.

..

Rubriken


















AddThis Social Bookmark Button
AddThis Feed Button

4
Mai
2009

Hochzeit im Isaan

Eigentlich seltsam: In einem kleinen 1000-Einwohner-Dorf im armen Nordosten Thailands, dem Isaan, könnte man annehmen, dass das Leben eintönig und langweilig ist. Das ist aber mitnichten der Fall. Im Gegenteil, eigentlich gibt es immer ein „Event“. Die dauern in der Regel immer drei Tage.

Jedesmal wenn ich ins Dorf kommt, steht irgendwas an. Eine Trauerfeier, Einweihung eines neuen Tempelgebäues, ein Konzert, jemand gewinnt im Lotto.

Diesmal war es eine Hochzeit.

Eine thailändische Hochzeit läuft ziemlich genau so ab, wie man es erwarten würde: 300 Leute feiern drei Tage lang. Die Männer sind drei Tage betrunken, die Frauen drei Tage betrunken, kochen aber nebenher. Am eigentlichen Tag der Hochzeit gibt es Berge von laotischem Essen und unendlich viel Schnaps. Dazu Tanz und Karaoke.
Weil ich im Dorf ja doch recht bekannt und angesehen bin, war ich natürlich geladen. Außerdem haben Opor und ich den Blumenschmuck zusammengestellt und ich mir dabei ordentlich in den Finger geschnitten. Und natürlich haben wir die Braut zurecht gemacht.
Check it out:



Technorati:

Einen abziehen – มันต้องถอน

Einer meiner Hits und eines der meistgespielten Lieder derzeit in Thailand ist der Song „Man Dong Ton“ (มันต้องถอน).
Übersetzt bedeutet das soviel wie „Ich muss einen abziehen“ und der Song handelt tatsächlich vom Sturzbetrunkensein, das man in umgangssprachlichen Thai mit“Ngi Ngi Ngak Ngak“ oder „U U AA“ bezeichnet.
Man muss wohl den normalen Aufbau eines thailändischen Musikvieos kennen, um zu erkennen, dass das Video zu diesem Lied anders ist. Statt hübsche Mädels im Hintergrund synchron und anmutig tanzen zu lassen, sind diee beiden Tänzerinnen betrunken und tanzen entsprechend.

Check it out:



Technorati:

1
Mai
2009

Schreikrampf

Jede Mutter in Deutschland wuerde sicher einen Schreikrampf bekommen, sähe sie ihren Sprössling mit einer solchen Küchenaxt spielen. In Laos sehen das die Mütter offenbar locker.



Technorati:

2
Mai
2009

Mit Blaulicht durch Bangkok – Gesichtsverlust

Schon seltsam wie es manchmal kommt. Der Abend war ruhig. Wenn ich es etwas erwartet hätte, dann sicher Zusammstöße zwischen der Polizei, Armee und den Red Shirts.
So hatte ich wenigstens genug Zeit mich, um mich um unsere neue englische Freiwillige zu kümmern und ihr ein bisschen was beizubringen.
Eigentlich war ich mit meinem Stoff an dem Abend schon fast durch. Die Schocksymptomatik und die Maßnahmen bei Intoxikationen sind schon recht langweilig, also klappte ich das Buch zu, klappte ich es aber gleich wieder auf und zeigte ihr noch ein paar Bilder von offenen Frakturen und Amputationsverletzungen.
Zehn Minuten später ging der Funkspruch ein, ein Fahrzeug sei von der Auffahrt zur Rama XIII Brücke gestürtzt. Wir schwangen uns also auf unsere Voraus-Motoräder, fuhren hin und waren die ersten an der Einsatzstelle.
Üble Sache: ein Mann lag auf der Straße, offenbar mit dem Motorrad gestürtzt. Die rechte Seite des Gesichts fehlte, der recht Arm war abgerissen und hing nur noch an einem Muskelstrang, der Stumpf des Oberarmknochens ragte aus dem Oberkörper.
In dem Moment war es gut, dass ich meiner Praktikantin die Maßnahmen zur Schockbekämpfung erklärt hatte. Viel konnten wir zunächst nicht tun, außer Bewusstsein und Kreislauf zu erhalten, verhindern, dass er an seinem Blut erstickt und den Mann davon abzuhalten auf seinen abgerissenen Arm zu blicken. Jemandem die Hand zu halten, in die Augen zu schauen und zu erklären, dass man jetzt für ihn da ist, ist essentiell - aber emotional anstrengend.
Es ist wesentlich einfacher die Wundversorgung zu machen als sich direkt mit dem Patienten und seinem Schicksal auseinanderzusetzen.
Nachdem der Rettungswagen kam und den Patienten in die Klinik transportierte hatte ich einen Moment Zeit mich an der Einsatzstelle umzusehen: Auch wenn der Mann seinen Arm verloren hatte und wohl nie wieder so aussehen wird wie vorher, hatte er es noch besser getroffen als sein Beifahrer. Der war beim Sturz von der Brücke gestürtzt und lag jetzt 15 Meter tiefer mit aufgeplatztem Schädel.

