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Weird Thailand

2
Nov
2008

Traumberuf Müllfischer?

Neulich bin ich schon gegen sieben Uhr morgens unterwegs zum Bo Bae Markt gelaufen. Die Strecke ist ungefähr dieselbe wie zum besetzen Regierungsgebäude. Die Temperaturen waren noch mild und bei Sonnenaufgang ist selbst ein Moloch wie Bangkok noch friedlich und sanft.
In Bangkok werden jeden Tag Tonnen von Plastikflaschen verkauft, geleert und weggeworfen. Aber obwohl es nur extrem selten Mülleimer gibt, sieht man auf den Straßen kaum eine herumliegen. Sicher haben auch die Heerschren von Straßenfegerinnen ihren Anteil an diesem Umstand, aber im Wesentlichen ist es die Armut der Menschen, die die Straßen vom groben Müll befreit. Recyclebare Rohstoffe bringen Geld. Zwar sehr wenig, aber wenn man sonst nichts hat, ist ds schon mal etwas. So wird also alles gesammelt, was irendwie beim Rohstoffhändler abgesetzt weren kann: Papier, Dosen, Flaschen und eben auch Plastikflaschen.
Durch die Straßen ziehen abgerissene Gestalten mit großen Plastiksäcken, die die Müllhaufen danach durchsuchen. Die Konkurrenz ist hart.
Auf dem Wasser ist man allerdings noch weitgehend allein. Und weil Plastikflaschen nun mal schwimmen, scheint die Arbeit nicht ganz so mühsam, wie das Durchwühlen der widerlichen Müllsäcke.
Bangkok ist von unzähligen Kanälen durchzogen und wird deswegen auch oft das „Venedig Südostasiens“ genannt. Und zumindest der Gestank aus diesen Kanälen muss den Vergleich mit der italienischen Kulturstadt nicht scheuen.
Um aber der Müllfischerei auf diesen Kanälen nachzugehen braucht man zumindest ein Boot – sollte man denken. Aber weit gefehlt. Ich habe uch schon Menschen gesehen, die nur auf einem Stück Styropor schwimmend mit bloßen Händen, den fauligen Schlamm in den Kanälen nach Metall durchwühlten.









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18
Okt
2008

Was mich an Thailand nervt – Gewaltverliebtheit

Es ist schon sehr hart: Ich gehe in ein Internetcafé um meine Mails zu checken und neben mir sitzt ein junge Studentin, die sich Fotos von zerfetzten Leuten ankuckt, die so krass sind, dass sogar ich mit meiner Blaulichterfahrung da angewiedert wegsehen muss.

Nur einen Tag nach den blutigen Zusammenstößen zwischen der People´s Alliance for Democracy und der Polizei gab es direkt vor dem besetzten Government House Video-Cds von den Auseinandersetzungens zu kaufen. Am gleich Stand konnte man auch Bilder von den Wasserleichen nach dem Tsunami in Thailand kaufen (seitdem weiß ich, dass Wasserleichen nicht immer mit dem Gesicht nach unten schwimmen) und Bilder von den Hinrichtungen unter den Roten Khmer in Kambodscha. eine CD für 50 Baht (1 Euro).

Neulich war ich in einem Zeitschriftenladen; nicht um eine Zeitschrift zu kaufen, sondern dort gibt es Klimaanlagen und die Gelegenheit war günstig, um mich von der Hitze des Nachmittages kurz runterzukühlen. Da gibt es Magazine, die wirklich nur Bilder von verstümmelten Leichen zeigen, mit einer zehnzeiligen Beschreibung, wie es zu den Enstellungen gekommen ist. Wasserleichen, verkohlte Körper, abgetrennte Gliedmaßen - alles im Programm. Und ich glaube kaum, dass das in Thailand jemanden schockt, denn schon die beiden großen Boulevardzeitungen lassen jeden Morgen die Bilder von Unglücken und deren Opfern auf ihren Titelseiten prangen.



Daneben ist dann oft noch ein Passfoto des Toten, das zeigt, wie der Mann aussah, bevor er in den Hächsler gefallen/ im Auto verbrannt, oder sonst wie zu Tode gekommen ist





Seltsamerweise wird das Blut, das in großen Lachen neben der Leiche vor sich hin gerinnt weggepixelt. Obwohl das immer unterschiedlich ist. Eine einheitliche Linie, geschweige denn Kodex, scheint es da nicht zu geben. Blut scheint für die Thais aber unerträglich und wird nur selten gezeigt.



