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Blaulicht

24
Nov
2010

Phuket – Fragwürdige Massenentlassungen im Rettungsdienst von Patong



Die Massenentlassung des in Patong ansässigen Rettungsdienstes Kusoldharm Foundation macht einmal mehr deutlich, wie dringend notwendig höhere Standards bei den medizinischen Rettungsdiensten in Patong und ganz Phuket sind.

Als Privatorganisation steht es der Kusoldharm Foundation natürlich von Rechts wegen zu, alle freiwilligen Mitarbeiter zu entlassen, wenn deren verhalten unangemessen erscheint, aber alle 33 Freiwilligen zu entlassen, ohne der Öffentlichkeit gegenüber ein Statement abzuliefern ist sicher ungewöhnlich.

Die Kusoldharm Foundation ist Phukets größte und finanziell am besten geförderte ehrenamtliche Rettungsdienstorganisation.



Mitarbeiter der Kusoldharm bei den Bergungsarbeiten nach dem Absturz der 1-2 Go Maschine in Phuket im Jahr 2007

Hier ist besonders zu beachten, dass es eine Sache ist, einen Angestellten aus einer bezahlten Stelle zu entlassen, aber dass eine ehrenamtliche Mitarbeit abgelehnt wird, ist unter den Sanitätern als Affront aufgefasst worden. Schnell richtet sich hier das Augenmerk auf die Ursache des Streits zwischen den Mitarbeitern und der Leitung der Rettungsdienstorganisation.

Beide Seiten schließen eine Verhandlung vor Gericht nicht mehr aus, doch keine der beiden Parteien äußerte die Vorwürfe bislang öffentlich.

Bei solchen Fällen liegt in Thailand immer der Verdacht nahe, dass es in der einen oder der anderen Weise um’s Geld geht.
Die Kusoldharm Foundation veröffentlicht allerdings kaum Informationen über die Leitung der Organisation, ihre Regeln, Entscheidungen und vor allem nicht über die Finanzierung.

Gleichzeitig wirft der Polizeikomissar, Arayapan Pukbuakao, von der Wache in Kathu den ehemaligen Mitarbeitern vor, ihre Positionen als Rettungssanitäter ausgenutzt zu haben und von bestimmten Krankenhäusern Provisonen pro eingelieferten Patient angenommen zu haben.

Zusätzlich behauptet der Polizist, die entlassenen Sanitäter verfügten nur über geringes Fachwissen, gingen mit Beweismaterial vor Ort schlampig um und konsumierten darüber hinaus auch Drogen.

Auch fehlten bei verunfallten Touristen bei der Einlieferung ins Krankenhaus oft die Wertgegenstände.

Der Direktor des Patong Hospitals erklärt dagegen, dass es bislang keine Probleme mit der Arbeit der ehrenamtlichen Helfer gegeben hätte.
Die Behauptung des Drogenmissbrauchs erwies sich darüber hinaus als ein einmaliger Fall von Besitz von Marijuana.

Es besteht kein Zweifel, dass die Kusoldharm Foundation schnell für neues Personal sorgen muss, denn die Hauptsaison steht vor der Tür und die Zahlen der Verunfallten steigt dann erfahrungsgemäß mit der Zahl der Besucher.



Technische Rettung der Kusoldharm Foundation bei einem Verkehrsunfall

Vor allem ist es wichtig, Patong nicht den anderen rivalisierenden Rettungsdienstgruppen zu überlassen. Schon jetzt hat die Stadt – wie auch im Rest von Thailand - schon genug mit deren Rivalitäten zu kämpfen.

Hintergrundinfo: Es ist nicht ungewöhnlich, dass Krankenhäuser – vor allem die privaten – eine Art Kopfgeld für eingelieferte Patienten an die Rettungsdienstmitarbeiter zahlen. Ich vermute sogar, dass das eher die Regel ist. Ich habe die Tarife nicht mehr genau im Kopf, aber für einen Touristen kriegt man etwa doppelt bis dreimal soviel, wie für einen Thai.

Das hört sich natürlich menschenverachtend an und ist es auch. Bei der Organisation, bei der ich mitarbeite, sind wir glücklicherweise nicht auf diese Provisonen angewiesen, weil wir vom Palast des Königs und einem Krankenhaus in Banglampoo gesponsert werden. Entsprechend liefern wir die Patienten immer in das nächstgelegene Krankenhaus ein bzw. in die Klinik ihrer Wahl.