Technorati:

Thailand rettet Welt vor dem Seuchentod

Erleichtert atmen die Völker der Welt auf, als bekannt wird, dass Thailand wieder einmal unter Beweis stellt, wie progressiv und effizient man hierzulande mit globalen Bedrohungen umzugehen vermag. 5000 Gesichtsmasken sendet die thailändische Regierung jetzt in einem Akt uneingeschränkter Solidarität in das bislang am stärksten von der Schweinegrippe betroffene Mexiko. Ein gewaltiger finanzieller Kraftakt für das von innenpolitischen Krisen zerüttete südostasiatische Land bedenkt man, dass eine Maske im Supermarkt 8 Baht kostet. Insgesammt stemmt die thailändische Regierung damit eine Summe von etwas mehr als 900 Euro – Respekt.

Bereits Anfang der Woche waren Temperaturscanner an Flughäfen in Betrieb genommen worden, mit denen die Körpertemperatur und etwaiges Fieber aller ankommenden Reisenden erfasst werden. Allerdings hat die WHO schon seit der SARS-Seuche bekanntgegeben, dass diese Maßnahme nichts bringt. Jetzt also Gesichtsmasken von denen man weiß, dass gesunde Menschen auch bei einer Grippeepidemie oder –pandemie keine brauchen.

Allerdings stehen die Thais total auf Gesichtsmasken. Jeder Friseur trägt eine während er dem Kunden die Haare schneidet und schon jetzt sieht man deutlich mehr Masken im Alltag ohne, dass auch nur ein Fall von Schweinegrippe in Thailand gemeldet wurde.

Der Absatz von Schweinefleisch ging aber in Thailand bereits deutlich zurück, obwohl ebenfalls von Anfang an klar war, dass das Virus nicht über den Verzehr von Schweinefleisch übertragen werden kann. Überhaupt war man sich zunächst nicht sicher, ob man die Grippe statt „Schweinegrippe“ nicht auch „Mexikanische Grippe“ hätte nennen sollen.

Aber hätten dann die Thais angefangen weniger Mexikaner zu essen? Vermutlich nicht.

Technorati:

Wer auf diesen Nagel tritt…

...dem tut ordentlich die Hacke weh – das kann ich euch sagen. So geschehen bei mir im Tempelbezirk von Vientiane. In Deutschland gibt es bestimmt 350 Verordnunegen und nochmal soviele EU-Richtlinien, die es verbieten, Naegel in ein Pflaster einzubetonieren, auf dem Menschen barfuss laufen. Und das zu Recht.