Im Fernsehen ist es nicht viel anders; hier werden aber je nach Tageszeit auch Waffen weggepixelt. Zu den Abendnachrichten sind dann aber wieder alle Leichen und Pistolen zu sehen.
Ich hatte ja schon einmal geschrieben, dass man sich besser nicht mit Thais anlegt. Hier bleibt es nämlich nicht bei einer geschwollenen Nase und einer aufgeplatzten Lippe. Hier sind sie stattdessen schon wegen Kleinigkeiten bereit jemanden mit einem riesigen Buschmesser in Stücke zu hacken.
Das weiß ich, weil ich es einmal in Bangkok und einmal in einem Dorf in der Nähe von Udon Thani gesehen habe, wies sich junge Männer zum Kampf rüsten. Einmal habe ich auch miterleben müssen, wie sich drei Jungs mit einem riesigen Bambusstamm an einen sitzenden Gegner herangeschlichen haben und ihm den Stamm mit vereinten Kräften in den Rücken geschlagen haben. Erst ein Aufseher auf auf diesem eigentlich friedlichen und fröhlichen Tanzabend hat die Streithähne mit dem Kolben seiner Pumpgun auseinander getrieben.
Der Angriff aus dem Hinterhalt erfreut sich in Thailand ohnehin großer Beliebtheit. Deswegen ist es ziemlich wichtig einfach keine Feinde zu haben, denn ansonsten muss man immer mit dem Rücken zur Wand sitzen, was auf Dauer anstrengend ist.

Hier in Thailand gibt es nämlich große 0,66-Liter Bierflaschen. Die lassen richtig platziert Kopfhaut und Schwarte bis auf den Schädelknochen aufreißen. Das weiß ich, weil ich selber jemanden verarztet habe, der so attackiert worden war.

Ich glaube mittlerweile, dass diese plötzlichen, brutalen Gewaltausbrüche zu einem großen Teil aus den in der thailändischen Kultur ständig unterdrückten Emotionen herrühren.
Thailand gilt als das Land des Lächelns; und tatsächlich lächeln die Menschen hier wirklich fast immer. Aber natürlich kann kein Mensch immer „wirklich“ lächeln. Aber die gesellschaftlichen Konventionen in Asien erziehen die Menschen zu einer höflichen Emotionslosigkeit. Und irgendwann entlädt sich dann das Gegenteil in einem Gewaltgewitter.

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17
Okt
2008

Ausländische Ehemänner helfen der thailändischen Wirtschaft

Vor kurzem hat eine Studie in der armen thailändischen Provinz Buriram ergeben, dass allein dort 960 Frauen mit ausländischen Ehemännern verheiratet sind, von denen 67 Prozent im Ausland leben, aber ihre Frauen in Thailand finanziell unterstützen. Diese Unterstützung beläuft sich im Jahr insgesamt auf stolze 230 Millionen Baht (=4,9 Millionen Euro).
Wieviel die 33 Prozent der Ehemänner, die in Thailand leben, in das Land investieren ist schwer zu beziffern. Es dürfte aber wahrscheinlich sogar mehr sein als, die Geldströme aus dem Ausland, denndas Leben in Thailand kann teuer sein, wenn man(n) neben der Ehfrau auch noch deren ganze Sippe mit unterstützen muss. Dazu kommen die Gebühren für die regelmäßigen Visa-Trips ins Ausland.
Ich habe mal gelesen, dass die Gewinne aus den Girlie-, Gogo-, Karaokebars den Freundschaften zu ausländischen Männern, Auslandsbesuche und die Ehen auf Zeit der thailändischen Frauen mehr zur Verbesserung der Infrastruktur auf dem Land beigetragen haben, als alle Gelder, die die Regierung in die Infrastrukturprojekte auf dem Land investiert hat. In den Dörfern im armen, ländlichen Issan sieht man recht häufig, die Paläste der Farangs (Ausländer). Die Männer leben oft in ihrer westlichen Heimat während ihre Frauen dank der Rimessen des Gatten fortan zu den Wohlhabenden gehören, ein Haus aus Stein besitzen, einen Pick-Up fahren und die gesamte Sippe unterstützen können. Die Nachbarn, die in ihren Holz- und Wellblechhütten sitzen, ein öltropfendes Moped fahren und von der Hand in den Mund leben, bekommen das natürlich mit. Vor allem für die Töchter der Familien, die kein oder zu wenig Ackerland mehr besitze und kaum aus den Schulden rauskommen, ist ein ein Farang-Ehemann oft die einzige Option. Während die Söhne als Bauarbeiter nach Taiwan, Japan, Korea oder in die Golfemirate geschickt werden, gehen die Mädchen als „Masseusen“ oder „Kellnerinnen“ nach Bangkok, Pattaya oder Touristeninseln im Süden.
Diese „Industrie“ ist mittlerweile aus Thailand nicht mehr wegzudenken. Es geht dabeio gar nicht um Prostitution, sondern um „echte“ Beziehungen zu ausländischen Mönnern und deren späteren Geldanweisungen. Ich kenne jede Menge Mädels, die im Grunde überhaupt nicht mehr arbeiten, weil sie sich irgendwann mal einen netten Engländer, Deutsche, Ami, etc angelacht haben, der sie seitdem mit monatlichen Zuwendungen bedenkt.
Viele von den Girls wohnen in besseren und teureren Apartments als ich (der Freund bezahlts) und haben mir oft anvertraut, dass sie die Kerle eigentlich nicht leiden können. In vielen Fällen haben die Jungs zu Hause wahrscheinlich auch einen Partner und der Luxus am anderen Ende der Welt auch noch ein Mäuschen sitzen zu haben ist ihnen dann wohl ein regelmäßiges Taschengeld nach Thailand wert.
Und wenn’s nur ist um das eigene Gewissen zu besänftigen.