Zusätzlich sind die Mitarbeiter überdurchschnittlich ausgebildet.
Wer aber mal mit offenen Augen durch Bangkok läuft sieht an den Einmündungen großer Straßen oft Pickups, die mit Aufklebern beklebt sind und Blaulicht und Sirene auf dem Dach haben.
Weil es in Thailand aber dazu keine Regeln gibt, kann das jeder. Oft sitzen die Fahrer in Gruppen neben den Wagen und hören alle Frequenzen aller Bangkoker Rettungsleitstellen ab.
Sobald ein Einsatz gemeldet wird, beginnt für alle Bangkoker Rettungsdienstgruppen das Wettrennen um den Patienten: Wer zuerst da ist, bekommt ihn.
Problematisch ist es, wenn zwei Gruppen im selben Gebiet operieren und sich um die Patienten (und um das Kopfgeld) streiten müssen.

Ich war schon dabei, als es deswegen zu Schießereien zwischen den Gruppen gekommen ist.

Vor diesem Hintergrund wird es schnell deutlich, dass es hier nicht um das Helfen aus Nächstenliebe oder Verantwortung geht, sondern natürlich nur ums Geld und Gebietsansprüche.

Die großen Rettungsdienstorganisationen wie in Bangkok
Vajira, Ruamkatanyu oder Poh Teck Tung, die haupt- und ehrenamtlich im ganzen Königreich arbeiten sind meiner Erfahrung nach aber gut ausgebildet und verfügen (zumindest in den Städten) über eigene Ambulanzen und manchmal auch Leitstellen.

29
Sep
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Black Hawk Down

Nach einer Tour nach Cha Am komme ich gerade mit einem Kollegen wieder nach Bangkok zurück und will noch schnell in unserer Kommune ein Feierabendbier trinken.
Vor der Tür steht aber ein Rettungswagen und die Nachbarn stehen aufgeregt vor der Tür und berichten, es sei jemand vom Dach gefallen. Weil unser Gebäude fünf Stockwerke hat, rechne ich mit dem schlimmsten. Aber die Rettungssanitäter sind im Küchengebäude im Erdgeschoss. Das hat ein eigenes Dach, etwa vier Meter hoch.

Meine schwarze, jamaikanische Freundin Shana ist 1000 Kilometer mit ihrem Fahrrad durch Laos gefahren, gestern zurückgekommen und wollte eine undichte Stelle am Küchendach reparieren.

Das Dach ist eine einfache Konstruktion – gewellter Faserbeton (Eternit), der durch eine deutlich zu schwache Unterkonstruktion aus Holz gertragen wird. Wenn man nicht genau auf eine von einem Balken unterstütze Stelle tritt, hört man den Knall erst, wenn man schon im freien Fall ist.

Die Sanitäter waren schon dabei ihr eine Luftschiene ans rechte Bein anzulegen. Ich machte einen kurzen Bodycheck am Kopf und zupfte ihren Afro wieder zu einer runden Kugel. Wir schnallten sie auf die Trage und eine andere Freundin fuhr mit ihr ins Krankenhaus, rief mich aber alle 15 Minuten an.

Nach drei Stunden waren sie wieder da. Eine angebrochene Hüfte und eine deftige Gehirnerschütterung.

Jetzt tragen sie immer zwei Leute durch die Gegend und alle 30 Minuten bringt ihr jemand einen neuen Eisbeutel.
Sie selbst nennt sich seitdem übrigens nicht mehr Shana, sondern „Blackie Chan“.

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5
Jul
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Code Zero

Ein Höllentag bzw. –nacht!
Warum? Weil nix los war beim Rettungsdienst. Einmal auf dem Klo, einmal bei McDonalds zur Besprechung, dann noch eine Fehlfahrt.
Natürlich raunen einem dann alle Gutmenschen zu: “Sei doch froh.“ Seltsamerweise sind das aber immer die selben Leute, die mich fragen, was denn gestern Nacht der „krasseste“ Fall war.
Natürlich bin ich auch froh. Meine Sehnsucht nach dem Anblick kaputtgegangener menschlicher Körper geht nämlich gegen Null.
Aber sich ohne Buch, Fernsehen und Playstation nur mit der Anwesenheit meiner pseudo-individualistischen 20-jährigen Praktikantin zu begnügnen ist extrem anstrengend.
Sie war zweieinhalb Monate in Vietnam und kann nach eigener Auskunft jetzt „Konversationsvietnamesisch“. Schon klar. Vietnamesisch ist wie Thai ein tonale Sprache mit einer ganzen von Reihe von Diphthongen und Triphthongen. Immerhin kann sie aber bis sieben zählen. Ich war vor sechs jahren mal einen Monat in Vietnam und schaffe es unter Auslassung der vier und der sieben immerhin noch bis neun.
Nach dieser Offenbarung fehlte mir dann auch erstmal mit ihr jede Gesprächsgrundlage.
Wenigstens habe ich nach dem Dienst mit einem brasilianischen Dokumentarfilmer weiter am Skript für seinen Film über den thailändischen Rettungsdienst gearbeitet. Nächste Woche geht´s los mit dem Filmen.
Dann habe ich mir noch beim Schweigen den Kiefer verknackst, beim Aufstehen den Zeigefinger der rechten Hand und beim nutzlos Rumsitzen ist mir mehr als einmal das Bein eingeschlafen.
Ja...so war das gestern.