Technorati:

29
Apr
2009

Die große Pratu Namo „Thai Food Diet“ – Laotisch

Laoten sind wunderbare Menschen, das nur vorneweg. Laotisches Essen ist allerdings für den westlichen Magen gewöhnungsbedürftig. Menschen, denen schon thailändisches Esen nicht bekommt, werden im ländlichen Laos wohl verhungern.
Gegessen wird hauptsächlich Klebreis. Dazu gibt es dann verschiedenen Gerichte, die allerdings meist aus Innereien, Kräutern, Zwiebeln, Knoblauch und Chillies bestehen. In der Nudelsuppe treibt zähes Rindfleisch und Rinderdarm, dazu gibt es Leberpaste. Wer will kann auch pures Schweinefett zum Reis haben. Oder aber Som Tam – Papayasalat. Der wird allerdings mit einer Sosse aus vergorenen und angerottetem Fisch gewürzt.
Weil ich ja oft in den Isaan reise, wo die Bevölkerung ethnisch laotisch ist, bin ich das Essen einigermassen gewöhnt, solange ich den Innereien nicht anmerke, dass sie welche sind.



Laotische Wurst – in Bananenblatter eingewickelt ist die Wurst einigermassen haltbar. Allerdings findet sich in dem Bananenblattbündel nach dem auswickeln ein gerademal daumengrosses Stück Wurst aus fast purem Schweinefett

Technoart:

Fisherman’s Girlfriend

Jedes Jahr, wenn die Reisernte eingefahren ist, und die Trockenzeit die Kanäle und Teiche in den Reisfeldern des Isaan soweit ausgetrocknet hat, dass man nur noch bis zur Brust im Wasser steht, ist im Isaan Badesaison. Und weil Baden alleine nicht satt macht, werden dabei eben halt noch Fische gefangen.



Die Frauen tun dies meist mit horizontalen Netzen, die sie für einige Minuten im Wasser versenken und die dann zügig wieder an die Oberfläche geholt werden.





Grosse Fische sind nie dabei – die meisten sind gerade mal daumengross.





So gross müssen sie ja aber auch nicht sein, denn sie werden ohnehin zu stinkendem Pla Rah vergoren, der Fischsosse des Isaan, mit der dann der traditionelle Papayasalat “Som Tam” gewürzt wird.

Die Männer betreiben den Fischfang sogar noch ausgefeilter. Sie sperren einfach einen Teil des Kanals ab und klauben dann per Hand alle Fische auf.









Pro Fisch ein Schaps – so wird es schon seit Jahrmillionen im Isaan gehandhabt

Und das Schoenste wie immer zum Schluss:



Technorati:

27
Apr
2009

Der Hahn im Korb

Die Frage, ob es immer so gut ist, der Hahn im Korb zu sein, kommt einem sicherlich am ehesten bei der Betrachtung des folgenden Bildes in den Sinn:



Technorati:

26
Apr
2009

Dreckfresse…

…wuerden sicher manche sagen, wenn sie mich so sehen wuerden. Und im Prinzip hatten sie damit sogar recht, denn was ich da im Gesicht trage, ist waschechter Schlamm. Und damit bin ich nicht allein: In dem Dorf im Isaan, in dem ich die letzten Tage mein Unwesen getrieben habe, tun das alle Frauen. Macht weiche Haut und schuetzt for der Sonne. Scheisse sieht man damit trotzdem aus und das Konzept ist mir auch noch nicht ganz klar. Muss ich wirklich jeden Tag 8 Stunden Matsch im Gesicht tragen um ab und an mal 3 Stunden gut auszusehen. Ich weiss ja nicht.





Technorati:

14
Apr
2009

Doctor Dengue, der Master of Pasta

Einer meiner besten Freunde hier in Bangkok ist bestimmt Nick alias Doctor Dengue. Ein Engländer, der wie ich in unserer Stammkneipe auf dem Wall of Fame vertreten ist. Außerdem pflegt er eine Leidenschaft für ausgefallenen Kopf- und Brillenschmuck (siehe Bild).
Wir hatten in den letzten Wochen in unserem Freundeskreis eine Denguefieberepidemie und alle drei Tage wurde jemand anderes mit Dengue ins Krankenhaus eingeliefert. Eine Finnin landete sogar auf der Sterbestation eines Regierungskrankenhauses, allerdings nur, weil sie kein Geld hatte um die Ärzte zu bezahlen und dort sind die Betten umsonst.
Was mich richtig ärgerlich gemacht hat, war die Tatsache, dass sich alle bei beginnender Krankheit bei einem niedergelassenen Arzt auf Dengue hatten testen lassen und alle mit der Diagnose einer schweren, aber üblichen Grippe heimgeschickt wurden.
Erst Nick stellte dann von seinem Stammplatz an der Theke aus die richtige Diagnose – und lag in allen Fällen richtig. Allerdings könnte man zu Nick auch mit einem abgeschossenen Bein oder einer schlechten Tätowierung kommen und er würde einen mit der Diagnose „Dengue“ ins Krankenhaus schicken.