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16
Okt
2008

Brüder des Schlafes

In Johann Sebastian Bachs Kantate „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ gibt es den Choral „Kömm, o Tod, du Schlafes Bruder“.
Der Begriff „Schlafes Bruder“ ist seitdem zum geflügelten Wort geworden - aber nur durch Zufall, denn Bach war nie in Thailand gewesen. Und das kann ich so behaupten ohne nur einmal in seine Biografie geschaut zu haben. Denn wäre Bach in Thailand gewesen dann hieße der Choral jetzt „Kömm, o Thai, du Schlafes Bruder“.
Ähnlich wie Chinesen, mit denen die Thais ethnisch im weiteren Sinne ja verwandt sind, können auch die Thais wie auf Knopfdruck einfach zu jeder Zeit und überall einschlafen. Können? Manchmal scheint es mir eher wie ein Müssen, wie ein Fluch.



Ähnlich wie mein Notebook gehen auch die Thais nach 20 Minuten ohne Aktivität in den Ruhemodus. Warum das so ist, ist mir nicht ganz klar. Es kann schon sein, dass der Kreislauf bei der immerwährenden Hitze in Südostasien auf höheren Touren läuft und entsprechend mehr Energie verbraucht wird und die Menschen der Region deswegen jede Ruhephase zum Schlafen nutzen. Aber: Ich lebe ja auch hier, bin auch der Hitze ausgesetzt und verbrauche auch Energie, aber bei mir ist das nicht so.
Ganz deutlich ist mir das neulich aufgefallen als ich während Dreharbeiten mit ziemlich genau 50 Menschen in einem abgedunkelten Konzertsaal, in dem nur etwa alle fünf kurz ein Lied angespielt wurde, saß. Von diesen 50 Menschen waren ziemlich genau die Hälfte Thais und die Hälfte Europäer, Nord- oder Südamerikaner.
Wir saén da und hatten nichts zu tun und schon nach etwa zehn Minuten stellte sich ein erstaunliches Phänomen ein: Die Thais knickten weg. Wie Blüten, die sich zur Nacht hin schließen schlief ein Thai nach dem anderen ein und als ich mich nach 20 Minuten umblickte, war kein Asiate mehr bei Bewusstsein. Alle die dann noch standen oder aufrecht saßen waren Niocht-Thais. Das Schauspiel war so beeindruckend und symbolisch, dass ich ezwei leider wenig beeindruckende und symbolische Fotos gemacht habe. Mit ein bisschen gutem Willen sieht man aber, dass alle Thais schlafen und der rest glockenwach ist:





Das Schlaf für Thais wichtig ist wusste ich nicht erst seit diesem Tga, sondern schon seit Jahren. Ich hatte mal eine Mitbewohnerin, die von der Arbeit heim kam, angezogen aufs Bett fiel so 15 Stunden schlief, um erst am nächsten Morgen wieder aufzustehen. Auch auf dem Dorf im Isaan ist der Schlaf ein fester Bestandteil der Tagesplanung. Man erledigt das Tagesgeschäft am Morgen und frühen Nachmittag. Gegen drei oder vier besucht man dann Bekannte unterhält sich kurz und schläft dann dort bei denen. Ein Praxis die völlig wider meine Natur ist. Nach neun Stunden Schlaf bin ich 15 Stunden wach. Mich um drei bei fremden Leuten auf den Fußboden zu legen und einzuschlafen ist kaum möglich. Natürlich kann ich auch nach einem reichlichen Mittagesses Sonntag Mittag den Fernseher anschalten alte Bud Spencer und Terrence Hill-Filme anschauen und danach eine Stunde gesegneten Mittagsschlaf halten. Aber nur unter diesen Umständen.
In Spanien und Lateinamerika gibt es natürlich auch die Siesta, aber die ist auf die Zeit während der größten Hitze des Tages beschränkt. In Thailand ist Siesta potentiell aber immer.
Vielleicht ist das Geheimnis auch, dass die Thais gar nicht wirklich schlafen, sondern nur so tun als ob. Auf Thai gibt es den Begriff „norn len“, wörtlich heißt das übersetzt: „Zum Spaß liegen“. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Und tatsächlich. Und damit ist das gemeint, was man heutzutage wohl am ehesten als „Chillen“ bezeichnen würde. Ablegen mit Augen zu und Ruhe.
Westlern ist so ein Verhalten natürlich ein Dorn im Auge und auch ich kann mich nicht erwehren, im Gespräch mit anderen Ausländern ab und zu eine zynische Bemerkung fallen zu lassen. Eine so lange Zeit des Tages ungenutzt verstreichen zu lassen. Unerhört!
Vielleicht ist dieses „Zum Spaß liegen“ der Thais aber im Grunde gar nicht so falsch, sondern fast schon progressiv. In Europa raten uns ja mittlerweile Heerscharen von Wellnes-Fuzzis zur “Entschleunigung“ und zu einer Stunde Wachzeit, in der man gar nichts tut. Und Schlafforscher habe zudem herausgefunden, dass ein „Power-Nap“ (zu Deutsch: Energie-Nickerchen) in der Tagesmitte die Leistungsfähigkeit überprportional zur Schlafdauer steigern kann.

In diesem Sinne: Schlaft gut!

Pratu Namo

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14
Okt
2008

Boing!

Was ist an diesem Bild besonders?



Wer mal für`s ganze Geld vor die Klappe dieses Essenstandes, die für normal gewachsene Europäer fatalerweise kurz über Augenhöhe aber leider nicht noch höher hängt, der weiß das. Ist mir noch nicht passiert, aber nur weil ich diesen Weg nicht so oft nehme. Ich klopfe lieber dreimal auf Holz. So ein rostiger Blechkasten gibt immer so hässliche Ecken in der Schädeldecke. Kein Wunder laufen die Thais immer so langsam. Dann tut`s nicht ganz so weh. Aber die würden auch einfach drunter durchlaufen.
Die Markisenstange auf dem folgenden Bild hat offenbar schon mindestens ein Opfer gefordert, ansonsten wäre nicht so liebevoll eine Plastiktüte als Polsterung darum gewickelt.



In Deutschland würden, da wahrscheinlich binnen tagesfrist gleich drei verschiedene Ämter einschreiten. Aber Thailand ist eben nicht Deutschland deswegen: “Helme tragen, Männers!“ (aus: Werner-Beinhart! Deutschland 1990).

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10
Okt
2008

Chuwit kloppt sich im Fernsehen

Kennt ihr noch den Mann mit dem Fernglas?


Der Mann ist tatsächlich so wie er wirkt. Der Kandidat für den Posten des Gouverneurs von Bangkok, Chuwit, hat kurz vor der Wahl am vergangegen Sonntag den Fernsehjournalisten vom Kanal 3 nach einem Fernsehinterview niedergeschlagen und dann solange auf in eingetreten, bis das Studioteam in unter Kontrolle brachte.
Grund: Der Journalist hatte ihn vor laufender Kamera auf sein Politikstrategie angesprochen, über die sich die beiden zuvor hinter den Kulissen unterhalten hatten. Chuwit antwortete darauf, dass das hinter den Kulissen gesagt worde war und jetzt nicht erwähnt werden solle. Als der Moderator dann forsch fragte, ob denn der Chuwit vor der Kamera und der hinter den Kulissen nicht die gleichen seien, musste Chuwit natürlich mit „Ja“ antworten. Das interview war dann auch sofort zu Ende, die Kamera ging aus und der Moderator von Cuwits Faust niedergestreckt zu Boden.
Natürlich ist Anzeige gegen ihn erstattet worden. Aber Chuwit hat keine Angts, denn eine Körperverletzung kostet hier in Thailand nur 500 Baht (10 Euro).
Geholfen hat aber alles nix. Apirak, der alte Gouverneur, ist auch wieder der neue.

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24
Sep
2008

Thailand-Kenner Kurt Tucholsky

Es ist nicht belegt, dass Kurt Tucholsky, einer der bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik jemals in Thailand gewesen wäre. Aber erst vor diesem Hintergrund erkennt man das Genie dieses engagierten Schriftstellers, wenn er, ohne die Thais zu kennen schreibt:

„Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören.“

Damit ist das Wesen der Thais punktgenau beschrieben. Nix mehr hinzuzufügen, Kurt.

