, Himmel und Hölle beizubringen.
Der Künstler Rakkiat hatte bereits 2005 mit den Arbeiten begonnen. Es sei schon lange Tradition in den Wandmalereien versteckte Botschaften zu integrieren. Früher habe man oft Sexszenen eingebaut.
Mit dem Hinzufügen von Doraemon und anderen modernen Szenen möchte er auch die Gegenwart für die Nachwelt erhalten.
Hauptmann Sansern Kaewkamnerd, der Sprecher der thailändischen Armee erklärte, die thailändische Armee habe, anders als Kambodscha keine der weitgehend geächteten Cluster-Bomben bei den grenzkämpfen der letzten tage eingesetzt.
Ein thailändischer Soldat der paramilitärischen Ranger Kompanie 2306 sei bei einem Angriff mit Cluster-Munition ums Leben gekommen.
Zuvor hatte die kambodschanische Seite Thailand bereits vorgeworfen Cluster-Granaten verschossen zu haben.
Kambodschas Premierminister Hun Sen wird wie folgt zitiert:”Sie haben Cluster-Bomben verschossen. Das ist doch nicht nur ein Scharmützel. Das ist ein Krieg!“
Experten aus dem Ausland zweifeln diese Aussage allerdings an.
Cluster-Bomben sind Behälter die Dutzende oder Hunderte kleiner Sprengkörper über eine große Fläche verteilen. Besonders die Zivilbevölkerung leidet unter den vielen kleinen Bomben, denn die liegen noch im Boden, wenn der Konflikt schon lange beendet ist. Die Räumung dieser Sprengkörper ist zudem sehr teuer.
Cluster-Bomben haben in Südostasien Tradition. Diese hier haben B-52 Bomber im Jahr 1971 über Laos abgeworfen
Bild: flickr / pjriccio2006
Thailand und Kambodscha sind nicht unter den 43 Nationen, die eine Konvention gegen Cluster-Munition unterschrieben haben. Das Abkommen, das am 1. August letzten Jahres in Kraft getreten ist, untersagt, Anschaffung, Einsatz und Handel mit Cluster-Bomben.
Auch die großen Militärmächte der Welt, also die USA, Russland und China, haben das abkommen nicht ratifiziert und haben große Bestände dieser heimtückischen Waffen.
Glückliche Bangkoker Helmträger: „Soviel Helm war nie!“
Bild: flickr/ Harsha k R
Trotz Krieg mit Kambodscha und Massenprotesten auf den Straßen: Thailands Premierminister Abhisit Vejjajiva gehen die guten Nachrichten nicht aus. Jetzt konnte er verkünden, dass die Zahl der Helmtragenden um 60 Prozent gestiegen ist. Darüber hinaus sollen Passagiere von Motorradtaxis fortan kostenlos einen Kopfschutz bekommen.
Der Premier erklärte, die Zahl der Helmträger habe sich durch eine PR-Kampagne, die zum Helmtragen aufforderte, im Vergleich zum vergangenen Jahr verdoppelt. Bangkok, Phuket und Loei seien die Spitzenreiter auf der Helm-Hitliste.
Wichtig sei es jetzt, so Abhisit, dass auch auf die Qualität der Helme geachtet werde, damit die auch den Sicherheitsstandards entsprächen.
An der Erklärung Abhisits zeigt sich, wie wichtig das Thema in Thailand offenbar zu sein scheint. Andere Länder lassen gerne ihre Verkehrsminister oder Vertreter der Polizei solche Statistiken vorlesen. Aber der amtierende Premier ist sich tatsächlich für nichts zu schade.
Das Armutsgelübde buddhistischer Mönche schließt den Besitz von Helmen ausdrücklich aus
Bild: flickr/ Wen Yan King
Wo die 60 Prozent mehr Helmträger geblieben sind, ist allerdings die Frage. Gäbe es in Bangkok an den Straßenkreuzungen keine Polizisten, die am Monatsende dringend das Schuldgeld für ihre Kinder zusammenbekommen müssten, würde wohl auch dort keine mehr „Strafzettel“ für Fahren ohne Helm ausstellen.
Auf dem Land fahren traditionell ohnehin genau 0 Prozent der Motorradfahrer mit Helm, weswegen eine Steigerung um 60 Prozent nicht feststellbar ist.
Sicher tragen einige Motorradfahrer Helme, die aber teil abenteuerlich sind und kaum mehr zur Schädelsicherheit beitragen, als eine aufgesetzte Plastikwaschschüssel.