Ab und zu aber eigentlich immer gibt es bei uns in der Bar Essen umsonst. In einer riesigen, rechteckigen Schüssel gibt es dann Pasta. Um möglichst viel abzubekommen braucht es aber die richtige Nudelwickeltechnik, um auch was abzubekommen. Nick, in seiner Funktion als Master of Pasta, lehnt sich meist schon satt zurück, während andere noch mit der ersten Gabel kämpfen.

Außerdem verteidigt mich mit dem hauseigenen Baseballschläger bis auf`s Blut wenn auch nur einer aus Versehen an meinen Hintern packt. Außerdem ist er einer von zwei Freunden, denen es nichts ausmacht, wenn ich ihnen im Vorbeigehen ein zu meiner eigenen Unterhaltung ein paar Brusthaare ausreiße.

Sojemand muss man einfach gernhaben.



Technorati:

13
Apr
2009

Zum Kaffee bei den Aufständischen – Kriegsrecht in Bangkok

Nach Pattaya ist jetzt auch in Bangkok der Ausnahmezustand ausgerufen worden. Gestern sind den ganzen Tag Panzer durch meine Straße gefahren, die wir natürlich mutig mit unseren Wasserpistolen bekämpft haben.
An der Hochbahnstation Siam waren sie sogar noch mutiger und haben einen Panzer erobert. Es ist nach wie vor ruhig obwohl die Armee heute Nacht die besetzte Din Daeng-Kreuzung zurückerobert hat – 77 Verletzte. Sogar der Premierminister wurde von den Aufständischen leicht verletzt.



Ich wohne ja direkt am Regierungsviertel allerdings auf der „sicheren Seite“ des Flusses. In der Vergangenheit haben sie gelegentlich mal von Booten aus mit Granatwerfern geschossen, aber auf die andere Seite und ein Blick in die Wikipeia sagt mir, dass der M79-Granatwerfer, den sie hier benutzen nich bis zu mir kommen kann.
Deswegen werde ich mich jetzt mal gepflegt in die Sonne legen und die Songkran Feiertage genießen.
Cheers
Technorati:

12
Apr
2009

Per Unwort zum Sieg

Gestern habe ich es seit Äonen mal wieder gewagt im Scrabble anzutreten. Fatalerweise waren meine Mitspieler ein Kongolese, ein Kenianer, ein New Yorker und ein Londoner.

Entsprechend erdrutschartig war meine Niederlage – die Brüder bescheißen ja ohne Ende. Mein Englisch ist seit diesem Abend deutlich schlechter, weil ich angefangen habe zu glaube, dass es die Wörter, die die Jungs da auf den Tisch hinfantasiert haben, wirklich gibt.



Technorati:

11
Apr
2009

Uiuiuiuiui, das ist...

...jetzt aber zugegeben doch ein ganzes Weilchen her, seit ich das letzte Mal was geschrieben habe.
Grund genug mal mit Fug und Recht nachzufragen warum eigentlich. Die Themen liegen ja gerde in den letzten Tagen auf der Straße. Eigentlich war ich auch kaum beschäftigt mit neuer Arbeit, Liebe und Freunden, Straßenschlachten, als Star einer Tanztruppe, im Krankenhaus und am Meer. Mein Vertrag mit Hollywood lässt mir auch genügend Freizeit.
Deswegen trete ich mir jetzt mal selbst in den Hintern und schreibe mal wieder ein bisschen. Viel anderes bleibt mir nicht, die Langeweile quält mich. Heute ist tatsächlich mal alles nach drei Regenschauern in Folge grau und bevor ich diesen elenden Gassenköter mit der hässlichen, vom Dauerkläffen heiseren Stimme mit der Latte die Flöhe aus dem raüdigen Fell prügele, betätige ich mich lieber literarisch.