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16
Sep
2008

Essen auf Rädern - Thailands Garküchen

Ich weiß, dass die Garküchen auf den Straßen der asiatischen Metropolen gleichbedeutend mit Salmonellen und Durchfall sind. Ist aber gar nicht wahr. An den Straßenständen gibt es eine viel größere Auswahl an Gerichten, die dann natürlich immer hausgemacht sind. Die besten Varianten ihrer Art habe ich immer auf der Straße gegessen statt in einem Restaurant. Und wer sagt denn, dass die Hygiene in den winzigen, schmierigen Restaurantküchen besser ist. Da kann ich nicht mal sehen wie es da zu geht. Wenn aber jemand das essen direkt vor meinen Augen zubereitet, dann schmeißt der garantiert nicht das Stück Fleisch, dass ihm gerade auf den Boden gefallen ist doch noch auf meinen Teller.
Auf den Straßen Bangkoks dominieren zwei Arten der meist fahrbaren Garküchenwagen die Szene: Nudelsuppen (Guidiao) und die Woks, in denen die typischen thailändischen, pfannengerührten Gerichte zubereitet werden. Auch Papayasalat gibt es oft und ebenso die Wagen mit den kleinen Holzkohlefeuern und den Fleischspießen.
Weil die Garküchen ihre Lebensmittel nur mit Eis kühlen können und die Fleischeinlagen manchmal stundenlang zwar auf Eis aber roh in der Sonne liegen, habe ich bislang von Meeresfrüchten abgesehen, obwohl das wahrscheinlich egal ist.
Besonders schön ist es, wenn man immer wieder zur gleichen Garküche gehen kann, weiß dass es einem da schmeckt. Die Leute kennen einen und stellen einem schon gleich das Stammgetränk und die Nudelsuppe in meiner Lieblingszubereitung auf den Tisch.
Wen die Abgase, der Lärm, die Kakerlaken auf der Straße nicht stören, der sollte unbedingt in den Garküchen essen, denn das ist die richtige Art Thai zu essen. In thailändischen Wohnungen gibt es nämlich keine Küchen. Es ist also normal, dass fast ausschließlich auf der Straße gegessen wird, bzw. man sich das Essen von einem der Straßenstände kauft und dann mit nach Hause nimmt.



Das gibt’s gratis zum bestellten Gericht dazu: Gemüse, Chillies, Sojasprossen, Fischsauce und gekochte Eier



Garküchen in reih und Glied. Selbst wenn man in der Gruppe kommt und sich jeder ein anderes Gericht bestellt können alle trotzdem zusammensitzen. Die Köchinnen suchen sich danach ihr Geschirr wieder zusammen



Die Nudelsuppe für 50 Cent





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15
Sep
2008

Der Mann mit dem Fernglas

Ein Kandidat für die Gouverneurswahlen von Bangkok ist mit Sicherheit Chuwit. Seine Kampagnenstrategie ist so simpel, dass ich fast nicht glauben kann, dass sie ernst gemeint. Es geht in seinen Slogans immer um „Probleme“. „Banhaa yu nai? Pom bai ti nan“ sagt er auf den Plakaten: Wo sind die Probleme? Ich gehe dahin.
Oder er wird mit einem altmodischen Fernglas gezeigt und dem Satz. Ich sehe die Probleme. Auf einem anderen Plakat gibt er sich höchst optimistisch: Ich bin mir sicher, dass ich es schaffen kann. Was er schaffen will und was genau die Proleme sind, die Chuwit im Visier haben will, bleibt unklar.
Es wäre allerdings vermessen zu glauben, das die Wahlkampfsprüche unserer Politiker in Deutschland weniger schwammig wären. Eine Dame, die heute Kanzlerin ist, wollte auf ihrem Plakat „Mehr Freiheit wagen“ und ernannte dann Wolfgang Schäuble zu ihrem Innenminister.
Dann doch lieber völlig nichts sagende Slogans in Thailand als die Lügen in Deutschland.



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14
Sep
2008

Wieder einen Elefant als Nachbar

Ich bin ja vor einigen Wochen umgezogen. Mehr in die City, näher zur Party und da wo die Dinge in Thailand passieren. Seitdem hatte ich geglaubt keinen Elefanten mehr als Nachbarn zu haben. Aber falsch gelegen. Ich hab ihn jetzt schon wieder zweimal gesehen. Und heute Abend hatte ich auch die Kamera dabei:



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Pratu Namo

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