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28
Jun
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Monatsende



Gestern war mal wieder der letzte Samstag im Monat. Das bedeutet, dass die Löhne und Gehälter mal wieder ausgezahlt wurden. Und das bedeutet, dass die Leute wieder Geld haben um zu trinken.
Zusätzlich hatte es gestern nach drei Tagen mal wieder geregnet. Das wiederum bedeutet, dass sich der rußig-ölige Dreck auf den Straßen zu einem geschmeidigen Schmierfilm verbindet. Alles zusammen bedeutet dann also, dass es mindestens einen schweren Motorradunfall geben würde.
Und um kurz vor zwölf lag dann tatsächlich ein junger Mann mit Schädelbasisbruch vor mir. So konnte ich wenigstens meiner Praktikantin mal ein richtiges Brillenhämatom zeigen, wie es bei so einer Verletzung typisch ist.
Den Abtransport überließen wir dann den Kollegen vom Poh Teck Tung-Rettungsdienst.



Eines unserer Vorrausmotorräder

Von dieser Einsatzstelle ging es dann gleich weiter. Wir kamen an und ich ging wie üblich vor, um zu schauen was nötig ist und was anliegt. Als ich die Person dann sah, drehte ich mich aber erst mal um, um meine Praktikantin zu fragen, ob sie das denn wirklich sehen wolle. Der Anblick eines Selbstmordes per Sprung aus dem elften Stock ist nicht jedermanns Sache. Vor allem nicht wenn die Schädelsplitter im Umkreis von zwei Metern verteilt sind.
Und auch die anderen Sanitäter blieben erst mal untätig, bis sich einer von meinem team herabließ, mal wirklich nachzusehen ob die Frau wirklich tot ist. War sie aber.

Erstaunlicherweise blieb der rest der nacht dann ruhig und auch die anderen Dienste in anderen Bezirken fuhren kaum noch raus.
Wahrscheinlich, weil noch kein Vollmond war. Denn Vollmond zählt so, wie doppelt rutschige Straßen oder 1,5 mal Monatsende.

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18
Mai
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Eintreffen an der Einsatzstelle

Gestern war eigentlich recht entspannt. Ich habe meine Ausbildung gehalten und wir waren eigentlich so gut wie durch, dann kam die Meldung von einem Unfall zwischen einem Motorrad und einem Tuk Tuk mit wei Verletzten. Die Anfahrt war ebenfalls entspannt, weil ich alleine hinten auf dem Pick Up sitzen konnte und sogar ein bisschen eingendöst bin. Wie das funktioniert, wenn direkt neben meinem Kopf die Sirene heult, ist mir nicht ganz klar. Wahrscheinlich höre ich die Sirene so häufig, dass ich sie schon nicht mehr wahrnehme. So wie das Ticken einer Uhr.



An der Einsatzstelle war es gewohnt chaotisch, weil drei verschieden Organisationen da waren und jede Menge Leute. Deswegen bin ich nur ein bisschen rumspaziert und habe Bilder gemacht. Hört sich widerwärtig und charakterlos an, aber die anderen Organisationen haben auch immer Fotografen mit dabei.







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2
Mai
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Gesichtsverlust