60 Prozent tragen jetzt Helme (nur 58 Prozent fahren aber dabei Motorrad)
Bild: flickr/ Null0
Möglich, dass der Premier auch augenzwinkernd auf die vielen Straßenkrawalle und Massenproteste für seinen Rücktritt der letzten Monate hinweisen will und auf die Präsenz des Militärs und Polizei in Straßenkampfmontur in den Bangkoker Straßen.
Dieser Selbstironie gebührt dann natürlich Hochachtung.
Getrockneter Seetang ist überall in Asien beliebt – eigentlich, weil er gesund ist
Bild: flickr/ polymerchicken
Eine 23-jährige Neuseeländerin ist gestern in Chiang Mai, der nördlichen Metropole Thailands, nach dem Verzehr von giftigem Seetang, den sie auf einem Markt gekauft hatte, gestorben.
Auch die beiden Freundinnen von Sarah Katherine Carter waren von dem Seetang schwer vergiftet worden und mussten ins Krankenhaus.
Ihre Eltern besuchten Sarah noch um 10 Uhr abends und es schien zunächst wie eine schwere Lebensmittelvergiftung. Sie wirkte abwesend und hörte sich nicht gut an, aber es schien nicht ernst.
Das Chiang Mai Ram Krankenhaus, in das die Neuseeländerin gebracht wurde
Ihr Vater erklärte: „Wir sagten noch: Nach einer guten Nacht geht es dir morgen früh wieder besser. Doch in der nächsten Stunde kam das Zeug in ihr Herz und schnürte es ihr zu.“
In der Nacht hatte Sarahs Herz nur noch 10 Prozent seiner Leistung, doch sie überlebte zunächst. Später am Nachmittag starb sie dennoch.
Sarah Katherine Carter (23†)
Zwar war sie vorher schon in Australien gewesen, doch die dreiwöchige Reise nach Thailand war Sahras erste wirkliche Fernreise. Zu dritt war sie mit zwei Freundinnen durch Vietnam und Thailand gereist.
Sahras beiden Freundinnen sind bereits auf dem Wege der Besserung, bei einer von ihnen war allerdings eine Notoperation am herzen nötig, um sie zu retten.
Der Fall zeigt, dass es in Thailand immer wieder gefährlich sein kann, einfach irgendetwas zu probieren, ohne zu wissen, was es genau ist. Weil es keine Lebensmittelkontrollen gibt und niemand die Händler überwacht, trägt jeder das Risiko selber. Im schlimmsten Fall sind die Lebensmittel einfach nur dreckig und verderben einem eine Woche lang mit einer Lebensmittelvergiftung den Urlaub. Im schlimmsten Fall sind sie aber tödlich.
Kambodschas Wahrzeichen. Die Tempelanlagen von Angkor
Bild: flickr/cornstaruk
Der Anführer der Yellow Shirts Sondhi Limthongkul forderte die Armee in einer Rede vor PAD-Anhängern an der Makkhawan Brücke in Bangkok auf, auf kambodschanisches Gebiet vorzurücken und Angkor Wat einzunehmen.
Er sagte, dass man bei einem Feldzug den militärischen Vorteil suchen müsse, bevor man mit den verhandlungen beginne. Hätte der Premierminister Abhisit Vejjajiva mehr Verstand gehabt, hätte er das auch getan, so der Anführer der Gelbhemden.
Die PAD geht davon aus, dass der Konflikt in einen langen krieg ausarten wird, den der kambodschanische Premier Hun Sen habe seinen 33-jährigen Sohn zum Oberbefehlshaber in dem Konflikt gemacht.
Sondhi forderte die Armee auf, die Kambodschaner von "thailändischem Territorium" zu vertreiben und verlangte, dass die Luftwaffe ihre Schlagkraft zeige, bevor man sich auf Verhandlungen einließe.
Dabei solle die Armee bis Battambang, Siem Riap, Angkor Wat und Koh Kong vorstoßen. Danach könne man in verhandlungen, die von China und den ASEAN-Staaten geleitet werden sollen, das eroberte kambodschanische Gelände gegen den Preah Vihear-Tempel eintauschen.
Diplomatie habe in einem militärischen Feldzug nichts zu suchen, glaubt Sondhi. es gehe hier nicht um China oder Vietnam, sondern lediglich um Kambodscha, das nicht einmal Kriegsschiffe besitze. Thailand müsse jetzt seine militärische Überlegenheit ausspielen.
