Sind Backpacker die schlechteren Touristen?
Das Problem ist wohl, dass viele Rucksackreisende schon bevor sie überhaupt starten, wissen, was sie nach ihrem Trip erzählen wollen: "von den Einheimischen zum Essen eingeladen", "stundenlang mit den Locals beim Bier zusammengesessen", "das heruntergekommeneste Zimmer voller Kakerlaken", "denselben Preis wie die Einheimischen bezahlt", etc.
Dementsprechend jagen sie dann diesen Vorstellungen hinterher. Ich kann dieses Phänomen jedes Mal beobachten, wenn ich auf der Khao San Road in Bangkok bin. Dort haben sich mittlerweile Dienstleister formiert, die den Backpackern genau das geben, was sie sich wünschen: Das Gefühl von Authentizität, Selbstbestimmtheit und vor allem der Eindruck, dass man gerade ein Abenteuer erlebt. Dementsprechend sitzen also in den Gassen rund um die Khao San Road reichlich Einheimische mit großem Durst rum und beginnen mit jedem Westler gerne ein Gespräch, wenn der das bier besorgt. Auch die Tuk Tuk-Fahrer fahren einen für den "Thai-Price" gerne an jeden Ort in Bangkok - wenn auf der Strecke auch ein Schneider und/oder ein Reisebüro liegt, die dem Fahrer beide jeweils Tankgutscheine für neugewonnene Kundschaft ausstellen. Und ohne Tourismus im Allgemeinen und Backpackertum im Besonderen würden auch kaum noch Tuk Tuk-Dreiradtaxis und Wagen mit frittierten Insekten durch die Gegend fahren.
Der Backpackerurlaub ist ja meist die Summe aus dem, was man im Reiseführer gelesen hat, dem was einem Bekannte geraten haben und was man darüberhinaus zufällig erlebt. Wie soll es auch anders sein.
Chris schreibt im Travel Passion-Blog das auch er sich in vielen Punkten auch der schlechten Seite der Backpackerei schuldig gemacht hat. Mir bricht dabei kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass auch ich und die handvoll Freunde, die mich auf meinen ersten Reisen nach Asien begleitet haben, alle die selben ausgetretenen Pfade beschritten haben und alle ein ziemlich typisches Backpackerverhalten an den Tag gelegt haben. Logo sind wir auch schon mit dem Tuk Tuk zu irgendwelchen Schneidern gefahren, haben mit den "Locals" getrunken und uns beim Insektenessen fotografiert.
Wenn ich heute aber über die Khao San Road laufe habe ich den Eindruck, dass das "Backpacking" einfach eine andere Form des Urlaub machens ist, die genau wie die Pauschaltouristen in Socken und Sandalen auch ihre eigene Uniform entwickelt hat: Batiktücher, weite Baumwollhemden, Rastalocken und Barfußlaufen.
Backpacking ist heute Massentourismus. Wie soll es auch anders sein - es gibt einfach zu viele.
Das, was eine Rucksackreise wirklich ausmacht, die Individualreise, ist aber doch genaugenommen nicht unbedingt an den Rucksack an sich gebunden.
Ich denke die schönsten Reiseerfahrungen, wird man immer haben, wenn man nicht irgendwelchen vorgefertigten Urlaubserlebnissen hinterjagt, sondern genau das macht, worauf man gerade Lust hat. Wenn man dabei noch anständig bleibt, nicht vergisst, das man Gast in einem armen Land ist, werden sich die Urlaubserinnerungen von selbst ergeben - und dann noch viel schöner als man sie hätte planen können.
Technorati: travel khao san road backpacker rucksackreisen tourismus
Dementsprechend jagen sie dann diesen Vorstellungen hinterher. Ich kann dieses Phänomen jedes Mal beobachten, wenn ich auf der Khao San Road in Bangkok bin. Dort haben sich mittlerweile Dienstleister formiert, die den Backpackern genau das geben, was sie sich wünschen: Das Gefühl von Authentizität, Selbstbestimmtheit und vor allem der Eindruck, dass man gerade ein Abenteuer erlebt. Dementsprechend sitzen also in den Gassen rund um die Khao San Road reichlich Einheimische mit großem Durst rum und beginnen mit jedem Westler gerne ein Gespräch, wenn der das bier besorgt. Auch die Tuk Tuk-Fahrer fahren einen für den "Thai-Price" gerne an jeden Ort in Bangkok - wenn auf der Strecke auch ein Schneider und/oder ein Reisebüro liegt, die dem Fahrer beide jeweils Tankgutscheine für neugewonnene Kundschaft ausstellen. Und ohne Tourismus im Allgemeinen und Backpackertum im Besonderen würden auch kaum noch Tuk Tuk-Dreiradtaxis und Wagen mit frittierten Insekten durch die Gegend fahren.
Der Backpackerurlaub ist ja meist die Summe aus dem, was man im Reiseführer gelesen hat, dem was einem Bekannte geraten haben und was man darüberhinaus zufällig erlebt. Wie soll es auch anders sein.
Chris schreibt im Travel Passion-Blog das auch er sich in vielen Punkten auch der schlechten Seite der Backpackerei schuldig gemacht hat. Mir bricht dabei kein Zacken aus der Krone, wenn ich zugebe, dass auch ich und die handvoll Freunde, die mich auf meinen ersten Reisen nach Asien begleitet haben, alle die selben ausgetretenen Pfade beschritten haben und alle ein ziemlich typisches Backpackerverhalten an den Tag gelegt haben. Logo sind wir auch schon mit dem Tuk Tuk zu irgendwelchen Schneidern gefahren, haben mit den "Locals" getrunken und uns beim Insektenessen fotografiert.
Wenn ich heute aber über die Khao San Road laufe habe ich den Eindruck, dass das "Backpacking" einfach eine andere Form des Urlaub machens ist, die genau wie die Pauschaltouristen in Socken und Sandalen auch ihre eigene Uniform entwickelt hat: Batiktücher, weite Baumwollhemden, Rastalocken und Barfußlaufen.
Backpacking ist heute Massentourismus. Wie soll es auch anders sein - es gibt einfach zu viele.
Das, was eine Rucksackreise wirklich ausmacht, die Individualreise, ist aber doch genaugenommen nicht unbedingt an den Rucksack an sich gebunden.
Ich denke die schönsten Reiseerfahrungen, wird man immer haben, wenn man nicht irgendwelchen vorgefertigten Urlaubserlebnissen hinterjagt, sondern genau das macht, worauf man gerade Lust hat. Wenn man dabei noch anständig bleibt, nicht vergisst, das man Gast in einem armen Land ist, werden sich die Urlaubserinnerungen von selbst ergeben - und dann noch viel schöner als man sie hätte planen können.
Technorati: travel khao san road backpacker rucksackreisen tourismus
Teesha - 8. Nov, 05:58
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