Schon seltsam wie es manchmal kommt. Der Abend war ruhig. Wenn ich es etwas erwartet hätte, dann sicher Zusammstöße zwischen der Polizei, Armee und den Red Shirts.
So hatte ich wenigstens genug Zeit mich, um mich um unsere neue englische Freiwillige zu kümmern und ihr ein bisschen was beizubringen.
Eigentlich war ich mit meinem Stoff an dem Abend schon fast durch. Die Schocksymptomatik und die Maßnahmen bei Intoxikationen sind schon recht langweilig, also klappte ich das Buch zu, klappte ich es aber gleich wieder auf und zeigte ihr noch ein paar Bilder von offenen Frakturen und Amputationsverletzungen.
Zehn Minuten später ging der Funkspruch ein, ein Fahrzeug sei von der Auffahrt zur Rama XIII Brücke gestürtzt. Wir schwangen uns also auf unsere Voraus-Motoräder, fuhren hin und waren die ersten an der Einsatzstelle.
Üble Sache: ein Mann lag auf der Straße, offenbar mit dem Motorrad gestürtzt. Die rechte Seite des Gesichts fehlte, der recht Arm war abgerissen und hing nur noch an einem Muskelstrang, der Stumpf des Oberarmknochens ragte aus dem Oberkörper.
In dem Moment war es gut, dass ich meiner Praktikantin die Maßnahmen zur Schockbekämpfung erklärt hatte. Viel konnten wir zunächst nicht tun, außer Bewusstsein und Kreislauf zu erhalten, verhindern, dass er an seinem Blut erstickt und den Mann davon abzuhalten auf seinen abgerissenen Arm zu blicken. Jemandem die Hand zu halten, in die Augen zu schauen und zu erklären, dass man jetzt für ihn da ist, ist essentiell - aber emotional anstrengend.
Es ist wesentlich einfacher die Wundversorgung zu machen als sich direkt mit dem Patienten und seinem Schicksal auseinanderzusetzen.
Nachdem der Rettungswagen kam und den Patienten in die Klinik transportierte hatte ich einen Moment Zeit mich an der Einsatzstelle umzusehen: Auch wenn der Mann seinen Arm verloren hatte und wohl nie wieder so aussehen wird wie vorher, hatte er es noch besser getroffen als sein Beifahrer. Der war beim Sturz von der Brücke gestürtzt und lag jetzt 15 Meter tiefer mit aufgeplatztem Schädel.

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17
Dez
2008

Mit Blaulicht durch Vientiane (ວຽງຈັນ) – Feurio und dicke Luft

Ach du liebe Güte! Was ist denn hier los?

From Mit Blaulicht durch Vientiane

Sieht nach dicker Luft aus…

From Mit Blaulicht durch Vientiane

From Mit Blaulicht durch Vientiane

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Aber Rettung naht

From Mit Blaulicht durch Vientiane

From Mit Blaulicht durch Vientiane

In Helm, Jacke, Gummistiefeln und kurzer Hose wird die Lage inspiziert

From Mit Blaulicht durch Vientiane

From Mit Blaulicht durch Vientiane

Die Kabel rechts über dem offenen Fenster waren die Übeltäter

From Mit Blaulicht durch Vientiane

From Mit Blaulicht durch Vientiane

9
Dez
2008

Mit Blaulicht durch Bangkok – Unfall auf dem Dienstweg

Es ist schon ein bisschen seltsam, wenn man an den Unfällen, deren Opfer man behandelt, selber zumindest am Rande beteiligt ist.
Heute war ich auf jeden Fall nach dem Sport und vor dem Dienst so erschlagen, wollte mich deswegen nur kurz ins Bett legen und relaxen und bin naturgemäß eingepennt. Aus dem Schönheitsschlaf erwacht, war es dann leider zu spät für den letzten Bus zur Dienststelle, weswegen ich mit dem Taxi gefahren bin.
Ich war zu sehr in meine Ananas vertieft und habe gar nicht mitbekommen, wie uns kurz nach der Brücke nach Dusit ein Moped vors Taxi fährt.
Der Taxifahrer war extrem geistesgegenwärtig uns ist voll in die Eisen gestiegen – ganz gelangt hat`s allerdings nicht: Das Moped hat einen ordentlichen „Schubser“ ans Heck bekommen, für den Bruchteil einer Sekunde sah es sogar so aus, als könnte sich der Fahrer halten, aber dann hat er doch einen astreinen Salto über den Lenker gemacht und blieb liegen.
Nach einigen Sekunden berappelte er sich aber, da stand ich aber schon neben ihm. Insgesamt war er realtiv unverletzt. Der Finger hat ein bisschen oberflächlich geblutet und die Haut an den Beinen war ein bisschen zerkratzt.
In solchen Situationen gibt`s nicht viel anderes zu tun, als sich zu freuen, dass das so glimpflich ausging. Auf Polizei und Rettungsdienst wurde verzichtet und der Taxifahrer stieg grummelnd wieder in sein Taxi und bedeutete mir auch wieder einzusteigen.
Manchmal ist es schon wirklich erstaunlich, wie dumm ich selbst manchmal in der Gegend rumstehen kann – aber was will man machen.