Panzer der thailändischen Armee werden abgeladen, um die Kampftruppen an der grenze zu Kambodscha zu verstärken
Bild: thapanee3miti
Sondhi weiter in seiner Rede:
"An alle, die behaupten, wir seien kriegsverrückt: Keiner von uns, die wir hier sitzen, möchte, dass unsere Kinder in einen krieg gehen und sterben. Doch für eine große Sache, für die verteidigung des Landes zu sterben, ist es wert.
Wir haben 300.000 Soldaten, die besser ausgerüstet sind, als die kambodschanischen Soldaten, aber wir haben keinen Mut, denn unsere führenden Militärs dienen bösen Politikern. Heute ist der [Verteidigungsminister] General Pravit Wongsuwan doch kein Soldat mehr, sondern nurmehr ein Politiker, der für politischen Zuspruch alles sagen würde."
Thailändische Soldaten seien getötet worden, weil thailändische Generäle nicht entschieden genug gewesen seien, denn der Konflikt diene ihren Interessen, wie etwa dem Benzinexport oder dem handel im Grenzgebiet.
Das thailändische Militär müsse an der Seite der Nation stehen, nicht an der Seite des [Verteidigungsministers] Pravit, denn nichts sei wichtiger als die Nation, der König und die Königin, erklärte der Yellow Shirts-Führer Sondhi
Wer glaubt, bei den Artilleriegefechten an der thailändischen-kambodschanischen grenze ginge es wirklich nur um die Ruine eines 800 Jahre alten Tempels übersieht, was wirklich hinter dem schwärenden Konflikt steckt: Nationalistischer Eifer und politische Effekthascherei.
Nicht gut auf Kambodscha zu sprechen – die thailändischen Yellow Shirts
Bild: flickr/ Szymon Kochanski
Zwar ist der genau Auslöser für die kriegerischen Zusammenstöße der vergangenen tage weiterhin unklar, aber die Spannungen sich vor allem verstärkt, als sieben Thais – darunter ein Abgeordneter - in Kambodscha wegen illegalen Grenzübertritts festgenommen wurde.
Zwei von ihnen wurden wegen Spionage zu langen Haftstrafen verurteilt, was die Nationalisten in Thailand auf die Barrikaden brachte.
In beiden Ländern wird der Grenzkonflikt um den alten Khmer-Tempel schon seit Langem von den Regierungen beider Länder genutzt, um ihren Rückhalt im nationalistischen Lager zu stärken und vor den kommenden Wahlen Stimmen abzufischen.
gerade jüngst hat der kambodschanische Premierminister Hun Sen wieder eine patriotische Tirade in Richtung des thailändischen Nachbarn von sich gegeben, in der er das Königreich einen Eindringling und Aggressor nannte und eine Intervention der Vereinten Nationen forderte. Für den thailändischen Premier Abhisit ein erneuter rhetorischer Nadelstich.
Patriotische Sticheleien auf dem Tempelgelände
Bild: flickr/ paniek
Auf thailändischer Seite spielt der Nationalismus eine ebenso zentrale Rolle, nur hat er einen anderen Ursprung. Während die Regierung den Konflikt mit dem Grenznachbarn zu entschärfen versucht, blockieren aufgebrachte Massen die Bangkoker Straßen und verlangen Reaktionen ihrer Regierung und fordern den Rücktritt des ihrer Meinung nach zu nachsichtigen Premiers.
Die royalistischen ”Yellow Shirts” kritisieren Kambodscha seit langen wegen des Grenzstreits und vor allem auch, weil das Land, den aus dem Amt geputschten, thailändischen Ex-Premier Thaksin Shinawatra 2009 als Wirtschaftsberater angeheuert hatte.
Mehr als ein halbes Dutzend Menschen sind seit dem Ausbruch der Kämpfe um den Preah Vihear Tempel am Freitag bereits getötet worden und beide Seiten werfen der jeweils anderen Seite vor, zuerst geschossen zu haben.
Das Corpus Delicti – der Prea Vihear Tempel aus dem 12. Jahrhundert
Bild: flickr / jeffmcneill
Die Beziehungen zwischen beiden Ländern waren schon seit dem Jahr 2008 belastet, als der Tempel zum UN Weltkulturerbe erklärt wurde.
Der Internationale Gerichtshof hatte bereits im Jahr 1962 entschieden, dass der Tempel selber zu Kambodscha gehört, um das umgebende Gelände streiten sich aber beide Länder.