Technorati:

Zum Kaffee bei den Aufständischen – Ausnahmezustand, mal wieder

Zuletzt hatte ich in dieser Rubrik ja über meine sonntäglichen Besuche im von der People`s Alliance for Democracy (PAD) besetzten Government House berichtet. Nachdem die Damen und Herren in gelber Tracht nach der Flughafenblockade und reichlich Mauschelei ihren Willen und einen Premier aus den Reihen der Demokratischen Partei bekommen haben, sind nun die PAD-Gegner verstimmt und fordern ihr Recht. Hierbei handelt es sich um die Democratic Alliance Against Dictatorship (DAAD), die sich in sattem Rot zu kleiden pflegt. Weil der Name der Organisation und sogar dessen Abkürzung noch zu lang ist, nennt man sie landläufig einfach die „Red Shirts“, Süa Deeng in der Landessprache.

Nachdem die wochenlang das Government House belagert hatten und in der vergangenen Woche und auch heute den Verkehr in Bangkok lahmlegten, haben sie heute in Pattaya den ASEAN-Gipfel platzen lassen.

Die Zeichen stehen also mal wieder auf Sturm. Außerdem haben sich die Roten heute sonderbarerweise mit Zivilisten in blauen Hemden geprügelt. Woher die kamen, war zunächst unklar. Die Roten Hemden behaupteten aber, die Blauen seien von der Regierung bezahlt worden. Die dementierte natürlich sofort. Die blauen Hemden seien offenbar Mitbürger, die einfach an der ordnungsgemäßen Ausrichtung des ASEAN-Gipfels interessiert und setzten sich halt dafür ein.
Interessant. Heute Nacht habe ich wieder Dienst am belagerten Regierungsgebäude – sofern ich wegen der blockierten Straßen überhaupt dahin gelange.

Technorati:

20
Feb
2009

Neues Trend-Hobby: Mit Pflanzen tanzen



Eigentlich habe ich ja schon genug zu tun und bräuchte mich sicherlich nicht nach neuen Hobbies umzusehen. Aber aufgeschlossen wie ich bin, habe ich eine Stunde der Muße und der Muse genutzt, um ein neues bahnbrechendes Hobby zu kreieren: Das Tanzen mit Pflanzen. Vorbei die Zeiten, als man auf allen Vieren mit einer Lupe in der Hand Ameisen hinterherrobbte und sich an der Hilflosigkeit niederer Lebewesen erheiterte – Pflanzen haben zudem nicht einmal Gift.
Eine meiner Stauden, die ohnehin schon während meines Umzuges von einem Kollegen in Stücke gehackt wurde, weil sie sonst nicht in den als Umzugswagen fungierenden Rettungswagen gepasst hätte, scheint sich zu erholen.
Nachdem sie jetzt wieder reichlich gegossen wird und während der Trockenzeit viel Sonne hereindringt, strebt sie zum Licht. Dabei steht das Gewächs allerdings in der hinterletzten Ecke meines Apartments und muss sich entsprechend verbiegen, um ihr Grün nach der Sonne ausrichten zu können. Doch schiefer wuchs ist mir als Ästhetin zuwider, weswegen ich sie jetzt jede Woche drehe – immer linksrum im Walzertakt.
Es soll ja Menschen geben, die mit ihren Pflanzen sprechen. Aber ich tanze sogar mit ihnen. Vorerst führe ich.

Technorati:

19
Feb
2009

Stilblüten Thailands – Sehr gut



Eigentlich grammatisch völlig richtig. Aber doch einfach niedlich, den übersetzt heißt das ja: „Schreibt auf jeder Oberfläche sehr gut.“
Das ist natürlich mal ein Slogan, der vor Understatement fast schon platzt. Bei uns würde man wohl sagen: „Extremst geil.“

Technorati:

22
Feb
2009

Neues aus Bangkoks ÖPNV – Mein Erzfeind Meteor-Man

Vielleicht hatte mich die Nachmittagssonne etwas schläfrig gemacht, möglicherweise auch nur das monotone Brummen des Busses der Linie 542 Richtung Thonburi. Auf jeden Fall hatte ich eine Weile abwesend aus dem Fenster geschaut. Als ich mich dann aber umdrehte fuhr mir der Schreck durch alle Knochen: Meteor-Man, mein ärgster Erzfeind, der Widerling des Weltenraumes saß direkt neben mir!



Doch wie konnte das sein?! Wie hatte er vor der von mir (zugegeben versehentlich) ausgelösten Antimaterie-Supernova auf Zeron 5 entkommen können?! Wie hatte er die vernichteneden Hiebe mit der Neutronenfaust meines alten Freundes und Kupferstechers Galactor überleben können?! War er nicht bewusstlos in die Methaneis-Schlucht gestürzt, an deren Grund ihn bestenfalls die alleszerfleischenden Fänge der Bzorks erwarteten?!
Wie auch immer. Es muste eine Ende haben – hier und jetzt. Ich hatte in den vergangenen Tagen reichlich Kleingeld angesammelt, entsprechend schwer war meine Handtasche mit der ich just zu einem Schwinger aus dem Hinterhalt ansetzen wollte, als plötzlich....was war das??? Nicht Meteor-Man, sondern ein harmloser siebenjähriger Junge saß neben mir!



Um ein Haar wäre ein Unglück geschehen. Zur Sicherheit scheuerte ich ihm aber doch noch eine – damit er gar nicht erst auf dumme Gedanken kommt, wenn er mal groß ist.

Technorati:

De Lingu Franca – Polyglott



Wer`s noch nicht gemerkt hat: Ich habe eine ausgeprägte Affinität zu Sprache, vor allem dann, wenn sie gesprochen wird. Das mag wohl damit zusammenhängen, dass ich gerne unter Leuten weile. Gelegentlich unterhalte ich mich auch mit den ihnen.
Ich würde mich ja selbst eigentlich als Kosmopolitin bezeichnen, allerdings ist das Wort in der letzten Zeit so billig verscherbelt worden, dass ich mich lieber nur als „international“ bezeichnen will. Und entsprechend polyglott, also mehrsprachig, muss ich dann natürlich sein. Bin ich auch.
Von der Globalisierung faselt ja mittlerweile auch der Dümmste unter unseren Zeitgenossen und je dümmer die Leute um so schlechter finden sie sie. Dabei ist Globalisierung so wie das Atom oder die Chemie (beide gibt es schon ewig); sie ist nicht erst mit der Erfindung der Verkehrsfliegerei und der Email aus der Taufe gehoben worden, sondern im Grunde schon immer da. Wenn auch in einem kleineren Maßstab als heute.
In der modernen Welt geht man offenbar aus, dass unterschiedliche Sprachen den globalisierten Menschen nur hemmen, weswegen nun alle mehr oder weniger gutes English radebrechen können.
Wer aber genauer hinsieht, erkennt man, dass auch die vermeintlich unterschiedlichsten und weit entferntesten Sprachen ein hohes Maß an Verwandschaft aufweisen. In der Sprache spiegelt sich dabei ganz deutlich der Alltag, die Kultur, das Wesen und die Geschichte eines Volkes wieder. Wer also eine Sprache lernt, lernt auch das Volk kennen. Umgekehrt bin glaube ich, dass man eine Sprache nicht beherrschen kann, ohne die dazugehörigen Menschen zu können.
Heute lebe ich in einem Umfeld, dass mir als Hobby-Linguistin durchaus gerecht wird. Hier arbeite ich mit einem Team zusammen, in dem keine zwei Mitglieder aus dem gleichen Land stammen und trotzdem verstehe ich mich mit allen, auch wenn ich im Minutentakt die Sprache wechseln muss.
Wahrscheinlich wäre ich in der Vergangenheit gut im Mittelmeerraum aufgehoben gewesen. Dort verständigte man sich bis ins 19. Jahrhundert mit der Verkehrssprache „Lingua Franca“, mit der man sich über die Sprachgrenzen hinwegsetzen konnte. Eine Sprache auf romanischer Basis, die im Mittelalter durch den Sprachkontakt zwischen Romanen und Sprechern nichtromanischer Sprachen, insbesondere des Arabischen, entstand und als Handels- und Verkehrssprache bis ins 19. Jahrhundert vorwiegend an der Süd- und Ostküste des Mittelmeers verbreitet war.
Die Lingua Franca war dabei nicht etwa eine Mischsprache oder oder verunstaltete Einzelsprache oder von Sprecher zu Sprecher sich veränderndes Radebrechen, sondern eine Sprache auf romanischer Basis mit arabischen, türkischen, persischen, griechischen und slawischen Einflüssen, das in seinem lexikalischen Grundbestand und seiner grammatischen Struktur trotz seiner weiten Verbreitung und jahrhundertelangen Verwendung bemerkenswert geschlossen geblieben ist.
Benutzt wurde sie vor allem bei Handelskontakten, militärischen Kontakten, vermischter Siedlung und, von nicht zu unterschätzender Bedeutung, Piraterie.
Dass ich „vermischt siedele“ ist offenkundig, dass ich eine waschechte Piratin bin wissen dagegen die wenigsten.
Weil ich aber in meinem Sprech- und Sprachalltag soviel Erheiterndes höre, lese und lerne, komme ich nicht umhin, diesauch in diesen Blog einfließen zu lassen. Fortan also meine neue Rubrik: „De Lingua Franca“ - Über die fränkische Sprache.