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7
Dez
2008

Mit Blaulicht durch Vientiane (ວຽງຈັນ) – Bierunfall

Schon komisch, oder? Da gehts in der „Thai Food Diet“ auf einmal um japanisches Essen und auf einmal geht`s dann auch mit Blaulicht durch Vientiane statt durch Bangkok. Aber so isses, denn manchmal muss man auch mal über den Tellerand hinauskucken.
Deswegen heute ein kleiner Unfallbericht aus Vietntiane:

Wer mal in der laotischen Hauptstadt war, wird wohl drei Sachen ziemlich schnell bemerkt haben: Die Stadt hat einen Charme, den man in Südostasien gar nicht so erwarten würde. Dann ist die Stadt für eine Haupstadt unglaublich klein. Gerade mal 350.000 Menschen Leben in der „Stadt des Mondes“. Und vor allem: Das lokale Bier „Beerlao“ ist einfach von Weltniveau. Die Brauerei von Beerlao liegt an der Straße zwischen der Freundschaftsbrüke nach Thailand und der Hauptsstadt. Neulich bin ich da mal mit dem Moped lang gefahren und sehe das:

From Mit Blaulicht durch Vientiane

Ein Mopedfahrer ist unter einen Beerlao-Lastwagen gerutscht. Das Bier blieb unverletzt und auch dem Fahrer ist nichts passiert. Und selbst wenn; von einem Bierlaster angefahren zu werden hat schon was ehrenhaftes, oder?

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29
Nov
2008

Mit Blaulicht durch Bangkok – Erste Hilfe im Gebüsch

Eigentlich habe ich ja heute Schnupfen. Und wenn ich Schnupfen habe, dann geht`s mir echt nicht gut. Deswegen hatte ich heute auch beschlossen, nicht zum Sport zu gehen und auch den Rettungsdienst heute ausfallen zu lassen. Statt dessen bin ich in den Tesco Lotus essen gegangen. Wenn`s mir schon schlecht geht, dann soll ich wenigstens nicht künstlich hungern müssen. Also gab`s Bambussprossen mit Fischbällchen, gebratenes Gemüse mit Shrimps und ein Hühnchenschnitzel. Weil mein Waschmittel alle ist, habe ich dann noch den Plan geschmiedet, runter in den Supermarkt des Tesco Lotus zu gehen und zufällig an der Eiscreme vorbeizukommen. Soviel zum Themenkomplex „Maßlosigkeit und Völlerei“.

Auf dem Heimweg sehe ich dann Motorradtaxifahrer aufgeregt von ihren Mopeds abspringen und zu einer Stelle laufen. Wenn ich nicht zum Rettungsdienst gehe, dann kommt der Rettungsdienst wohl zu mir. In meiner Handtasche habe ich in einer Seitentasche immer ein Paar Schutzhandschuhe dabei. Allerdings war erst mal nur eine Frau zu sehen, die mit zerzausten Haaren in einem Gebüsch saß. Ein Stück weiter lag aber noch ein Mann im Gebüsch. Und weil der ganz ruhig war (ruhig ist in dem Fall eher ein schlechtes Zeichen) bin ich mit meiner Tüte mit Vanille-Karamell-Eis und meiner Nachfüllpackung Comfort „Touch of Love“ Waschmittel zu ihm in Gebüsch geklettert. Viel Bewegungsraum gab`s nicht, denn das Gebüsch war nur da platt gedrückt, wo der Mann gelandet war und wo ich neben ihm kniete. Deswegen hab ich auch erst mal nur Bewusstsein, Atmung und Puls gecheckt, den Schädel und einen halbseitigen Bodycheck gemacht. Ohne Trage hätte man den Mann unmöglich in einem Stück da rausbringen können.

Wegen der Rush-Hour dauert es immer eine Weilchen bis der erste Rettungswagen da ist, denn sowas wie Rettungsgassen und Sonder- und Wegerecht für Rettungsfahrzeuge gibt es in Thailand nicht. Dann kam aber auch schon ein Vorausmoped von der Konkurrenz. Dem hab ich dann gleich mal die ID-Karte und das Handy des Mannes in die Hand gedrückt. Ansonsten gibt`s ja nicht viel zu tun, außer ein bisschen Beistand zu leisten.

Eigentlich hab ich es heute mal genossen, mit ungeschminkten Schnupfengesicht, Baseball-Kappe und Kapuzenpulli durch die Gegend zu laufen und keiner starrt mich an. Aber wenn auf einmal eine Ausländerin aus dem Nichts die Latex-Handschuhe überzieht und mit einer Tüte Vanilleeis und Waschmittel ins Gebüsch springt, dann starren sie trotzdem. Würd´ ich aber auch machen.

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