Eines der bekanntesten und gleichzeitig berüchtigsten Einkaufszentren in Bangkok ist das Pantip Plaza. Touristen mögen sicherlich eher vom Fake-Tempel MBK tendenziell eher angezogen sein, doch für jeden, der Bangkok zumindest mittelfristig sein Zuhause nennt, ist das Pantip eine Anlaufstelle, wenn es um irgendetwas geht, was mit Elektronik und/oder Software zu tun hat.
Bild: flickr/Gavinzac
In dem betonfarbenen, fünfstöckigen IT-Tempel an der Petchburi Road im Zentrum Bangkoks verkaufen hunderte kleiner Ladengeschäfte Computerhardware und –software. Letztere sowohl legal als auch raubkopiert. Dazu gibt es quasi alles, was an elektronischem Zubehör denkbar ist – und oft auch das, was man bisher für undenkbar gehalten hatte.
Auch, wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, aber der Wahnsinn im Pantip hat Methode.
Zwar scheint es zunächst unmöglich sich in dem Auf und Ab der Rolltreppen und dem Gewirr aus fluoreszierenden Leuchtreklamen zurechtzufinden, aber es gibt ein zumindest rudimentäres Grundprinzip:
Im Erdgeschoss wird vor allem Handy-Zubehör verkauft, elektronisches Plastikspielzeug wie etwa ferngesteuerte Hubschrauber und elektrische Fliegenklatschen. Auch einige Software-, Spiele- und Filmgeschäfte gibt es hier.
Im ersten Stock findet sich dann der große Data IT-Laden mit dem auffälligen, gelben Reklameschild, wo man eine große Auswahl an Markenelektronik findet.
Der zweite Stock ist immer der anstrendgendste, weil hier die Verkaufsbuden der raubkopierten Software, Musik, Filme und Pornos sind, die ihre „sexy movies“ recht aggressiv an den Mann oder- noch rüpelhafter – an die Frau bringen wollen.
Der dritte Stock wird vor allem von Computer- und Fotogeschäften geprägt. Hier gibt es auch externe Festplatten, CPUs und RAM. Einige Läden haben sich auch drauf spezialisiert, Rechner auch nach Wunsch zusammenzubauen oder zu reparieren.
Im fünften Stock gibt es nur ein einziges, dafür richtig großes Geschäft: die IT City, die eher hochpreisige Geräte von Markenherstellern verkauft. Hier kauft man vor allem ein, wenn man viele verschiedene Teile auf einen Rutsch kaufen will.
Bild: flickr/Jetalone
Der Vorplatz des Pantip Plaza mit dem immerwährenden Stau der Petchburi Road und den nervigen TukTuk-Fahrern, die einen für zarte 800 Baht eine Ecke weiter fahren wollen, sieht auf den ersten Blick nicht allzu einladend aus, doch hier gibt es entlang der Straße zahlreiche Essensstände mit Grillfleisch, Eiskaffee und frischem Obst. Oft eine willkommene Stärkung beim Elektronik-Shoppen.
Es gibt auch die ganzen obligatorischen Restaurantketten wie S&P, KFC und A&W im Pantip. Doch wer da hingeht, ist selbst dran schuld. Wer schlau ist, fährt in den zweiten Stock und ist im dortigen Food Court, der für kleines Geld eine reichhaltige und auch recht leckere Auswahl an typischen Thai-Gerichten anbietet.
Am besten geht man mittags in Pantip Plaza, denn die Öffnungszeiten der Geschäfte sind recht unterschiedlich. Manche öffnen erst spät, während andere schon sehr früh wieder schließen. Wenn man also mit einem Einkauf alles erledigen will, dann ist die Mittagszeit die beste Einkaufszeit.
Vor einigen Jahren schrieb sogar einer der berühmtesten Rockmusiker Thailands – Sek Loso – ein Lied, in dem auch das Pantip eine Rolle spielte: „Dtee mai bpai Panthip“ – Überallhin außer ins Pantip Plaza. (Im Song erklärt er seiner neuen Flamme, dass er mit ihr überall zum Einkaufen hingeht, aber nicht ins Pantip Plaza, weil dort eine Ex-Freundin von ihm arbeitet.)
Das Pantip Plaza: 604/3 Petchaburi Road. Die nächste BTS-Station (”Skytrain”) ist Ratchatewi.
Alle Taxifahrer verstehen „Pantip“ und wissen dann wohin die fahrt gehen soll.