Das Phantom der Affenhand

In der Provinz Phrae (แพร่) im Norden Thailands geht es drunter und drüber.
Nach einem wirren Traum war eine Bäuerin plötzlich fest davon überzeugt, dass der Steinklumpen, den ihr Ehemann am Vortag auf dem gemeinsamen Mungobohnen-Feld ausgegraben hatte, die versteinerte Hand eines prähistorischen Affen sei.
Wie es in Thailand und für die Thais typisch ist, drängten sich schnell alle Einwohner des Dorfes Naphoon um das Relikt, um daraus göttliche Lotteriezahlen abzulesen.
Muangmon Phimpha, der Mungobohnenbauer, war beim Gras schneiden mit der Sichel auf ein hartes Objekt gestoßen. Er fand Steine, die einer menschlichen Hand ähnelten und nahm sie interessiert mit nach Hause.
In der folgenden Nacht träumte seine Frau, dass ein großer Affe in ihr Haus käme und sie umarmte. Doch stieß sie den Primaten von sich und begann zu weinen. Als der Affe sie dann jedoch fragte, ob er nicht mit dem Ehepaar zusammenleben könne, wurde der Frau nach ihren Angaben sofort klar, dass es sich bei den sonderbaren Steinen, die ihr Mann vom Feld mitgebracht hatte, um die fossilen Überreste einer Affenhand handeln musste.
Gefunden hatte Muangmon die Hand schon am 7. November. Seitdem reißt der Besucherstrom nicht ab und besonders viele kommen an den Tagen an denen die Ziehung der Lotterie stattfindet.
Auch der stellvertretende Bürgermeister Prayoon Panjiti hat sich das Fundstück angesehen und hält sie für die versteinerten Überreste eines Lebewesens.
Das Mungobohnenfeld wurde derweil gesperrt, um zu verhindern, dass andere versuchen noch mehr Relikte auszugraben. Archäologen sollen sich jetzt mit dem Fund beschäftigen.
Ob die dann ihre Erkenntnisse dann auch im Schlaf gewinnen, bleibt abzuwarten.
Teesha - 23. Nov, 15:46
0 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks