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Na sowas!

24
Mai
2008

Ode an den Sang Som

Deutsche Frauen, deutsche Treue,
Deutscher Wein und deutscher Sang


Das sind die ersten Zeilen aus der zweiten Strophe des Deutschlandlieds. Frauen, Treue und Wein sind ja erst mal eher nix für mich – aber bei Sang werde ich dann doch hellhörig. Folgt auf das „Sang“ vielleicht noch ein „Som“ dann wäre Thailands beliebteste Spirituose perfekt. Sang Som (sprich: Seng Som) wurde 1977 in Thailand eingeführt und ist der Grund warum ich fast vier Wochen (25. April bis 21. Mai) dem Bloggen fern geblieben bin.
Jährlich werden 70 Millionen Liter verkauft, wie viele davon allein an mich gehen lasse ich hier mal offen. Die Marke hat damit einen Marktanteil mehr als 70 Prozent. Sang Som gewann bei Wettbewerben in Madrid 1982, Düsseldorf 1983, und wieder Spanien 2006 jeweils die Goldmedaille, weswegen das Getränk auch als "Sang Som Rianthong" (Sang Som Gold Medal) bekannt ist. Die Thais genießen das getränk zusammen mit Cola, Soda und viel Eis. Als Partygetränk kommt dann noch Red Bull dazu und wird in kleinen Eimerchen mit gesellschaftsfördernd vielen Strohhalmen ausgeschenkt.

Auch leer wirkt die Flasche Sang Som immer noch eher halb voll als halb leer

Die geleerten Literflaschen dienen dann an improvisierten Tankstellen in den ländlichen Gegenden und auf den Inseln als Behältnisse für Benzin, kosten in der Regel immer 30 Baht sind dann aber je nach aktuellen Spritpreisen unterschiedlich gefüllt.
Sang Som macht schon nach wenigen Schlücken reich, schön, berühmt und glücklich, weswegen ich zumindest der Spirituose auch weiterhin treu bleiben werde.

In diesem Sinne

Cheers

Technorati:

10
Apr
2008

Seilspringen am Lonely Beach auf Ko Chang

Tja, auf Ko Chang, der Dschungelinsel im Golf von Thailand an der kambodschanischen Grenze, ist alles etwas anders. Hier macht man zum Beispiel Seilspringen mit eine brennenden Seil. Nach zwei Eimern Saeng Som Whiskey traut sich das dann auch der ungelenkeste Trottel und am nächsten Tag dürften einige Jungs ohne Augenbrauen und Wimpern rumgelaufen sein.
Beeindruckende Leistungen brachten aber die Mädels, die das ja in ihrer Kindheit quasi professionell betrieben haben. Die hüpften zu zweit und zu dritt einfach solange bis das Feuer von alleine ausging.













9
Mrz
2008

Pratu Namo: Ein extrem diversifiziertes Webangebot

Neulich bin ich mal aus purer Langeweile die Suchbegriffe, über die wissenshungrige Internetuser auf meinen Blog Pratu Namo gestoßen sind, durchgegangen und war extrem erheitert aber auch nicht minder überrascht.

Denn derjenige, der die Suchzeile in Google eingegeben hatte, dürfte in meinem Post, wie man sein Notebook im heißen Asien kühlen kann, nur wenig hilfreiche Informationen gefunden haben.

Auch der offenbar gewaltverliebte User, der sich für interessiert, dürfte nur meinen Eintrag gefunden haben, in dem ich dringend von jeder Form von Auseinandersetzung mit Thais abrate.

Über die Frage eines anderen Besuchers“ “ habe ich noch überhaupt nicht geschrieben. Diesen Umstand will ich aber kurzerhand beseitigen. Es heißt: „Sawatdii“. Männer sagen danach noch den Höflichkeitspartikel „kapp“ und Frauen ein knappes „ka“. Soviel dazu.

Ein Suchterm taucht überdurchschnittlich oft in meiner Statistik auf: . Und tatsächlich habe ich mal einen halbwegs fundierten Bericht darüber geschrieben.

Es freut mich zudem immer, wenn sich auch mal ein paar Traveller auf meinen Blog verirren. Nach der Häufung der Suchbegriffe zu urteilen, kommt mein Post „Hong Kong - Macau - Bangkok in 4 1/2 Stunden (ein heisser Ritt)” aus dem vergangenen Jahr gut bei den Reisenden an.

Jede menge Leute interessieren sich offenbar auch für . Wahrscheinlich haben sie gehört, dass man es nicht mehr darf. Dazu kann ich nur sagen: Momentan gibt es noch eine Schonfrist und ich kümmere mich sowieso nicht darum. In Thailand sind so viele Sachen verboten und die Leute machen es trotzdem: Abtreibung, Prostitution, etc…Ich mache mir deswegen auf jeden Fall keine Sorgen.

Schön finde ich es immer, wenn Leute ganze Fragen an Google stellen, weswegen ich auch hier um eine Antwort nicht verlegen bin: - Dürfen schon, aber sie machen`s nicht, weil sie sich schämen.

Eine Instanz ist Pratu Namo offenbar auch, wenn es um die geht. Ich erinnere mich, dass ich mal geschrieben habe, dass ich es gut finde, dass es in Deutschland Bestimmungen dazu gibt. Hier in Thailand gibt es so was offenbar nicht und wenn, dann wir es nicht umgesetzt. Mich hat es jedenfalls schon oft übel hingehauen.

Mit dem habe ich ein Thema auf jeden Fall fest in der Hand, weil ich darüber jedes Jahr schreibe, sowohl in Englisch als auch Deutsch und auch ein Video habe ich parat.

Viele Hongkong-Reisende scheinen sich auch für das widerliche im Stadtteil Kowloon zu interessieren. Ich denke ich habe es in meinen Post und Video deutlich gemacht, dass dieser Ort echt eklig ist.

Absolut überhaupt nicht weiterhelfen kann ich dem User mit folgender Suchanfrage:
und ich glaube auch nicht, dass er jemals damit Erfolg haben wird.

Eine große Zahl von Hobbyköchen erfreut sich offenbar an meinem Artikel „Fischsoße – die Würze Südostasiens”. Einer hatte mal nach der gesucht. Ich kann nur sagen – keine Ahnung. Vielleicht ist es bei Fischsoße aber auch egal, weil die schon stinkt, wenn sie „frisch“ ist.

Weil die Hälfte der Weltbevölkerung halt nun einmal Männer sind, wundert es mich nicht, dass sich extrem viele für interessieren. Darüber habe ich allerdings noch nie etwas geschrieben und auch keinen gedreht. Auch ein vernünftiges Drehbuch liegt noch nicht vor.

ist der chinesische Neujahrsgruß. Ich weilte ja im letzten Jahr während des chinesischen Neujahrsfestes in Hongkong und habe da spektakuläre Videos vom Feuerwerk gedreht über die sich fast 1,4 Milliarden Menschen gefreut haben. Zumindest potentiell.

Ich hatte eine Weile suchen müssen, bis ich den Eintrag gefunden hatte auf den das Suchwort passt. Es ging ganz harmlos um die zwei rammelnden Hasen auf der Verpackung meines neu erworbenen Schuhschrankes.
Sex Sells

Keinen Kommentar, nicht mal einen Buchstaben habe ich jemals über geschrieben und ich gelobe hiermit öffentlich es auch nie zu tun, weil es halt nun einmal laaaaangweiiilig ist.

Eine ernste Suchanfrage gibt es zum Schluss: meine Frau verprügelt mich. Darüber habe ich auch noch nie was geschrieben und werde es auch nicht tun. Ich bin da nämlich kein gutes Vorbild, weil ich dann und wann auch mal gerne meinen Freund verprügele.

20
Feb
2008

Stolz deutsch zu sein?

Gerade ist mir der BlogPost auf Christians Travel Weblog Travel Passion ins Auge gesprungen, in dem er sich mit dem Stolz der Deutschen auf sich selbst befasst.
Die Frage ist eigentlich schon lange durchgekaut, aber offenbar immer wieder ein Zünder für eine heiße Diskussion.
Eins vorneweg: Auf RTL, den Erfolg der Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ und Dieter Bohlen kann man nicht stolz sein, sondern muss sich dafür schämen. Ich grusele mich bei dem Gedanken, wie es in Deutschland zugehen wird, wenn die Generation der „egomanen Arschlochkinder“ (Zitat aus einem Kommentar in Chris` Blog), die bei DSDS in völliger Fehleinschätzung ihrer eigenen Fähigkeiten über die Bühne stolpern, in zehn, 15 Jahren das wirtschaftliche Rückrat Deutschlands bilden soll.
Ich bin Ende letzten Jahres schon mal um das Thema Nationalstolz gekreist. Damals war ich auf folgendes stolz:

-dass man nachts mit fünf Bier im Kreislauf aus einer verrauchten Kneipe kommen und draußen die eiskalte, frische Luft einsaugen kann (inzwischen nicht mehr der Fall, weil es an verrauchten Kneipen fehlt)

-dass man zwischen Garmisch und Kiel am Auspuff eines Busses vorbeilaufen kann und trotzdem nicht erstickt

-dass es öffentlich-rechtliche Sender gibt, die verzweifelt gegen die Verdummung durch die Privatwirtschaft ankämpfen

-dass es kräftig mit Paprika und Pfeffer gewürzte Schnitzel gibt, die dicker und größer als der Teller sind auf dem sie liegen?

-dass es Vorschriften für die Rutschfestigkeit von Bodenfliesen im Außenbereich gibt

Durch die Außenperspektive, die man nach und nach erhält, wenn man im Ausland und vor allem in einem anderen Kulturkreis lebt, sind mir jetzt noch folgende Punkte aufgefallen

-die Thais lieben den deutschen Fußball und Deutschland ist nicht zuletzt deswegen in der Welt bekannt, weil das deutsche Team bei internationalen Turnieren meist oben mitspielt

-in Deutschland gibt es Qualität bei Produkten und Dienstleistungen, die anderen Volkswirtschaften auf der Jagd nach den Attributen „schneller“ und „billiger“ schon lange abhanden gekommen sind

-die deutsche Berufsausbildung im dualen System ist ein Exportschlager

-Deutsche, die im Ausland arbeiten gelten dort noch als pflichtbewusst, sorgfältig, zuverlässig und als gute Planer

Auf die deutsche Mainstream-Jugendkultur kann man derzeit aber kaum stolz sein.

Ich erschrecke immer vor mir selbst, wenn in mir der Gedanke aufkommt: “Früher war das nicht so.“ Dieser Gedanke ist nämlich der Wegbereiter für den noch dümmeren Gedanken „Früher war alles besser“ – und das ist falsch.
Ich glaube sogar, dass für diese Entwicklung gar nicht so sehr die Jugendlichen oder die Eltern verantwortlich sind. Auch die Politik hat, wenn man mal ehrlich ist, nur geringen Handlungsspielraum. Auch die Schulen, deren Aufgabe im Wesentlichen die Vermittlung von Bildung ist, sind am Niedergang der deutschen Teenies nicht alleine Schuld.
Es sind wohl vielmehr Leute wie Dieter Bohlen, die einem vorleben, dass es OK ist andere Menschen in aller Öffentlichkeit zu demütigen. Und die werden getragen von Sendern wie RTL (wobei die anderen Privaten kaum einen Funken besser sind).
Fernsehen prägt halt einfach die Gesellschaft. Je dümmer das Fernsehen umso dümmer die Zuschauer.

16
Feb
2008

Thailands Leo Beer und ich – eine Hassliebe

Schon Benjamin Franklin wusste es: "Bier ist der Beweis, dass Gott uns liebt und will, dass wir glücklich sind."
Und wenn wir ehrlich sind, geben wir uns ja auch alle Mühe diesem Wunsch zu entsprechen. In Thailand geht das allerdings vergleichsweise mehr auf den Geldbeutel als in Europa, denn Bier ist hier teuer. Trotzdem ist das thailändische Bier nicht schlecht, süffig aber vor allem schnell warm (woran die Temperaturen Schuld sind, nicht das Bier).

In der Regel stehen in Thailand fünf Biere zur Auswahl:

Singha Bier – ein Spitzenbier nach deutscher Brauart, kostet ein bisschen mehr, ist aber eigentlich die unangefochtene Nummer eins unter den thailändischen Bieren

Chang Bier – Elefantenbier, hat deutlich mehr umdrehungen und schmeckt im Vergleich zu den anderen Bieren auch ein wenig nach Schnaps. Das letzte Mal habe ich es vor drei Jahren nach einem Essen in einem bangladeschischen Restaurant „genossen“ und danach sowohl das Chang Bier als auch das Essen wieder von mir gegeben. Seitdem meide ich es, viele Ausländer lieben es aber.

Leo Bier – mein Favorit. Preisgünstig und süffig. Außerdem hängt es einem am nächsten Tag nicht so sehr nach. Die Flasche gibt es leider nur im 0,33 l und 0,66 Format (wie alle anderen Biere in Thailand auch). Die kleine Flache ist also zu schnell leer und die große zu schnell warm. Also öfter nachordern oder schneller trinken. Der großen Flasche bleibt aber der Preisvorteil gegenüber der kleinen.

Leo Bier
Mein Favorit - Leo Beer

Tiger Bier – seit meiner Vietnam mein Liebling. Leider etwas teurer und bestimmend im Geschmack. Entsprechend fällt der Wechsel auf ein anderes Bier schwer, weil die meisten entweder herber (Singha) oder wässriger (Leo) wirken.

In den 7/11-.Stores gibt es noch ein anderes Bier, das allerdings so verdächtig billig ist, dass ich es noch nie probiert habe.
Sicher nicht ganz korrekt, wenn man einen Post über die Biersorten Thailands schreibt, aber meine Selbstachtung wiegt in diesem Fall mehr als die journalistische Sorgfaltspflicht.

In diesem Sinne

Prost

Technorati:

15
Feb
2008

Das Sebastian Schunke Quartett in Laos

Latin Jazz in Laos? – Klar geht so was. Und wie. Erst recht, wenn der deutsche Botschafter in Laos und das Goethe-Institut das so wollen. Und das Quartett ist ja nicht irgendeine Truppe, die durch die Festzelte tingelt, sondern eine hochdekorierte Band, die den Berlin Jazz Award 2004 und 2006 abgeräumt haben. Zudem hatte die Band im westafrikanischen Benin schon als Begleitung des staatsreisenden Bundespräsidenten Köhler bewiesen, dass sie Jazz auch das diplomatische Parkett begeistert. Bandleader Schunke unterrichtet an der renommierten Hanns Eisler Music School und der venezuelanische Percussionist Nene Vasquez spielte schon mit Celia Cruz und Shakira.
An ihrem letzten Abend in Laos bewies das Jazz-Team in einem kleinen Club in Vientiane aber vor allem, dass es den Jazz und Blues auch freestyle beherrscht. Als die laotische Liveband hörte, dass sich die Mitglieder der Band im Publikum befanden, haben sie sie spontan auf die Bühne gerufen und der kolumbianische Bassist Camilo Villa und Sebastian Schunke haben ordentlich Gas gegeben – in reibungslosem Zusammenspiel mit dem laotischen Gitarristen und Drummer.
Als dann die Laoten wieder die Bühne übernahmen erinnere ich mich nur noch an den Satz des Leadgitarristen:“ You may have the Jazz….but now it`s all about RRRRock`n Rollllll. Was dann geschah habe ich so noch nie erlebt. In dem Moment als das Lied einsetzte standen ALLE auf der Tanzfläche und haben gerockt, wie ich es so noch nie gesehen habe.
Manchmal treffen sich halt einfach die richtigen Leute zur richtigen Zeit am richtigen Ort – und wenn der Ort Vientiane, Laos heißt.

The Sebastian Schunke Quartett Berlin

Sebastian Schunke (Piano, Bandleader, Camilo Villa (Bass), Dan Freeman (Sax), Manager Tobias Verlende und Nene Vasquez (Percussions)

Schunke-freestyle

Freestyle Blues in einem Club in Vientiane

Technorati:

12
Feb
2008

Thailands fliegende Arschgesichter

Ich bin mir nicht hundertprozentig sicher, ob „Arschgesichter“ der korrekte zoologische Name dieser Insektenart ist. Wenn`s nach mir ginge, dann wäre es so. Obwohl sie eigentlich so klein sind, dass man weder Arsch noch Gesicht erkennen kann. Charakterlich sind sie es in jedem Fall.
In Thailand fliegen in den Stunden nach Einbruch der Dunkelheit derzeit die Termiten durch die Gegend. An welchen Tagen sie das tun, ist mir allerdings nach wie vor schleierhaft. Gestern habe ich keine einzige gesehen, heute dafür mehr als mir lieb waren.

Die Sonne geht hier in Thailand wegen der Nähe zum Äquator rasend schnell unter. Immer um kurz nach sechs. Sobald man also merkt, dass die Dämmerung einsetzt, kann man sich auf den Weg zum Lichtschalter machen, denn dort angekommen ist es schon dunkel. Zurück vor dem Rechner schließe ich dann in der Regel mein Tagwerk ab. An den letzten Abenden musste ich aber vorzeitig abbrechen, weil so viele fliegende Termiten um mich und die Lampe in meinem Apartment kreisen, dass an vernünftiges Arbeiten kaum mehr zu denken war. Zwar hat meine Balkontür ein Fliegengitter, allerdings ist das an den Rändern hier und da durchlässig. Und besonders die Termite versprüren offenbar ein verglichen mit anderen Insekten extrem ausgeprägtes Bedürfnis nach Licht.

Weil man aber wegen der Hitze ohne geöffnete Balkontür nicht leben und vor allem arbeiten kann, nehme ich das Risiko einer Invasion von fliegenden Arschgesichtern bisweilen in Kauf – sie kommen ja nicht jeden Tag.
Wenn sie allerdings kommen, dann ist es meist zu spät um schlimmeres zu Vermeiden. Die Viecher einfach zu ingnorieren geht nicht, solange man selber in einem bunten Shirt vor einem leuchtenden Bildschirm sitzt. Zudem habe ich in den beiden Schlafzimmern meiner Wohnung Parkettfußboden, der den Termiten sicher ein Festmahl wäre.
So verbringe ich jedes Mal die zwei Stunden nach der letzten Heimsuchung durch die Arschgesichter mit meinem neuerworbenen Elektolux-Staubsauger und sauge die Termiten von der Lampe. Die Geckos, die sonst immer an den Wänden und Decken meines Heimes verkehren und die hier mal ihren volkswirtschaftlichen Nutzen unter Beweis stellen können, machen sich dagegen rar.
Dennoch ist das wegsaugen der Termiten äußerst befriedigend. Der neue Staubsauger hat eine Saugkraft, dass ich bisweilen fürchten muss, Lampe oder gar Deckenputz herunterzusaugen. Vor allem bin ich bis heute jedes als Sieger aus dem Gefecht hervorgegangen. Wer weiß, wie lange noch. Ich sauge nach der letzten Termite auf jeden Fall neuerdings immer auch einen alten Lappen in das Rohr, um sicherzustellen, dass die Krabbler auch im Beutel bleiben.
Derzeit bin ich auf Suche nach neuen Verbündeten. Ich werde wohl dem Mann von der Schädlingsbekämpfungsfirma, der im Auftrag meiner Vermieterin jeden Monat zur Kontrolle kommt, bei seinem nächsten Besuch mal ein kühles Bier andienen.

Technorati:

13
Dez
2007

Pratu Namo und die tiefgefrorenen Laptops

Sollte ich jemals eine Band gründen, dann wird sie so heißen: Pratu Namo und die tiefgefrorenen Laptops.
Vielleicht auch anders, aber im Grunde tut das nichts zur Sache. Viel schlimmer ist, dass es in Bangkok langsam wieder anfängt heiß zu werden. In den letzten Wochen war es vergleichsweise angenehm gewesen und im Norden sogar, wie in den Posts der vergangenen Wochen des öfteren angedeutet, richtig kalt. Persönlich ist mir das egal, mein Notebook leidet aber darunter.
Im Grunde messe ich die Tagestemperaturen nicht mehr in Grad Celsius, sondern wie oft mein Notebook am Tag hitzebedingt abschmiert. Eben gerade habe ich das 20. Mal hinter mir und noh bevor dieser Post erscheint, wird es wahrscheinlich zum 21. Mal geschehen (Erfahrungswert). Jetzt habe ich mir schon ein Kühlpad mein drei zusätzlichen Lüftern gekauft, was aber meines Erachtens nach überhaupt nix bringt. Besonders beim abspielen von Audio- und Videofiles ist es immer nr eine Frage der Zeit.

Derzeit habe ich ständig kalte Füße, wenn ich vor dem Rechner sitze, weil mein 50 cm-Ventilator so platziert ist, dass er zwar die warme Luft von den Lüftungsschlitzen an der Rückseite des Geräte wegblasen kann, gleichzeitig aber auch meine Füße kühlt.

Mein neuester Trick, der auch wirklich funktioniert ist jetzt der Folgende: Bevor ich mich daran mache Videos zu schneiden, friere ich mein Notebook eine Dreiviertelstunde im Eisfach meines Kühlschrankes ein. In den ersten Minuten im Einsatz ist das Display dann vielleicht einen Tick dunkler als sonst, aber das Gerät läuft an sich stabil.

In einem Kühlschrank an sich ist es ja verhältnismäßig trocken, weil die ganze Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert – aus dieser Richtung droht also keine Gefahr. Den Laptop über Nacht einzufrieren halte ich aber dennoch nicht für eine gute Idee, weil spätestens die kalten Finger am nächsten Morgen alle Betriebsstabilität wieder wettmachen.

Technorati:

10
Dez
2007

Das große Pratu Namo Thailand-Rätsel

Zwei Dinge, die man in Europa wohl nr selten zu Gesicht bekommt.

Wozu dienen wohl die zwei dünnen, weißen Schläuche an diesem Wasserhahn?

What is that

Wozu ist wohl dieser Kasten gut?

Ja wos is des jetzt

7
Dez
2007

Denk ich an Deutschland...

...in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.

Natürlich tut es mir leid, dass auch ich das Zitat von Heinrich Heine, wie jeder andere scheinintelektuelle Schreiberling auch, mal wieder völlig aus dem Zusammenhang gerissen als Einstieg missbrauche.
Aber es passt halt so gut, weil ich in den letzten Tagen in den letzten Tagen wirklich oft an Deutschland gedacht habe. Und das –anders als Heine- im Guten. Ehrlich gesagt, finde ich Deutschland richtig gut. Damit ist es wohl so, wie mit den meisten Dingen im Leben. Man merkt erst, wie sehr man es gemocht hat, wenn man es nicht mehr hat.

Wenn ich jetzt also zufällig durch die touristisch überladenen Gassen in Banglamphu schlendere und hier und da einen Fetzten deutscher Unterhaltung aufschnappe, dann ist das doch etwas Besonderes. In den letzten Monaten habe ich mich ja im Grunde nur auf Englisch und Thai unterhalten. Zudem gibt es manche Sachen, die ich richtig vermisse und dabei geht es nicht ums Essen und deutsche Tugenden – ich mag es wirklich abgefahrene, höllisch-scharfe Sachen mit den Fingern zu essen und liebe die thailändische Unbekümmertheit und die vielen verschiedenen Stufen in der Thaisprache Höflichkeit auszudrücken.

Aber ist es nicht auch schön, nachts mit fünf Bier im Kreislauf aus einer verrauchten Kneipe zu kommen und die eiskalte, frische Luft einzusaugen?
Dass man zwischen Garmisch und Kiel am Auspuff eines Busses vorbeilaufen kann und trotzdem nicht erstickt?
Dass es öffentlich-rechtliche Sender gibt, die verzweifelt gegen die Verdummung durch die Privatwirtschaft ankämpfen?
Dass es kräftig mit Paprika und Pfeffer gewürzte Schnitzel gibt, die dicker und größer als der Teller sind auf dem sie liegen?
Dass es Vorschriften für die Rutschfestigkeit von Bodenfliesen im Außenbereich gibt, so dass man während der Regenzeit mit seinen profillosen Flip-Flops nicht jedesmal einen Salto schlägt, wenn man unbedarft vor die Tür tritt (wie es sich vor meiner Tür leider äußerst häufig zugetragen hat)?
Ist es nicht bemerkenswert, dass man in Deutschland die Polizei rufen kann, wenn der Japaner über einem nachts um drei im Suff seine Frau verprügelt und die dann auch kommt?

Andererseits, kann man wirklich stolz sein aus einem Land zu kommen in dem 16 Jahre nachdem das Asylantenwohheim von Hoyerswerda gebrannt hat, noch immer Menschen für ihre Hautfarbe, Herkunft oder Sexualität zusammen geschlagen werden (wie gerade jüngst) ohne dass Politik, Medien und Gesellschaft ernsthaft wütend aufschreien und handeln?

Ich bin mir da nicht so sicher. Von daher passt das Heine-Zitat wieder.
Pratu Namo

PRATU NAMO

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