Die Bedingungen für den Gebrauch waren Handelskontakte, militärische Kontakte, vermischte Siedlung und -- von nicht zu unterschätzender Bedeutung -- Piraterie und die Präsenz von romanischen Sklaven in arabisch/türkischem und griechischem Sprachgebiet.

Technorati:

17
Feb
2009

Im Pfennigparadies


Was in Deutschland der „Ein-Euro-Markt“ ist, ist hier in Thiland das „20 Baht-Zelt“. Beiden ist eines gemein: Man kann sich stundenlang drin verlieren und kommt schwerbepackt raus ohne mehr Geld ausgegeben zu haben als für ein Essen im Restaurant.
Und im Prinzip kann man ja alles brauchen. Ensprechend bin ich jetzt stolze Besitzerin von sage und schreibe

10 rote Kleiderbügel
1 Badschrubber
1 Magischen Schwamm
1 kuscheliges Mikrofasertuch
1 Stifthalter
12 Saugnapfhaken
4 dicke Filzstifte (2 blaue, 1 schwarzer, 1 roter)
1 Thermometer (derzeit in meiner Wohnung mit angeschalteter Klimaanlage: 28°C!)
1 Ledernotizbuch
1 Schraubenzieherset
6 AAA Batterien
1 batteriebetriebene LED-Lampe zum Ankleben (sehr praktisch)
4 LED-Strahlerclips
1 Nähset
1 Milliarde bunte Stecknadeln

Technorati:
Pratu Namo

PRATU NAMO

.

Pratu Namo`s Twitter

Aktuelle Beiträge

Hello everybody
Hey :-) My name is Manuel Bierbaumer i send you this...
Manuel Bierbaumer (Gast) - 24. Aug, 16:31
Kommune
Bitte melde dich mal bei uns . Wir sind ein junges...
Kiki (Gast) - 12. Jun, 14:18
Il y a encore de la place...
Il y a encore de la place chez vous je viens du luxembourg
welter patrick (Gast) - 3. Okt, 16:42

Suche

 

Action!
Bangkok City Life
Blaulicht
Brasilien
English
Isaan Country
Lingua Franca
Na sowas!
ÖPNV
Thai Culture
Thai Food Diet
Travel
Videos
Weird Thailand
Wrong Things
Zum Kaffee bei den Aufständischen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren